Ein furchteinflössendes Cover mit den Signalfarben Gelb und Schwarz, dazu noch irgendwas mit „Dinosaurier“ und schon ist das Abenteuer für Kinder perfekt. Die Zehnjährigen können sich komplett auf die Geschichte einlassen und werden zwischendurch immer wieder mit Illustrationen belohnt. Am Ende des Werkes gibt es dann noch eine wunderbare Übersicht über die Dinos und mein Sohn (der ist leider noch nicht im lesefähigen Alter) würde das Buch sicher nicht mehr aus der Hand legen, wenn er sähe, dass hier sogar verschiedene Ankylosaurus-Arten vorgestellt werden. Doch das ist nur das zusätzliche Zuckerl, denn eigentlich gibt es ja ein Abenteuer zu bewältigen.
Dieses Schülerhilfebuch richtet sich in erster Linie an SchülerInnen in Bayern, doch auch (bundes)länderübergreifend kann das Werk von Grundschulpädagogin Claudia Haertlmayr und Stefan Waitl benutzt werden. Selbst im DaF-Unterricht werden sich auch ältere Kinder damit wohlfühlen und die einen oder anderen Tipps nutzen können. (mehr …)
Ein Kinderbuch, welches den Titel „Schlaf schön, dicker Kuss, kleines Hippopotamus“ trägt, muss eigentlich gut sein. Sebastian Loth hat im Coppenrath-Verlag ein Buch zum Einschlafen – im wahrsten Sinne des Wortes – veröffentlicht. Wie schafft man es nun, Kinder ab einem Alter von ca. 18 Monaten zum Einschlafen zu bringen?
Mein Sohn, der bald vier Jahre alt wird, interessiert sich für Dinosaurier, Kühe, Autos, aber auch für Ritter. Um ihm so richtige Rittergeschichten, die sehr sehr alt sind und an die (teilweise) geglaubt wird, näherzubringen, eignet sich nichts besser als dieses Buch, welches den Namen „Heilige Ritter“ trägt. Was besonders sympathisch ist: Eine Geschichte handelt von niemand geringerem als Johanna von Orléans, oder Jeanne D’Arc – der Schutzheiligen von Frankreich. (mehr …)
Dieses Kinderbuch geht unter die Haut. Gedacht ist „Ein Hund für Jakob“ für LeserInnen ab einem Alter von acht Jahren, doch auch weit über dieser Angabe kann das Buch durchaus Gefallen finden. Die Hauptthemen des Buches lassen sich recht einfach benennen: Trauer und Freundschaft. Und natürlich die Liebe zum eigenen Haustier.
Ich kenne Gabi Kreslehner als Autorin schon länger, zum Beispiel von „In meinem Spanienland“ oder „PaulaPaulTom ans Meer“ (hier geht’s zur Rezension). Das waren beides Bücher, die eher ein älteres kindliches Lesepublikum ansprechen. Mit „Duhuu? Hast du mich lieb?“ hat sich die Autorin in die Kinderbuchecke geschmuggelt, aber auch hier findet sie einen geeigneten Platz.
Mein Sohn hat zwar noch nicht gefragt, ob ich ihn lieb habe – vermutlich, weil wir ihm die Worte so oft sagen – aber das Buch gefällt ihm und mir trotzdem. Als ich es zum ersten Mal in Händen hielt, war ich mir allerdings nicht sicher, ob ich es mag, denn das Werk kommt mit sehr wenigen Wörtern aus und die Illustrationen von Verena Ballhaus sind gewöhnungsbedürftig und wirken nicht so kindlich beziehungsweise kindgerecht wie manch andere. Dennoch verursacht das Buch Gänsehaut und lässt Erwachsene ihre eigene Kindheit ’spüren‘. Dabei funktioniert das Buch immer auf die selbe Weise, nämlich das Kind fragt: „Hast du mich lieb“ – die Antwort kommt prompt und sofort und auch illustratorisch wunderbar hervorgehoben und lautet: „Ja“. Frage: „Immer?“ – Antwort: „Immer.“ Die Fragen variieren zwar etwas, aber die Essenz ist immer die selbe, nämlich das geliebt werden.
Das Buch kann man wunderbar verschenken, vielleicht zur Taufe oder Namensfeier, zur Geburt oder zum Geburtstag. Selbst die negativen Gefühle werden super dargestellt und finden berechtigterweise Platz (Wut, Zorn, Trauer), ebenso die positiven (Neugierde, Glück, Fantasie). Ein Buch, welches Mut macht, Rückhalt gibt, Gewissheit schafft: Ja, ich werde geliebt.
Wenn sich ein Kind weh tut, geht meistens eine kleine Welt unter. Zumindest für den Bruchteil einer Sekunde. Doch dass es anderen auch mal schlecht gehen kann und was dagegen hilft, davon berichten Regina Schwarz und Michael Schober im Buch „Schlimmer geht immer!“ – und bauen sogar am Ende des Buches einen Tröstometer mit Farbskala, je nach Intensität der Schmerzen beziehungsweise des zu spendenden Trostes, ein.
Wie am Cover zu sehen, trifft es einige Tiere. So muss die Kuh genauso mit ihren Schmerzen umgehen als auch der Hund oder die Gans. Aber gleich mehrere Blessuren hat das Schwein. Mit passenden Reimen und anschaulichen, selbst erzählenden Illustrationen wird durch das Buch geführt und jede Seite mit dem selben Satz abgeschlossen: „Doch aufgepasst! Es geht noch schlimmer.“
Liebevoll und mit lustigen Reimen wird durch das Buch geführt, bis am Ende ankommt und jede Leserin/jeder Leser zufrieden ist. Spätestens aber beim Ausprobieren des Tröstometers sollten die kleinen Verletzungen bei Kindern wieder vorbei sein. Und wer wird nicht gerne mit seinem Lieblingsgetränk für Schmerzen entschädigt? Selbst bei Erwachsenen scheint das besondere Barometer zu wirken, denn tut man sich selbst mal weh, kommt schon das Kind mit dem Buch angelaufen und sagt: „Mama, wie sehr tut es denn weh? Zeig mal!“
Dieses Buch ist für alle Kinder geeignet, die gerne Bilder anschauen, aber auch Reimen zuhören oder sogar selbst beim Vorlesen mitsprechen wollen. Dabei werden auch die Körperteile geschult und vielleicht auch das Gefühl für die Intensität von Schmerzen – da bin ich mir aber nicht so sicher, denn eigentlich bekamen wir immer die Spitze der Skala zu sehen – und da hat das Kind dann einen Wunsch frei 😉
Buchinfos
Autorin: Regina Schwarz
Illustrator: Michael Schober
Titel: Schlimmer geht immer!
Verlag: esslinger
erschienen: 17.01.2017
ISBN: 978-3-480-23273-4
Seitenanzahl: 32 Seiten (mit Tröstometer)
empfohlenes Lesealter: ab 3 Jahren
Noch schnell vor den Oster- oder Frühjahrsferien möchte ich auf einen Übungsblock für SchülerInnen der 2. Klasse Volksschule beziehungsweise Grundschule hinweisen. Die Reihe rund um den Hasen Paul (das passt irgendwie zu Ostern) startet mit der ersten Klasse oder dem ersten Lernjahr und ist für verschiedene Fächer erhältlich. Neben Rechnen, Schreiben und Lesen gibt es auch Blöcke mit Konzentrationsübungen und für Englisch. (mehr …)
Mit Prinzessin Himmelblau schließe ich das heurige Vorlesebären-Jahr ab und widme mich Kindern ab 5 Jahren. Denn genau für die ist es gemacht. Für Kinder ab 3 Jahren gab es die Kindergartengeschichten (hier geht’s zur Rezension) und Liebeluise durfte für die Altersgruppe 4+ nicht fehlen (klick zur Rezension). Die Textlänge ist nicht viel mehr geworden als bei der darunter liegenden Altersgruppe, allerdings tut sich ein 3-jähriges Kind schon schwer, wenn es solch einem Buch folgen soll. Es gibt wieder die Wünsch-dir-was-Seite(n) am Anfang des Buches und viele Aktivitäten für die Kleinen. Die sind teilweise ganz schön gefinkelt, sodass manche Lösungen verkehrt am Seitenende abgedruckt wurden. Wer kommt nun alles außer Prinzessin Himmelblau vor? Da ist zum einen ihr Bruder Niklas, den sie vor dem Sockenmonster beschützt und das Problem sehr süß löst, zum anderen hat die Prinzessin Lotta zur Freundin, aber der Obergriesgram Zwerg Panko ist nicht zu unterschätzen.
Liebevoll illustriert und unterhaltsam geschrieben. Gefällt mir.
Buchinfos
Titel: Prinzessin Himmelblau
Reihe: Vorlesebären
Autorin: Margit Auer
Illustratorin: Petra Eimer
Verlag: esslinger
erschienen: 19.08.2016
ISBN: 978-3-480-23311-3
Seitenanzahl: 80 Seiten
direkt zur Buchseite: bitte hier klicken
Genre: Kinderbuch | Vorlesebuch
empfohlenes Lesealter: ab 5 Jahren
Gewinnerbekanntgabe!! Bei diesem Gewinnspiel, das, zugegeben, etwas versteckt war (vielleicht sollte ich das nächste Mal Gewinnspiel fett schreiben oder überhaupt erwähnen) hat Rafaela die Nase vorn gehabt. Eine Gewinnchance von
25 Prozent – das ist nicht so schlecht. Vielen Dank an die vier Teilnehmerinnen Rafaela, Barbara, Margareta und Stefanie!!
Und auch heute gibt’s wieder Buchtipps für Kinder zum Thema Weihnachten. Diesmal betrifft der Artikel nicht nur die jüngeren, sondern auch die etwas größeren LeserInnen. Schnell sein lohnt sich, denn wer bis heute Abend (18.12.2016, 23:59 Uhr) mitmacht, bekommt eine kleine Auswahl an Weihnachtsbüchern, die ich heute und gestern vorgestellt habe, zugesandt. Hoffentlich noch vor den Feiertagen. Wie ihr mitmachen könnt, lest ihr am Ende dieses Artikels!