{"id":561,"date":"2013-08-03T01:45:10","date_gmt":"2013-08-02T23:45:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.buchwelt.co.at\/?p=561"},"modified":"2013-08-03T01:45:10","modified_gmt":"2013-08-02T23:45:10","slug":"rezension-marschner-rosemarie-das-buecherzimmer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/einfachsteinbach.at\/buchwelt\/2013\/08\/03\/rezension-marschner-rosemarie-das-buecherzimmer\/","title":{"rendered":"Rezension | Marschner, Rosemarie: Das B\u00fccherzimmer"},"content":{"rendered":"<figure style=\"width: 265px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" id=\"irc_mi\" style=\"margin-top: 22px\" alt=\"\" src=\"http:\/\/cover.allsize.lovelybooks.de.s3.amazonaws.com\/das_buecherzimmer-9783423195287_xxl.jpg\" width=\"265\" height=\"402\" \/><figcaption class=\"wp-caption-text\">Buchcover, Quelle: lovelybooks.de<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify\">Heute kann ich endlich wieder einen Roman f\u00fcr Erwachsene rezensieren, bevor sich der Blog n\u00e4chste Woche wieder der Kinder- und Jugendliteratur widmet &#8211; zumindest zum Gro\u00dfteil. Wie schon in der \u00dcberschrift und am Bild erkennbar, handelt es sich um das 416 Seiten starke Werk mit dem Titel <em>Das B\u00fccherzimmer<\/em> von der \u00f6sterreichischen Schriftstellerin Rosemarie Marschner. Erschienen in der Jubil\u00e4umsausgabe des Deutschen Taschenbuch Verlages 2011, gibt es den Inhalt des Originals aus dem Jahr 2004 wieder. Dar\u00fcber hinaus scheint es einen zum Thema passenden Roman von ihr mit dem Titel <em>Das Jagdhaus<\/em> (ebenfalls bei dtv erschienen) zu geben.<\/p>\n<h1 style=\"text-align: justify\">Aufbau und Inhalt<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify\">Der Inhalt ist in einen Rahmen gebettet, der die \u00dcberschrift &#8222;Die alte Dame&#8220; tr\u00e4gt. Jeweils das erste als auch das letzte Kapitel hei\u00dfen so, dazwischen kommt die eigentliche Erz\u00e4hlung in drei B\u00fcchern zum Vorschein. <!--more-->W\u00e4hrend die Rahmenhandlungen eine Zeit widerspiegeln, in der die Protagonistin Marie Zweisam nicht mehr lebt, erf\u00e4hrt der Leser \/ die Leserin auf den Seiten dazwischen alles \u00fcber die Lebens- und Liebesgeschichte von Marie &#8211; angefangen von ihrem 14. Lebensjahr bis hin zu ihrem 20., mit politischen Einblicken aus dem entstehenden zweiten Weltkrieg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Marie Zweisam ist die uneheliche Tochter von Mira Zweisam, die in Wels ein kleines H\u00e4uschen bewohnt. Um ihrer Tochter ein besseres Leben erfahren zu lassen, schickt sie diese in die n\u00e4chst gr\u00f6\u00dfere Stadt (in diesem Fall war es Linz) als Dienstm\u00e4dchen bei einer Notarsfamilie. Dort kommt die junge Marie in den Genuss, ab und zu ins B\u00fccherzimmer des Seniors gehen zu k\u00f6nnen, um ihm dort aus der Zeitung vorzulesen. Sie l\u00f6st sich auch eine Bibliothekskarte und borgt sich ab und zu B\u00fccher aus. Die Zeit dort ist f\u00fcr sie aber \u00fcberwiegend nur schwer ertr\u00e4glich und sie lernt Richard Ohnesorg kennen, in den sie sich verliebt, aber mangels Selbstvertrauen nichts in die Richtung unternimmt. Daf\u00fcr wird sie von Franz Janus, einem B\u00e4ckerssohn, verehrt und in den Himmel gehoben. Als ihre Mutter schwer krank wird, kehrt Marie in ihr Heimatdorf zur\u00fcck, um sich um sie zu k\u00fcmmern. Die Mutter stirbt und f\u00fcr Marie beginnt ein komplett neues Leben&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Es tut sich nat\u00fcrlich noch einiges in der Geschichte, doch verraten m\u00f6chte ich das an dieser Stelle nicht, denn es wird teilweise richtig spannend.<\/p>\n<h1 style=\"text-align: justify\">Eigene Meinung und Fazit<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify\">Das B\u00fccherzimmer kann ich Menschen empfehlen, die sich mit dem Thema &#8222;gro\u00dfe (unerf\u00fcllte) Liebe&#8220; auseinandersetzen wollen, denen Kriegsgeschichten aus den 30-er bis 40-er Jahren nicht zu sehr zusetzen und die sich innerlich nicht bis zum \u00c4u\u00dfersten \u00fcber die Engstirnigkeit und Unterdr\u00fcckung der damaligen Zeit \u00e4rgern &#8211; so wie ich&#8230; Liest man dann S\u00e4tze wie: <em>&#8222;die ganze Ortschaft hat zu 100 % f\u00fcr den Anschluss gestimmt&#8220;<\/em> und wei\u00df man, dass es sehr wohl Leute gegeben hat, die das klitzekleine &#8222;Nein&#8220; angekreuzt haben, kann einem die Galle hoch kommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Autorin hat die Thematik aber sehr gut ausgelotet und nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig \u00fcber die politische Situation erz\u00e4hlt. Daf\u00fcr beschreibt sie das Leben Maries umso deutlicher und einf\u00fchlsamer. Einmal kamen mir auch schon mal die Tr\u00e4nen, weil die Geschichte so herzergreifend war, ein paar Seiten musste ich \u00fcberspringen, weil mir die detailhafte Beschreibung zu umst\u00e4ndlich war, doch im Gro\u00dfen und Ganzen fand ich dieses Buch wirklich toll!<\/p>\n<p>Das Jagdhaus, in dem es laut Inhaltsangabe um den leiblichen Vater Maries beziehungsweise dessen Familie geht, werde ich mir vielleicht auch noch zulegen und es auf meine Wunschliste f\u00fcr B\u00fccher setzen.<\/p>\n<p><a class=\"slider\" href=\"#aufklappen\">Buchdetails<\/a><\/p>\n<p id=\"aufklappen\"><span style=\"color: #ad1fb6\">Autorin<\/span>: Rosemarie Marschner<br \/>\n<span style=\"color: #ad1fb6\">Buchtitel<\/span>: Das B\u00fccherzimmer<br \/>\n<span style=\"color: #ad1fb6\">Verlag:<\/span> <a href=\"http:\/\/www.dtv.de\/\" target=\"_blank\">Deutscher Taschenbuch Verlag<\/a><br \/>\n<span style=\"color: #ad1fb6\"> Erscheinungsjahr:<\/span> 2011, M\u00fcnchen (Original: 2004)<br \/>\n<span style=\"color: #ad1fb6\">Seitenanzahl:<\/span> 416<br \/>\n<span style=\"color: #ad1fb6\">ISBN:<\/span> 978-3-423-19528-7<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute kann ich endlich wieder einen Roman f\u00fcr Erwachsene rezensieren, bevor sich der Blog n\u00e4chste Woche wieder der Kinder- und Jugendliteratur widmet &#8211; zumindest zum Gro\u00dfteil. 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