Schlagwort: Indien

  • Rezension | Desai, Kiran: Die Einsamkeit von Sonia und Sunny

    Rezension | Desai, Kiran: Die Einsamkeit von Sonia und Sunny

    ©Fischer Verlage, mit Klick aufs Cover direkt zur Buchseite

    Wenn eine*n 752 Seiten nicht abschrecken und man sich auf die lange Lektüre einlässt, dann sei „Die Einsamkeit von Sonia und Sunny“ wärmstens zu empfehlen. Laut Klappentext hat die Booker-Preisträgerin zwanzig Jahre für diesen Roman gebraucht, der es ebenfalls auf die Shortlist des Booker Prize 2025 geschafft hat.

    Im Roman geht es um Familie, Freundschaft, Indien, die USA bzw. Mexiko, auch Venedig spielt eine Rolle. Über die Kultur wird vieles erzählt und erklärt, über Traditionen, Rollenverteilungen aber auch von der Liebe, und das ist vermutlich der Hauptpunkt in der Erzählung.

    Es handelt sich um einen Roman, der stellenweise eine poetische Tiefe entfaltet und insgesamt einen starken Lesesog erzeugt, dem man sich nur schwer entziehen kann.

    Den Abschluss des Werks bilden ein übersichtlicher Stammbaum der Familien von Sonia und Sunny sowie ein Inhaltsverzeichnis, die die Orientierung zusätzlich erleichtern. Insgesamt ist das Buch klar zu empfehlen – die über 750 Seiten verfliegen erstaunlich schnell, und das offene Ende regt noch lange zum Weiterdenken an.

    Buchinfos

    Autorin: Kiran Desai
    Titel: Die Einsamkeit von Sonia und Sunny
    OT: The Loneliness of Sonia and Sunny
    Verlag: S. Fischer Verlag GmbH
    erschienen: 25.3.2026
    ISBN: 978-3-10-015338-8
    Seitenanzahl: 752 Seiten
    Genre: Roman
    [vielen dank an die buchhandlung meines vertrauens für diese empfehlung: hier geht’s zu o*books! | werbung, da rezension und nennung]

  • Rezension | Andersson, Per J.: Vom Inder, der auf dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr um dort seine große Liebe wiederzufinden

    Rezension | Andersson, Per J.: Vom Inder, der auf dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr um dort seine große Liebe wiederzufinden

    vom inderMeine kleine Schwester ist gerade in Indien, um dort ein Praktikum für einen Verlag zu absolvieren. Genauer gesagt ist sie in Pune stationiert und auch im Buch wird dieser Ort einmal genannt. Doch überwiegend geht es um die Geschichte vom indischen Jungen Pradyumna Kumar Mahanandia, der kurz Pikay genannt wird. Er ist ein Unberührbarer, also kastenloser Mensch und das ist in der Gesellschaft Indiens nicht sehr gut angesehen. Trotzdem schafft er es auf die Kunstakademie in Neu Delhi und lernt in dieser Stadt den schwedischen Indien-Fan Lotta kennen, verliebt sich in sie und beschließt, gemäß seines Orakels, diese Frau zu heiraten. Denn das Orakel besagte, dass Pikay eine Frau aus einem anderen Land heiraten werde, welche einen Dschungel besitze … Da er sich keinen anderen Weg vorstellen und leisten kann, kauft sich Pikay ein gebrauchtes Damenfahrrad und beginnt seine Reise gen Schweiz, von der er glaubt, sie sei Schweden.

    Zu Beginn des Buches wird sehr genau auf das Kastensystem Indiens eingegangen und die Erlebnisse des noch jungen Pikay erzählt. Erst ab der Mitte des Buches beginnt die eigentliche Reise und gegen Ende erfahren wir sogar, was heute aus dem mutigen Mann geworden ist. Die Sprache ist durchwegs einfach gehalten und man kommt schnell voran. Darüber hinaus scheint die Romantik dem ‚Roman‘ – der eigentlich keiner ist, da es sich um eine wahre Begebenheit handelt – den nötigen Pepp zu geben, um aus einer anfänglich aussichtslosen Situation eine wahrhaft wunderbare Reise zu zaubern.

    Wer Indien interessant findet und romantischen Geschichten nicht abgeneigt ist, findet in diesem Buch alles, was er braucht!

    Buchdetails
    Autor: Per J. Andersson
    Titel: Vom Inder, der auf dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden
    Verlag: KiWi
    erschienen: 02.04.2015
    Seitenanzahl: 336
    ISBN: 978-3-462-04747-9
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