{"id":3508,"date":"2018-05-18T21:15:07","date_gmt":"2018-05-18T19:15:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.buchwelt.co.at\/?p=3508"},"modified":"2018-05-18T21:15:07","modified_gmt":"2018-05-18T19:15:07","slug":"rezension-thiel-georg-jud","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/einfachsteinbach.at\/buchwelt\/2018\/05\/18\/rezension-thiel-georg-jud\/","title":{"rendered":"Rezension | Thiel, Georg: Jud"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_3510\" aria-describedby=\"caption-attachment-3510\" style=\"width: 211px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.braumueller.at\/shop\/catalog\/product_info.php?products_id=2455&amp;osCsid=q6ksjp5v7gftlo3i7k0ik1nf26&amp;navsection=1&amp;navsection=3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3510 size-medium\" src=\"https:\/\/einfachsteinbach.at\/buchwelt\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/4215f-9783992001996.jpg?w=211&#038;h=300\" alt=\"\" width=\"211\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/einfachsteinbach.at\/buchwelt\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/4215f-9783992001996.jpg 455w, https:\/\/einfachsteinbach.at\/buchwelt\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/4215f-9783992001996-211x300.jpg 211w\" sizes=\"auto, (max-width: 211px) 100vw, 211px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3510\" class=\"wp-caption-text\">mit Klick aufs Cover direkt zur Buchseite<\/figcaption><\/figure>\n<p>Beim Titel des von Georg Thiel geschriebenen Werkes kommt man gar nicht um den 2. Weltkrieg herum. &#8222;Jud&#8220; behandelt aber nicht vordergr\u00fcndig die Zeit von 1938\/39 &#8211; 1945, sondern befasst sich vielmehr mit der Zeit danach, ganz konkret mit der Aufarbeitung eines sehr pers\u00f6nlichen Moments in Titus Strings&#8216; Leben. Der Fotograf, der seinerseits eher nicht so erfolgreich ist, darf im Jahr 1958 von Manchester aus \u00fcber einen beruflichen Umweg nach Wien reisen, um dort seine Vergangenheit aufzuarbeiten.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Titus Strings, der Protagonist und gleichzeitig (phasenweise) Namenspatron des Romans, haust in einer kleinen Wohnung mit seiner Freundin, die sich von ihm trennen m\u00f6chte. Er ist ein eher wenig erfolgreicher Fotograf und sieht einen Lichtblick aus der alkohollastigen Misere, als er gemeinsam mit einem Redakteur Fotos von der Br\u00fcsseler Weltausstellung machen darf. Rupert, der Feuilletonist, ist allerdings mehr als geschw\u00e4tzig, schafft es dann aber doch, seine Aufmerksamkeit auf Titus zu lenken, den seine Vergangenheit so sehr qu\u00e4lt, dass er im \u00f6sterreichischen Pavillon in Br\u00fcssel zusammenbricht. Sofort wird Titus in den Zug nach Wien gesetzt, um dort nach etwas Brauchbarem zu suchen. Titus findet tats\u00e4chlich ein Foto eines jungen Mannes, der von einem Nazi-Schergen gezwungen wird, &#8222;Jud&#8220; auf die Hausmauer zu schreiben. Es handelt sich dabei um ihn selbst und nun will er den T\u00e4ter suchen &#8211; und findet ihn dann schlussendlich auch.<\/p>\n<p>&#8222;Jud&#8220; ist ein hervorragend recherchiertes, von britischem Humor und \u00f6sterreichischem Charme strotzendem Werk, das sogar mich, da ich eher weniger (Nach)Kriegsliteratur lese, total in seinen Bann gezogen hat. Es ist w\u00e4rmstens zu empfehlen!<\/p>\n<pre>Buchinfos\n\nAutor: Georg Thiel\nTitel: Jud\nVerlag: <a href=\"http:\/\/www.braumueller.at\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Braum\u00fcller<\/a>\nerschienen: 2018\nISBN: 978-3-99200-199-6\nSeitenanzahl: 224 Seiten\nGenre: Roman | Literatur\n\nVielen Dank an den Verlag f\u00fcr die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!\n\n<\/pre>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim Titel des von Georg Thiel geschriebenen Werkes kommt man gar nicht um den 2. Weltkrieg herum. &#8222;Jud&#8220; behandelt aber nicht vordergr\u00fcndig die Zeit von 1938\/39 &#8211; 1945, sondern befasst sich vielmehr mit der Zeit danach, ganz konkret mit der Aufarbeitung eines sehr pers\u00f6nlichen Moments in Titus Strings&#8216; Leben. 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