Kategorie: Rezensionen Allgemein

  • Rezension | Kokoska, Tanja: Guten Morgen, schönes Wetter heute

    Rezension | Kokoska, Tanja: Guten Morgen, schönes Wetter heute

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    Mit diesem Roman hält man einen regelrechten Pageturner in Händen. Ein tragisches Ereignis – eine Bombe wird gefunden und über 1500 Menschen müssen ihre Wohnungen kurzfristig verlassen – und alles wird durchgerüttelt.

    Wir lernen die Protagonist*innen der Siedlung kennen. Ina und ihren Sohn Henry, Herrn Bello, Paco, die Familie Arslan, Frau Kaiser und noch viele andere mehr. Durch den Einblick in die Lebenswelten der Personen erfährt man einiges und möchte gar nicht mehr aufhören, weiterzulesen. Der gesamte Roman spielt sich in nur drei Tagen ab, allerdings weitet sich die erzählte Zeit durch Rückblenden aus.

    Das ist eines meiner bisherigen Lesehighlights dieses Jahr, denn „Guten Morgen, schönes Wetter heute“ ist nicht nur witzig und leichtfüßig, sondern geht auch in die Tiefe und lässt die gewachsenen Charaktere am Ende versöhnlich weiterziehen.

    Es ist ein Roman für alle, die gerne etwas Leichtes und Versöhnliches lesen oder / und die „Die fabelhafte Welt der Amélie“ als Film gerne gesehen haben, denn zu Beginn (und auch später) werden die Menschen einzeln zum selben Zeitpunkt beschrieben. Echt wunderbar gemacht! Danke für den Roman!

    Buchinfos

    Autorin: Tanja Kokoska
    Titel: Guten Morgen, schönes Wetter heute
    Verlag: dtv
    erschienen: 18.06.2026
    Seitenanzahl: 352 Seiten
    ISBN: 978-3-423-28562-9
    Aufmachung: Hardcover
    Genre: Roman
    [vielen dank an den dtv verlag und an netgalley.de für dieses e-lexe | werbung, da verlinkung und nennung]

  • Rezension | Wucherer, Cora: All die Farben, all das Licht

    Rezension | Wucherer, Cora: All die Farben, all das Licht

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    Ein Buch, das mich am Ende zu Tränen gerührt hat – somit und überhaupt eine klare Leseempfehlung! Soll ich noch was über den Inhalt sagen?

    Das Werk von Cora Wucherer mit dem wundervollen Titel „All die Farben, all das Licht“ gliedert sich in viele Unterkapitel. Davon sind die meisten aus der Perspektive von Martha und Juna, den beiden ungleichen Schwestern, geschrieben. Juna leidet am Usher-Syndrom, einer Hörsehbehinderung, ist Künstlerin und 17 Jahre alt. Sie steht kurz davor, an die Kunstuniversität zu wechseln. Ihre um fast 4 Jahre jüngere Schwester Martha beginnt in einem Kino zu arbeiten, indem sie sich als ihre ältere Schwester ausgibt. Sie hat kein besonderes Talent und ärgert sich oft darüber, dass ihrer Schwester ob ihrer Krankheit viel mehr Aufmerksamkeit zukommt. Juna hingegen schmerzt es massiv, dass Martha keine lebensverändernde Krankheit erleiden muss.

    Der Roman liest sich wunderbar leicht, obwohl die Themen, die behandelt werden, sehr tief gehen. Man spürt alle Gefühle, angefangen von der Liebe, aber auch den Konkurrenzkampf, die Sorgen und die Leichtigkeit, die Kämpfe und die Verliebtheit. Man spürt sozusagen auch all die Farben, all das Licht.

    Buchinfos

    Autorin: Cora Wucherer
    Titel: All die Farben, all das Licht
    Verlag: Klett-Cotta
    erschienen: 11.07.2026
    ISBN: 978-3-608-96704-3
    Seitenanzahl: 320 Seiten
    Aufmachung: gebunden mit Schutzumschlag
    Genre: Roman | Belletristik
    [vielen dank an netgalley.de und den verlag für das e-lexe | werbung, da verlinkung und nennung]

  • Rezension | He, Cindy R.X.: Perfect little Monsters

    Rezension | He, Cindy R.X.: Perfect little Monsters

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    Endlich darf ich wieder einen Roman rezensieren. Bei „Perfect Little Monsters“ handelt es sich um einen Young-Adult-Thriller für Leser*innen ab 14 Jahren. Es geht um Cheerleaderinnen auf der High School, die mit Schönheitswahn und Leistungserwartungen umgehen müssen. Wenn jemand nicht ins Schema passt, also anders aussieht, besser im Sport ist oder der Notenschnitt nicht passt, wird gemobbt.

    Die Protagonistin Dawn hat nach einem tragischen Autounfall eine schwere Zeit durchlebt und fängt ein neues Leben an einer Schule an. Schnell freundet sie sich mit Raquel an, findet aber auch Platz bei den Cheerleaderinnen Naomi, Lucy und Ella. Außerdem ist da noch Isaac, der ein bisschen wie ein Nerd rüberkommt.

    Das Werk von Cindy R.X. He, welches von Anne Brauner ins Deutsche übertragen wurde, ist so spannend, dass man es nicht aus der Hand legen will. Die Seiten fliegen nur so dahin und die Wendungen, die das Buch nimmt, sind überwältigend unvorhersehbar (zumindest war das bei mir so). Ein richtig guter Psychothriller, der schon mit dem ersten Kapitel für Gänsehaut sorgt.

    Buchinfos

    Autorin: Cindy R.X. He
    Übersetzung: Anne Brauner
    Titel: Perfect Little Monsters
    OT: Perfect Little Monsters
    Verlag: Thienemann-Esslinger
    erschienen: 28.7.2026
    ISBN: 978-3-522-20399-9
    Seitenanzahl: 384 Seiten
    Aufmachung: gebunden
    Genre: Young Adult, Psychothriller
    empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
    [werbung, da verlinkung, nennung und rezension | vielen dank an netgalley.de und den verlag für das e-lexe]

  • Rezension | Zischke, Vera: Ava liebt noch

    Rezension | Zischke, Vera: Ava liebt noch

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    Den Roman „Ava liebt noch“ von Vera Zischke habe ich mir unlängst aus der Bücherei ausgebort und ihn erst gestern (23.5.2026) in der Buchhandlung o*books auf dem Tisch in der Taschenbuchausgabe liegen sehen. Diese Woche hatte auch ich meinen 43. Geburtstag, aber mit drei Kindern, wie Ava, kann ich nicht aufwarten. Mir reichen die zwei, die ich habe, auch schon.

    Ava ist zu Beginn und über weite Teile des Romans 43 Jahre alt, als sie den zukünftigen Schwimmlehrer ihrer Tochter im Supermarkt wahrnimmt. Ihre Ehe ist vorbei, ihr Mann kümmert sich nur um das Familieneinkommen, weiß aber sonst nicht viel mit seinen Töchtern und dem Sohn anzufangen. So oft kommt es in Familien – auch in meiner Umgebung – vor, dass die Mütter allein verantwortlich für die Care Arbeit sind. Glücklicherweise muss es nicht überall so sein und auch Ava entwickelt sich weiter.

    Mit einigen Hoch- und Tiefpunkten ist der Roman ein richtiger Pageturner und ich wollte an keiner Stelle aufhören zu lesen. Es gibt auch Perspektivenwechsel (liebe ich!) und Zeitsprünge, sodass wir Avas Leben über ca. 20 Jahre hinweg begleiten.

    Empfehlen kann ich den Roman allen Personen, die mit Kindern zu tun haben und auch oder vor allem Männern, die nach wie vor in patriarchalen Strukturen leben und sich dort wohlfühlen. Ihnen lege ich das Werk von Vera Zischke besonders ans Herz: Bitte lest den Roman und denkt EINMAL darüber nach, was in euren Familien passiert und wie es eurer Frau geht!

    Buchinfos

    Autorin: Vera Zischke
    Titel: Ava liebt noch
    Verlag: Ullstein Taschenbuch
    ISBN: 9783548073446
    Seitenanzahl: 320 Seiten
    erschienen (als TB): am 2.1.2026
    Aufmachung: Klappenbroschur
    Genre: Roman
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  • Rezension | McKenna, Oisín: Hitzetage

    Rezension | McKenna, Oisín: Hitzetage

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    So wie es The Guardian schon am Umschlag schreibt, ist dieses Buch tatsächlich: elektrisierend und intim. Ich fand die Lektüre sehr sehr spannend und ich konnte und wollte nicht aufhören, den Roman zu lesen. Und in Wahrheit hätte ich ihn viel lieber in London als in Wien gelesen, wobei ich während des Lesens gefühlsmäßig sowieso in Großbritannien war.

    Kaum zu glauben, dass es sich bei McKennas Werk um einen Debütroman handelt. Mit so viel Leichtigkeit und Liebe zum Detail, mit Beschreibungen von Gefühlen und Erfahrungen wird vom täglichen Leben einiger Wahl-Londoner*innen berichtet, die allesamt ein nicht so einfaches Leben haben und nicht nur einmal mit dem Tod konfrontiert sind. Den Titel kann man in mehrfacher Hinsicht lesen aber er passt definitiv zum Sommer. Eine Lektüre, die so schnell und ob der Schwere dennoch leicht zu lesen ist, die in den Strandkorb passt, aber eigentlich auch vor den Kamin, habe ich selten in Händen gehalten.

    Während vieler Passagen im Roman habe ich an ein Drehbuch denken müssen und wann das Buch denn verfilmt wird. Oisín McKenna hat auch zahlreiche Theaterstücke geschrieben und da wäre es doch auch passend, aus Hitzetage ein Stück zu machen – oder eben einen Film zu drehen. Ich würde ihn mir jedenfalls ansehen! Ganz großes Kino ist es auch ohne Leinwand schon!

    Buchinfos

    Autor: Oisín McKenna
    Titel: Hitzetage
    OT: Evenings and Weekends (2022)
    Verlag: Residenz Verlag
    erschienen (auf Deutsch): 9.2.2026
    ISBN: 9783701718221
    Seitenanzahl: 360 Seiten
    Aufmachung: Hardcover
    Genre: Roman
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  • Rezension | Desai, Kiran: Die Einsamkeit von Sonia und Sunny

    Rezension | Desai, Kiran: Die Einsamkeit von Sonia und Sunny

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    Wenn eine*n 752 Seiten nicht abschrecken und man sich auf die lange Lektüre einlässt, dann sei „Die Einsamkeit von Sonia und Sunny“ wärmstens zu empfehlen. Laut Klappentext hat die Booker-Preisträgerin zwanzig Jahre für diesen Roman gebraucht, der es ebenfalls auf die Shortlist des Booker Prize 2025 geschafft hat.

    Im Roman geht es um Familie, Freundschaft, Indien, die USA bzw. Mexiko, auch Venedig spielt eine Rolle. Über die Kultur wird vieles erzählt und erklärt, über Traditionen, Rollenverteilungen aber auch von der Liebe, und das ist vermutlich der Hauptpunkt in der Erzählung.

    Es handelt sich um einen Roman, der stellenweise eine poetische Tiefe entfaltet und insgesamt einen starken Lesesog erzeugt, dem man sich nur schwer entziehen kann.

    Den Abschluss des Werks bilden ein übersichtlicher Stammbaum der Familien von Sonia und Sunny sowie ein Inhaltsverzeichnis, die die Orientierung zusätzlich erleichtern. Insgesamt ist das Buch klar zu empfehlen – die über 750 Seiten verfliegen erstaunlich schnell, und das offene Ende regt noch lange zum Weiterdenken an.

    Buchinfos

    Autorin: Kiran Desai
    Titel: Die Einsamkeit von Sonia und Sunny
    OT: The Loneliness of Sonia and Sunny
    Verlag: S. Fischer Verlag GmbH
    erschienen: 25.3.2026
    ISBN: 978-3-10-015338-8
    Seitenanzahl: 752 Seiten
    Genre: Roman
    [vielen dank an die buchhandlung meines vertrauens für diese empfehlung: hier geht’s zu o*books! | werbung, da rezension und nennung]

  • Rezension | Schneider, Anna: Ihr Grab in den Fluten

    Rezension | Schneider, Anna: Ihr Grab in den Fluten

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    Der sechste Teil der Reihe „Grenzfall“ kam Ende Jänner 2026 heraus und ist wieder ein total Hit geworden. Anna Schneider beherrscht ihr Handwerk wie kaum eine andere Autorin und jedes Mal wird die Geschichte um die Kommissarin Alexa Jahn und ihren Kollegen und Vater Bernhard Krammer spannender. Oft ist das Buch so fesselnd, dass man Angst hat, es aus den Händen zu legen, weil man sonst verpassen könnte, was im Roman passiert.

    Ich bin per se jetzt nicht ein großer Krimi-Fan, doch diese Reihe hat es mir angetan. Vom ersten Teil an bin ich fasziniert von der Schreibweise und den unterschiedlichen Erzählsträngen der Autorin. Wie schafft man das, die Spannung in allen Teilen aufrecht zu erhalten?

    Für mich ist es auch immer wieder eine Zeitreise, wenn ich einen „Grenzfall“ zur Hand nehme, denn vor mehr als 14 Jahren waren mein Mann und ich im Karwendelgebiet wandern und das ist ja nicht so weit entfernt von Weilheim. Beziehungsweise gar Lenggries, das Tor zum Karwendelgebirge. Die österreichische Seite, auf der Krammer ermittelt, kenne ich auch gut, da ich schon ein paar Mal in Innsbruck war. Schneider schafft es auch, den ehemaligen Wiener so richtig grantig und mürrisch dastehen zu lassen, obwohl er im Grunde genommen ein sehr angenehmer Kommissar zu sein scheint.

    Zum Inhalt dieses Bandes: Ein Unwetter sondergleichen fällt über das Gebiet und dessen Bewohner herein. Viele Menschen kommen um oder werden vermisst. Die Kripo Weilheim sowie auch die anderen Rettungsorganisationen haben alle Hände voll zu tun. Dann wird Alexa auf der Suche nach Vermissten mit einem Mordopfer konfrontiert, eine Gruppe Jugendlicher bzw. junger Erwachsener sendet keine Lebenszeichen und dazwischen lesen wir die Briefe einer verzweifelten und verlassenen Mutter. Alles in allem also ein richtig spannender Fall und ich freue mich, dass es auch einen Band 7 geben wird!

    Buchinfos

    Autorin: Anna Schneider
    Titel: Grenzfall – Ihr Grab in den Fluten
    Reihe: Jahn und Krammer ermitteln #6
    Verlag: FISCHER Taschenbuch
    erschienen: am 26.1.2026
    ISBN: 978-3-596-71040-9
    Seitenanzahl: 432 Seiten
    Aufmachung: Taschenbuch
    Genre: Kriminalroman
    [vielen dank an netgalley sowie den fischer verlag für das e-leseexemplar | werbung, da rezension, nennung und verlinkung]

  • Rezension | Travnicek, Cornelia: Ich erzähle von meinen Beinen

    Rezension | Travnicek, Cornelia: Ich erzähle von meinen Beinen

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    Wow, welch ein geniales Buch! Ich mochte den Schreibstil von Cornelia Travnicek schon immer und mit „Ich erzähle von meinen Beinen“ hat sich das noch einmal mehr bestätigt. Eine Frau, Wally, findet bei einem ADHS-Check ihrer Tochter Vallie heraus, dass sie selbst unter ADHS leidet. Travnicek beschreibt die Zustände der Familie und auch Walburgas Gedanken so gut, dass man sich selbst darin wiederfinden kann, wenn man Anzeichen von Hyperaktivität oder irrationalen Ängsten oder kleinen Neurosen bei sich oder bei anderen Personen feststellt. Die unterschiedlich langen Abschnitte – manchmal reichen sie über mehrere Seite, ein anderes Mal steht da genau ein Satz – und verschiedenen Textausrichtungen geben dem Roman noch einmal mehr literarischen Tiefgang. Bei den rechtsbündig ausgerichteten Stellen dürfte es sich direkt um Gedanken von Wally handeln, wohingegen der Blocksatz den Fortlauf der Geschichte markiert. Manchmal scheint es aber auch so, als ob die beiden Ebenen ineinander greifen.

    Das Buch werde ich definitiv empfehlen und weiterschenken. Es ist ein richtig ehrliches Buch, das den Alltag so eindrücklich beschreibt, dass man denkt, selbst Teil davon zu sein. Vieles trifft bestimmt auf mehrere Menschen zu, auch wenn sie nicht von Neurodivergenz „betroffen“ sind.

    Buchinfos

    Autorin: Cornelia Travnicek
    Titel: Ich erzähle von meinen Beinen
    Verlag: Picus
    ISBN: 978-3-7117-2166-2
    Seitenanzahl: 416 Seiten
    erschienen: 25.02.2026
    Genre: Roman
    Aufmachung: gebunden mit Lesebändchen
    [werbung, da verlinkung und rezension | danke an vorablesen.de und den verlag für das leseexemplar]

  • Rezension | Johnson, Daisy: Das Hotel

    Rezension | Johnson, Daisy: Das Hotel

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    Auf dem Cover sieht man schon einen kleinen Text, nämlich folgenden: „Das Hotel weiß alles über dich. Das Hotel kannte dich schon, bevor du angekommen bist.“ Das Foto – ein altes Haus oder eben Hotel, im Hintergrund der Vollmond hinter Wolken fast nicht zu erkennen, eine düstere Landschaft mit verdorrtem Grün.

    Der Inhalt ist in verschieden lange oder eher kurze Kapitel beziehungsweise Kurzgeschichten unterteilt. Darin wirken die Szenen oft verstörend, manchmal wird man direkt mit ins Geschehen genommen und fühlt sich irgendwie unbehaglich, ein anderes Mal ist die Erzählstimme auch etwas weiter weg vom Geschehen und man selbst nicht mittendrin.

    Manchmal wirken die Schauergeschichten wie aufeinander aufbauend oder zusammengehörig, dann auch wieder total in sich abgeschlossen. Es ist schwierig, diese richtig zuzuordnen. Das, was sie gemein haben, ist die Spannung und das Gruseln, das man beim Lesen erlebt.

    Ich würde das Buch generell Menschen empfehlen, die gerne ein wenig Horror beim Lesen haben, die aber vielleicht nicht so viel lesen – denn mit Kurzgeschichten findet man vielleicht schnell wieder ins Lesen hinein und bekommt Lust auf einen längeren Thriller.

    Buchinfos

    Autorin: Daisy Johnson
    Titel: Das Hotel
    OT: The Hotel
    Übersetzung: Birgit Maria Pfaffinger
    Verlag: btb Verlag
    ISBN: 978-3-442-77504-0
    Seitenanzahl: 160 Seiten
    Aufmachung: Taschenbuch
    erschienen: am 8.10.2025
    Genre: Horrorkurzgeschichten
    [vielen dank an den verlag und an das bloggerportal für das rezensionsexemplar | werbung, da nennung und rezension]

  • Rezension | Bronsky, Alina: Essen

    Rezension | Bronsky, Alina: Essen

    Mit dem Titel „Essen“ hat Alina Bronsky ein kurzweiliges, humorvolles und mitunter auch nachdenkliches Werk geschaffen, welches ich in kürzester Zeit ausgelesen habe und mir einige Rezepte merken werde. Mit Klick aufs Cover solltet ihr auch zur Buchseite beim Hanser Verlag kommen.

    In zwölf Kapiteln und einem Schlusswort oder „eine Art Nachspeise“, wie es die Autorin nennt, lernen die Lesenden über Alina Bronskys Lieblingsessen genauso wie über ihre Kindheit. Was es mit der Brotzeit, die vor allem in Deutschland und als Jause in Österreich verbreitet ist, auf sich hat, erfahren wir ebenso wie die Zubereitung einer Napoleontorte, die angeblich im Mund beim Essen dahinschmilzt. Neben den Rezepten und den Anekdoten aus Bronskys Kindheit und ihrer Rolle als jungen Mutter gibt sie auch eine Anleitung, wie man denn überhaupt zum Schreiben kommt.

    Das einzige Rezept, das ich garantiert nicht ausprobieren werde, ist das Früchtebrot, obwohl es sich wirklich gut anhört – ich mag nicht so gerne Rosinen …

    Ein Buch, das ich mir auf jeden Fall auch ins Bücherregal stellen würde, denn das Cover finde ich sehr schön und originell, außerdem kann man es auch durchaus als Rezeptbuch verwenden, wenn man wieder mal Lust hat auf eine Napoleontorte.

    Alina Bronskys Schreibstil ist pointiert, lustig und auch manchmal etwas melancholisch. Die Zeit beim Lesen vergeht viel zu schnell und gerne würde man noch viel mehr Kapitel verschlingen, doch die Häppchen lassen einen doch zufrieden zurück. Ich freue mich auf die nächsten Projekte der Autorin!

    Buchinfos

    Autorin: Alina Bronsky
    Titel: Essen
    Verlag: Hanser Berlin
    ISBN: 978-3-446-28152-3
    Seitenanzahl: 112 Seiten
    Aufmachung: Hardcover
    Genre: Kurzgeschichten
    [werbung, da rezension und nennung | vielen dank an netgalley.de und den hanser verlag für das e-leseexemplar)