Kategorie: Rezensionen A

Rezensionen mit Autorennamen A

  • Gastrezension | Adler Olsen, Jussi: Verheißung

    Gastrezension | Adler Olsen, Jussi: Verheißung

    verheissung

    Mein Dank geht diesmal wieder an meine Mama, die fleißig den Krimi von Jussi Adler Olsen gelesen hat und ihn dann so schön rezensiert hat. Ich möchte euch das natürlich nicht vorenthalten und deshalb auch gleich ihre Eindrücke:

    Carl Mørck vom Sonderdezernat Q wollte nicht auf die Ostseeinsel Bornholm (Dänemark); was konnte er dafür, dass der Kollege Habersaat dort Selbstmord begangen hat? Dieser bat ihn zwar einige Tage zuvor telefonisch um Hilfe in einem ungeklärten Fall, der 17 Jahre zurück lag, wo ein Mädchen tot auf einem Baum, nach einem Unfall, hang und Habersaat niemals nur an Fahrerflucht dachte! Doch war Kommissar Mørck vielleicht nicht hellhörig genug? Da Habersaat aber das Sonderdezernat Q bei seinen letzten Worten als letzte Hoffnung angegeben hatte, saßen nun Mørck, sein Kollege Assad und seine Kollegin Rose mit ihm auf dem Schiff nach Bornholm. Viele Spuren führen bald zu einem neoreligiösen Heilsversprecher, die Geheimnisse eines mysteriösen Sonnenkults tauchen auf und es hat ein intelligenter Manipulator Wege gefunden, der mit den bizarrsten Mitteln alles aus dem Weg räumt, was ihm in die Quere kommt ….
    … und schlussendlich kommt alles anders, als man denkt …
    Dieser Thriller ist sehr spannend und flott geschrieben! Ich konnte dieses Buch, mit seinen fast 600 Seiten, nicht bevor ich es ausgelesen habe, aus der Hand geben! Es war eine lange (Lese-)Nacht 😉
    Ich glaube, ich will dieses Buch auch lesen – ihr auch? Dieses war übrigens der sechste Streich von Adler Olsen und seinem Kommissar Mørck. Wir dürfen gespannt auf Folgekrimis sein.
    Buchinfos
    
    Autor: Jussi Adler Olsen
    Titel: Verheißung
    Verlag: dtv
    erschienen: 01.04.2015
    ISBN: 978-3-423-28048-8
    Seitenanzahl: 608 Seiten
    Genre: Kriminalroman | Serie
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  • Rezension | Ahern, Cecelia: Der Glasmurmelsammler

    Rezension | Ahern, Cecelia: Der Glasmurmelsammler

    der glasmurmelsammlerBis jetzt habe ich noch nichts von Cecelia Ahern gelesen, nur den Film „P.S. Ich liebe dich“ habe ich gesehen. Deshalb war ich auch sehr gespannt, wie die irische Erfolgsautorin ihre Bücher schreibt und wie diese zu lesen sind. Von einem einzigen Buch kann man dann aber sicher nicht auf alle schließen und das wäre auch schade, denn mir hat „Der Glasmurmelsammler“ leider nicht so getaugt. Aber scheinbar vielen anderen LeserInnen. Würde ich Sterne vergeben müssen, bekäme das Buch von mir 3 von 5, da es recht schnell zu lesen ist, man nicht viel nachdenken muss, die Geschichte aber recht vorhersehbar und unspektakulär, manchmal auch nicht nachvollziehbar, ist.

    Aber nun zu den Details.

    Sabrina, die Tochter des Schlaganfallpatienten Fergus Boggs, der sein Gedächtnis teilweise verloren hat, lebt in einer unglücklichen Ehe mit drei Söhnen und arbeitet als Bademeisterin in einem Schwimmbad, das täglich nicht sehr viele Menschen besuchen, da es zu einem Alters/Pflegeheim gehört. Sie selbst hat Probleme , über Wasser zu atmen und fühlt sich erst im Becken wohl. Eines Tages übernimmt sie eine Paket-Lieferung, die an ihren Vater adressiert ist und entdeckt darin eine ganze Murmelsammlung samt Inventarliste. Schnell kommt sie drauf, dass die zwei wertvollsten Glasmurmeln fehlen und sie begibt sich auf die Suche nach ebendiesen. Dabei entdeckt sie auch das Geheimnis ihres Vaters.

    In einem zweiten Erzählstrang erfahren wir, wie die Kindheit von Fergus war und wie er zu den Murmeln gekommen ist. Auch, dass sein ganzes Leben von Lügen geprägt ist und er ein regelrechtes Doppelleben geführt hat. Erinnern kann er sich zwar an vieles nicht mehr, aber der Leser bekommt reichlich Einblicke in sein früheres Dasein.

    Wie schon oben geschrieben, handelt es sich bei diesem Buch um eine leichte Lektüre, die kaum Überraschungen enthält und positiv ausgeht, obwohl nicht alle offenen Fragen geklärt wurden. Auch das Cover finde ich persönlich nicht sehr berauschend, da die bunten Punkte nicht an Glasmurmeln, sondern eher an schlecht gemachte Konfetti erinnern. Aber gut, so ist das halt.

    Buchinfos
    Autorin: Cecelia Ahern
    Titel: Der Glasmurmelsammler
    Verlag: Fischer Krüger
    erschienen: November 2015
    Seitenanzahl: 368 Seiten
    ISBN: 978-3-8105-0152-3
    Genre: Roman
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  • Rezension | Andersson, Per J.: Vom Inder, der auf dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr um dort seine große Liebe wiederzufinden

    Rezension | Andersson, Per J.: Vom Inder, der auf dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr um dort seine große Liebe wiederzufinden

    vom inderMeine kleine Schwester ist gerade in Indien, um dort ein Praktikum für einen Verlag zu absolvieren. Genauer gesagt ist sie in Pune stationiert und auch im Buch wird dieser Ort einmal genannt. Doch überwiegend geht es um die Geschichte vom indischen Jungen Pradyumna Kumar Mahanandia, der kurz Pikay genannt wird. Er ist ein Unberührbarer, also kastenloser Mensch und das ist in der Gesellschaft Indiens nicht sehr gut angesehen. Trotzdem schafft er es auf die Kunstakademie in Neu Delhi und lernt in dieser Stadt den schwedischen Indien-Fan Lotta kennen, verliebt sich in sie und beschließt, gemäß seines Orakels, diese Frau zu heiraten. Denn das Orakel besagte, dass Pikay eine Frau aus einem anderen Land heiraten werde, welche einen Dschungel besitze … Da er sich keinen anderen Weg vorstellen und leisten kann, kauft sich Pikay ein gebrauchtes Damenfahrrad und beginnt seine Reise gen Schweiz, von der er glaubt, sie sei Schweden.

    Zu Beginn des Buches wird sehr genau auf das Kastensystem Indiens eingegangen und die Erlebnisse des noch jungen Pikay erzählt. Erst ab der Mitte des Buches beginnt die eigentliche Reise und gegen Ende erfahren wir sogar, was heute aus dem mutigen Mann geworden ist. Die Sprache ist durchwegs einfach gehalten und man kommt schnell voran. Darüber hinaus scheint die Romantik dem ‚Roman‘ – der eigentlich keiner ist, da es sich um eine wahre Begebenheit handelt – den nötigen Pepp zu geben, um aus einer anfänglich aussichtslosen Situation eine wahrhaft wunderbare Reise zu zaubern.

    Wer Indien interessant findet und romantischen Geschichten nicht abgeneigt ist, findet in diesem Buch alles, was er braucht!

    Buchdetails
    Autor: Per J. Andersson
    Titel: Vom Inder, der auf dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden
    Verlag: KiWi
    erschienen: 02.04.2015
    Seitenanzahl: 336
    ISBN: 978-3-462-04747-9
    bestellbar zum Beispiel hier: Buchkontor
  • Rezension | Abele, Helen: Das Haus hinter dem Maulbeerbaum

    Rezension | Abele, Helen: Das Haus hinter dem Maulbeerbaum

    Das Haus hinter dem Maulbeerbaum von Helen Abele„Das Haus hinter dem Maulbeerbaum“ von Helen Abele ist am 16. März 2015 erschienen und ich durfte es schon vorab lesen! Da ich auch bei der Blanvalet-Challenge 2015 mitmache, kann ich dieses Buch gleich in die Wertung mit hinein nehmen.

    Das Cover beschreibt den Titel schon ganz schön, auch der Inhalt dreht sich rund um das alte Haus, die Ca‘ More. Dort soll die deutsche Architektin Agnes im Auftrag von Michele, einem attraktiven und impulsiven Italiener, das alte Anwesen umbauen. Natürlich kommen sofort Zweifel von den Anwohnern, warum hier wohl eine Deutsche zum Handkuss kommt und als vor der Tür der Architektin plötzlich ein geköpfter Hase liegt, denkt sie daran, aufzugeben. Doch will sie das wirklich? Möchte sie zurück zu ihrem Ehemann, der in Agnes nicht mehr als eine Sekretärin und Hausfrau sieht? Oder soll sie sich dem italienischen Flair hingeben und endlich das tun, was sie schon so lange vorhatte: als Architektin arbeiten. (mehr …)

  • Rezension | Anwander&Vierich: Praterglück

    Rezension | Anwander&Vierich: Praterglück

    praterglückDie Story fand ich super, gleich mal vorweg. Die verschiedenen Medien, über die die Kommunikation stattfand, ebenfalls. Wofür ich einen Abzug geben würde, war doch die teilweise sehr vulgäre Sprache und die Frage, ob Balthasar (also der Wiener) wirklich so intelligent ist, dass er in allen seinen E-Mails und Post-its usw. ein dermaßen korrektes Deutsch an den Tag legt, dass selbst eine Gymnasiastin vielleicht das ein oder andere Mal ein Wort falsch geschrieben hätte. Gut, aber das wird vielleicht sogar von den Autoren diskutiert worden sein. Sei’s drum.

    Der Inhalt

    Balthasar, ein 50-jähriger Wiener und Paul, der 45-jährige (+/-) Berliner sind Brüder. Also sie haben die gleiche Mutter, kennen sich aber nicht wirklich. Ihre gemeinsame Tante möchte, dass sie zusammen den Würstelstand ‚Praterglück‘ betreiben und ihr jeweils die Hälfte des Gewinnes (nicht des Umsatzes, wie Balthasar immer wieder sagt) zukommen lassen müssen. Eines Abends kommt es vor der Institution zu einem Unglück: Ein Mann wird durch einen Bauchstich getötet und natürlich konzentriert sich die Ermittlungsarbeit auf die beiden ungleichen Brüder. Diese haben mit dem Anschlag vermutlich nichts zu tun, doch sie überlegen indes, wie sie ihre Tante aus dem Weg schaffen können, um endlich frei und selbständig sein zu können.

    Der Schreibstil ist, wie ich schon kurz erwähnt habe, teilweise etwas derb und unter der Gürtellinie. Aber das mag vielleicht auch dran liegen, dass Balthasar ein typischer Wiener mittleren Alters ist. Und so, wie er beschrieben wird, könnte das dann doch auf einige in dieser Stadt treffen 😉 Paul, der Studienabbrecher, ist da schon etwas gewählter in seiner Ausdrucksweise, wirkt aber des öfteren mal belehrend. Auch typisch für Berliner? Wahrscheinlich. Denn dieses Buch schafft es, mit Vorurteilen und Schubladisierungen zu unterhalten. Die Putzfrau Andjelina kommt aus Transnistrien, wäre aber als Prostituierte vorgesehen gewesen; die nächste Putzfrau ist Aische (türkischer Abstammung); Balthasar war früher mal Bodybuilder; …

    Insgesamt kann man sagen, dass das Buch echt witzig zu lesen ist und man es ob des Stils schnell durch hat. Manchmal werden nämlich nur kurze SMS oder Post-Its abgedruckt, die längeren Passagen werden vornehmlich im E-Mail-Stil wiedergegeben.

    Ich kann das Buch empfehlen – egal ob Wienern oder Berlinern 😉

    Buchdetails

    Autoren: Berndt Anwander und Thomas A. Vierich
    Buchtitel: Praterglück. Eine Krimi-Groteske
    Verlag: Atlantik
    Erscheinungsjahr: 2015, Hamburg
    Seitenanzahl: 160
    ISBN: 978-3-455-65021-1
    Preis:  (D) € 9,99

  • Rezension | Ahava, Selja: Der Tag, an dem ein Wal durch London schwamm

    der tag an dem ein wal durch london schwamm
    © mare_verlag | Buchcover

    Vorsichtig, und doch bestimmt, traue ich mich zu sagen, dass dieser Roman der finnischen Autorin Selja Ahava für mich DER Roman des Jahres 2014 ist. Schon alleine die Sprache ist einfach eine Wucht, die neben lyrischen und romantischen – nicht schnulzigen, sondern wunderschönen –  Elementen auch wehmütige Klänge mit sich trägt und sich trotzdem luftig-leicht lesen lässt.

    Worum geht’s? 

    Anna lebt mal in Finnland, mal in London. Einmal mit Antti, einmal mit Thomas. Auf einer Insel – in der Stadt – im Krankenhaus. Mit dabei sind ihre Listen, die fast schon in lyrischer Form auf’s Papier gebracht werden. Dies sieht dann wie in folgendem Beispiel so aus: (mehr …)

  • Kurzrezension | Anderson, Howard L.: Albert. Ein glorreiches Schnabeltier

    Vorfreude ist die schönste FreudeAlbert -  Ein glorreiches Schnabeltier

     Meinen Titel zu dieser Rezension kann man doppeldeutig lesen. Ich hatte mich extrem auf das Leseexemplar von Vorablesen gefreut, da mir die Leseprobe sehr gut gefallen hat und ich gespannt war, wie man solch einen Roman mit „Die Farm der Tiere“ gleichsetzen kann. Doch wie sich auch Albert auf das „alte Australien“ freut, und es dann doch nicht bekommt, so habe ich mich auf einen anspruchsvollen Roman mit vielen Spannungen gefreut, den ich dann auch nicht bekam. Das war eine Loose-loose-Situation. Wenn’s wenigstens dem Albert besser ergangen wäre. Bei mir ist’s nicht so schlimm, wenn ich ein Buch lese, das mir während und nach dem Lesen nicht gefällt, denn es gibt ja noch viel mehr Bücher, die mich dann wieder überzeugen können.

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