Autor: eladani20

  • Rezension | Abele, Helen: Das Haus hinter dem Maulbeerbaum

    Rezension | Abele, Helen: Das Haus hinter dem Maulbeerbaum

    Das Haus hinter dem Maulbeerbaum von Helen Abele„Das Haus hinter dem Maulbeerbaum“ von Helen Abele ist am 16. März 2015 erschienen und ich durfte es schon vorab lesen! Da ich auch bei der Blanvalet-Challenge 2015 mitmache, kann ich dieses Buch gleich in die Wertung mit hinein nehmen.

    Das Cover beschreibt den Titel schon ganz schön, auch der Inhalt dreht sich rund um das alte Haus, die Ca‘ More. Dort soll die deutsche Architektin Agnes im Auftrag von Michele, einem attraktiven und impulsiven Italiener, das alte Anwesen umbauen. Natürlich kommen sofort Zweifel von den Anwohnern, warum hier wohl eine Deutsche zum Handkuss kommt und als vor der Tür der Architektin plötzlich ein geköpfter Hase liegt, denkt sie daran, aufzugeben. Doch will sie das wirklich? Möchte sie zurück zu ihrem Ehemann, der in Agnes nicht mehr als eine Sekretärin und Hausfrau sieht? Oder soll sie sich dem italienischen Flair hingeben und endlich das tun, was sie schon so lange vorhatte: als Architektin arbeiten. (mehr …)

  • Rezension | Martin-Lugand, Agnès: Glückliche Menschen küssen auch im Regen

    Rezension | Martin-Lugand, Agnès: Glückliche Menschen küssen auch im Regen

    glückliche menschen küssen auch im regenWieder ein neues Buch für die Blanvalet-Challenge 2015, doch auch ohne einen weiteren Punkt bei dieser Herausforderung abgehakt zu haben, las ich das Buch mit Freuden und Tränen. Na gut, ich habe jetzt nicht Rotz und Wasser geheult, aber gedrückt hat es mich schon das ein oder andere Mal, vor allem auch zu Beginn. Diane, die Protagonistin, ist 32 Jahre alt und hat vor einem Jahr Mann und Tochter bei einem Unfall verloren. Sie hat es bis jetzt, trotz tatkräftiger Unterstützung ihres besten Freundes Félix, nicht geschafft, sich wieder aufzurappeln und ihr Leben weiterzuleben, sondern vergräbt sich in ihre Pariser Wohnung und arbeitet nicht mehr, vom Ausgehen ganz zu schweigen. Félix wird es irgendwann mal zu viel und er schlägt der trauernden Witwe vor, in den Urlaub zu fahren, um ein bisschen Ablenkung zu finden. Doch Diane beschließt. sich für einige Monate ins Ausland, nämlich ins regnerische Irland, zu begeben. Warum gerade dorthin? Weil’s ihrem Mann Colin dort gefallen hätte. Dass sie in Irland einen Mann kennen lernt, ist schon klar, wenn man sich Titel und Cover der deutschen Ausgabe ansieht, doch das Wie und Wer und Was muss von den LeserInnen selbst herausgefunden werden. Nur soviel: ein einwandfreies Happy End darf nicht erwartet werden, was andererseits aber wieder toll ist, denn das Leben an sich ist ja nicht nur happy …

    Jedes Mal, wenn ich einen Roman lese und ihn nach nur wenigen Stunden weglege, war er entweder zu kurz oder zu leicht geschrieben. Dieses Mal traf beides zu, denn mir hat die Geschichte rund um Diane sehr gut gefallen, wäre allerdings noch ausbaufähig gewesen. Zu leicht geschrieben war er, weil mir der Tiefgang gefehlt hat, das Zwischen-den-Zeilen-Lesen, das „Hoppla, ich habe den Satz nicht verstanden, ich muss nochmal drüber“. Sieht man sich das französische Original-Cover an, würde ich einen tiefsinnigen Roman erwarten, der eher schwerfällig anmutet und die LeserInnen in seinen Bann zieht, doch mit dem deutschen Cover und Titel kann man gut mitgehen in einer leichten, doch angenehm zu lesenden Geschichte.  les gens heureuxAuch der französische Titel „Les gens heureux lisent et boivent du café“ (Glückliche Menschen lesen und trinken Kaffee) ist anders als der Deutsche, trifft aber die Seele des Buches mehr.

    Die Autorin, Agnès Martin-Lugand, ist Psychologin und widmet sich seit ihrem Erfolg mit diesem Buch nur noch dem Schreiben. Das Werk wird übrigens verfilmt – könnte mir Gerard Butler und Audrey Tautou als HauptdarstellerInnen vorstellen 😉

    Buchdetails
    Autorin: Agnès Martin-Lugand
    Titel: Glückliche Menschen küssen auch im Regen
    Verlag: blanvalet
    erschienen: 12.1.2015
    Seitenanzahl: 208 Seiten
    Genre: (Frauen)Roman
    ISBN: 978-3-7645-0528-8
    direkt zur Buchseite: bitte hier klicken

  • Rezension | Lindner, Lilly: Was fehlt, wenn ich verschwunden bin

    Rezension | Lindner, Lilly: Was fehlt, wenn ich verschwunden bin

    was fehlt, wenn ich verschwunden binGleich vorweg: Ich fand das Buch stellenweise nicht ganz so grandios, aber im Allgemeinen kann ich es jeder begeisterten jugendlichen Bücherratte wärmstens empfehlen, schon alleine, weil es sich bei diesem Werk um einen Briefroman handelt. Aber dazu gleich mehr.

    Die Autorin Lilly Lindner hat sich mit „Was fehlt, wenn ich verschwunden bin“ in den Jugendbuchsektor gewagt und stand mit ihrem Erstling ‚Splitterfasernackt‘ in den Bestsellerlisten. Auch dieses bei Fischer Anfang 2015 erschienene Werk kann sich sehen und lesen lassen. Die Protagonistinnen April und Phoebe schreiben sich Briefe, aber sie schreiben sich nicht gegenseitig, sondern füreinander. April ist die ältere der beiden Schwestern und musste sich in Anstaltspflege begeben, da sie unter Magersucht leidet. Phoebe, die jüngere, versteht leider gar nicht, warum sie ihre ältere Schwester nicht sehen darf und beginnt deshalb, ihr all ihre Gefühle und Erlebnisse in Briefform zukommen zu lassen. Doch sie erhält keine Antwort – vorerst. (mehr …)

  • Rezension | Krätschmar, Tania: Clara und die Granny-Nannys

    Rezension | Krätschmar, Tania: Clara und die Granny-Nannys

    Clara und die Granny-Nannys von Tania KraetschmarDa ich bei der Blanvalet-Challenge 2015 mitmache, muss natürlich wieder mal ein Roman aus diesem Verlag rezensiert werden. Dieser Titel hat es mir besonders angetan, da  ich nicht gedacht hatte, dass er mir gefallen wird und ich in dann aber in einem Rutsch durch hatte, weil er so leicht und lustig zum Lesen war.

    Der Inhalt

    Clara möchte einen Schritt in Richtung Selbständigkeit gehen und gründet daher eine Agentur, die ältere Damen an Familien vermittelt, die Hilfe bei der Kindererziehung und im Haushalt brauchen. Also ein Au-Pair auf „alt“. Die „Granny-Nannys“, die Clara für ihren Start anheuert, sind grundverschieden und kommen auch in die unterschiedlichsten Familien, die aber eins gemeinsam haben: Sie leben in Berlin. Für die drei Damen, die bisher alle auf dem Land gelebt haben, wird dieser Ausflug auf Zeit zur wahren Erlebnisreise. Suse, Karen und Hanni erleben die verzwicktesten und verrücktesten Situationen und am Ende werden die drei dickste Freundinnen.

    Eigene Meinung

    Wie schon eingangs erwähnt, finde ich diesen Roman echt toll, da er so leicht und flüssig zu lesen ist. Teilweise ist er sogar spannend und man lebt mit den Protagonistinnen mit, wie sie ihre neuen, teilweise sehr skurrilen, Erfahrungen machen. Empfehlen kann ich den Roman allen Frauen (für Männer wahrscheinlich eher nichts), die gerne mit in ein Buch versinken möchten und dennoch kurzweiligen Lesespaß suchen.

    Infos zur Autorin

    Auf den Seiten des Blanvalet-Verlages wird folgendes über Tania Krätschmar berichtet:

    Tania Krätschmar wurde 1960 in Berlin geboren. Nach ihrem Germanistikstudium in Berlin, Florida und New York arbeitete sie als Bookscout in Manhattan. Heute ist sie als Texterin, Übersetzerin, Rezensentin und Autorin tätig. Sie hat einen Sohn und lebt in Berlin.

    Außerdem von ihr bei blanvalet erschienen: Eva und die Apfelfrauen (2013, ISBN: 978-3-442-38112-8)

    Buchdetails

    Autorin: Tania Krätschmar
    Buchtitel: Clara und die Granny-Nannys
    Verlag: Blanvalet
    Erscheinungsjahr: 2014
    Seitenanzahl: 384
    ISBN: 978-3-442-38299-6
    Preis:  € 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 14,90

  • Rezension | Brooks, Ben: Lolito

    Rezension | Brooks, Ben: Lolito

    lolitoWährend der Lektüre dieses Buches musste ich des Öfteren schmunzeln, um dann wieder sehr hässliche (Kraft)Ausdrücke runterzuschlucken. Der Stil von Ben Brooks ist eigenwillig, aber genial. Zum 15-jährigen Etgar passt die Story und die Sprache komplett gut .(Ich habe erst letztens ein E-Book gelesen, in dem die vulgäre Sprache ähnlich angewendet wurde, aber zum Genre und zum Alter / Lebensstil der Menschen hat das gar nicht gepasst)

    Es geht darum, dass Etgar, verletzt wegen der Tatsache, dass ihn seine Freundin Alice angelogen hat, mit ihr Schluss macht und sich in einen Erwachsenenchat einloggt, um dort seiner Ansicht nach lustige, coole Sprüche zu verbreiten. Macy, eine Lehrerin mittleren Alters, wird auf den Teenie aufmerksam und fängt an, E-Mails mit ihm zu schreiben und auf nicht realem Wege intim mit dem Burschen zu werden. Dieser fühlt sich in der neuartigen Kommunikation mit der älteren Frau sichtlich wohl und arrangiert ein Treffen in einem Londoner Hotel, welches fatale Folgen für beide hat.

    Abgesehen von der – zugegeben – oftmals sehr vulgären Sprache lässt sich der Roman ohne Holpersteine in einem Rutsch durchlesen. Der Inhalt ist klar verständlich, mit dem Protagonisten kann man mitgehen und versteht ihn, obwohl er natürlich nicht so handelt, wie ich das vielleicht als junger Mann getan hätte. Trotzdem schreibt Ben Brooks diesen Charakter nachvollziehbar und verständlich und schafft es, mit Wortwitz ein Schmunzeln (und dreimal sogar ein Lachen) ins Gesicht seiner LeserInnen zu bringen.

    Für mich ein ausgesprochen gutes Werk, welches nicht ausnahmslos in den Jugendbuchsektor eingeordnet werden sollte (deshalb ist es auch ‚für Erwachsene‘), obschon das Alter des Protagonisten sowie das überaus punkige Cover es dazu werden lassen könnten.

    Buchdetails

    Autor: Ben Brooks
    Buchtitel: Lolito
    Verlag: Atrium Verlag
    Erscheinungsjahr: 2015
    Seitenanzahl: 272 Seiten
    ISBN: 978-3-85535-055-1
    Genre: Roman (Erwachsene)
    direkt zur Buchseite: bitte hier klicken

  • Rezension | Kettu, Katja: Wildauge

    Rezension | Kettu, Katja: Wildauge

    wildaugeMeine Mama wird langsam zur Dauerrezensentin hier auf Buchwelt.co.at. Ich persönlich finde das super, ich hoffe, meine LeserInnen auch! Um euch ein Bild von ihren Rezensionen machen zu können, verlinke ich hier gleich mal die Debüt-Buchvorstellung von ihr: bitte hier klicken.

    Aber nun zum Werk der finnischen Autorin Katja Kettu, welches den Titel „Wildauge“ trägt und bei Galiani Berlin im KiWi-Verlag 2014 erschienen ist.  Andere Rezensionen oder Buchvorstellungen betrachtend, erwartet sich die aufmerksame Leserin / der aufmerksame Leser ein Meisterwerk, zumindest wenn es nach der Sterneanzahl der Bewertungen geht (4 – 5 von 5 Sternen im Durchschnitt). Bei näherer Betrachtung stellt sich allerdings raus, dass der Roman nicht für alle Gemüter geeignet ist, wie auch meine Mama in ihren Worten berichtet:

    Aufgrund des Titels „Wildauge, der interessanten kurzen Beschreibung und der tollen Kritiken wollte ich diesen Roman unbedingt lesen!
    Es handelt sich bei diesem Buch um eine Erzählung aus dem 2. Weltkrieg in Lappland;  obwohl es in diesem Roman auch um Liebe geht,  hörte ich bei Seite 137 (von 415 Seiten, inkl. Anhang, Anmerkungen und Literatur) auf, dieses Buch weiter zu lesen, denn es wurde immer langweiliger und mit Perversitäten wurde nicht gespart. Verständlicherweise ist mir klar, dass Krieg ein grausames Thema ist und es kaum Schönes darüber geschrieben werden kann, doch bei diesem Buch gehen sogar auch etwaige Grausamkeiten des Krieges durch den langweiligen perversen Schreibstil  unter.

    Wenn ihr auch so denkt oder komplett anders, freuen wir (also meine Mama und ich) uns über Anregungen im Kommentarfeld.

    Vielen Dank an das Buchkontor und den KiWi-Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.  Und ein riesengroßes Danke an meine Mama 🙂

    Buchdetails

    Autorin: Katja Kettu
    Buchtitel: Wildauge
    Verlag: Galiani Berlin (bei KiWi)
    Erscheinungsjahr: 2014
    Seitenanzahl: 416 Seiten
    ISBN: 978-3-86971-082-2
    Genre: Roman
    unter anderem hier bestellbar: bitte hier klicken

  • Gewinnspiel März 2015 – Literatur für Kinder

    Gewinnspiel März 2015 – Literatur für Kinder

    Wow wow wow! Und ein riesengroßes Dankeschön an den Orell Füssli Verlag aus Zürich, der dieses Gewinnspiel erst möglich gemacht hat.

    Es gibt – wartet, es kommt gleich – sage und schreibe FÜNF Kinderbücher zu gewinnen, und das gleich auf einmal!

    Diese Bücher gibt es zu gewinnen:

    Das Riesenfest von Max Bolliger und Nele Palmtag – ab 4 Jahren
    Fanny im Regenglück von Cinta Villalobos und Eva Roth-ab 3 Jahren
    Wann habe ich endlich Geburtstag? von Mark Sperring – ab 3 Jahren
    Lotte und der Koffer von Clothilde Delaxroix – ab 2 Jahren
    Oje, wo tut’s weh, Edgar Bär? von Sam MJcBratney – ab 2 Jahren

    Natürlich wäre es super, wenn ihr tatsächlich etwas mit Kinderbüchern anfangen könnt – erzählt mir bitte, was ihr damit machen würdet, wem ihr sie schenken oder vorlesen werdet oder ob ihr vielleicht im Kindergarten oder -hortbereich tätig seid!

    Bis einschließlich Samstag, 14.03.2015 (23:59 Uhr) habt ihr Zeit, unter diesen Post oder auf Facebook oder auf Lovelybooks euren Kommentar zu hinterlassen. Am 15.03.2015 entscheidet dann das Los und das Bücherpaket geht auf die Reise.

    Hier noch die Cover der zu gewinnenden Bücher:

    03487_3_U_Geburtstag.indd 002_pdf.indd0696_Fanny_Cover_Z.indd0691_Riesenfest_Cover_Z.indd03486_6_U_EdgarBaer_Pappe.indd

  • Rezension | Lauser, Boris: Go raw – be alive!

    Rezension | Lauser, Boris: Go raw – be alive!

    go raw - be aliveEin Kochbuch, das sich dem Trend-Thema „Gesunde Ernährung“ widmet, vegane Rezepte liefert (Ausnahme: Honig) und traditionelle Gerichte wie Spaghetti Bolognese auf roh vorstellt. Das sagt der Klappentext:

    Rohkost bedeutet nur Salat und Gemüsesticks zu knabbern? Ab jetzt nicht mehr! Denn die „lebendige Nahrung“ wird nun auch kreativ und vielfältig verarbeitet – es wird gemixt & mariniert, gedörrt & gekeimt. Neben einfachen Basic-Gerichten für jeden Tag, wie grüne Smoothies und Zucchini-Pasta, lassen sich auch Klassiker wie Pizza, Lasagne oder Käsekuchen zubereiten – und sind mindestens genauso lecker wie ihre nicht-rohen Vorbilder. Ein großer Einleitungsteil gibt alle nötigen Informationen zu Produkten, Zubereitungsarten, Geräten und Utensilien, die man für den Einstieg in die Rohkostküche benötigt.

    Ich selbst habe einige der Rezepte ausprobiert und muss sagen, dass alle äußerst geschmacklich waren. Das ist allerdings auch nicht besonders schwer, wenn man nur hochwertige (Bio-)Produkte verwendet, die halt dann doch teurer in der Anschaffung sind. Soja-Lecithin zum Beispiel findet man ja nicht im Diskonter und ich bezweifle, dass geschälte Hanfsamen bei einem gewöhnlichen Supermarkt in Bio-Qualität erhältlich sind. (mehr …)

  • Rezension | Gröls, Marcel: Doktor Gröls‘ Almanach der Literatur

    Rezension | Gröls, Marcel: Doktor Gröls‘ Almanach der Literatur

    dr grols almanach der literaturDas e-Büchlein ist schnell gelesen, denn es hat einen Umfang von etwa 42 Normseiten. Die einzelnen Themen gliedern sich in Kapitel, die teilweise in Tabellenform oder Auflistungen abgedruckt sind. Praktisch ein Sammelsurium an verschiedenen Dingen, die Literatur betreffen. Es finden sich dort u.a. Bestsellerlisten, LiteraturnobelpreisträgerInnen, AutorInnen und deren Todesursache, Erklärungen zu verschiedenen germanistischen Fachbegriffen und noch einiges mehr.

    Ich habe dieses Werk als eBook gelesen und fand es teilweise etwas mühsam, da das Format nicht ganz zum Reader gepasst hat. Außerdem ist ein Almanach der Literatur zum physischen Durchblättern vielleicht auch etwas besser geeignet, da man doch schneller mal Notizen macht oder kurz mal was nachschauen möchte. Im eBook-Reader weiß ich nicht so genau, was auf welcher Seite steht, beim Durchblättern in einem realen Buch ist man da wesentlich schneller. Die Farbgebung des Covers finde ich wunderbar, denn Türkis und Orange harmonieren m.E. ganz gut miteinander. Der Titel ist auch leicht irreführend, denn Marcel Gröls ist zwar Doktor, aber keiner der deutschen Philologie, auch wenn er einen Blog mit dem Namen www.fabelhafte-buecher.de betreibt.

    Alles in allem aber ein gelungener Almanach, der an manchen Stellen ausbaufähig ist. Vielen Dank an den Autor und an LovelyBooks für das Rezensionsexemplar!

    Buchdetails

    Autor: Marcel Gröls
    Buchtitel: Doktor Gröls‘ Almanach der Literatur
    Verlag: Hanser
    Erscheinungsjahr: 2015
    Seitenanzahl: 42 Seiten (83 eBook-Seiten)
    ISBN: 978-3-446-24958-5
    Genre: Sachbuch
    Preis:  € 2,99
    direkt zur Buchseite: Bitte hier klicken

  • Rezension | Hooper, Emma: Etta and Otto and Russell and James

    Rezension | Hooper, Emma: Etta and Otto and Russell and James

    etta and otto and russell and jamesDas Jahr 2015 fängt gut an! Auch für Debütautorin Emma Hooper, deren Erstling mit dem Namen ‚Etta and Otto and Russel and James‘ am 29. Jänner 2015 im Fig Tree-Verlag (Penguin Books) erschienen ist. Das Cover alleine ist schon einen näheren Blick wert, da die Struktur fühlbar ist und einen Hauch von Gold vermittelt (sieht man auf dem hier abgebildeten Cover leider nicht).  Am Buchrücken finden sich Gegenstände, die Protagonistin Etta während ihrer Reise ans Wasser begleiten, sowie der Klappentext, den ich hier wiedergeben möchte:

    Etta’s greatest unfulfilled wish, living in the rolling farmland of Saskatchewan, is to see the see, And so, at the age of eighty-two, she gets up very early one morning, takes a rifle, some chocolate and her best boots, and begins walking the 2,000 miles to the water.

    But Etta is starting to forget things. Her husband, Otto, remembers everything, and he loves her: surely they can balance things out?

    Their neighbour Russell remembers too, but differently – and he still loves Etta as much as he did more than fifty years ago, before she married Otto.

    Der Klappentext sagt schon vieles über den Roman aus, aber nicht, WIE er geschrieben ist. Die Wortwahl ist phänomenal und der Textaufbau wunderbar gestaltet. Es gibt zwei Zeitebenen und mehrere Perspektivenwechsel und Erzählstile. So begegnen wir der jungen Etta, die ihre Schwester Alma verliert, dann Lehrerin wird und Otto in der Schule kennen lernt. Auch Ottos Jugend erschließt sich dem Leser / der Leserin, indem er Briefe an Etta schreibt. Über Russell und Etta erfährt man nicht so viel, aber genug, um zu wissen, dass es nicht immer einfach für Etta und Russell und Otto ist. James, tja, der ist ein Coyote, der Etta auf ihrem Weg ans Wasser begleitet.

    Die einzelnen Kapitel sind unterschiedlich lang, spielen in der Vergangenheit und in der Gegenwart, bilden Briefe ab oder schildern die Erlebnisse Ettas, als sie den langen Weg antritt. Außerdem wird über Ottos Einsamkeit berichtet, bis zum Schluss die einzelnen Passagen so kurz werden, dass sie nur noch vier Zeilen pro Seite ausfüllen – so bleibt sehr viel Platz für eigene Interpretationen. Und die braucht man auch, um von den Fängen des Romans entlassen zu werden, denn das Ende ist ein offenes, das, ohne Zutun von eigenen Gedanken, den Leser unaufgeklärt zurücklässt.

    Für mich jetzt schon ein Anwärter für das Buch des Jahres 2015. Von der Sprache her auch gut für ungeübte EnglischsprecherInnen  geeignet.

    Buchdetails

    Autorin: Emma Hooper
    Buchtitel: Etta and Otto and Russell and James
    Verlag: Fig Tree bei Penguin Books
    Erscheinungsjahr: 2015
    Seitenanzahl: 288 Seiten
    ISBN: 978-0-241-18586-5
    Genre: englischsprachiger Roman
    Preis:  € 10,99 [D], € 11,30 [A], sFr 16,50
    direkt zur Buchseite: Bitte hier klicken