Schlagwort: Bücher

  • [34.13] Woche für Woche-Glosse

    Ein Sonntag im späten August – endlich regnet es wieder. Und das bedeutet, dass ich mehr lesen und rezensieren kann. Diese Woche habe ich lesetechnisch fast alles erreicht, was ich mir vorgenommen habe und alles, was ich tatsächlich schaffen wollte. Das ist eine gute Bilanz, wie ich meine. Zwei Kinderbücher und ein Sachbuch habe ich rezensiert (und natürlich vorher auch gelesen). Wer die Buchbesprechungen dieser Woche nachlesen möchte, findet sie hier:

    1. Kinderbuch Traudi Reich: Das Einhorn auf Spurensuche
    2. Kinderbuch Erwin Moser: Wie geht’s dem Schweinchen?
    Sachbuch Anna & Daniel Wiedemann: Fuck you, Kita!

    Des weiteren habe ich wieder neue Bücher zum Rezensieren gewonnen oder in Aussicht gestellt bekommen, auf die ich natürlich gespannt warte. Nächste Woche (35.13) gibt’s dazu eine spezielle Ausgabe mit allen Büchern, die bis jetzt noch unerledigt sind.

    Meine derzeitige Lektüre ist übrigens schon etwas älter und heißt Die Sekte von Mo Hayder. Rezension folgt nächste Woche.

    Alles Liebe, die Glossentante

  • Rezension | Wiedemann, Anna und Daniel: Fuck you, Kita!

    © Ullstein | Buchcover

    Wie auf dem Untertitel am Buchcover ersichtlich ist, handelt es sich um eine wahre Geschichte und wird im Ullstein Verlag als Taschenbuch geführt. Die 224 Seiten handeln vom Ehepaar Anna und Daniel, die ihre Erlebnisse mit ihrem Sohn Gustav in Hinblick auf die Kita in Berlin schildern.

    Dabei wirken die Erzählungen, die meist abwechselnd von Daniel und Anna geschrieben sind, mal lustig und auch leider mal ziemlich langweilig. So wie das Leben halt eben auch sein kann. Das Buch kommt auch stellenweise wie ein Erfahrungsbericht rüber (soll es einer sein?) und beim nächsten Kapitel lacht man sich wieder kaputt, weil die Geschichte so absurd erscheint, dass sich Fuck you, Kita! perfekt in die Unterhaltungsliteratur eingliedert.

    Vom Aufbau her gibt es drei Überkapitel, die folgendermaßen lauten: Die Suche, Die ersten Schritte und Der Alltag in der Kita. Jedes Kapitel besteht aus mehreren Unterkapiteln, was das Lesen angenehm macht, denn sie hängen oft nicht zusammen und so können leicht Pausen eingebaut werden, ohne komplett aus dem Lesefluss rausgerissen zu werden. (mehr …)

  • Rezension | Reich, Traudi: Das Einhorn auf Spurensuche

    Bei diesem Buch handelt es sich um eines für Kinder, allerdings schon für die etwas älteren. Der Obelisk-Verlag gibt an, dass es für junge Menschen ab 12 Jahren geeignet sei, aber auch für Erwachsene durchaus lesbar ist. Dem kann ich nur zustimmen. Genauso wie dem Klappentext nach dem Inhaltsexzerpt:

    Eine Reise in die Zukunft – und ein mitreißendes Abenteuer rund um das Thema Umwelt

    Selbst der Einband ist mit Bedacht gewählt – das sieht man auf dem Foto links leider nicht, denn der Buchrücken ist aus Leinen. Orange Einlageblätter starten, bevor die von Annika Siems illustrierte Geschichte losgeht. (mehr …)

  • Rezension | Miller, Andrew: Friedhof der Unschuldigen

    © Zsolnay Verlag | Buchcover
    © Zsolnay Verlag | Buchcover

    Erschienen ist das Buch am 29. Juli 2013, also noch fast druckfrisch halte ich es in meinen Händen. Auf 384 Seiten wird die Geschichte des Ingenieurs Jean-Baptiste Baratte erzählt und die LeserInnen können ihm ein ganzes Jahr lang bei seiner Arbeit zusehen. Diese besteht darin, den Friedhof der Unschuldigen samt dazugehörige Kirche abzutragen, da der Gestank die Bevölkerung langsam aufzufressen scheint. Die Szenerie spielt sich dabei kurz vor der Franösischen Revolution ab und Männer tragen noch Perücke, obwohl es langsam in Mode kommt, das eigene Haar zu zeigen.

    Andrew Miller, 1960 in Bristol geboren, lebt in Somerset und hat diesen Roman bereits im Jahr 2011 unter dem Originaltitel Pure bei Sceptre, London, herausgebracht. Die Titelbilder unterscheiden sich ausnahmsweise mal nicht sehr stark voneinander, obwohl verschiedene Verlage und Sprachen im Spiel sind. So ist in der englischsprachigen Ausgabe das Gewand des Mannes blau-gelb gehalten und in der vorliegenden Ausgabe grün-gold. Die Seitenanzahl ist in der englischen Version auch etwas geringer: Diese zählt 352.

    Aufbau und Inhalt

    Der Roman ist in vier Teile gegliedert, wobei jedem Teil ein Sprichwort zugewiesen wird. Teil 1 besteht aus (mehr …)

  • Rezension | Marschner, Rosemarie: Das Bücherzimmer

    Buchcover, Quelle: lovelybooks.de

    Heute kann ich endlich wieder einen Roman für Erwachsene rezensieren, bevor sich der Blog nächste Woche wieder der Kinder- und Jugendliteratur widmet – zumindest zum Großteil. Wie schon in der Überschrift und am Bild erkennbar, handelt es sich um das 416 Seiten starke Werk mit dem Titel Das Bücherzimmer von der österreichischen Schriftstellerin Rosemarie Marschner. Erschienen in der Jubiläumsausgabe des Deutschen Taschenbuch Verlages 2011, gibt es den Inhalt des Originals aus dem Jahr 2004 wieder. Darüber hinaus scheint es einen zum Thema passenden Roman von ihr mit dem Titel Das Jagdhaus (ebenfalls bei dtv erschienen) zu geben.

    Aufbau und Inhalt

    Der Inhalt ist in einen Rahmen gebettet, der die Überschrift „Die alte Dame“ trägt. Jeweils das erste als auch das letzte Kapitel heißen so, dazwischen kommt die eigentliche Erzählung in drei Büchern zum Vorschein. (mehr …)

  • Rezension | Dekker, Tanja: PhanHabs Savanna

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    © twikga-Verlag | Buchcover

    Gleich mal vorweg: Bei diesem Buch handelt es sich um ein Bilderbuch, welches ähnlich wie Wimmelbücher funktioniert. Man schlägt es auf, sucht und findet Tiere, die man dann auch benennen sollte. Die Eltern (oder größeren Geschwister) können beim Nennen der in der afrikanischen Savanne hausenden Tiere helfen, denn auf den letzten Seiten befinden sich die Bezeichnungen der Tiere auf drei Sprachen: Englisch, Deutsch und Holländisch.

    Fotomontage und Entdeckungsreise

    Die Autorin des Buches, Tanja Dekker, hat gemeinsam mit ihrem Mann alle Fotos selbst geschossen, und zwar in den Savannen Botswanas, Kenias und Tansanias. Auch die Zeichnungen und Collagen stammen von ihr. Dieses  32-Seiten starke (Bilder)Buch kommt fast ohne Text aus. Auf der ersten Seite wird lediglich erklärt, was gewisse Phanhabs sind und wo man die Bezeichnung der einzelnen Tiere findet. Hier gibt es dann auch gleich ein Beispiel und auf den folgenden Blättern findet man nur mehr abfallende Seiten (d.h. die Bilder gehen bis zum Rand).

    Fazit und eigene Meinung

    Wenn man sich ein Buch mit Text erwartet, dann ist dieses Buch eher ungeeignet. Weiß der Leser/die Leserin allerdings, dass es sich um ein Suchbuch à la Wimmelbuch handelt und dass hier authentische Bilder verarbeitet wurden, dann lohnt sich ein Blick hinein. Die Einteilung der Tierarten in Säugetiere, Vögel, Raubtiere, Insekten und Reptilien finde ich persönlich sehr gelungen, da man mit den Kindern gemeinsam raten kann, worum es sich bei den einzelnen Geschöpfen handelt. Die Altersangabe wurde vom Verlag mit 4 – 99 angegeben, wobei ich das Buch ohne Kind eher nicht lesen würde. Meine Altersempfehlung daher: 3 – 10 Jahre. Ich denke, dass ältere Kinder oder (junge) Erwachsene eher zu größeren Bildbänden greifen, die ein wenig detaillierter auf die große Vielfalt eingehen. Vor allem dann, wenn man einen Afrika-Urlaub geplant hat oder sich genau über die dort ansässige Tierwelt erkundigen möchte.

    Für naturliebende Kinder auf jeden Fall bestens geeignet, denn die Fotos sind abwechslungsreich und manche Tiere lassen sich auf mehreren Bildern erkunden, was die Eltern ausnutzen können, indem sie ihre Sprösslinge fragen: „Na, und wo ist der Elefant auf diesem Bild?“.

    Vielen Dank an den Twikga-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

     Buchdetails

    Autorin: Tanja Dekker
    Buchtitel: PhanHabs. Savanna
    Verlag: Twikga-Verlag
    Erscheinungsjahr: 2013, Hamburg
    Seitenanzahl: 32 Seiten
    ISBN: 978-3939225-04-1
    Preis: EUR 12,95

  • Rezension | Holzinger, Michaela: Bobbi Bär und Doddi Dachs

    © G&G-Verlag
    © G&G-Verlag

    Bei diesem Buch handelt es sich um ein Vor- und Mitlesebuch, bei dem die Buchstaben b und d unterschieden werden sollen. Gerade weil sich diese beiden Letter so ähnlich sind, wurde eine Geschichte darum gebaut, und wenn man sich den Bären und den Dachs vorstellt, so wie auf dem Titelbild gezeichnet, könnten sich Kinder den Unterschied leicht merken: Bär mit großem Bauch (Rundung nach rechts) und Dachs mit großem Rücken (Rundung nach links).

    Aufbau und Inhalt

    Auf 44 Seiten lernen fünf- bis sechsjährige Kinder, wie man das kleine b vom kleinen d unterscheidet. Das ganze ist in eine nette Geschichte verpackt und in 4 Kapitel unterteilt. Die Kapitelüberschriften lauten: (mehr …)

  • Rezension | Hula, Saskia: Kaninchentage

    9783851976878
    © Obelisk-Verlag

    Dieses Kinderbuch habe ich im Zuge meiner Proseminararbeit für die Uni mit großer Freude gelesen, denn die Geschichte ist einfach sehr nett. Der Verlag (Obelisk-Verlag Innsbruck-Wien) gibt an, dass dieses Buch ab 10 Jahren geeignet ist, wobei ich sagen muss, dass man es wohl auch schon mit einem Alter von acht Jahren gut versteht und lesen kann.

    Aufbau

    Das Buch ist ein Hardcover-Buch und hat farbige Einlageblätter. Die Seiten sind relativ dick und reißfest, was bei Kinderbüchern dieser Altersempfehlung zwar nicht mehr unbedingt notwendig, aber ganz hilfreich ist. Vor allem, wenn die Kleinen das Buch dann im Bett vor dem Schlafen gehen lesen wollen. (mehr …)

  • [27.13] Woche für Woche-Glosse

    Diese Woche gibt’s gleich drei Themen, die ich interessiert verfolgt oder umgesetzt habe. Darüber möchte ich natürlich berichten, und deshalb dauerte die Veröffentlichung der Glosse auch länger als gewohnt.

    Bachmannpreis vergeben

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    © http://bachmannpreis.eu | Gewinnerin 2013
    Katja Petrowskaja

    Wie unter „Veranstaltungen“ angekündigt, fanden die 37. Tage der deutschsprachigen Literatur diese Woche statt. Der Bachmannpreis 2013 wurde dabei an Katja Petrowskaja mit ihrem Text „Vielleicht Esther“ vergeben. Ein weiterer Preisträger ist Heinz Helle mit dem mit € 5.000,00 dotierten Ernst-Willner-Preis. Die Lesung dieses Autors habe ich mit größter Aufmerksamkeit verfolgt und fand „Wir sind schön“ sprachlich sehr ausgereift.

    Den Publikumspreis ergatterte die Österreicherin Nadine Kegele mit ihrem Text „Scherben schlucken“ – den 3sat-Preis bekam Benjamin Maack , den Kelag-Preis Verena Güntner.

    Erstes Buch für erste Challenge gelesen

    Meine erste Challenge hier auf diesem Bücherblog lautet ja „Lies dich rund um den Globus 2013/14“ – und wo anfangen wenn nicht im eigenen Land? Mit Paulus Hochgatterers Roman Wildwasser ging’s also los und ich kann meinen ersten Staat, nämlich Österreich, abhaken. In kleinen Schritten geht’s weiter zum nächsten Land, das wohl Deutschland werden wird, denn dazu hab ich grad ein Buch bei vorablesen.de gewonnen (Geheimsache Labskaus).

    Zittern um Vorlesungsprüfung Kinder- und Jugendliteratur

    Diese Woche habe ich auch wieder eine Vorlesungsprüfung hinter mich gebracht. Leider viel zu wenig gelernt, was sich zeigte, als ich den Prüfungsbogen in Händen hielt und mir schon ernsthaft überlegte, ob ich ihn einfach unbeschrieben wieder abgeben sollte. Doch dann dachte ich mir: Probiers doch einfach! Vielleicht gibt’s ja ein paar halbwegs richtige Antworten und dann wird’s positiv. Nach dem Abgeben der Prüfung und der E-Mail der Professorin, dass sie schon alles korrigiert hätte und wir die Noten in KW 28.13 (also vielleicht schon morgen?!!?) bekommen würden, wurde mir Angst und Bange. Ich hoffe, dass es dann doch gut ausgegangen ist und ich einen weiteren Schritt in Richtung Studienabschluss gehen konnte. Aktualisierung 12.07.2013: POSITIV! 🙂

    Das war’s auch schon wieder für heute…

    So long, die Glossentante

  • Rezension | Hochgatterer, Paulus: Wildwasser

    Wildwasser von Paulus Hochgatterer
    © Deutscher Taschenbuchverlag

    Den schon 1997 im Zsolnay-Verlag in Wien erschienene Adoleszenzroman „Wildwasser“ habe ich in der 2. Auflage 2011 (Neuausgabe 2009), erschienen im Deutschen Taschenbuchverlag, gelesen. Der Autor Paulus Hochgatterer wurde 1961 in Niederösterreich (Amstetten) geboren und lebt als Schriftsteller und Kinderpsychiater in Wien. Er studierte Medizin und Psychologie.

    Auf 128 Seiten verfolgen die Leserinnen und Leser eine innere Fahrt von Jakob Schmalfuß, der auf der Suche nach seinem Vater ist. Der Roman spielt in Ostösterreich und zieht sich von Wien bis in den Eingang des Gesäuses. (mehr …)