Kategorie: Rezensionen Allgemein

  • Rezension Krimirätsel | Starling, Iris: The Killer isn’t Alice

    Rezension Krimirätsel | Starling, Iris: The Killer isn’t Alice

    Alle, die mich ein bisschen besser kennen, wissen, dass ich in kein einziges Buch was reinschreibe, außer maximal meinen Namen, wenn ich das Werk herborge und es wieder zurück haben möchte. Da gibt’s keine Eselsohren, keine Knicke im Buchrücken und schon gar keine rausgerissenen Seiten. Bei Iris Starlings Buch „The killer isn’t Alice“ musste ich über meinen Schatten springen, denn dieser Rätselkrimi verlangt es, Namen durchzustreichen und wiederum andere einzukreisen. Ich hab sogar eine Seite herausgerissen, denn einer der 18 Hinweise, um dem Mörder auf die Schliche zu kommen, bezieht sich auf einen Vornamen von amerikanischen Präsidenten und so viele Namen merke ich mir nicht.

    Bei diesem Werk handelt es sich also nicht um einen klassischen Kriminalroman sondern eher um ein sehr großes Logikrätsel, das es zu lösen gilt. 18 Hinweise, 46 600 Namen und 1 Täter (oder eine Täterin). Ein echt toller Zeitvertreib, der Spaß macht! Ich freue mich auf den Folgerätselkrimi!

    mit Klick aufs Cover direkt zur Buchseite
    Buchinfos

    Autorin: Iris Starling
    Titel: The Killer isn’t Alice
    Verlag: Heyne
    ISBN: 978-3-453-44530-7
    erschienen: 12.08.2026
    Seitenanzahl: 224 Seiten
    Genre: Rätselkrimi
    Aufmachung: Paperback, Broschur
    [vielen dank an das bloggerportal und den verlag für dieses rezensionsexemplar | werbung, da verlinkung, nennung und rezension]

  • Kurzrezension |  Buckley, Charlotte: The Witch in the Dead of Night

    Kurzrezension | Buckley, Charlotte: The Witch in the Dead of Night

    Als ich das Buch zu lesen begonnen habe, fragte ich mich, ob ich es überhaupt fertig lesen werde, da für mich der Schreibstil ganz neu war und ich noch nicht wusste, ob er mir gefällt. Nach ein paar mehr Seiten konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen, da ich unbedingt wissen wollte, wie es mit Finn, dem König Mordric und seinem Vampirprinzenbruder Enhart weitergeht. Die Aufmachung finde ich sehr schön und die Kapitel sind in ihrer Länge genau richtig, um eins oder zwei am Abend zu lesen. Meistens wurden es bei mir aber dann doch mehr 🙂
    Ich freue mich also schon auf Band 2 und 3 dieser Trilogie!

    mit Klick aufs Cover kommst du direkt zur Buchseite

    Buchinfos

    Autorin: Charlotte Buckley
    Titel: The Witch in the Dead of Night
    Reihe: The Flamebearer Trilogy #1
    Verlag: Loomlight bei Thienemann
    erschienen: 25.8.2026
    ISBN: 978-3-522-90029-4
    Seitenanzahl: 496 Seiten
    Aufmachung: gebunden
    Genre: Vampirroman | Fantasyroman | Romantasy
    [vielen dank an den verlag und netgalley.de für dieses e-lexe | werbung, da nennung, verlinkung und rezension]

  • Rezension | Möller-Engemann, Maike: Der gefährlichste Ort

    Rezension | Möller-Engemann, Maike: Der gefährlichste Ort

    Der Kriminalroman „Der gefährlichste Ort“ beschäftigt sich mit einer schrecklichen Thematik, die über Ländergrenzen hinausgeht. Femizide und häusliche Gewalt kommen hier ebenso vor wie Alkoholmissbrauch und Kindesmissbrauch, psychischen Erkrankungen und Angst vor der Polizei(gewalt). Die Spannung in diesem Buch ist kaum aushaltbar und gerade deswegen muss man weiterlesen.

    Mit einem Klick aufs Cover kommst du direkt zur Buchseite des Verlages.

    Weiterlesen: Rezension | Möller-Engemann, Maike: Der gefährlichste Ort

    Einmal zu lesen begonnen, kannst du das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Maike Möller-Engemann schreibt mit einer präzisen und ausgeklügelten Stimme. Die Beschreibungen der Situation, der Personen, des Tathergangs, der Rückblenden und der Erinnerungen sind stimmig, alles fügt sich zu einem runden Puzzle zusammen und kein Teil bleibt übrig. Was übrig bleibt nach der Lektüre sind Gedanken, die aufregen und ärgern, wütend machen. Und das hat mit dem realen Leben zu tun, denn dieser Kriminalroman beschreibt Dinge, die leider viel zu oft auf der Welt passieren.

    Der Roman ist in viele Kapitel unterteilt, die jeweils den Namen der Person des Kapitels tragen. Es gibt neben Mara, Nina und Ella auch noch Luca und alle vier beschreiben die Geschehnisse aus ihren Augen und mit ihren Gedanken. Die Tote, um die es geht, ist Saskia Decker, deren Tod es gilt aufzuklären. War es ein Suizid? Oder doch ein Femizid?

    Ich fand den Roman, wie ich schon eingangs erwähnt habe, so spannend, dass ich ihn in einem Rutsch ausgelesen hätte, ginge ich abends ein wenig früher ins Bett. Die Autorin hat zu Beginn ein Zitat von Margaret Atwood abgedruckt, das wohl sehr treffend ist:

    Männer haben Angst, dass Frauen über sie lachen; Frauen haben Angst, dass Männer sie töten.

    In eigener Sache (außerhalb der Rezension) Wenn ihr betroffen seid von (häuslicher) Gewalt oder jemanden kennt, wendet euch bitte an Stellen, die euch weiterhelfen. In Österreich z.B. an die Frauen- und Mädchenberatungsstellen (https://dfmb.at/ – der Dachverband der Frauen- und Mädchenberatungsstellen hat eine Übersicht, wohin ihr euch wenden könnt!)

    Buchinfos

    Autorin: Maike Möller-Engemann
    Titel: Der gefährlichste Ort
    Verlag: emons
    erschienen: 20.8.2026
    ISBN: 978-3-7408-2879-0
    Seitenanzahl: 336 Seiten
    Aufmachung: Broschur / Taschenbuch
    Genre: Kriminalroman
    [vielen dank an netgalley.de und den verlag für das e-lexe. | werbung, da nennung, verlinkung und rezension]

  • Rezension | Maxian, Beate: Tod im Wiener Rathaus

    Rezension | Maxian, Beate: Tod im Wiener Rathaus

    Bereits der 16. Teil der Krimi-Reihe um Sarah Pauli, und mit dieser Rezension hinke ich auch nach, denn es ist bereits der nächste Band herausgekommen: „Die Tote vom Weihnachtsmarkt“ könnte man eigentlich gleich dazunehmen, so als frühzeitige Weihnachtslektüre für alle, die gern ein wenig Nervenkitzel haben.

    mit Klick aufs Cover direkt zur Buchseite

    Ich finde es immer wieder schön, wenn ein Roman in Wien spielt, denn erstens lebe ich in dieser Stadt und zweitens entdeckt man neue Facetten, bekommt einen kleinen Einblick und erinnert sich vielleicht daran, manche Dinge zu wiederholen, wie etwa das Paternoster-Fahren im Rathaus. Zwar möchte ich nicht das sehen, was im Buch passiert ist, nämlich ein Mord, aber das Ein- und Aussteigen und das Fahren mit diesem Aufzug ist echt eine Erfahrung!

    Sarah Paulis Privatleben kommt auch in diesem Teil nicht zu kurz. Sie und ihr Partner werden nach längerer Gesprächspause von ihrem Bruder und dessen Freundin zum Abendessen eingeladen. Sarah fühlt sich sehr unsicher und weiß nicht, was auf sie zukommen wird. Sie rechnet damit, dass die anderen böse auf sie sind. Der Kriminalfall dreht sich indes um den ermordeten Mann, der im Wiener Rathaus im Paternoster gefunden wurde. Schnell fragt man sich, was das Zeichen, mit dem er versehen wurde, zu bedeuten hat und da ist es dem Inspektor Martin Stein ganz recht, dass eine so erfahrene Journalistin wie Sarah Pauli ihm zur Seite steht. Eine Verbindung zu einer vermissten Frau, Ilka Dorn, wird ebenfalls gesucht und zu guter Letzt gibt es einen Künstler, der Sarah zu einer Ausstellung einlädt. Was es mit ihm, der vermissten Person und dem Mordopfer auf sich hat, lest ihr am besten selbst.

    Die Seiten fliegen nur so dahin, die Kapitellänge ist absolut super gewählt, sodass man auch, wenn man nur kurz Zeit hat, voran kommt und nicht zwischen den Kapiteln aufhören muss zu lesen. Ich hoffe, es kommen noch viele Teile dieser Serie mit Sarah Pauli.

    Hier auf Buchwelt bisher rezensierte Sarah-Pauli-Krimis:
    Der Tote vom Zentralfriedhof (#4)
    Tod in der Hofburg (#5)
    Tod auf der Donau (#15)

    Buchinfos

    Autorin: Beate Maxian
    Titel: Tod im Wiener Rathaus. Ein Wien-Krimi (#16)
    Reihe: Die Sarah-Pauli-Reihe. Band 16
    Verlag: Goldmann
    erschienen: 22.04.2026
    ISBN: 978-3-442-49676-1
    Seitenanzahl: 352 Seiten
    Aufmachung: Klappenbroschur
    Genre: Krimi | Kriminalroman
    [vielen dank ans bloggerportal sowie an den verlag für das e-leseexemplar und sorry, dass es so lange gedauert hat | werbung, da nennung, verlinkung und rezension]

  • Rezension | Fischer-Hunold, Alexandra: Falsches Spiel im Herrenhaus

    Rezension | Fischer-Hunold, Alexandra: Falsches Spiel im Herrenhaus

    Ich durfte dank Netgalley.de und dem Ueberreuter Verlag schon vorab einen Weihnachtskrimi lesen und hier rezensieren. Wenn du aufs Cover klickst, kommst du übrigens direkt zur Buchseite des Verlags. Kaufen kannst du das Buch natürlich überall, aber vielleicht wählst du die Buchhandlung ums Eck oder die deines Vertrauens. Bei mir ganz klar o*books in Wien (sie liefern auch aus ;))

    Wenn die Familie zu Weihnachten zusammenkommt, kann das schon ohne Mordfall recht spannend werden. Im Fall von „Falsches Spiel im Herrenhaus“ ist dies allerdings der Fall, denn eine Person, ein gewisser Guy Cashner, muss dran glauben. Teddy, Patrick und Teddys kleiner Bruder Wills versuchen, den Unglücksfall aufzuklären. Dabei hilft es nicht sehr, dass sich immer mehr Personen, die ihren Weihnachtsurlaub auf Pollock Island verbringen, in die Liste der Verdächtigen einreihen lassen.

    Das Genre des Romans würde ich irgendwo zwischen Jugendliteratur und Cozy Crime einordnen, denn die Protagonistin des Weihnachtskrimis ist gerade erst 16 Jahre alt und erzählt aus der Ich-Perspektive heraus. Durchaus spannend ist der Roman beziehungsweise Krimi von Anfang bis zum Schluss und verschiedene Wendungen geben der Geschichte noch mehr Pep. Für erwachsene Lesende ist es ein super Roman fürs Nachtkastl – genau richtig, wenn der Tag lang war und man sich für etwas gemütliches entscheiden möchte. Das empfohlene Lesealter für den Roman beginnt bei vierzehn, die Beschreibungen sind spannend und haben teilweise thrillerähnlichen Charakter, aber ganz gruselig wird es zu keiner Zeit.

    Buchinfos

    Autorin: Alexandra Fischer-Hunold
    Titel: Falsches Spiel im Herrenhaus
    Verlag: Ueberreuter
    Erscheinungsdatum: 16.9.2026
    ISBN: 978-3-7641-7161-2
    Seitenanzahl: 352 Seiten
    Genre: Krimi, Cozy Crime, Jugendliteratur
    [werbung, da nennung und verlinkung und rezension | danke an netgalley.de und den verlag für das e-leseexemplar]

  • Rezension | Kokoska, Tanja: Guten Morgen, schönes Wetter heute

    Rezension | Kokoska, Tanja: Guten Morgen, schönes Wetter heute

    mit Klick aufs Cover direkt zur Buchseite

    Mit diesem Roman hält man einen regelrechten Pageturner in Händen. Ein tragisches Ereignis – eine Bombe wird gefunden und über 1500 Menschen müssen ihre Wohnungen kurzfristig verlassen – und alles wird durchgerüttelt.

    Wir lernen die Protagonist*innen der Siedlung kennen. Ina und ihren Sohn Henry, Herrn Bello, Paco, die Familie Arslan, Frau Kaiser und noch viele andere mehr. Durch den Einblick in die Lebenswelten der Personen erfährt man einiges und möchte gar nicht mehr aufhören, weiterzulesen. Der gesamte Roman spielt sich in nur drei Tagen ab, allerdings weitet sich die erzählte Zeit durch Rückblenden aus.

    Das ist eines meiner bisherigen Lesehighlights dieses Jahr, denn „Guten Morgen, schönes Wetter heute“ ist nicht nur witzig und leichtfüßig, sondern geht auch in die Tiefe und lässt die gewachsenen Charaktere am Ende versöhnlich weiterziehen.

    Es ist ein Roman für alle, die gerne etwas Leichtes und Versöhnliches lesen oder / und die „Die fabelhafte Welt der Amélie“ als Film gerne gesehen haben, denn zu Beginn (und auch später) werden die Menschen einzeln zum selben Zeitpunkt beschrieben. Echt wunderbar gemacht! Danke für den Roman!

    Buchinfos

    Autorin: Tanja Kokoska
    Titel: Guten Morgen, schönes Wetter heute
    Verlag: dtv
    erschienen: 18.06.2026
    Seitenanzahl: 352 Seiten
    ISBN: 978-3-423-28562-9
    Aufmachung: Hardcover
    Genre: Roman
    [vielen dank an den dtv verlag und an netgalley.de für dieses e-lexe | werbung, da verlinkung und nennung]

  • Rezension | Wucherer, Cora: All die Farben, all das Licht

    Rezension | Wucherer, Cora: All die Farben, all das Licht

    mit Klick aufs Cover direkt zur Buchseite

    Ein Buch, das mich am Ende zu Tränen gerührt hat – somit und überhaupt eine klare Leseempfehlung! Soll ich noch was über den Inhalt sagen?

    Das Werk von Cora Wucherer mit dem wundervollen Titel „All die Farben, all das Licht“ gliedert sich in viele Unterkapitel. Davon sind die meisten aus der Perspektive von Martha und Juna, den beiden ungleichen Schwestern, geschrieben. Juna leidet am Usher-Syndrom, einer Hörsehbehinderung, ist Künstlerin und 17 Jahre alt. Sie steht kurz davor, an die Kunstuniversität zu wechseln. Ihre um fast 4 Jahre jüngere Schwester Martha beginnt in einem Kino zu arbeiten, indem sie sich als ihre ältere Schwester ausgibt. Sie hat kein besonderes Talent und ärgert sich oft darüber, dass ihrer Schwester ob ihrer Krankheit viel mehr Aufmerksamkeit zukommt. Juna hingegen schmerzt es massiv, dass Martha keine lebensverändernde Krankheit erleiden muss.

    Der Roman liest sich wunderbar leicht, obwohl die Themen, die behandelt werden, sehr tief gehen. Man spürt alle Gefühle, angefangen von der Liebe, aber auch den Konkurrenzkampf, die Sorgen und die Leichtigkeit, die Kämpfe und die Verliebtheit. Man spürt sozusagen auch all die Farben, all das Licht.

    Buchinfos

    Autorin: Cora Wucherer
    Titel: All die Farben, all das Licht
    Verlag: Klett-Cotta
    erschienen: 11.07.2026
    ISBN: 978-3-608-96704-3
    Seitenanzahl: 320 Seiten
    Aufmachung: gebunden mit Schutzumschlag
    Genre: Roman | Belletristik
    [vielen dank an netgalley.de und den verlag für das e-lexe | werbung, da verlinkung und nennung]

  • Rezension | He, Cindy R.X.: Perfect little Monsters

    Rezension | He, Cindy R.X.: Perfect little Monsters

    mit Klick aufs Cover direkt zur Buchseite

    Endlich darf ich wieder einen Roman rezensieren. Bei „Perfect Little Monsters“ handelt es sich um einen Young-Adult-Thriller für Leser*innen ab 14 Jahren. Es geht um Cheerleaderinnen auf der High School, die mit Schönheitswahn und Leistungserwartungen umgehen müssen. Wenn jemand nicht ins Schema passt, also anders aussieht, besser im Sport ist oder der Notenschnitt nicht passt, wird gemobbt.

    Die Protagonistin Dawn hat nach einem tragischen Autounfall eine schwere Zeit durchlebt und fängt ein neues Leben an einer Schule an. Schnell freundet sie sich mit Raquel an, findet aber auch Platz bei den Cheerleaderinnen Naomi, Lucy und Ella. Außerdem ist da noch Isaac, der ein bisschen wie ein Nerd rüberkommt.

    Das Werk von Cindy R.X. He, welches von Anne Brauner ins Deutsche übertragen wurde, ist so spannend, dass man es nicht aus der Hand legen will. Die Seiten fliegen nur so dahin und die Wendungen, die das Buch nimmt, sind überwältigend unvorhersehbar (zumindest war das bei mir so). Ein richtig guter Psychothriller, der schon mit dem ersten Kapitel für Gänsehaut sorgt.

    Buchinfos

    Autorin: Cindy R.X. He
    Übersetzung: Anne Brauner
    Titel: Perfect Little Monsters
    OT: Perfect Little Monsters
    Verlag: Thienemann-Esslinger
    erschienen: 28.7.2026
    ISBN: 978-3-522-20399-9
    Seitenanzahl: 384 Seiten
    Aufmachung: gebunden
    Genre: Young Adult, Psychothriller
    empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
    [werbung, da verlinkung, nennung und rezension | vielen dank an netgalley.de und den verlag für das e-lexe]

  • Rezension | Zischke, Vera: Ava liebt noch

    Rezension | Zischke, Vera: Ava liebt noch

    mit Klick aufs Cover direkt zur Buchseite

    Den Roman „Ava liebt noch“ von Vera Zischke habe ich mir unlängst aus der Bücherei ausgebort und ihn erst gestern (23.5.2026) in der Buchhandlung o*books auf dem Tisch in der Taschenbuchausgabe liegen sehen. Diese Woche hatte auch ich meinen 43. Geburtstag, aber mit drei Kindern, wie Ava, kann ich nicht aufwarten. Mir reichen die zwei, die ich habe, auch schon.

    Ava ist zu Beginn und über weite Teile des Romans 43 Jahre alt, als sie den zukünftigen Schwimmlehrer ihrer Tochter im Supermarkt wahrnimmt. Ihre Ehe ist vorbei, ihr Mann kümmert sich nur um das Familieneinkommen, weiß aber sonst nicht viel mit seinen Töchtern und dem Sohn anzufangen. So oft kommt es in Familien – auch in meiner Umgebung – vor, dass die Mütter allein verantwortlich für die Care Arbeit sind. Glücklicherweise muss es nicht überall so sein und auch Ava entwickelt sich weiter.

    Mit einigen Hoch- und Tiefpunkten ist der Roman ein richtiger Pageturner und ich wollte an keiner Stelle aufhören zu lesen. Es gibt auch Perspektivenwechsel (liebe ich!) und Zeitsprünge, sodass wir Avas Leben über ca. 20 Jahre hinweg begleiten.

    Empfehlen kann ich den Roman allen Personen, die mit Kindern zu tun haben und auch oder vor allem Männern, die nach wie vor in patriarchalen Strukturen leben und sich dort wohlfühlen. Ihnen lege ich das Werk von Vera Zischke besonders ans Herz: Bitte lest den Roman und denkt EINMAL darüber nach, was in euren Familien passiert und wie es eurer Frau geht!

    Buchinfos

    Autorin: Vera Zischke
    Titel: Ava liebt noch
    Verlag: Ullstein Taschenbuch
    ISBN: 9783548073446
    Seitenanzahl: 320 Seiten
    erschienen (als TB): am 2.1.2026
    Aufmachung: Klappenbroschur
    Genre: Roman
    [werbung, da verlinkung und rezension | das buch habe ich von den buechereien wien ausgeborgt]

  • Rezension | McKenna, Oisín: Hitzetage

    Rezension | McKenna, Oisín: Hitzetage

    <– Klick aufs Cover und gelang direkt zur Buchseite

    So wie es The Guardian schon am Umschlag schreibt, ist dieses Buch tatsächlich: elektrisierend und intim. Ich fand die Lektüre sehr sehr spannend und ich konnte und wollte nicht aufhören, den Roman zu lesen. Und in Wahrheit hätte ich ihn viel lieber in London als in Wien gelesen, wobei ich während des Lesens gefühlsmäßig sowieso in Großbritannien war.

    Kaum zu glauben, dass es sich bei McKennas Werk um einen Debütroman handelt. Mit so viel Leichtigkeit und Liebe zum Detail, mit Beschreibungen von Gefühlen und Erfahrungen wird vom täglichen Leben einiger Wahl-Londoner*innen berichtet, die allesamt ein nicht so einfaches Leben haben und nicht nur einmal mit dem Tod konfrontiert sind. Den Titel kann man in mehrfacher Hinsicht lesen aber er passt definitiv zum Sommer. Eine Lektüre, die so schnell und ob der Schwere dennoch leicht zu lesen ist, die in den Strandkorb passt, aber eigentlich auch vor den Kamin, habe ich selten in Händen gehalten.

    Während vieler Passagen im Roman habe ich an ein Drehbuch denken müssen und wann das Buch denn verfilmt wird. Oisín McKenna hat auch zahlreiche Theaterstücke geschrieben und da wäre es doch auch passend, aus Hitzetage ein Stück zu machen – oder eben einen Film zu drehen. Ich würde ihn mir jedenfalls ansehen! Ganz großes Kino ist es auch ohne Leinwand schon!

    Buchinfos

    Autor: Oisín McKenna
    Titel: Hitzetage
    OT: Evenings and Weekends (2022)
    Verlag: Residenz Verlag
    erschienen (auf Deutsch): 9.2.2026
    ISBN: 9783701718221
    Seitenanzahl: 360 Seiten
    Aufmachung: Hardcover
    Genre: Roman
    [vielen dank an netgalley und den residenzverlag für das e-lexe | werbung, da rezension, verlinkung und nennung]