Autor: eladani20

  • Rezension | Canal, Anne von: Der Grund

    Rezension | Canal, Anne von: Der Grund

    der grundVom ersten Moment an, als ich dieses Cover gesehen habe, wusste ich, dass ich das Werk von Anne von Canal lesen muss. Das liegt einerseits an den wunderbaren Farben und der Titelkomposition, andererseits am Flügel mit dem typischen Klavierschemel, denn ich habe auch als Jugendliche gespielt.

    Dass es dann tatsächlich um einen angehenden Klaviervirtuosen geht, überraschte mich nicht. Dafür die Aufmachung des Romans, der auf zwei Ebenen seinen Fortlauf findet. Einerseits gibt es Logbucheinträge eines Kreuzfahrtsklavierspielers, andererseits die Familiengeschichte oder besser gesagt -tragödie von Laurits. Die Erzählperspektive im letztgenannten Teil (Schiff und Geschichte wechseln immer wieder ab) finde ich grandios. Ein außenstehender Erzähler berichtet von der Geschichte rund um die Familie, aber mit einem besonderen Fokus auf Laurits, sodass man sich an manchen Stellen nicht sicher ist, ob nicht auch diese Dinge von Laurits so erlebt wurden. Mit diesen Dingen meine ich seine Kinderheit, die Jugend, seine Ehe mit Silja, deren gemeinsames Kind Liis und die nie ganz erloschene Flamme, professioneller Klavierspieler zu werden.

    Generell finde ich die Sprache und den Fortgang der Geschichte sehr schön und stimmig, an vielen Stellen traurig und deprimierend, an manchen aufreibend und erschütternd. Ein wunderbares Debüt also. Was will man mehr?

    Vielen Dank an dieser Stelle an die mare-Verlagsvertretung in Wien, Buchkontor, für die Zurverfügungstellung dieses Rezensionsexemplars!

    Buchdetails
    Autorin: Anne von Canal
    Buchtitel: Der Grund
    Verlag: mare Verlag
    erschienen: 2014
    Seitenanzahl: 272
    ISBN: 978-3-86648-196-1
    zu kaufen zum Beispiel hier: Buchkontor

  • [02.15] Das fängt ja schon gut an

    Das Thema ‚Neujahrsvorsätze‘ ist eines der vielen Ideen, die meistens nicht umsetzbar sind. Immerhin schaffe ich es hiermit grade noch, eine wöchentliche ‚Glosse‘ zu schreiben, oder was immer das auch ist.

    Compassion

    Überschattet wurde diese Woche mit den Anschlägen auf das französische Satiremagazin ‚Charlie Hebdo‘ und die darauf folgenden Geiselnahmen und Tötungen. Dass dieser Anschlag auch einer gegen die Meinungsfreiheit ist, bleibt außer Frage. Ich möchte an dieser Stelle auch gar nicht mehr darüber schreiben, denn es wurde schon so vieles gesagt. Wer nachlesen möchte, kann das hier (Link zu Wikipedia) tun – es sind einige Zeitungsartikel dazu aufgelistet.

    Aber nun zu meiner wöchentlichen Statistik:

    Gelesene Bücher: 1 – Anne von Canal: Der Grund
    Rezensierte Bücher: 0
    Neu hinzugekommene Bücher: 0
    SuB: unzählbar (vielleicht schaff ich es bis nächste Woche, eine Zahl anzugeben!)

  • Rezension | Grünberg, Arnon: Blauer Montag

    Rezension | Grünberg, Arnon: Blauer Montag

    blauer montagWo soll ich am besten beginnen, dieses Buch vorzustellen? Vielleicht ganz am Anfang. Bereits 1994, also 10 Jahre vor der neuerlichen Auflage bei Diogenes, erschien ‚Blauer Montag‘ mit dem niederländischen Titel ‚Blauwe maandagen‘, die deutsche Erstausgabe gab’s dann 1997. Die Kritiken in den diversen Foren und Online-Buchshops klaffen weit auseinander. Von supertoll über mittelmäßig bis hin zu schlecht findet man alle möglichen und teilweise sogar gut begründete Meinungen, sodass man sich echt nicht sicher sein kann, ob das Debüt von Arnon Grünberg tatsächlich gelesen werden soll. Ich hab’s gelesen und fand es streckenweise zu derb, dafür an anderen Stellen extrem witzig, da Grünberg einen echt trockenen, ironischen, manchmal sarkastischen Humor in seinen Roman einbaut.  Etwas verwirrt hat mich die Tatsache, dass er über sich selbst schreibt – ich weiß bis jetzt nicht, wie viele Dinge davon wahr sind, aber eigentlich interessiert es mich auch nicht so sehr, denn es ist ein Roman und der Protagonist heißt nun mal so wie der Autor. Alles gut.

    Der Inhalt

    Gegliedert in fünf Kapitel, teilweise mit Unterkapiteln versehen, erstreckt sich das Werk über 368 Seiten und liest sich extrem schnell, da witzig und flüssig geschrieben. Eine echt lange Strecke handelt von Rosie, der ersten großen Liebe des Protagonisten. Ebenso viel, wenn nicht mehr, wird von den Mädchen berichtet, die Arnon (also die Figur) besucht hat, um seinem langweiligen Leben einen Sinn zu verpassen beziehungsweise mal nicht in einer Kneipe zu sitzen, um dort zu trinken.

    Ein weiterer Erzählstrang handelt von Grünbergs Eltern. Sein Vater starb früh und seine Mutter macht sich ständig sorgen um den missratenen Sohn, der sogar von der Schule fliegt, weil er nur Unfug im Kopf hat. Dabei wird viel auf die jüdischen Feiertage eingegangen, die für Arnon aber nicht so wichtig sind.

    Und am Ende möchte der eigentliche Verleger und Ex-Adressen-Büro-Mitarbeiter dann selbst unter die Call Boys gehen, damit er endlich mal zu Geld kommt. Ob er das tatsächlich macht, steht in den Sternen, denn das Buch endet, bevor er einen Auftrag bekommt.

    Alles in allem ein empfehlenswertes Buch, wenn auch Abschnitte dabei waren, die mich nicht vollends gebannt haben.

    Buchdetails
    Autor: Arnon Grünberg
    Titel: Blauer Montag
    Verlag: Diogenes
    erschienen: April 2014
    Seitenanzahl: 368
    ISBN: 978-3-257-23128-1
    bestellbar zum Beispiel hier: Buchkontor
  • [01.15] Statistik und so weiter

    Und, wie viele von euch haben in den letzten vier Tagen ihre Neujahrsvorsätze schon wieder gebrochen? Als ich am 1.1. gemeinsam mit meiner Familie unsere Gasse entlangspazierte, kam ich bei einem Zigarettenautomaten vorbei. Es war ca. 17.00 Uhr und zwei Damen, die nervös hinter einem sich Zigaretten runterdrückenden Mann Münzen zusammensuchten, konnte man ansehen, dass sie jetzt dringend etwas zum Rauchen brauchten. Leider habe ich sie nicht gefragt, ob sie vielleicht am 31.12. um 23:59 Uhr noch fest der Meinung waren: „Dies war meine letzte Zigarette“, wenn dem so war, dann tut es mir für die beiden leid. Ich kenne diese Situation nur zu gut, doch vor 4 Jahren (also noch nicht ganz, am 28.1.2015 ist’s so weit) beendete ich meine Raucherinnenkarriere, und zwar mit einem Buch. Okay, kein Roman, aber dafür ein ziemlich nerviges Werk von Allan Carr mit dem Titel ‚Endlich Nichtraucher‚ – gibt’s ja nun in allen möglichen Auflagen und für verschiedenste Bedürfnisse. Mir hat’s beim ersten Mal auch noch nicht geholfen, aber dafür beim zweiten Mal lesen und mich grün und blau ärgern, dass da schon wieder der selbe Satz steht, der vor zwanzig Seiten das fünfte Mal vorkam. Pah, aber ich hab’s geschafft. Ich hab’s zu Ende gelesen. Ich hab zu Rauchen aufgehört!

    Und nun geht’s zur ersten Statistik 2015:

    Gelesene Bücher: 1
    • Arnon Grünberg: Blauer Montag
    Rezensierte Bücher: 1
    Begonnene Bücher: 3
    Neu angeschaffte Bücher: 0

  • Good Bye 2014

    Good Bye 2014

    silvester
    photocredit © Maria Klingler

    2014 war ein gutes (Buch)Jahr! Aber ein schleißiges Blog-Jahr. Meine Vorsätze, eine Woche-für-Woche-Glosse sowie eine monatliche Statistik zu führen, sind den Bach runtergegangen (hier geht’s zum betreffenden Blog aus dem Dezember 2013). Das heißt, ich mache mir dieselben Vorsätze wieder!

    + einen neuen Vorsatz: pro Monat ein Gewinnspiel auf Buchwelt zu veranstalten
    + Ideen für eine Challenge sammeln, damit ich sowas auch mal hosten kann
    + noch mehr lesen
    + noch mehr rezensieren

    In diesem Sinne wünsche ich meinen fleißigen Blog-LeserInnen und denen, die es noch werden wollen

    EINEN GUTEN RUTSCH, VIEL FREUDE UND SPASS IM NEUEN JAHR!

    Eure Dani

     

  • LovelyBooks Themenchallenge 2015

    2015 mache ich auch wieder bei der LovelyBooks Themenchallenge mit. 2014 war für mich ja recht erfolgreich (bitte hier klicken), sodass ich mir für 2015 gleich mal 40 Bücher aufgebrummt habe, und zwar zu folgenden Themen (von LovelyBooks vorgegeben):

    12/40 (mehr …)

  • Blanvalet Challenge 2015

    Ich mache heuer das erste Mal bei der blanvalet-Challenge mit, die vom ‚lesendem Katzenpersonal‘ gehostet wird. Die Regeln findet ihr weiter unten und wenn ihr auf das Challenge-Bild klickt, kommt ihr direkt zum Veranstaltungsblog. Einsteigen kann man noch jederzeit 😉
    blanvalet challenge

     

    Die Regeln:

     

    • Im Zeitraum vom 01.01. – 31.12.2015 sollen mindestens 20 Bücher des blanvalet-Verlags gelesen und rezensiert werden (es muss der Verlag auf dem Buchcover erkennbar sein). Limes und Penhaligon zählen nicht zur Challenge.
    • Wer teilnehmen möchte, hinterlässt bitte einen Kommentar unter diesem Post.
    • Ein späterer Einstieg in die Challenge ist kein Problem, jedoch zählen erst die ab der Anmeldung rezensierten Bücher! Es lohnt sich also, sich vorher anzumelden und es einfach zu probieren.
    • Falls ihr auf eurem Blog über die Challenge berichten wollt, könnt ihr euch das Logo gerne mitnehmen.
    • Alle Teilnehmer führen diese Challenge auf ihrem eigenen Blog durch, die gelesenen und rezensierten Bücher sind hier in das unten stehende Formular einzutragen.
    • Die gelesenen Bücher dieser Challenge können auch gerne mit anderen Challenges kombiniert werden.

    5/20 gelesene Bücher

    1. Erik Valeur: Das siebte Kind
    das siebte kind
    2. Tania Krätschmar: Clara und die Granny-Nannys

    Clara und die Granny-Nannys von Tania Kraetschmar
    3. Agnès Martin-Lugand: Glückliche Menschen küssen auch im Regen
    glückliche menschen küssen auch im regen
    4. Helen Abele: Das Haus hinter dem Maulbeerbaum
    Das Haus hinter dem Maulbeerbaum von Helen Abele
    5. Tammara Webber: Einfach. Für Dich.
    einfach. für dich.
    6. Claire Hajaj: Ismaels Orangen

    Ismaels Orangen von Claire Hajaj
    Ismaels Orangen von Claire Hajaj

    7.
    8.
    9.
    10.
    11.
    12.
    13.
    14.
    15.
    16.
    17.
    18.
    19.
    20.

  • Buchvorstellung danach: Endlich Weihnachten! (Hg. Daniel Kampa)

    Buchvorstellung danach: Endlich Weihnachten! (Hg. Daniel Kampa)

    endlich weihnachtenSo, ein paar Tage nach Weihnachten kann ich nun das Buch ‚Endlich Weihnachten!‘ vorstellen. Und dies aus gutem Grund: Wer nach Weihnachten noch Weihnachtliches liest/sieht/hört, feiert praktisch nachträglich den Advent. Und das komplett stressfrei. Ohne Weihnachtseinkäufe, die einem im Nacken (Geschichte von Axel Hacke) oder Vanillekipferl, die einem im Bauch liegen (Daniel Glattauers ‚Typologie der Vanillekipferl-Esser‘), dafür mit wunderbaren Geschichten der eben genannten und noch vielen mehr, wie Ingrid Noll, Ernest Hemingway, Erich Kästner, Sibylle Berg, Martin Suter, Max Frisch, Truman Capote, um nur einige wenige zu nennen.

    Der Untertitel des Buches – Geschichten über die schrecklich-schönste Zeit des Jahres – spricht eigentlich schon Bände, trotzdem schafft es Diogenes, jährlich eine dieser Anthologien herauszugeben. Man könnte fast in einen Weihnachtssammelwahn verfallen. Wer gerne Literarisches schenkt, kann getrost auf dieses Buch zurückgreifen – kurze, spritzige, schaurige, lustige und vor allem unterhaltende Beiträge findet der/die Beschenkte hier.

    Ich bin schon sehr gespannt, welches Bändchen 2015 erscheinen wird und versüße mir bis dahin meine Zeit mit vielen anderen Büchern, vielleicht auch mit einem Kurzgeschichtenband von Daniel Kampa?

    Näheres zu den Büchern findet man auf der diogenes-Seite (hier klicken, um direkt zur Seite zu gelangen).

    Bisher im Weihnachtsbandformat bei Diogenes erschienen (u.a.):

    • 2013: Schöne Bescherung (Hinterhältige Weihnachtsgeschichten)
    • 2013: Lamettaspuk (Weihnachtliche Gespenstergeschichten)
    • 2012: Früher war Weihnachten viel später (Hinterhältige Weihnachtsgeschichten)
    • 2012: Lamettaleichen (Kriminelle Weihnachtsgeschichten)
    • 2011: Früher war Weihnachten später (Hinterhältige Weihnachtsgeschichten)
    • 2011: Weißer Weihnachtszauber (Nostalgie!)
    • 2010: Weihnachtsschmaus
    • 2009: Nicht schon wieder Weihnachten!
    • 2009: Weihnachten mit Ringelnatz
    • 2008: Früher war mehr Bescherung (hinterhältige WG)
    • 2008: Weihnachtsdetektive (u.a. mit Sherlock Holmes)
    • 2007: O du Schreckliche (kriminelle Weihnachtsgeschichten)
    • 2007: Früher war noch viel mehr Lametta (hinterhältige WG)
    • 2006: Früher war noch mehr Lametta
    • 2005: Früher war mehr Lametta
    • 2005: Alle Jahre wieder (romantische Weihnachtsgeschichten)
  • Rezension | Zillgens, Gerlis: Yolo, der wild gewordene Pudding und Jo Zwometerzwo

    Rezension | Zillgens, Gerlis: Yolo, der wild gewordene Pudding und Jo Zwometerzwo

    yolo teil 1
    Buchcover ©loewe Verlag

    Es passiert nicht sehr oft, dass ich ein Buch in einem Rutsch durchlese, da ich mangels längeren Zeitfenstern gar nicht dazu komme. Doch hier machte ich eine Ausnahme, denn das von Gerlis Zillgens geschriebene Jugendbuch ist grenzgenial.

    Es geht um ein Mädl, Yolo, die eigentlich Yoko heißt und schon viel früher ihren Namen in Yolo umänderte, noch lange bevor die vier Buchstaben zum Jugendwort des Jahres 2012 gekürt wurden. Ihre beste Freundin Paula lebt in Australien und Yolo ist furchtbar in einen Typen namens Jo Zwometerzwo verliebt, der aber keine Augen für die bloggende Tramperin hat. Was es mit Pudding auf sich hat, verrate ich an dieser Stelle nicht, das könnt ihr dann selbst nachlesen.

    Und wenn ihr dann auch so begeistert seid wie ich – und ich verspreche, dass ihr es sein werdet! – gibt es noch einen Grund zur Freude, denn am 14. Jänner 2015 kommt der zweite Band von Yolo raus …

    Übrigens hat das Buch ganz tolle Illustrationen von Laura Rosendorfer und auf der Webseite des Verlages kann man sogar einen Blick hineinwerfen (hier klicken, um direkt zur Buchseite zu kommen).

    Endlich wieder mal ein durch und durch gelungenes Jugendbuch in allen möglichen Sparten –  Sprache, Handlung, Illustration. Pefekt!

    Buchdetails
    Autorin: Gerlis Zillgens
    Illustratorin: Laura Rosendorfer
    Buchtitel: Yolo, der wild gewordene Pudding und Jo Zwometerzwo
    Verlag: loewe Verlag
    erschienen: 2014
    Seitenanzahl: 224
    ISBN: 978-3-7855-7986-2
    empfohlenes Lesealter: ab 11 Jahren

     

  • abgelaufen: Gewinnspiel – Zwei Geschenkkarten-Kalender für 2015

    abgelaufen: Gewinnspiel – Zwei Geschenkkarten-Kalender für 2015

    Ich freue mich, gemeinsam mit dem Orell Füssli Verlag / atlantis ein Gewinnspiel veranstalten zu dürfen!

    Es gibt diesmal gleich zwei Exemplare des Geschenkkarten-Kalenders von Kathrin Schärer für das Jahr 2015 zu gewinnen. Kalender 2015 Verlosung

    Die Auslosung erfolgt am 28.12.2014 und die Kalender werden am 29.12.2014 per Post an die GewinnerInnen verschickt – da ich in Österreich zu Hause bin, wird es sich wahrscheinlich nicht mehr im alten Jahr ausgehen, aber sicher in der ersten Jännerwoche (Januarwoche).

    Was ihr dafür tun müsst, um eines dieser Exemplare zu gewinnen?

    Postet einfach bis 27.12.2014 (0:00 Uhr) ins Kommentarfeld, warum ihr einen Geschenkkarten-Kalender braucht und schon landet ihr im Lostopf!

    Viel Glück euch allen und Frohe Weihnachten!!!

     

    Update 28.12.2014 – Bekanntgabe der GewinnerInnen:

    20141228_14302420141228_143341

    20141228_143120 Die zwei GewinnerInnen stehen fest:

     

    Markus 
    schwedische_leseratte

    Herzlichen Glückwunsch!!