{"id":2349,"date":"2016-02-08T09:00:57","date_gmt":"2016-02-08T07:00:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.buchwelt.co.at\/?p=2349"},"modified":"2016-02-08T09:00:57","modified_gmt":"2016-02-08T07:00:57","slug":"rezension-scharner-helmut-mostviertler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/einfachsteinbach.at\/buchwelt\/2016\/02\/08\/rezension-scharner-helmut-mostviertler\/","title":{"rendered":"Rezension | Scharner, Helmut: Mostviertler"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2350\" src=\"https:\/\/einfachsteinbach.at\/buchwelt\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/1dc2a-mostviertler.jpg\" alt=\"mostviertler\" width=\"269\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/einfachsteinbach.at\/buchwelt\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/1dc2a-mostviertler.jpg 269w, https:\/\/einfachsteinbach.at\/buchwelt\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/1dc2a-mostviertler-179x300.jpg 179w\" sizes=\"auto, (max-width: 269px) 100vw, 269px\" \/>Ich durfte wieder mal einen Krimi aus dem <a href=\"http:\/\/www.gmeiner-verlag.de\/\" target=\"_blank\">Gmeiner Verlag<\/a> lesen, der auf <a href=\"http:\/\/www.lovelybooks.de\" target=\"_blank\">LovelyBooks<\/a> als Leserundenexemplar an 20 TeilnehmerInnen verlost wurde. Diesmal war ich \u00fcberhaupt sehr neugierig auf das Buch, da es sich erstens um einen Krimi handelt (und ich mache auch bei einer Krimi vs. Thriller-Challenge mit) und zweitens in Waidhofen\/Ybbs beziehungsweise in der Umgebung davon spielt. Ich selbst war auch einige Male in dieser nieder\u00f6sterreichischen Stadt und bin im Mostviertel jahrelang in die Schule gegangen. Der Titel dreht sich aber auch um das Thema des Buches und so ist &#8218;Mostviertler&#8216; sicher auch eine kleine Anspielung auf die &#8218;Waldviertler&#8216;-Schuhe, denn Scharners Krimi spielt im Wirtschaftsmilieu, genauer gesagt in der Sportschuhproduktion.\u00a0<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der Klappentext verr\u00e4t leider schon etwas zu viel, n\u00e4mlich, dass der Unternehmersohn Jakob Schuster eines Morgens erstochen aufgefunden wird. Tats\u00e4chlich erfahren wir das als LeserIn erst nach der Buchmitte, im Hinterkopf ist es allerdings schon von Beginn an verankert. Schlimm ist es nicht, vor allem deshalb nicht, weil vorher kein Mord vorkommt und man vielleicht sonst ewig warten w\u00fcrde, bis endlich was krimihaftes passiert. Neben dem aktuellen Handlungsstrang, der \u00fcberwiegend 2013 spielt, gibt es auch noch einen zweiten Hauptnebenstrang (in kursiv gehalten), der sich mit der Vorgeschichte von Jakobs Freund und Firmenkollegen Hans Mayer besch\u00e4ftigt. Erst gegen Ende des Buches finden die zwei Erz\u00e4hlebenen zueinander und bringt endg\u00fcltig Licht ins Dunkle.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Figuren, angefangen von Jakob Schuster \u00fcber Juliana Haidinger und den chinesischen Schuhfabrikanten Chan, sind allesamt gut charakterisiert und dargestellt. Ein einziges Mal war ich aber angewidert vom Buch, als n\u00e4mlich eine ziemlich brutale Sexszene dargestellt wurde, die meines Erachtens nicht zum weiteren Geschehen der Geschichte beitr\u00e4gt und in ihrer Detailreiche stark abgek\u00fcrzt werden k\u00f6nnte. Aber gut, der Autor und auch die Lektoren werden sich dabei schon was gedacht haben &#8211; meinen Geschmack hat es leider nicht getroffen, weswegen ich nicht die volle Punkteanzahl geben kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der Kommissar Brandner, der gemeinsam mit dem ortsans\u00e4ssigen Polizisten Sepp Reitbauer in der Mordsache Schuster ermittelt, kommt nur zuf\u00e4llig zum Zug, denn eigentlich hat er Urlaub. Umso nerviger ist es f\u00fcr ihn, dass er am Tatort eine ziemlich gro\u00dfe Menge an Verd\u00e4chtigen vorfindet und auch die Nacht wegen unpassierbarer Forststra\u00dfen noch auf der Schusteralm verbringen muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Vom Erz\u00e4hlstil her finde ich das Buch gelungen, denn obwohl die erste H\u00e4lfte eher wirtschaftlich aufgebaut ist, fliegen die Seiten nur so dahin und eine Spannung entwickelt sich. Ab dem Mord kann man mit Brandner gemeinsam ermitteln, was ich an einem Krimi sehr ansprechend finde und zu sch\u00e4tzen wei\u00df, wenn ein Autor die LeserInnen miteinbezieht. Die wenigen Dialektpassagen, die im Buch vorkommen, sind gekonnt ins Standarddeutsche \u00fcbersetzt und durch die Aussage, dass die Kinder ja jetzt ins Gymnasium k\u00e4men, m\u00fcsse man schon &#8218;Hochdeutsch&#8216; sprechen, wird die Mundart sowieso ausgeschlossen. Also ist dieser Regionalkrimi sowohl f\u00fcr die \u00f6sterreichische, als auch deutsche und schweizerische Buchwelt geeignet.<\/p>\n<pre style=\"text-align: justify\">Buchinfos<\/pre>\n<pre style=\"text-align: justify\">Autor: <a href=\"http:\/\/www.helmutscharner.com\/\" target=\"_blank\">Helmut Scharner<\/a>\nTitel: Mostviertler\nVerlag: <a href=\"http:\/\/www.gmeiner-verlag.de\/\" target=\"_blank\">Gmeiner Verlag<\/a>\nerschienen: 03.02.2016\nSeitenanzahl: 406 Seiten\nISBN: 978-3-8392-1850-1\nGenre: Kriminalroman | Regionalkrimi\ndirekt zur Buchseite: <a href=\"http:\/\/www.gmeiner-verlag.de\/programm\/titel\/1319-mostviertler.html\" target=\"_blank\">bitte hier klicken<\/a><\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich durfte wieder mal einen Krimi aus dem Gmeiner Verlag lesen, der auf LovelyBooks als Leserundenexemplar an 20 TeilnehmerInnen verlost wurde. 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