{"id":2706,"date":"2016-08-05T21:31:04","date_gmt":"2016-08-05T19:31:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.buchwelt.co.at\/?p=2706"},"modified":"2016-08-05T21:31:04","modified_gmt":"2016-08-05T19:31:04","slug":"rezension-irving-john-strasse-der-wunder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/einfachsteinbach.at\/buchwelt\/2016\/08\/05\/rezension-irving-john-strasse-der-wunder\/","title":{"rendered":"Rezension | Irving, John: Stra\u00dfe der Wunder"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2708\" src=\"https:\/\/einfachsteinbach.at\/buchwelt\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/016c6-strasse-der-wunder.jpg\" alt=\"strasse-der-wunder\" width=\"316\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/einfachsteinbach.at\/buchwelt\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/016c6-strasse-der-wunder.jpg 316w, https:\/\/einfachsteinbach.at\/buchwelt\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/016c6-strasse-der-wunder-190x300.jpg 190w\" sizes=\"auto, (max-width: 316px) 100vw, 316px\" \/>Wer h\u00e4tte das gedacht, dass ich in so kurzer Zeit einen Roman mit knapp 800 Seiten verschlinge, obwohl zu Hause zwei kleine Buben ihr Unwesen treiben. W\u00e4re wahrscheinlich nicht so einfach gewesen, hie\u00dfe der Autor nicht John Irving. Ich muss zugeben, dass ich von Mal zu Mal ein gr\u00f6\u00dferer Fan dieses Schriftstellers werde und bin froh, dass ich schon mehrere Werke gelesen habe, denn sonst h\u00e4tte\u00a0ich die Querverweise zu &#8218;Gottes Werk und Teufels Beitrag&#8216;, &#8218;Bis ich dich finde&#8216; oder &#8218;In einer Person&#8216; (<a href=\"http:\/\/www.buchwelt.co.at\/2014\/01\/27\/rezension-irving-john-in-einer-person\/\" target=\"_blank\">hier geht&#8217;s zur Rezension<\/a>) nicht erkannt und bemerkt. F\u00fcr einige mag es eine Wiederholung von schon mehrmals dagewesenen Topoi sein, f\u00fcr andere ein wunderbarer Perspektivenwechsel, der das Spektrum von Irvings R\u00e4umen und Zeiten anders beleuchtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die M\u00fcllkippenkinder Juan Diego und Lupe bekommen durch Bruder Pepe und Edward Bonshaw eine Chance in einem Zirkus. Weg von der M\u00fcllhalde, weg von <em>el jefe<\/em>, wie die Kinder ihren Leihpapa nennen. Die Mutter der beiden, Esperanza, stirbt, als sie die Gottesmutter mit tiefem Dekollet\u00e9 putzt, an Todesangst. Und Edward und die transsexuelle Prostituierte Flor werden Ersatzeltern f\u00fcr den zwischenzeitlich\u00a0geschwisterlosen Juan Diego. Erz\u00e4hlt wird in R\u00fcckblenden, die aus Tr\u00e4umen des fast 60-j\u00e4hrigen Schriftstellers und Autodidakten Juan Diego konstruiert werden, w\u00e4hrend er auf einer Reise Dorothy und Miriam kennen lernt, die ihn bei seiner Viagra-Betablocker-Einnahme ganz sch\u00f6n durcheinander bringen. Auch wenn im Buch selbst \u00f6fter wiederholt wird: Das st\u00f6rt nicht, denn jedesmal wird ein wenig anders erz\u00e4hlt, Details kommen hinzu und Hintergr\u00fcnde werden aufgekl\u00e4rt. Die Perspektiven sind es, die das Buch so besonders machen, auch wenn das Ende vorhersehbar ist. Ein gelungener Roman, der auf keiner Seite langweilig wird, obwohl so viele davon vorhanden sind.<\/p>\n<pre style=\"text-align: justify\">Buchinfos\n\nAutor: John Irving\nTitel: Stra\u00dfe der Wunder\nVerlag: <a href=\"http:\/\/www.diogenes.ch\/\" target=\"_blank\">Diogenes<\/a>\nerschienen: 01.04.2016\nISBN: 978-3-257-06966-2\nSeitenanzahl: 784\u00a0\nGenre: Roman\ndirekt zur Buchseite: <a href=\"http:\/\/www.diogenes.ch\/leser\/titel\/john-irving\/strasse-der-wunder-9783257069662.html\" target=\"_blank\">bitte hier klicken<\/a><\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer h\u00e4tte das gedacht, dass ich in so kurzer Zeit einen Roman mit knapp 800 Seiten verschlinge, obwohl zu Hause zwei kleine Buben ihr Unwesen treiben. W\u00e4re wahrscheinlich nicht so einfach gewesen, hie\u00dfe der Autor nicht John Irving. 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