Kategorie: Rezensionen B

Rezensionen mit Autorennamen B

  • Rezension | Bronsky, Alina: Essen

    Rezension | Bronsky, Alina: Essen

    Mit dem Titel „Essen“ hat Alina Bronsky ein kurzweiliges, humorvolles und mitunter auch nachdenkliches Werk geschaffen, welches ich in kürzester Zeit ausgelesen habe und mir einige Rezepte merken werde. Mit Klick aufs Cover solltet ihr auch zur Buchseite beim Hanser Verlag kommen.

    In zwölf Kapiteln und einem Schlusswort oder „eine Art Nachspeise“, wie es die Autorin nennt, lernen die Lesenden über Alina Bronskys Lieblingsessen genauso wie über ihre Kindheit. Was es mit der Brotzeit, die vor allem in Deutschland und als Jause in Österreich verbreitet ist, auf sich hat, erfahren wir ebenso wie die Zubereitung einer Napoleontorte, die angeblich im Mund beim Essen dahinschmilzt. Neben den Rezepten und den Anekdoten aus Bronskys Kindheit und ihrer Rolle als jungen Mutter gibt sie auch eine Anleitung, wie man denn überhaupt zum Schreiben kommt.

    Das einzige Rezept, das ich garantiert nicht ausprobieren werde, ist das Früchtebrot, obwohl es sich wirklich gut anhört – ich mag nicht so gerne Rosinen …

    Ein Buch, das ich mir auf jeden Fall auch ins Bücherregal stellen würde, denn das Cover finde ich sehr schön und originell, außerdem kann man es auch durchaus als Rezeptbuch verwenden, wenn man wieder mal Lust hat auf eine Napoleontorte.

    Alina Bronskys Schreibstil ist pointiert, lustig und auch manchmal etwas melancholisch. Die Zeit beim Lesen vergeht viel zu schnell und gerne würde man noch viel mehr Kapitel verschlingen, doch die Häppchen lassen einen doch zufrieden zurück. Ich freue mich auf die nächsten Projekte der Autorin!

    Buchinfos

    Autorin: Alina Bronsky
    Titel: Essen
    Verlag: Hanser Berlin
    ISBN: 978-3-446-28152-3
    Seitenanzahl: 112 Seiten
    Aufmachung: Hardcover
    Genre: Kurzgeschichten
    [werbung, da rezension und nennung | vielen dank an netgalley.de und den hanser verlag für das e-leseexemplar)

  • Rezension | Bähr, Julia: Hustle

    Rezension | Bähr, Julia: Hustle

    mit Klick aufs Cover direkt zur Buchseite

    Der Schleimpilz war in eine Sackgasse gewandert und rührte sich nicht mehr. Sie war besorgt. So unkooperativ kannte sie ihn gar nicht.

    Seite 48

    Eine junge Frau findet einen Job in einem Museum, ihr Hobby sind Schleimpilze und dann findet sie sich plötzlich in einem gefährlichen Umfeld wieder. Racheaktionen plant Leonie nun neben ihrem eigentlichen Job, reist mal zu ihren sich ständig streitenden Eltern nach Hause, fährt mit dem besten Freund in den Urlaub, hat eine Beziehung, die dann aber doch nicht so wirklich funtkioniert. Der Nebenjob wird zur wichtigen Geldeinnahmequelle, da München doch ein teures Plätzchen ist. Wohnungsanzeigen schaut sich Leonie sehr oft an, doch zum Ausziehen aus ihrer Ein-Zimmer-Wohnung reicht das trotzdem nicht.

    Der Roman ist sehr witzig geschrieben, es gibt eine Pointen und langweilig wird es nicht. Die Schleimpilzliebe der Protagonistin ist erfrischend, obwohl diese Lebewesen sich nur sehr langsam fortbewegen. Dafür hat Leonie ein rasantes anderes Hobby, nämlich die Racheaktionen für andere Personen gegen Bezahlung durchzuführen. Die Ideen, wie man Rache nehmen kann, sind ebenso gewieft wie spannend und innovativ – das Lesen des Werks macht richtig Spaß.

    Leider ist das Buch nach 314 Seiten auch wieder vorbei und ich hätte gerne noch weitergelesen beziehungsweise ein Ende gehabt, das einen kleinen Abschluss hat. So hängt man ein bisschen in der Luft. Trotzdem eine sehr angenehme Lektüre, die einem feine Lesestunden bereitet.

    Buchdetails

    Autorin: Julia Bähr
    Titel: Hustle
    Verlag: pola Verlag
    ISBN: 978-3-7596-0028-8
    Preis: € 22,00 (D)
    Seitenanzahl: 320 Seiten
    Aufmachung: Hardcover
    Genre: Roman
    erschienen: 26.09.2025
    Hinweis: unbezahlte Werbung | danke an vorablesen.de und den Verlag für das Rezensionsexemplar

  • Rezension | Beer, Alex: Der rote Bote

    Rezension | Beer, Alex: Der rote Bote

    © blanvalet | mit Klick aufs Cover direkt zur Buchseite

    Der dritte Fall für August Emmerich spielt wieder im Wien der 1920er Jahre. Zum zweiten Teil gibt es hier auf Buchwelt ebenfalls eine Rezension – „Die rote Frau“ war der zweite Teil der Reihe.

    August Emmerich, ein etwas unkonventioneller Kommissar in Wien, hat wieder mit Morden zu tun und mit seinem Suchtverhalten. Er ist dem flüssigen Glück, wie er es nennt, nicht abgeneigt, versteckt das Fläschchen Heroin aber trotzdem im hintersten Winkel einer Lade. Sein Assistent Felix Winter kommt ebenfalls wieder vor.

    Die Hungersnot, Arbeitslosigkeit und das traurige und recht düstere Wien der Zwischenkriegszeit wird an vielen Stellen thematisiert. Was ich als in Wien lebende Person sehr ansprechend finde, sind die Beschreibungen der Wege, der Orte, mit welcher Linie man wohin kommt, da ich viele der Straßen und Plätze schon besucht habe oder auch gut kenne. Die Oberzellergasse zum Beispiel oder der Friedhof in St. Marx sind beides keine Unbekannten, auch das Ronacher besuche ich ca. einmal pro Jahr.

    Auch wenn man nicht in Wien lebt, sollte man sich den Roman zu Gemüte führen, denn er ist durchwegs spannend, an manchen Stellen erschreckend und zum Ende hin erschütternd. Da es noch einen vierten und fünften Band gibt, darf am Ende dieses Teils natürlich der Cliffhanger nicht fehlen.

    Buchinfos

    Autorin: Alex Beer
    Titel: Der dunkle Bote
    Reihe: Ein Fall für August Emmerich. #3
    ISBN: 978-3-7341-0897-6
    Aufmachung: Taschenbuch, Broschur
    Verlag: Blanvalet
    erschienen in dieser Aufmachung: 18.05.2020
    Seitenanzahl: 400 Seiten
    Genre: Kriminalroman
    [vielen Dank an den Verlag und ans bloggerportal für das e-Book-Rezensionsexemplar | unbezahlte Werbung | hier geht’s direkt zur Buchseite]

  • Rezension | Bourne, Holly: War’s das jetzt?

    Rezension | Bourne, Holly: War’s das jetzt?

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    Bevor ich noch den inneren Klappentext mit den Pressestimmen gelesen hatte, konnte ich schon Parallelen zu Bridget Jones entdecken. Erst gegen Ende des Buches habe ich vorne mal in den Umschlag geschaut und tadaa – da war auch schon der Vergleich mit der etwas schrulligen Bridget.

    Gleich vorweg: Obwohl „War’s das jetzt?“ über 400 Seiten lang ist, konnte ich es binnen weniger Tage durchlesen. Wovon handelt nun das von Holly Bourne geschriebene Buch?

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  • Rezension | Brandt, Matthias: Blackbird

    Rezension | Brandt, Matthias: Blackbird

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    Eine rote Parkbank, Federn, Boden und Dunkelheit – das alles passt auf’s Cover von Blackbird, dem Debütroman des Autors Matthias Brandt (zuvor kam 2016 sein Erzählband „Raumpatrouille“ heraus).

    Doch ob der Buchumschlag zum Inhalt passt und was es mit dem Titel auf sich hat, werdet ihr gleich erfahren.

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  • Rezension | Barnes, Julian: Die einzige Geschichte

    Rezension | Barnes, Julian: Die einzige Geschichte

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    Es ist irgendwie unheimlich, wenn eines der ersten Bücher, die ich im Jahr 2019 verschlungen habe, schon so gut ist, dass ich es am liebsten als mein Buch des Jahres deklarieren würde. Wie Julian Barnes das mit „Die einzige Geschichte“ schafft, findet man in der folgenden Rezension vielleicht wieder.

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  • Rezension | Beer, Alex: Die rote Frau

    Rezension | Beer, Alex: Die rote Frau

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    Nicht jeder hat das Glück, mit der Autorin persönlich durch das Wien der 1920er Jahre zu schreiten, begleitet von einer kompetenten Fremdenführerin. Im Rahmen eines Instawalks zum Kriminalroman „Die rote Frau“ durfte auch ich als Bloggerin ins unterirdische Wien abtauchen und den Spuren des Ermittlers August Emmerich folgen.

    Wenn ihr genauso gespannt seid auf ein altes Wien wie ich es vor der Lektüre war, dann solltet ihr den Roman unbedingt lesen! Hier noch die Rezension, damit ihr auch wisst, worum es geht:  (mehr …)

  • Rezension | Backman, Fredrik: Kleine Stadt der großen Träume

    Rezension | Backman, Fredrik: Kleine Stadt der großen Träume

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    Zuerst muss ich gestehen, dass ich von der Leseprobe her (klick, um zum PDF zu kommen) etwas anderes erwartet hatte. Die ersten Seiten des Buches muten nämlich wie ein Kriminalroman an, bei dem – so dachte ich – ein Mord geschieht. Man kennt weder Täter noch Opfer, doch fragt man sich während der Lektüre die ganze Zeit, wer die Person denn sein könnte, die da am Anfang einen anderen Menschen mit einer Schusswaffe niederstrecken will. Soviel sei schon jetzt verraten: Es endet ganz anders als man denkt und zumindest eine der zwei Personen hätte man sich vermutlich in dieser Szenerie nicht vorgestellt.

    Kevin, Bobo, Lyt, Benji und noch einige andere trainieren unter dem etwas unkonventionellen Trainer David Eishockey. Sie gehören zur Jugendmannschaft in Björnstadt und sind bei einer Meisterschaft weit gekommen. Um ihre Rivalen in Hed zu schlagen, brauchen sie noch Amat, ein junger Mann, dessen Mutter in der Eishockeyhalle zusammenräumt. Peter ist Sportdirektor bei den Björnstädter Bären, Ehemann von Mira, Vater von Maya und ihrem Bruder. Doch diese Familie ist vom Schicksal gebeutelt, als Mayas erster kleiner Bruder starb. Dann geschieht auch noch ein Unglück mit der fünfzehnjährigen Maya – und vorerst kann nicht mal ihre beste Freundin Ana helfen.

    In diesem Buch geht es nicht nur um viele Einzelschicksale und -geschichten, sondern auch um den Zusammenhalt einer Gesellschaft, einer Mannschaft und einer Familie. Oft wird vom Autor zusammenfassend wiederholt, was gerade erzählt wurde. Das ist in manchen Fällen etwas überflüssig und hindert das eigene Denken, andererseits finde ich das auch gut, denn manchmal kann die Geschichte ob der hohen Anzahl an Personen ganz schön verwirrend sein. Gegen Ende wird es aber leichter, da man mit den handelnden Menschen vertraut ist und sich nicht mehr bei jedem zweiten Namen fragen muss, wer das jetzt noch mal ist.

    Der Schreibstil ist gut. Nicht hervorragend, aber gut. Die Geschichte kann sehr schnell gelesen werden, es gibt kaum Stolpersteine. Sie ist logisch stringent aufgebaut, hat zwar Rück- und Vorausblicke, die aber so klar vom Rest abgegrenzt werden, dass man sich auch hier nicht schwer tut,  wieder in die Gegenwart zurückzukehren. Ein großes, für mich sehr wichtiges, Thema ist die Übersetzung von Eigennamen, in diesem speziellen Fall die Translation von „Björnstad“, einer kleinen schwedischen Stadt. Im Deutschen wird diese ’stad‘ nämlich zu ’stadt‘. Wenn man bedenkt, dass der Originaltitel „Björnstad“ heißt, und dies wiederum „Stadt der Bären/des Bären“ bedeutet, ist es noch trauriger, dass der Name ins Deutsche mit einem zusätzlichen „t“ transferiert wurde.

    Alles in allem ein sehr solider Roman, der in der kalten Jahreszeit für gemütliche und spannende Lesestunden sorgt.

    Buchinfos
    
    Autor: Fredrik Backman
    Titel: Kleine Stadt der großen Träume
    OT: Björnstad
    Verlag: Fischer Krüger
    erschienen: 26.10.2017
    Seitenanzahl: 512 Seiten
    ISBN: 978-3-8105-3043-1
    Genre: Roman
  • Rezension | Brown, Eleanor: Die Lichter von Paris

    Rezension | Brown, Eleanor: Die Lichter von Paris

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    Die ersten Seiten des Buches sind wie im Flug vergangen. Ich konnte „Die Lichter von Paris“ nicht mehr aus der Hand legen. Ein fulminanter Einstieg, der leider an Intensität und Tiefe verloren hat, mit dem Ende aber wieder einiges wett machen konnte.  (mehr …)

  • Rezension | Bakkeid, Heine: … und morgen werde ich dich vermissen

    Rezension | Bakkeid, Heine: … und morgen werde ich dich vermissen

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    Da ich in letzter Zeit ziemlich viele Krimis und Thriller lese und dieser Autor aus dem skandinavischen Raum, der ja bekannt für spannende Werke ist, kommt, musste ich „… und morgen werde ich dich vermissen“ unbedingt lesen. Vom Cover war ich auch gleich hingerissen, da Leuchttürme echt toll sind und die Farbenwahl eine düstere Atmosphäre schafft – genau passend für einen Thriller.

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