
Ich kenne Gabi Kreslehner als Autorin schon länger, zum Beispiel von „In meinem Spanienland“ oder „PaulaPaulTom ans Meer“ (hier geht’s zur Rezension). Das waren beides Bücher, die eher ein älteres kindliches Lesepublikum ansprechen. Mit „Duhuu? Hast du mich lieb?“ hat sich die Autorin in die Kinderbuchecke geschmuggelt, aber auch hier findet sie einen geeigneten Platz.
Mein Sohn hat zwar noch nicht gefragt, ob ich ihn lieb habe – vermutlich, weil wir ihm die Worte so oft sagen – aber das Buch gefällt ihm und mir trotzdem. Als ich es zum ersten Mal in Händen hielt, war ich mir allerdings nicht sicher, ob ich es mag, denn das Werk kommt mit sehr wenigen Wörtern aus und die Illustrationen von Verena Ballhaus sind gewöhnungsbedürftig und wirken nicht so kindlich beziehungsweise kindgerecht wie manch andere. Dennoch verursacht das Buch Gänsehaut und lässt Erwachsene ihre eigene Kindheit ’spüren‘. Dabei funktioniert das Buch immer auf die selbe Weise, nämlich das Kind fragt: „Hast du mich lieb“ – die Antwort kommt prompt und sofort und auch illustratorisch wunderbar hervorgehoben und lautet: „Ja“. Frage: „Immer?“ – Antwort: „Immer.“ Die Fragen variieren zwar etwas, aber die Essenz ist immer die selbe, nämlich das geliebt werden.
Das Buch kann man wunderbar verschenken, vielleicht zur Taufe oder Namensfeier, zur Geburt oder zum Geburtstag. Selbst die negativen Gefühle werden super dargestellt und finden berechtigterweise Platz (Wut, Zorn, Trauer), ebenso die positiven (Neugierde, Glück, Fantasie). Ein Buch, welches Mut macht, Rückhalt gibt, Gewissheit schafft: Ja, ich werde geliebt.
Buchinfos Autorin: Gabi Kreslehner Illustratorin: Verne Ballhaus Titel: Duhuu? Hast du mich lieb? Verlag: tyrolia erschienen: 2017 ISBN: 978-3-7022-3584-0 Seitenanzahl: 26 Seiten Genre: Kinderbuch | Geschenkbuch empfohlenes Lesealter: ab 3 Jahren



Der Oktober scheint ganz im Zeichen der Kinderbücher zu stehen, zumindest hier auf Buchwelt. Eine ganz neue Reihe hat der Esslinger-Verlag mit den Vorlesebären herausgebracht. Für drei Altersstufen gibt es nun Bücher, die für Kinder und deren Eltern konzipiert sind, sodass miteinander gelesen werden kann. Diese Woche stelle ich euch die „kleinsten“ Vorlesebären vor – da können Kinder ab 3 Jahren schon miträtseln.
Dieses Kinderbuch aus dem Fabulus-Verlag hat mich schon alleine durch die Aufmachung beeindruckt. Neben dem sehr feinen Cover wurden die Seitenränder hellblau eingefärbt und das dunkelblaue Lesebändchen rundet das im August erschienene Buch, welches nicht nur für Kinder geeignet ist, ab. Der Protagonist heißt Maximilian und spricht für seine Verhältnisse etwas hochgestochen, wohingegen sein bester Freund Yasin dem Fußball frönt und für schöne Sprache eher wenig übrig hat. Dann ist da noch Anna, ein Mädchen, das Maxi die Sprache raubt, sobald er sie ansieht. Und Maximilians Onkel, welcher Kinder nicht als halbe Menschen behandelt, sondern ihnen zuhört und richtige Gespräche mit ihnen führt.

Gleich zu Beginn des Buchwelt-Osterspecials, bei dem einige Osterbücher vorgestellt werden, gibt es ein besonderes. Und zwar ein Wimmelbuch, erschienen im Esslinger-Verlag und für meinen Sohn (2,5 Jahre alt) der Renner. Er liebt nämlich Wimmelbücher in allen Farben und Formen und dieses ist ja sogar in Form eines Eis. Er bekam es gleich mal als Leseexemplar und hat es fein säuberlich zu seinen anderen Wimmelbüchern dazu gestellt. Täglich will er dann schauen, was er so alles findet und stellt selbst Fragen wie: „Gibt es hier ein Flugzeug?“ Im Wimmel-Ei erfahren wir alles über die Arbeit der vielen (Oster-)Hasen und Hennen, die die Eier legen. Eine Fabrik, in der die ovalen Lebensmittel bemalt werden, darf genauso wenig fehlen wie ein Abenteuerspielplatz für die Hasenkinder. Die einzelnen Seiten sind sehr farbenfroh und detailreich gestaltet, sodass man auch bei mehrmaligem Anschauen auf neue Sachen draufkommt.



Viel lässt sich zu dem Büchlein im Miniformat nicht sagen, da es nur 48 Seiten dick ist und eine Parodie zur Weihnachtsgeschichte und gleichzeitig zu Star Wars darstellt. Ob das nun gut oder schlecht ist, sei dahingestellt. Für Kleinkinder auf jeden Fall ungeeignet, da die im Buch vorkommenden Witze eher ungeeignet für diese Altersgruppe sind. Echten (also wirklich „echten“) Star Wars-Fans kann mein Partner dieses Büchlein auch nicht wirklich empfehlen. Er fand’s schlichtweg nicht lustig. Ich selbst hab‘ zwar Star Wars gesehen, bin aber nicht ganz so reingekippt und finde den Titel sehr lustig. Weihnachten mag ich auch gerne und wenn aus „Möge die Macht mit euch sein!“ in Space Balls „Möge der Saft mit euch sein“ wird, dann darf auch ein Büchlein aus dem Riva-Verlag den typischen Star Wars-Satz in „Möge die Pracht mit euch sein“ umdichten – richtig? Sicher ein lustiges Geschenk für Leute, die zu Weihnachten gerne mal etwas Schräges untern Christbaum legen möchten.