Autor: Daniela Steinbach

  • Rezension | Johnson, Daisy: Das Hotel

    Rezension | Johnson, Daisy: Das Hotel

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    Auf dem Cover sieht man schon einen kleinen Text, nämlich folgenden: „Das Hotel weiß alles über dich. Das Hotel kannte dich schon, bevor du angekommen bist.“ Das Foto – ein altes Haus oder eben Hotel, im Hintergrund der Vollmond hinter Wolken fast nicht zu erkennen, eine düstere Landschaft mit verdorrtem Grün.

    Der Inhalt ist in verschieden lange oder eher kurze Kapitel beziehungsweise Kurzgeschichten unterteilt. Darin wirken die Szenen oft verstörend, manchmal wird man direkt mit ins Geschehen genommen und fühlt sich irgendwie unbehaglich, ein anderes Mal ist die Erzählstimme auch etwas weiter weg vom Geschehen und man selbst nicht mittendrin.

    Manchmal wirken die Schauergeschichten wie aufeinander aufbauend oder zusammengehörig, dann auch wieder total in sich abgeschlossen. Es ist schwierig, diese richtig zuzuordnen. Das, was sie gemein haben, ist die Spannung und das Gruseln, das man beim Lesen erlebt.

    Ich würde das Buch generell Menschen empfehlen, die gerne ein wenig Horror beim Lesen haben, die aber vielleicht nicht so viel lesen – denn mit Kurzgeschichten findet man vielleicht schnell wieder ins Lesen hinein und bekommt Lust auf einen längeren Thriller.

    Buchinfos

    Autorin: Daisy Johnson
    Titel: Das Hotel
    OT: The Hotel
    Übersetzung: Birgit Maria Pfaffinger
    Verlag: btb Verlag
    ISBN: 978-3-442-77504-0
    Seitenanzahl: 160 Seiten
    Aufmachung: Taschenbuch
    erschienen: am 8.10.2025
    Genre: Horrorkurzgeschichten
    [vielen dank an den verlag und an das bloggerportal für das rezensionsexemplar | werbung, da nennung und rezension]

  • Rezension | Bronsky, Alina: Essen

    Rezension | Bronsky, Alina: Essen

    Mit dem Titel „Essen“ hat Alina Bronsky ein kurzweiliges, humorvolles und mitunter auch nachdenkliches Werk geschaffen, welches ich in kürzester Zeit ausgelesen habe und mir einige Rezepte merken werde. Mit Klick aufs Cover solltet ihr auch zur Buchseite beim Hanser Verlag kommen.

    In zwölf Kapiteln und einem Schlusswort oder „eine Art Nachspeise“, wie es die Autorin nennt, lernen die Lesenden über Alina Bronskys Lieblingsessen genauso wie über ihre Kindheit. Was es mit der Brotzeit, die vor allem in Deutschland und als Jause in Österreich verbreitet ist, auf sich hat, erfahren wir ebenso wie die Zubereitung einer Napoleontorte, die angeblich im Mund beim Essen dahinschmilzt. Neben den Rezepten und den Anekdoten aus Bronskys Kindheit und ihrer Rolle als jungen Mutter gibt sie auch eine Anleitung, wie man denn überhaupt zum Schreiben kommt.

    Das einzige Rezept, das ich garantiert nicht ausprobieren werde, ist das Früchtebrot, obwohl es sich wirklich gut anhört – ich mag nicht so gerne Rosinen …

    Ein Buch, das ich mir auf jeden Fall auch ins Bücherregal stellen würde, denn das Cover finde ich sehr schön und originell, außerdem kann man es auch durchaus als Rezeptbuch verwenden, wenn man wieder mal Lust hat auf eine Napoleontorte.

    Alina Bronskys Schreibstil ist pointiert, lustig und auch manchmal etwas melancholisch. Die Zeit beim Lesen vergeht viel zu schnell und gerne würde man noch viel mehr Kapitel verschlingen, doch die Häppchen lassen einen doch zufrieden zurück. Ich freue mich auf die nächsten Projekte der Autorin!

    Buchinfos

    Autorin: Alina Bronsky
    Titel: Essen
    Verlag: Hanser Berlin
    ISBN: 978-3-446-28152-3
    Seitenanzahl: 112 Seiten
    Aufmachung: Hardcover
    Genre: Kurzgeschichten
    [werbung, da rezension und nennung | vielen dank an netgalley.de und den hanser verlag für das e-leseexemplar)

  • Rezension | Kresser, Bastian: Verformung

    Rezension | Kresser, Bastian: Verformung

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    Ich habe angefangen zu lesen und konnte nicht mehr aufhören, bis dann leider das Ende da war. Nach diesem Werk werde ich bestimmt auch den nächsten Roman von Bastian Kresser lesen. „Verformung“ habe ich schon mehrfach weiterempfohlen und es lag auch zu Weihnachten unter dem ein oder anderen Baum 😉

    Nun aber mehr zum Werk und zum Inhalt: Als Marc Steiner zu Niels Bergmanns Schmiedekurs kommt, weiß der Berliner noch nicht, mit wem er es zu tun hat. Es entwickelt sich eine Freundschaft, die aber auch viele Geheimnisse birgt. Erst als sich Marc verliebt, scheint er stutzig zu werden. Was hat es mit Niels und seiner Freundin Ruth auf sich? Warum kommen fremde Menschen auf das Gelände? Warum ist alles so geheimnisvoll?
    Bastian Kresser beschreibt seine Figuren so, dass man sich gut in sie hineinversetzen kann, ohne aber schon zu viel zu verraten. Die Geschichte baut sich langsam auf und mit dem Hinzufügen von neuen Personen wird der Erzählstrang in eine andere Richtung gelenkt. Wirklich ein sehr gut gelungener Roman, den ich gerne noch weitere 300 Seiten gelesen hätte.

    Buchinfos

    Autor: Bastian Kresser
    Titel: Verformung
    Verlag: Braumüller
    erschienen: 01.10.2025
    ISBN: 978-3-99200-397-6
    Seitenanzahl: 352 Seiten
    Aufmachung: Buch, gebunden
    Genre: Roman
    [vielen dank an lovelybooks.de, den Autor Bastian Kresser sowie den Verlag für das kostenlose rezensionsexemplar | werbung, da nennung]

  • Rezension Sachbuch | Trökes, Anna: Yoga für mehr Energie und Ruhe

    Rezension Sachbuch | Trökes, Anna: Yoga für mehr Energie und Ruhe

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    Erst kürzlich habe ich wieder begonnen, Yoga zu üben. Auch, weil ich in letzter Zeit sehr oft müde war und mich abends zu fast nichts mehr aufraffen konnte, kam dieser Titel genau richtig. Dabei haben mich die Gegensätze schon auch neugierig gemacht – Yoga für mehr Energie und Ruhe. Doch es erschließt sich mit der Zeit, dass dieser Titel sehr passend ist. Sowohl Morgenroutinen werden im Buch angeboten, als auch Meditationen zum Runterkommen. Zum geschriebenen Text gibt es auch noch Hörtexte, die man mit dem Smartphone streamen kann und die Sequenzen, die von der Autorin eingesprochen wurden, wirken sehr entspannend auf mich.
    Bis jetzt habe ich das Buch „nur“ als E-Book gelesen, werde es mir aber zulegen und in mein Bücherregal stellen.

    Buchinfos

    Autorin: Anna Trökes
    Titel: Yoga für mehr Energie und Ruhe
    Verlag: GU – Gräfe und Unzer Verlag GmbH
    erschienen: 20.08.2025
    ISBN: 978-3-8338-9867-9
    Seitenanzahl: 128 Seiten
    Genre: Sachbuch Bewegung | Yoga
    [vielen dank an den verlag sowie an netgalley für dieses e-leseexemplar | werbung, da nennung]

  • Rezension | Wisser, Daniel: Smart City

    Rezension | Wisser, Daniel: Smart City

    Smart City von Daniel Wisser ist ein schnell zu lesender Roman, sehr spannend geschrieben und durch die unterschiedlichen Textelemente mehr als abwechslungsreich gestaltet. Die Leser*innen wissen nicht, in welchem Jahr genau der Roman spielen wird, etwas in näherer Zukunft wird es sein, da die Jahreszahl mit 20 beginnt.

    In der Smart City NEUDA, die einem Konzept folgt, das nun in jedem Bundesland Österreichs umgesetzt werden soll, leben Menschen, die es sozusagen geschafft haben. Es gibt Arbeitsplätze, extrem kurze und effiziente Wege ins Büro, zum Café oder auch zum Sport, keine Verschmutzung, eine Maximaleinwohner*innenanzahl. Es ist alles perfekt, bis die Journalistin Morag Oliphant in die Stadt zieht, nachdem ihr Mann und ihre Tochter ermordert wurden. Schnell, aber nicht unbedingt ganz freiwillig, freundet sie sich mit ihrer Nachbarin an und die beiden Frauen begeben sich auf die Suche nach den Mördern.

    Zwischen den erzählenden Passagen werden immer wieder Interviewsequenzen in den Roman eingebaut, in denen unterschiedliche Personen, die in NEUDA leben, befragt werden. Neben Intrigen und Freundschaften/Liebe herrscht in der Stadt neben einer extremen Ordnung auch ein wenig Chaos, vor allem in den Bereichen, in denen keine Überwachung stattfindet. Und manch ein Bewohner/eine Bewohnerin schafft es auch, Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen, ohne erwischt zu werden.

    Ob diese Stadt nun so perfekt ist, wie sie den Anspruch erhebt zu sein, liegt im Auge der betrachtenden Personen. Wer sich auf einen Roman einlassen möchte, der mit einer möglichen konstruierten Stadt mit einer möglichst homogenen Gesellschaft (die dann aber wieder in 2 Klassen eingeteilt wird) spielt, wird hier bestimmt einige Stunden des Lesevergnügens finden.

    Buchdetails

    Autor: Daniel Wisser
    Titel: Smart City
    ISBN: 978-3-630-87709-9
    Seitenanzahl: 416 Seiten
    Aufmachung: Hardcover mit Schutzumschlag
    Verlag: Luchterhand Literaturverlag
    erschienen: 27.08.2025
    Genre: Roman
    [vielen Dank an das bloggerportal für das Rezensionsexemplar | bei dieser Rezension handelt es sich um unbezahlte Werbung]

  • Rezension Sachbuch | Hill, Kai: Mentale Gesundheit durch Yoga

    Rezension Sachbuch | Hill, Kai: Mentale Gesundheit durch Yoga

    Schon seit längerer Zeit habe ich kein Yoga mehr gemacht, wollte aber sehr gerne wieder mit der Praxis beginnen. Da kam dann das Buch von Kai Hill gerade rechtzeitig ins Haus getrudelt, um mich bei meiner Veränderung zu unterstützen. Mit Klick aufs Cover kommt ihr direkt zur Webseite des Buchautors

    Die Einteilung in verschiedene Kapitel und der Abschluss des Buches mit einem 30-Tage-Programm finde ich topp. Dazu kommen zu fast jeder Übung, die im Buch mit Fotos und Text beschrieben werden, Videos auf Hills Webseite. Mit dem Buch bekommt man zu diesen Videos kostenfreien Zugang. Sie sind sehr stimmig aufgenommen und die Übungen werden toll erklärt, sodass man sich auch als kompletter Yoga-Neuling gut aufgehoben fühlt.

    Der einzige Kritikpunkt, den ich beim Buch habe, sind die Fotos. Kais Yogaübungen werden mittels überbelichteter Fotos im schlecht aufgelösten Mini-Format dargestellt. Vielleicht konzentriert man sich da dann besser auf die Videos, wenn man eine bebilderte Anleitung zusätzlich zum Text haben möchte 🙂

    Ich werde mir das Buch Ende Oktober nochmal zur Hand nehmen, um im November mit dem 30-Tage-Programm (nochmal) zu starten. Und ich bin sehr zuversichtlich, dass es ein wundervolles Monat wird und vielleicht auch meine Yoga-Praxis anhält!

    Danke für dieses sehr wertvolle Buch mit vielen (nicht nur Yoga-)Tipps für einen mental gesunden Lebensstil!

    Buchinfos

    Autor: Kai Hill
    Titel: Mentale Gesundheit durch Yoga
    Verlag: Scorpio Verlag
    ISBN: 9783958036345
    Seitenanzahl: 272 Seiten
    Aufmachung: Taschenbuch
    Erscheinungsdatum: 29.08.2025
    Genre: Sachbuch Bewegung | Sachbuch Entspannung
    [vielen Dank an lovelybooks.de, den Verlag und den Autor für dieses Rezensionsexemplar. Bei der Rezension handelt es sich um unbezahlte Werbung]

  • Rezension | Nothomb, Amélie: Psychopompos

    Rezension | Nothomb, Amélie: Psychopompos

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    Wer Amélie Nothomb noch nicht gekannt hat, wird ab sofort alle neuen Bücher dieser Autorin lesen wollen, und auch die „alten“. Zugegeben, mein letzter Titel von Nothomb war 2018 „Happy End“, das ich auch auf Buchwelt rezensiert habe (hier ist der Link).

    In Psychopompos begegnen uns, wie schon am Cover ersichtlich, Vögel in aller Art. Die Autorin beschreibt im Werk ihre eigene Geschichte und nicht nur einmal habe ich auch schlucken müssen. Die Worte sind sehr schön gewählt, der Erzählstil märchenhaft und die Zeilen fliegen nur so dahin. Als Diplomatentochter wird die Protagonistin mit verschiedensten Kulturen bekannt gemacht, sei es in Bhutan, Japan, China, Bangladesch. Der Psychopomp, ein Wesen, welches im Buch näher erklärt wird, steht zwischen Leben und Tod. Die Autorin und in diesem Fall die Protagonistin schreibt sich gesund beziehungsweise frei. Wie eine Vogelfeder wirkt hier auch die Schreibfeder.

    Ganz genau kann ich das Buch und die Wirkung auf mich nicht in Worten ausdrücken, aber was ich sagen möchte: Lest das Buch! Es ist eine tragisch-komische Erzählung, die mich bestimmt noch länger begleiten wird. Die Anzahl der Seiten ist mit 128 relativ gering für einen Roman, doch die Wucht und die Tiefe der Erzählung lassen das Werk viel umfangreicher erscheinen.

    Buchinfos

    Autorin: Amélie Nothomb
    Titel: Psychopompos
    Übersetzerin: Brigitte Große
    Verlag: Diogenes
    ISBN: 978-3-257-07329-4
    erschienen: 25.06.2025
    Aufmachung: Hardcover Leinen
    Preis: € 23,00 (D)
    Seitenanzahl: 128 Seiten
    Genre: Roman
    [unbezahlte Werbung | vielen Dank an den Diogenes Verlag für das e-Rezensionsexemplar]

  • Rezension | Bähr, Julia: Hustle

    Rezension | Bähr, Julia: Hustle

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    Der Schleimpilz war in eine Sackgasse gewandert und rührte sich nicht mehr. Sie war besorgt. So unkooperativ kannte sie ihn gar nicht.

    Seite 48

    Eine junge Frau findet einen Job in einem Museum, ihr Hobby sind Schleimpilze und dann findet sie sich plötzlich in einem gefährlichen Umfeld wieder. Racheaktionen plant Leonie nun neben ihrem eigentlichen Job, reist mal zu ihren sich ständig streitenden Eltern nach Hause, fährt mit dem besten Freund in den Urlaub, hat eine Beziehung, die dann aber doch nicht so wirklich funtkioniert. Der Nebenjob wird zur wichtigen Geldeinnahmequelle, da München doch ein teures Plätzchen ist. Wohnungsanzeigen schaut sich Leonie sehr oft an, doch zum Ausziehen aus ihrer Ein-Zimmer-Wohnung reicht das trotzdem nicht.

    Der Roman ist sehr witzig geschrieben, es gibt eine Pointen und langweilig wird es nicht. Die Schleimpilzliebe der Protagonistin ist erfrischend, obwohl diese Lebewesen sich nur sehr langsam fortbewegen. Dafür hat Leonie ein rasantes anderes Hobby, nämlich die Racheaktionen für andere Personen gegen Bezahlung durchzuführen. Die Ideen, wie man Rache nehmen kann, sind ebenso gewieft wie spannend und innovativ – das Lesen des Werks macht richtig Spaß.

    Leider ist das Buch nach 314 Seiten auch wieder vorbei und ich hätte gerne noch weitergelesen beziehungsweise ein Ende gehabt, das einen kleinen Abschluss hat. So hängt man ein bisschen in der Luft. Trotzdem eine sehr angenehme Lektüre, die einem feine Lesestunden bereitet.

    Buchdetails

    Autorin: Julia Bähr
    Titel: Hustle
    Verlag: pola Verlag
    ISBN: 978-3-7596-0028-8
    Preis: € 22,00 (D)
    Seitenanzahl: 320 Seiten
    Aufmachung: Hardcover
    Genre: Roman
    erschienen: 26.09.2025
    Hinweis: unbezahlte Werbung | danke an vorablesen.de und den Verlag für das Rezensionsexemplar

  • Rezension | Beer, Alex: Der rote Bote

    Rezension | Beer, Alex: Der rote Bote

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    Der dritte Fall für August Emmerich spielt wieder im Wien der 1920er Jahre. Zum zweiten Teil gibt es hier auf Buchwelt ebenfalls eine Rezension – „Die rote Frau“ war der zweite Teil der Reihe.

    August Emmerich, ein etwas unkonventioneller Kommissar in Wien, hat wieder mit Morden zu tun und mit seinem Suchtverhalten. Er ist dem flüssigen Glück, wie er es nennt, nicht abgeneigt, versteckt das Fläschchen Heroin aber trotzdem im hintersten Winkel einer Lade. Sein Assistent Felix Winter kommt ebenfalls wieder vor.

    Die Hungersnot, Arbeitslosigkeit und das traurige und recht düstere Wien der Zwischenkriegszeit wird an vielen Stellen thematisiert. Was ich als in Wien lebende Person sehr ansprechend finde, sind die Beschreibungen der Wege, der Orte, mit welcher Linie man wohin kommt, da ich viele der Straßen und Plätze schon besucht habe oder auch gut kenne. Die Oberzellergasse zum Beispiel oder der Friedhof in St. Marx sind beides keine Unbekannten, auch das Ronacher besuche ich ca. einmal pro Jahr.

    Auch wenn man nicht in Wien lebt, sollte man sich den Roman zu Gemüte führen, denn er ist durchwegs spannend, an manchen Stellen erschreckend und zum Ende hin erschütternd. Da es noch einen vierten und fünften Band gibt, darf am Ende dieses Teils natürlich der Cliffhanger nicht fehlen.

    Buchinfos

    Autorin: Alex Beer
    Titel: Der dunkle Bote
    Reihe: Ein Fall für August Emmerich. #3
    ISBN: 978-3-7341-0897-6
    Aufmachung: Taschenbuch, Broschur
    Verlag: Blanvalet
    erschienen in dieser Aufmachung: 18.05.2020
    Seitenanzahl: 400 Seiten
    Genre: Kriminalroman
    [vielen Dank an den Verlag und ans bloggerportal für das e-Book-Rezensionsexemplar | unbezahlte Werbung | hier geht’s direkt zur Buchseite]

  • Rezension | Kessler, Verena: Gym

    Rezension | Kessler, Verena: Gym

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    Dieses Buch habe ich in beziehungsweise durch meine Buchhandlung des Vertrauens entdeckt. Zuerst war es Bianca-Maria Braunshofer, die bei Café Puls das Buch vorstellte. Ich habe daraufhin bei Netgalley die Buchanfrage gestellt und mir die ersten Seiten durchgelesen. Da war ich schon sehr überzeugt. Ein bis zwei Tage später besuchte ich dann besagte Buchhandlung – o*books (hier geht’s zum Geschäft) – und zufällig berichtete die Buchhändlerin einer anderen Kundin im Geschäft über das Werk von Verena Keßler. Jetzt war es um mich geschehen und ich las dann fast in einem Rutsch durch. Und es war …

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    Und es war … wahnsinnig gut. Der Roman ist in drei Sätze aufgeteilt – die Fitnessenthusiast*innen unter uns kennen sich damit ja bestens aus. Es geht um eine junge Frau, die aus einer ihr unangenehmen Situation heraus eine Notlüge erfindet und diese so konsequent weiterspielt, dass niemand auf die Wahrheit kommen kann. Diese Schwindelei spielt sich im Fitnessstudio ab, wie auch der überwiegende Teil des Werkes. Ab und zu gibt es Rückblenden in einem durchwegs rasant erzählten Gegenwartsroman.

    Was zu Beginn wie eine fast schon romantisch-kitschige Geschichte anmuten lässt – Stichwort: feministischer Inhaber des Fitnessstudios mit dem Namen MEGA GYM – , verkehrt sich ab der Hälfte des Buches in ein, nun ja, schon fast schmerzhaftes Unterfangen. Das Weglegen des Buches ist dennoch kaum möglich. Zu arg ist die Entwicklung der Protagonistin, die aber doch verstanden werden will. Der dritte Satz hebt sich von den ersten zweien ab, wobei am Ende von der Autorin eine Anspielung kommt, die Platz für weitere Spekulationen und somit ein offenes Ende lässt. Ich hätte ewig weiterlesen können und finde es schade, dass nach drei Sätzen Schluss ist.

    Buchinfos

    Autorin: Verena Keßler
    Buchtitel: Gym
    Verlag: Hanser Berlin
    Genre: Roman
    Seitenanzahl: 192 Seiten
    Aufmachung: Hardcover
    erschienen: 19.08.2025
    ISBN: 978-3-446-28163-9
    Preis: € 23,70 (AT) | € 23,00 (D)
    [es handelt sich bei diesem Exemplar um ein von Netgalley und dem Verlag zur Verfügung gestelltes e-Book | unbezahlte Werbung | hier geht’s direkt zur Buchseite]