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  • Rezension | Wisser, Daniel: Smart City

    Rezension | Wisser, Daniel: Smart City

    Smart City von Daniel Wisser ist ein schnell zu lesender Roman, sehr spannend geschrieben und durch die unterschiedlichen Textelemente mehr als abwechslungsreich gestaltet. Die Leser*innen wissen nicht, in welchem Jahr genau der Roman spielen wird, etwas in näherer Zukunft wird es sein, da die Jahreszahl mit 20 beginnt.

    In der Smart City NEUDA, die einem Konzept folgt, das nun in jedem Bundesland Österreichs umgesetzt werden soll, leben Menschen, die es sozusagen geschafft haben. Es gibt Arbeitsplätze, extrem kurze und effiziente Wege ins Büro, zum Café oder auch zum Sport, keine Verschmutzung, eine Maximaleinwohner*innenanzahl. Es ist alles perfekt, bis die Journalistin Morag Oliphant in die Stadt zieht, nachdem ihr Mann und ihre Tochter ermordert wurden. Schnell, aber nicht unbedingt ganz freiwillig, freundet sie sich mit ihrer Nachbarin an und die beiden Frauen begeben sich auf die Suche nach den Mördern.

    Zwischen den erzählenden Passagen werden immer wieder Interviewsequenzen in den Roman eingebaut, in denen unterschiedliche Personen, die in NEUDA leben, befragt werden. Neben Intrigen und Freundschaften/Liebe herrscht in der Stadt neben einer extremen Ordnung auch ein wenig Chaos, vor allem in den Bereichen, in denen keine Überwachung stattfindet. Und manch ein Bewohner/eine Bewohnerin schafft es auch, Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen, ohne erwischt zu werden.

    Ob diese Stadt nun so perfekt ist, wie sie den Anspruch erhebt zu sein, liegt im Auge der betrachtenden Personen. Wer sich auf einen Roman einlassen möchte, der mit einer möglichen konstruierten Stadt mit einer möglichst homogenen Gesellschaft (die dann aber wieder in 2 Klassen eingeteilt wird) spielt, wird hier bestimmt einige Stunden des Lesevergnügens finden.

    Buchdetails

    Autor: Daniel Wisser
    Titel: Smart City
    ISBN: 978-3-630-87709-9
    Seitenanzahl: 416 Seiten
    Aufmachung: Hardcover mit Schutzumschlag
    Verlag: Luchterhand Literaturverlag
    erschienen: 27.08.2025
    Genre: Roman
    [vielen Dank an das bloggerportal für das Rezensionsexemplar | bei dieser Rezension handelt es sich um unbezahlte Werbung]

  • Rezension | Nothomb, Amélie: Psychopompos

    Rezension | Nothomb, Amélie: Psychopompos

    mit Klick aufs Cover direkt zur Buchseite

    Wer Amélie Nothomb noch nicht gekannt hat, wird ab sofort alle neuen Bücher dieser Autorin lesen wollen, und auch die „alten“. Zugegeben, mein letzter Titel von Nothomb war 2018 „Happy End“, das ich auch auf Buchwelt rezensiert habe (hier ist der Link).

    In Psychopompos begegnen uns, wie schon am Cover ersichtlich, Vögel in aller Art. Die Autorin beschreibt im Werk ihre eigene Geschichte und nicht nur einmal habe ich auch schlucken müssen. Die Worte sind sehr schön gewählt, der Erzählstil märchenhaft und die Zeilen fliegen nur so dahin. Als Diplomatentochter wird die Protagonistin mit verschiedensten Kulturen bekannt gemacht, sei es in Bhutan, Japan, China, Bangladesch. Der Psychopomp, ein Wesen, welches im Buch näher erklärt wird, steht zwischen Leben und Tod. Die Autorin und in diesem Fall die Protagonistin schreibt sich gesund beziehungsweise frei. Wie eine Vogelfeder wirkt hier auch die Schreibfeder.

    Ganz genau kann ich das Buch und die Wirkung auf mich nicht in Worten ausdrücken, aber was ich sagen möchte: Lest das Buch! Es ist eine tragisch-komische Erzählung, die mich bestimmt noch länger begleiten wird. Die Anzahl der Seiten ist mit 128 relativ gering für einen Roman, doch die Wucht und die Tiefe der Erzählung lassen das Werk viel umfangreicher erscheinen.

    Buchinfos

    Autorin: Amélie Nothomb
    Titel: Psychopompos
    Übersetzerin: Brigitte Große
    Verlag: Diogenes
    ISBN: 978-3-257-07329-4
    erschienen: 25.06.2025
    Aufmachung: Hardcover Leinen
    Preis: € 23,00 (D)
    Seitenanzahl: 128 Seiten
    Genre: Roman
    [unbezahlte Werbung | vielen Dank an den Diogenes Verlag für das e-Rezensionsexemplar]

  • Rezension | Knausgård, Karl Ove: Im Winter

    Rezension | Knausgård, Karl Ove: Im Winter

    ©Luchterhand | mit Klick aufs Cover direkt zur Buchseite

    Okay, ich hab das Buch vor dem Herbst ausgelesen, dann gewartet, weil ich es ja – passend zum Titel – im Winter hier auf Buchwelt vorstellen wollte. So vieles kam dazwischen und das Buch lag neben meinem Bett in einer ‚Bücherkiste‘, gemeinsam mit anderen, die darauf warten, rezensiert zu werden. Der Winter ist wieder mal vorbei, aber auf den nächsten kann und will ich nicht warten, sondern präsentiere jetzt Karl Ove Knausgårds Roman „Im Winter“.

    Natürlich fragt man sich zurecht, ob es ein ‚Im Frühling‘ oder ‚Im Sommer‘ auch gibt. Wer diesem Blog folgt und ein Fan des norwegischen Autors ist, der oder die wird sicher festgestellt haben, dass es ein ‚Im Herbst‘ gibt (–> hier geht’s zur Rezension). Und ja, es gibt auch den Frühling und den Sommer. Nur die habe ich (noch) nicht gelesen. Die drei Monate, die das Buch umfasst, beginnen alle mit einem ‚Brief an eine ungeborene Tochter‘. So wird am 2. Dezember, am 1. Jänner und am 29. Jänner das jeweilige Monat eingeläutet. Wunderbare Bilder von Lars Lerin untermalen die einzelnen Seiten des Buches sowie den Umschlag. Es ist ein Gesamtkunstwerk, welches man immer wieder mal zur Hand nehmen kann. Knausgård beschreibt einzelne Beobachtungen so detailgetreu, lässt dann aber auch wieder Platz für eigene Interpretationen oder das Weiterträumen, Nachdenken.

    Überschriften wie „Schneewehen“, „Kanaldeckel“, „Das Ich“ oder „Weihnachtsgeschenke“ laden die Leser•innen ein, darin zu schmökern, einzutauchen und – das passiert hier des Öfteren – über das Leben und den Tod nachzudenken.

    Ein lebensbejahendes, nachdenkliches, voller Liebe gestaltetes und vor allem geschriebenes Buch. Ich bin froh, dass ich es nach längerer Zeit dann doch zur Hand genommen habe und darüber berichten darf.

    Buchinfos
    Autor: Karl Ove Knausgård
    Titel: Im Winter
    OT: Om Vinteren
    Verlag: Luchterhand
    erschienen: November 2017
    ISBN: 978-3-630-87515-6
    Seitenanzahl: 320 Seiten
    Genre: Roman
    Preis: € 22,70
    [vielen dank an den verlag für dieses rezensionsexemplar | werbung, da rezension und verlinkung]
    
    
  • Rezension | McEwan, Ian: Maschinen wie ich

    Rezension | McEwan, Ian: Maschinen wie ich

    ©Diogenes | mit Klick aufs Cover direkt zur Buchseite

    Wisst ihr, wie lange ich dieses Buch schon ausgelesen im Bücherschrank stehen habe? Ewig! Ich bin mangels Zeit am Computer beziehungsweise eher mangels Blogzeit überhaupt nicht dazu gekommen, dieses Werk von Ian McEwan zu rezensieren, obwohl es mir ausgesprochen gut gefallen hat.

    Aufmerksam geworden bin ich auf „Maschinen wie ich“, als ich eine Freundin in ihrer Buchhandlung besucht habe und die Verlagsvertreterin für Diogenes mit ihr den neuen Katalog durchgegangen ist. Sie sprach von dem Werk nur in den höchsten Tönen und dann war es klar, dass ich es auch unbedingt lesen und rezensieren musste, vor allem, da ich zuvor schon zwei Werke von Ian McEwan hier auf meinem Blog vorgestellt habe (Der Tagträumer und The Children Act).

    Der Klappentext zum Buch verrät folgendes:

    Charlie ist ein sympathischer Lebenskünstler Anfang dreißig. Miranda eine clevere Studentin, die mit einem dunklen Geheimnis leben muss. Sie verlieben sich, gerade als Charlie seinen >Adam< geliefert bekommt, einen der ersten lebensechten Androiden. In ihrer Liebesgeschichte gibt es also von Anfang an einen Dritten: Adam.
    Kann eine Maschine denken, leiden, lieben? Adams Gefühle und seine moralischen Prinzipien bringen Charlie und Miranda in ungeahnte – und verhängnisvolle – Situationen.

    Was ich persönlich nun zum Buch erzähle, erfährst du, wenn du weiterliest 😉

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  • Rezension | Slimani, Leïla: All das zu verlieren

    Rezension | Slimani, Leïla: All das zu verlieren

    mit Klick aufs Cover direkt zur Buchseite

    Dieses Cover werde ich mir merken, denn es zählt bis jetzt zu meinen Favoriten des Jahres 2019. Aber vor allem auch der Text von Leïla Slimani verdient es, in Jahresrückblicken ganz oben genannt zu werden.
    Adèle, eine junge, unabhängige Journalistin, lebt mit Mann und Kleinkind in einem coolen Viertel in Paris, nicht unweit von Montmartre.

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