Kategorie: Rezensionen H

  • Rezension | Golightly, Bridget & Hardcastle, Joan: Bridgets und Joans Tagebuch

    Rezension | Golightly, Bridget & Hardcastle, Joan: Bridgets und Joans Tagebuch

    Bridgets und Joans Tagebuch Verrueckt nach dem Toyboy von Bridget Golightly
    Bridgets und Joans Tagebuch Verrueckt nach dem Toyboy von Bridget Golightly

    Wie der Titel und der Untertitel erkennen lassen, handelt es sich bei diesem Buch um eine Parodie von Bridget Jones Teil 3 („Verrückt nach ihm“ oder auf Englisch: „Mad about the boy„) von Helen Fielding. Der englische Titel des Tagebuchromans lautet übrigens: Mad about the Toy Boy, was noch näher an Fieldings letzten Band der Bridget-Jones-Trilogie herankommt. Allerdings, und hier stimme ich mit den Herausgebern überein, hat diese Version wenig mit der alternden Bridget zu tun und stellt ein eigenständiges Werk dar.  (mehr …)

  • Rezension | Hooper, Emma: Etta and Otto and Russell and James

    Rezension | Hooper, Emma: Etta and Otto and Russell and James

    etta and otto and russell and jamesDas Jahr 2015 fängt gut an! Auch für Debütautorin Emma Hooper, deren Erstling mit dem Namen ‚Etta and Otto and Russel and James‘ am 29. Jänner 2015 im Fig Tree-Verlag (Penguin Books) erschienen ist. Das Cover alleine ist schon einen näheren Blick wert, da die Struktur fühlbar ist und einen Hauch von Gold vermittelt (sieht man auf dem hier abgebildeten Cover leider nicht).  Am Buchrücken finden sich Gegenstände, die Protagonistin Etta während ihrer Reise ans Wasser begleiten, sowie der Klappentext, den ich hier wiedergeben möchte:

    Etta’s greatest unfulfilled wish, living in the rolling farmland of Saskatchewan, is to see the see, And so, at the age of eighty-two, she gets up very early one morning, takes a rifle, some chocolate and her best boots, and begins walking the 2,000 miles to the water.

    But Etta is starting to forget things. Her husband, Otto, remembers everything, and he loves her: surely they can balance things out?

    Their neighbour Russell remembers too, but differently – and he still loves Etta as much as he did more than fifty years ago, before she married Otto.

    Der Klappentext sagt schon vieles über den Roman aus, aber nicht, WIE er geschrieben ist. Die Wortwahl ist phänomenal und der Textaufbau wunderbar gestaltet. Es gibt zwei Zeitebenen und mehrere Perspektivenwechsel und Erzählstile. So begegnen wir der jungen Etta, die ihre Schwester Alma verliert, dann Lehrerin wird und Otto in der Schule kennen lernt. Auch Ottos Jugend erschließt sich dem Leser / der Leserin, indem er Briefe an Etta schreibt. Über Russell und Etta erfährt man nicht so viel, aber genug, um zu wissen, dass es nicht immer einfach für Etta und Russell und Otto ist. James, tja, der ist ein Coyote, der Etta auf ihrem Weg ans Wasser begleitet.

    Die einzelnen Kapitel sind unterschiedlich lang, spielen in der Vergangenheit und in der Gegenwart, bilden Briefe ab oder schildern die Erlebnisse Ettas, als sie den langen Weg antritt. Außerdem wird über Ottos Einsamkeit berichtet, bis zum Schluss die einzelnen Passagen so kurz werden, dass sie nur noch vier Zeilen pro Seite ausfüllen – so bleibt sehr viel Platz für eigene Interpretationen. Und die braucht man auch, um von den Fängen des Romans entlassen zu werden, denn das Ende ist ein offenes, das, ohne Zutun von eigenen Gedanken, den Leser unaufgeklärt zurücklässt.

    Für mich jetzt schon ein Anwärter für das Buch des Jahres 2015. Von der Sprache her auch gut für ungeübte EnglischsprecherInnen  geeignet.

    Buchdetails

    Autorin: Emma Hooper
    Buchtitel: Etta and Otto and Russell and James
    Verlag: Fig Tree bei Penguin Books
    Erscheinungsjahr: 2015
    Seitenanzahl: 288 Seiten
    ISBN: 978-0-241-18586-5
    Genre: englischsprachiger Roman
    Preis:  € 10,99 [D], € 11,30 [A], sFr 16,50
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  • Rezension | Hasmann, Gabriele: Wien zu zweit

    Rezension | Hasmann, Gabriele: Wien zu zweit

    wien zu zweit
    Ein schöner Wien-Reiseführer mit einem speziellen Thema, nämlich Liebe. „Wien zu zweit“ von Gabriele Hasmann bietet nicht nur TouristInnen einen wunderbaren Überblick über romantische Orte in Wien. Auch ich als Wahl-Wienerin habe schon einige dieser Plätze gesehen und ebensolche magischen Momente erlebt, wie es schon auf dem Buchcover abgedruckt ist.

    Allerdings gibt es weit mehr Locations, die ich noch nicht entdeckt habe und deshalb empfehle ich das Büchlein wirklich jedem/r, denn die Liste der Plätze ist umfangreich und originell. Einige wollte ich schon besuchen (Badeteich Süssenbrunn, Schokomuseum), andere sind für mich komplett neu. Die Orte werden übrigens alle sehr genau beschrieben, wie viel Eintritt evtl. zu zahlen ist sowie die Erreichbarkeit mit den Öffis ist angegeben. Der Inhalt ist zweigeteilt und wer das Buch nicht nach Themen geordnet abarbeiten will, sondern nach einem gezielten Begriff sucht, ist ab Seite 15 beim ‚Verzeichnis der Orte‘ (alphabetische Auflistung) bestens bedient.

    Die Insidertipps sind wahrlich wertvoll und die „Fünf möglichen Romantik-Routen durch die Stadt“ runden den Reiseführer inhaltlich ab. – Passt übrigens in jede (Hand)Tasche 😉

    Buchdetails

    Autorin: Gabriele Hasmann
    Buchtitel: Wien zu zweit
    Verlag: Goldegg Verlag
    Erscheinungsjahr: 2015, Wien
    Seitenanzahl: 256 Seiten
    ISBN: 978-3-902903-56-0
    Genre: Romantik-Reiseführer Wien
    Preis: 12,95 Euro
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  • Rezension | Hoch, Jenny: Gebrauchsanweisung für Korsika

    Rezension | Hoch, Jenny: Gebrauchsanweisung für Korsika

    gebrauchsanweisung für korsikaEndlich darf ich wieder mal einen Reisebericht auf meinem Blog vorstellen. Und den auch noch über eine Insel, die ich selbst schon mal besucht habe, das ist aber schon mehr als ein Jahrzehnt her, doch die ‚Eigenheiten‘ der Korsen dürften sich nicht geändert haben, zumindest, wenn es nach den Ausführungen der Autorin Jenny Hoch geht.

    Gespickt mit einigen interessanten und wissenswerten Zahlen ist diese Gebrauchsanweisung, die auch eine ganz besondere persönliche Note trägt. Noch dazu ist das Bild des Einbandes perfekt gewählt und die Karte auf einer der ersten Seiten des Buches gibt einen guten Überblick über das Eiland. Jenny Hoch hat es übrigens schon des öfteren (33 Sommer) auf diese Insel verschlagen und kann deshalb mit reinstem Gewissen berichten.

    Wer jetzt (im September) zum Wandern nach Korsika möchte, kann sich das Buch ja noch schnell besorgen 🙂

    Buchdetails
    Autorin: Jenny Hoch
    Titel: Gebrauchsanweisung für Korsika
    Verlag: Piper
    erschienen: 14.04.2014
    ISBN: 978-3-492-27640-5 
    Seitenanzahl: 224
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  • Rezension | Hertz, Anne: Die Sache mit meiner Schwester

    Rezension | Hertz, Anne: Die Sache mit meiner Schwester

    die sache mit meiner schwester
    © pendo verlag | Buchcover

    Bei LovelyBooks läuft gerade noch eine Lesechallenge zu diesem Buch, das in der Sparte „Frauenliteratur“ angesiedelt ist. Dabei handelt es sich um einen Roman, der nicht von einer, sondern zwei Personen geschrieben wurde. Zwei Schwestern, die gemeinsam als Anne Hertz schriftstellerisch tätig werden, berichten in diesem Buch fast ein wenig autobiographisch über ihr Leben. Die fiktionalen Protagonistinnen sind Nele Krüger und Heike Bachmann, die Autorinnen dahinter Frauke Scheunemann und Wiebke Lorenz (hier geht’s übrigens zu ihrer Facebook-Seite).

    Nele ist Single, Heike Mutter dreier Kinder und glücklich verheiratet – zumindest dem Anschein nach. Die jüngere und unternehmungslustigere der beiden Schwestern, Nele, ist seit ihrer Kindheit in Niklas Mesterkamp verliebt, doch dieser steckt in einer Ehe mit Annette, was Nele zum Verhängnis wird. Nach einem Eklat in einer Talkshow, wo die beiden Schwestern über ihr neuestes Buch reden sollen, ruft nämlich Niklas‘ Ehefrau an, konfrontiert Nele mit ihren ehebrecherischen Taten und setzt noch eins drauf, indem sie ausplappert, dass die beiden Frauen gar nicht mehr zusammen schreiben, sondern einen Ghostwriter beauftragen. Natürlich regt sich die Fangemeinschaft auf, doch noch schlimmer ist das Verhältnis zwischen Nele und Heike. Zu allem Überfluss haben die zwei Schwestern dann einen Autounfall und Heike fällt ins Koma …

    Das Buch ist aufgeteilt in 20 Kapitel plus einen Epilog, den ich ganz gut gelungen finde. Außerdem gibt’s noch einige Tagebucheinträge von Heike und Nele, die sehr passend in den Fließtext eingegliedert sind. Erzählt wird in Ich-Form aus Neles Blickwinkel und im Präsens, das heißt, man kann den Geschehnissen ganz gut folgen.

    Insgesamt hat mir der Roman sehr gut gefallen, wenn auch ein paar kleine Schnitzer vorhanden sind. So kommen an zwei Stellen (?) Namensverwechslungen vor und die Sache mit Oliver und seinem Sohn Jakob scheint auch nicht ganz lupenrein zu sein, zumindest sehe ich das so (Stichwort: Oliver und Nina). Das Verhalten und der ganze Charakter Neles bessert sich während der Lektüre, doch als sie finale Schritte im Fall Niklas setzt, fällt sie wieder in ein kindliches Stadium zurück.

    Für alle, die leichte und flüssige Frauenliteratur mögen, spreche ich eine klare Empfehlung aus. Allerdings war ich wirklich schnell mit dem Buch durch und fand es an manchen Stellen ausbaufähig.

    Vielen Dank an den pendo-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars!

    Buchdetails

    Autorin: Anne Hertz
    Buchtitel: Die Sache mit meiner Schwester
    Verlag: pendo verlag
    erschienen: 10.03.2014
    Seitenanzahl: 336
    ISBN: 978-3-86612-363-2
    Preis:€ 14,99 [D], € 15,50 [A], sFr 21,90

  • Rezension | Halser, Marlene (Hrsg.): Go Vegan!

    Rezension | Halser, Marlene (Hrsg.): Go Vegan!

    go vegan!
    © riva Verlag | Buchcover

    Hätte ich nicht erst eine Umstellung zum Vegetarismus durchgemacht (Anfang Dezember), würde ich wahrscheinlich sofort vegan werden. Meine Schwester lebt schon länger vegan und sie wird sich sicher jetzt denken: „Aha, jetzt auf einmal? Und jahrelang hat sie dagegen gesprochen und es nicht verstanden?“ (Wenn du das jetzt liest, liebste B., würde ich gerne wissen, ob richtig liege). Warum ich nicht jetzt sofort umsteige: ich hatte erst Probleme mit Gallensteinen und stille mein Baby, was eigentlich keinen Grund darstellt aber: ich habe herausgefunden, welche Lebensmittel mir im Moment gut tun und ich möchte einfach gerade nicht experimentieren und eine Gallenkolik bekommen, was zur Folge hat, dass ich die Gallenblase entfernen lassen und mein Baby deshalb abstillen muss. Also warte ich mal 2 – 3 Monate. Mein Eikonsum ist ohnehin schon auf ein Minimum reduziert (nur mehr in Mehlspeisen), obwohl für mich früher ein Omelette zur Tagesordnung gehörte. Aber jetzt genug von mir und meinen Essgewohnheiten: (mehr …)

  • Rezension | Hayder, Mo: Die Sekte

    © Goldmann Verlag | Buchcover

    Heute gibt es mal wieder ein älteres Buch, welches ich vorstellen möchte. Die Sekte von Mo Hayder erschien 2006 in der englischen Originalausgabe und wurde in der vorliegenden Taschenbuchform 2008 im deutschsprachigen Raum veröffentlicht. Gekauft habe ich das Buch in meiner Lieblingskrimibuchhandlung Thrill&Chill (ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall!) in Wien.

    Von der Krimi- bzw. Psychothrillerautorin Mo Hayder habe ich bis jetzt nur Die Behandlung gelesen und war von dem Buch total überzeugt. Deshalb dachte ich mir auch beim Kauf dieses Buches, dass es gut sein müsse. Doch meine – zugegeben hohen – Erwartungen wurden bei der Lektüre leider nicht erfüllt. Doch dazu etwas später. (mehr …)

  • Rezension | Hochgatterer, Paulus: Wildwasser

    Wildwasser von Paulus Hochgatterer
    © Deutscher Taschenbuchverlag

    Den schon 1997 im Zsolnay-Verlag in Wien erschienene Adoleszenzroman „Wildwasser“ habe ich in der 2. Auflage 2011 (Neuausgabe 2009), erschienen im Deutschen Taschenbuchverlag, gelesen. Der Autor Paulus Hochgatterer wurde 1961 in Niederösterreich (Amstetten) geboren und lebt als Schriftsteller und Kinderpsychiater in Wien. Er studierte Medizin und Psychologie.

    Auf 128 Seiten verfolgen die Leserinnen und Leser eine innere Fahrt von Jakob Schmalfuß, der auf der Suche nach seinem Vater ist. Der Roman spielt in Ostösterreich und zieht sich von Wien bis in den Eingang des Gesäuses. (mehr …)