Schlagwort: Buchrezension

  • Rezension | Angerer, Ela: Und die Nacht prahlt mit Kometen

    Rezension | Angerer, Ela: Und die Nacht prahlt mit Kometen

    und_die_nacht_prahlt_mit_kometenSchon beim Lesen der ersten Kapitel des Buches musste ich an das Lied von The Verve, ‚Bitter Sweet Symphony‘ denken. Vie, die eigentlich Valerie heißt, erlebt mit Bojan alles, was man normalerweise nicht auf dem Plan hat. So wird sie betrogen, misshandelt, angelogen und angeschrien, doch das hält sie nicht davon ab, trotzdem bei ihm zu bleiben – einem Macho sondergleichen, dessen Charme mehrere Frauen berührt. Und die noch leichtsinnige, Anfang 20 jährige Vie, kann einfach nicht ohne ihn. Aber mit ihm ist es keineswegs leichter. Das wird von der mehr als doppelt so alten Valerie in jedem zweiten Kapitel bewiesen, denn nun ist die Frau gefestigt in ihrem Leben, hat einen Job, der ihr gutes Geld bringt und eine Tochter, mit der sie zwar keinen Kontakt hat, aber immerhin weiß, dass sie da ist. Doch eines Tages meldet sich Bojan wieder und scheint Valerie durcheinander zu bringen.

    Mit allem, was in dieser Geschichte passiert oder eben nicht, kann der Leser / die Leserin meines Erachtens unterschiedlich viel anfangen. Die Worte, die schreckliche Dinge beschreiben, werden dabei von Ela Angerer so gefühlvoll gewählt, dass man sich zwar ob des Inhaltes erschrickt, doch einfach nur weiterlesen will.

    Als Verschnaufpausen gibt es dann zum Glück die Kapitel, die auf die ältere Valerie ausgelegt sind, allerdings ändert sich das gegen Ende dann auch noch, denn es wird richtig spannend. Hineinversetzen konnte ich mich in die junge Vie nicht (und hoffe, dass es nicht viele Frauen können), doch die reifere Frau hat Ideen, die durchaus nachvollziehbar sind.

    Ein außerordentlich gutes Werk, welches ich sicher noch ein zweites Mal lesen werde.

    Buchinfos
    
    Autorin: Ela Angerer
    Titel: Und die Nacht prahlt mit Kometen
    Verlag: Aufbau
    erschienen: September 2016
    Seitenanzahl: 191 Seiten
    ISBN: 978-3-351-03647-8 
    Genre: Roman
    direkt zur Buchseite: bitte hier klicken
  • Rezension | Guskin, Sharon: Noah will nach Hause

    Rezension | Guskin, Sharon: Noah will nach Hause

    noah_will_nach_hauseAls ich das erste Kapitel gelesen hatte, war ich total vom Schreibstil der Autorin Sharon Guskin überzeugt und konnte es kaum erwarten, weiterzulesen. Die Thematik der Wiedergeburt bzw. auch der Glaube daran, sich an sein früheres Leben erinnern zu können, fasziniert mich schon länger, da ich auch im Bekanntenkreis von solch einem Phänomen hörte.

    Der kleine Noah im Buch hat ebenso eine wissentliche Vergangenheit und will zu seiner Mama nach Hause, was für seine jetzige Mutter (Mommy-Mum) Janie schier unerträglich ist. Dutzende Psychiater musste der Vierjährige schon kennen lernen und nun kommt Noahs Mutter auch noch mit Dr. Anderson daher, der sich mit Fällen von Wiedergeburt beschäftigt. Der Weg des kleinen Noah ist so spannend beschrieben, dass ich das Buch gegen Ende hin nicht mehr aus der Hand legen wollte. Was mir allerdings nicht so gut gefallen hat und meinen Lesefluss gehemmt hat, waren die in kursiv gehaltenen Passagen, in denen von anderen Fällen berichtet wurde. Das hätte ich mir eventuell am Ende des Buches vorstellen können.

    Sonst wirklich gut zu lesen. Das Cover ist sehr schön detailreich gemacht, auch wenn nur ein Haus, der Mond und die Sterne zu sehen sind. Es erinnert ein wenig an ein Jugendbuch, ist dann aber doch für Erwachsene.

    Buchdetails
    
    Autorin: Sharon Guskin
    Titel: Noah will nach Hause
    Verlag: Allegria
    erschienen: 22.09.2016
    Seitenanzahl: 432 Seiten
    ISBN: 9783793423065
    Genre: Spiritueller Roman 
    direkt zur Buchseite: bitte hier klicken
  • Rezension Kinderbuch | Kicken, Kopfstehn, Klettern. Das große Sportwimmelbuch

    03492_7_U_Sportwimmelbuch_A01.inddUnser Sohn liebt Wimmelbücher über alles und mittlerweile kann ich mich auch ganz gut damit anfreunden, ihn täglich ‚testen‘ zu müssen. Er fragt nämlich gezielt danach und freut sich total, wenn er die Dinge gefunden hat, die es zu suchen gilt.

    Im Sportwimmelbuch mit dem Namen „Kicken, Kopfstehn, Klettern“ findet man allerhand lustige Sachen und kann neben Farben, Formen oder Zahlen auch schlafende Kinder oder telefonierende Mamas entdecken. Auf den T-Shirts mancher Personen sind Zahlen drauf und diese Menschen kommen auf jeder Seite vor. So ist mir der Junge mit dem roten T-Shirt mit der Nummer 2 drauf in Erinnerung geblieben. Oder der Kleine, der auf einer Yogamatte (?) einfach schläft. Einzig im Winter (letzte Doppelseite) haben wir ihn nicht gefunden – vielleicht ist’s ihm da ja zu kalt 😉

    Mir beziehungsweise unserem Sohn, der gerade mal drei Jahre alt geworden ist, gefällt dieses Wimmelbuch außerordentlich gut und wir schauen nahezu jeden Abend, was es denn so neues zu entdecken gibt.

    Buchinfos
    
    Autor: Marc Locatelli
    Titel: Kicken, Kopfstehn, Klettern. Das große Sportwimmelbuch
    Verlag: orell füssli
    erschienen: Mai 2016
    ISBN: 978-3-280-03492-7
    Seitenanzahl: 16 Seiten
    Genre: Wimmelbuch | Kinderbuch
    empfohlenes Lesealter: ab 3 Jahren
    direkt zur Buchseite: bitte hier klicken
  • Rezension | Parzival aus der Reihe „Europa erlesen“

    Rezension | Parzival aus der Reihe „Europa erlesen“

    parzivalZum Studienbeginn des Wintersemesters 2016/17 gibt’s eine wunderschöne Ausgabe des Parzival. Erschienen im Wieser Verlag unter der Rubrik ‚Mittelalter‘, übertragen von Franz Viktor Spechtler, der an der Universität Salzburg als Professor für  Ältere Deutsche Sprache und Literatur lehrt. Das Buch ist vom Format her recht klein gehalten, allerdings im Umfang sehr dick. Das goldene Lesebändchen passt wunderbar zur roten Farbe, aber eigentlich geht es ja mehr um den Inhalt 😉

    Wer Parzival in der mittelhochdeutschen Niederschrift kennt, wird sich freuen, denn die Verse wurden in Rhythmik und Wesen kaum verändert und, wie ich finde, modern übersetzt, sodass man sich bei der Lektüre nicht schwer tut. Ich denke, dass es auch eine Hilfestellung sein wird für jene, die sich am mittelhochdeutschen Text versuchen und ab und zu nach einem passenden Wort oder Satz suchen, der vielleicht noch Schwierigkeiten bereitet. Mein Parzival-Seminar an der Uni ist schon ein paar Jährchen her, aber ich freue mich, wieder eine neue Übersetzung ins Neuhochdeutsche gefunden zu haben, die mein germanistisches Bücherregal ergänzt.

    Buchinfos
    
    Autor: Wolfram von Eschenbach
    Titel: Parzival
    übertragen von: Franz Viktor Spechtler
    Verlag: Wieser
    erschienen: 2016
    Seitenanzahl: 850 Seiten
    ISBN: 978-3-99029-082-8
    Genre: Literatur | Mittelalter | Roman
    direkt zur Buchseite: bitte hier klicken
  • Rezension | Elrod, Hal: Miracle Morning

    Rezension | Elrod, Hal: Miracle Morning

    miracle_morning Morgenstund‘ hat Gold im Mund … jaja, wer’s glaubt! Mit genau diesem Spruch verärgert man so manche Leute, mich eingeschlossen. Doch Hal Elrod, der nach einem Nahtoderlebnis und einem finanziellen Abrutsch das Ruder wieder in die Hand nahm, vermittelt, dass eine Stunde ausreicht, um ein erfolgreicherer, glücklicherer Mensch zu werden. Das soll mit den sogenannten Life S.A.V.E.R.S gehen, was im Klartext bedeutet:  (mehr …)

  • Gastrezension | Kunrath, Barbara: Schwestern bleiben wir immer

    Gastrezension | Kunrath, Barbara: Schwestern bleiben wir immer

    schwestern_bleiben_wir_immerDieses Buch habe ich bei vorablesen.de gewonnen und da meine Mama auch eine begeisterte Leserin und mittlerweile Rezensentin ist, gab ich es ihr gleich mal mit! Und hier sind ihre Eindrücke:

    Es geht in diesem Roman um zwei Schwestern, die nicht unterschiedlicher sein können; Katja, die Jüngere, scheint selbstbewusst und unabhängig zu sein, Alexa dagegen fühlt sich schwach; sie hat sich ja immer nur um ihren Mann und die beiden Kinder und nebenbei um ihr zu früh verstorbenes drittes Kind Clara gekümmert!
    Nach dem Tod ihrer Mutter kommen die beiden Schwestern darauf, dass ihnen ihre Mutter viel über ihre Vergangenheit verschwiegen hat. Nun machen sich Alexa und Katja gemeinsam auf die Reise um die Wahrheit herauszufinden. In ihrer Familie wurde nie viel über Gefühle gesprochen, aber nachdem die Mutter gestorben ist, die immer kühl und unnahbar war, kommen sich die beiden Schwestern näher.
    Ein „rühriges“ Buch, mit einigen emotionalen Eindrücken und doch eher ein langweiliger Roman.
    Vielen Dank, liebe Mama, für diese Rezension. Ich hoffe, dass dein nächstes Buch spannender ist!
    Buchinfos
    
    Autorin: Barbara Kunrath
    Titel: Schwestern bleiben wir immer
    Verlag: Ullstein
    erschienen: 12.08.2016
    ISBN: 9783548288420
    Seitenanzahl: 304
    Genre: Frauenliteratur | Belletristik | Roman
    direkt zur Buchseite: bitte hier klicken
  • Rezension | Metzig und Schuster: Lernen zu lernen

    Rezension | Metzig und Schuster: Lernen zu lernen

    lernen_zu_lernenIn meinem Beruf als Deutschtrainerin versuche ich immer wieder, meinen KursteilnehmerInnen oder KundInnen Tipps zu geben, wie sie sich Vokabel oder Satzgefüge leichter merken können. Oft bleibt es von meiner Seite her aber nur bei ein bis zwei Tipps, von denen ich selbst überzeugt bin beziehungsweise die ich kenne. Mit dem Buch ‚Lernen zu lernen‘ von Werner Metzig und Martin Schuster, erschienen im Springer Verlag, habe ich nun viel mehr Möglichkeiten, auszuprobieren, mir neue Lernstrategien anzueignen und diese weiterzugeben.

    Die einzelnen Kapitel sind aufeinander aufbauend. So erfährt man ganz zu Beginn, wie das Gehirn funktioniert, dann die Organisation des Lernprozesses, bevor es zur Motivation übergeht. Nach diesem eher theoretischen, aber keineswegs langweiligen Teil, kommen die praktischen Anwendungen inklusive Übungen und Tipps. Die Zusammenfassungen des recht flüssig geschriebenen und leicht verständlichen Textes werden in grau hinterlegten Kästen dargestellt, was die Übersicht erleichtert. Die Übungen sind durchwegs so gut beschrieben, dass man sie gut nachvollziehen und ausprobieren kann.

    Ein Werk, welches ich persönlich als Bereicherung ansehe und sicher öfter drinnen blättern werde.

    Buchinfos
    
    Autoren: Werner Metzig und Martin Schuster
    Titel: Lernen zu lernen
    Verlag: Springer
    erschienen: 2016 (9. Auflage)
    Seitenanzahl: 205
    ISBN: 978-3-662-48896-6
    Genre: Sachbuch
    direkt zur Buchseite: bitte hier klicken
  • Gastrezension | Stibbe, Nina: Ein Mann fürs Haus

    Gastrezension | Stibbe, Nina: Ein Mann fürs Haus

    ein_mann_fuers_hausMir hat das Cover gut gefallen, denn es erinnerte mich an „Etta and Otto and Russel and James“ (zur Rezension bitte klicken). Der Klappentext war auch sehr ansprechend, und als meine Mama den Roman sah, wollte sie ihn gleich lesen und rezensieren. Hier ihre Eindrücke:

    (mehr …)

  • Buchvorstellung | Prelog und Reichert: Wiener Mischung

    Buchvorstellung | Prelog und Reichert: Wiener Mischung

    thumb_cover_wiener_mischung_650_

    Eigentlich wollte ich heute zur Lesung in die Buchhandlung Orlando in der Liechtensteinstraße in Wien gehen, doch es ist mir nicht vergönnt. Das Baby ist krank und braucht die Mama. Es wäre schön gewesen, diesen Bildband, der mit Texten untermalt wurde, zusätzlich mit einigen Fotos hier vorstellen zu können, aber ich hoffe, dass auch so viele auf dieses wunderbare Buch aus dem Verlag Anton Pustet aufmerksam werden. (mehr …)

  • Rezension | Grager und Wind: Wer mordet schon in Niederösterreich?

    Rezension | Grager und Wind: Wer mordet schon in Niederösterreich?

    9783839219645 Zum Glück bin ich während des Schreibens der Rezension nicht in der Nähe von Niederösterreich, sondern an der Grenze zwischen Salzburg und Kärnten, sonst bekäme ich es womöglich noch mit der Angst zu tun. Veronika Grager und Jennifer Wind schreiben nämlich im vorliegenden Buch Kurzkrimis, die mit Freizeittipps untermalt werden. Und müsste ich jetzt beispielsweise an der hohen Wand vorbei und sähe Paragleiter, würde ich hoffen, dass alle Seile halten …

    So schnell das Buch zu lesen war, so schwer fällt mir eine Rezension, denn die Geschichten sind allesamt unterhaltsam und spannend, morbide, grotesk und komplett unverständlich, aber auch nachvollziehbar und polarisierend. Die Freizeittipps betreffen das niederösterreichische Industrieviertel und fügen sich gut in die Stories ein. Einige kenne ich, andere wollte ich schon immer mal anschauen und viele Plätze sind mir komplett neu. Kann getrost eine Empfehlung aussprechen, allerdings nur für jene, die mit der Paarung von Kurzgeschichten und touristischem Input was anfangen können.

    Buchinfos
    
    Autorinnen: Veronika A. Grager und Jennifer B. Wind
    Titel: Wer mordet schon in Niederösterreich?
    Verlag: Gmeiner
    erschienen: Juli 2016
    ISBN: 978-3-8392-1964-5
    Seitenanzahl: 280 Seiten
    Genre: Krimi | Kurzgeschichten | Reiseführer
    direkt zur Buchseite: bitte hier klicken