Kategorie: Rezensionen B

Rezensionen mit Autorennamen B

  • Rezension | Brooks, Ben: Lolito

    Rezension | Brooks, Ben: Lolito

    lolitoWährend der Lektüre dieses Buches musste ich des Öfteren schmunzeln, um dann wieder sehr hässliche (Kraft)Ausdrücke runterzuschlucken. Der Stil von Ben Brooks ist eigenwillig, aber genial. Zum 15-jährigen Etgar passt die Story und die Sprache komplett gut .(Ich habe erst letztens ein E-Book gelesen, in dem die vulgäre Sprache ähnlich angewendet wurde, aber zum Genre und zum Alter / Lebensstil der Menschen hat das gar nicht gepasst)

    Es geht darum, dass Etgar, verletzt wegen der Tatsache, dass ihn seine Freundin Alice angelogen hat, mit ihr Schluss macht und sich in einen Erwachsenenchat einloggt, um dort seiner Ansicht nach lustige, coole Sprüche zu verbreiten. Macy, eine Lehrerin mittleren Alters, wird auf den Teenie aufmerksam und fängt an, E-Mails mit ihm zu schreiben und auf nicht realem Wege intim mit dem Burschen zu werden. Dieser fühlt sich in der neuartigen Kommunikation mit der älteren Frau sichtlich wohl und arrangiert ein Treffen in einem Londoner Hotel, welches fatale Folgen für beide hat.

    Abgesehen von der – zugegeben – oftmals sehr vulgären Sprache lässt sich der Roman ohne Holpersteine in einem Rutsch durchlesen. Der Inhalt ist klar verständlich, mit dem Protagonisten kann man mitgehen und versteht ihn, obwohl er natürlich nicht so handelt, wie ich das vielleicht als junger Mann getan hätte. Trotzdem schreibt Ben Brooks diesen Charakter nachvollziehbar und verständlich und schafft es, mit Wortwitz ein Schmunzeln (und dreimal sogar ein Lachen) ins Gesicht seiner LeserInnen zu bringen.

    Für mich ein ausgesprochen gutes Werk, welches nicht ausnahmslos in den Jugendbuchsektor eingeordnet werden sollte (deshalb ist es auch ‚für Erwachsene‘), obschon das Alter des Protagonisten sowie das überaus punkige Cover es dazu werden lassen könnten.

    Buchdetails

    Autor: Ben Brooks
    Buchtitel: Lolito
    Verlag: Atrium Verlag
    Erscheinungsjahr: 2015
    Seitenanzahl: 272 Seiten
    ISBN: 978-3-85535-055-1
    Genre: Roman (Erwachsene)
    direkt zur Buchseite: bitte hier klicken

  • Rezension | Bargum, Johan: Septembernovelle

    Rezension | Bargum, Johan: Septembernovelle

    septembernovelleKaum habe ich ‚Septembernovelle‘ von Johan Bargum begonnen, war ich auch schon mitten drin und dann beim Schluss. Die Seiten sprudel nur so vor sich hin und Sätze wiegen sich wie das Gewässer, auf denen gesegelt wird.

    Im Grunde gibt es zwei Monologe, die gehalten werden. In Teil I kommt Olof während einer polizeilichen Befragung zu Wort und Teil II besteht aus Haralds seitenlangem Brief, der aufschlussreich sein soll, den Leser/die Leserin aber dann doch ziemlich sprach- und vor allem ahnungslos zurücklässt.

    Harald kehrt vom gemeinsamen Segeltörn mit Olof nicht zurück. Die beiden verbindet eine Frau, Elin. Diese war, bevor sie mit Olof zusammenkam, mit Harald verheiratet. Und nun ist sie nicht mehr da – ein Unfall? Selbstmord? Olof erhofft sich Antworten auf seine Fragen und deswegen lädt er Harald zum Segeln ein. Oder war es doch eine andere Intention?

    Der Kurzroman von Johan Bargum ist äußerst empfehlenswert, toll geschrieben, voller Metaphern und ergreifenden Momenten, lässt aber viele Fragen offen.

    Buchdetails
    Autor: Johan Bargum
    Titel: Septembernovelle
    Verlag: mareverlag
    erschienen: August 2014
    Seitenanzahl: 112
    ISBN: 978-3-86648-193-0
    bestellbar zum Beispiel bei: Buchkontor
  • Rezension | Bredack, Jan: Vegan für alle

    Rezension | Bredack, Jan: Vegan für alle

    vegan für alle
    Gleich mal ein Veranstaltungshinweis vorweg: Am 13. und 14. Juni 2014 eröffnet Veganz in Wien und zwar mit einem großen Fest! Ich freue mich schon sehr darauf und werde das abgebildete Buch auch mitnehmen, denn es wird eine Signierstunde mit dem Autor von „Vegan für alle“ sowie Gründer der Veganz-Kette geben. Also wer in Wien ist und gerne mal einen rein veganen Supermarkt betreten möchte, sollte sich das nächste Wochenende frei halten!

    Nun aber zum Buch …

    … welches 256 Seiten stark ist und in einem angenehmen laminierten Pappband im Piper Verlag erschienen und seit Mitte April 2014 zu kaufen ist. Die Farbe erinnert ein wenig an Jonathan Safran Foers „Tiere essen“ (orig. eating animals) und soll wohl den gesunden ‚grünen‘ Lebensstil bildlich darstellen.  (mehr …)

  • Rezension | Bürkl, Anni: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

    Rezension | Bürkl, Anni: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

    der mensch lebt nicht vom brot allein
    © KSB Media | Buchcover

    Dank LovelyBooks durfte ich an einer Leserunde eines Genusskrimis teilnehmen, welcher den Namen „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“ trägt. Passend für das Genre, finden sich im Buch zwei Rezepte, die man nachbacken kann, so wie ich das auch gemacht habe. Doch dazu etwas später.

    Der KSB-Verlag hat nicht nur aktuelle Genusskrimis, sondern auch historische im Programm. Im Herbst 2013 erschien eben dieses Exemplar von Anni Bürkl und behandelt die Zeit um Napoleon, kurz nach der französischen Revolution. Handlungsort ist das hungernde Wien. Die Bevölkerung hat nicht viel zu essen, französische Soldaten sind in der Stadt und wie sollte es für einen Krimi anders sein, als dass ein Mensch ermordet wird? (mehr …)

  • Rezension | Briggs, Raymond: O je, du fröhliche

    o je du fröhlicheRevival für den fluchenden Weihnachtsmann

    Der Diogenes Verlag gab mit Dezember 2013 die Neuauflage des überaus komischen Buches ‘O je, du fröhliche’ von Raymond Briggs in einem 40-seitigen Halbleinen-Hardcover heraus. Als Diogenes Kindertaschenbuch wurde es bereits 1979 veröffentlicht und das (englische) Original erschien 1973 bei Hamish Hamilton Children’s Books Ltd in London.

    Etwas schwer fällt mir die Einteilung in die Sparte Kinderbuch oder ‘Literatur für Erwachsene’, denn die Geschenkfahrt des Weihnachtsmannes, der eigentlich viel lieber zu Hause im Bett bleiben würde, ist durchaus witzig und gesellschaftskritisch beschrieben und gezeichnet. So sind die Kaminschächte viel zu schmal, das Wetter zu schlecht oder der Weihnachtsmann hat schlichtweg keine Lust. Am wohlsten scheint er sich zu Hause bei Hund und Katz‘, einem heißen Bad und einem Tee (mit Rum?) zu fühlen. (mehr …)

  • Rezension | Briggs, Raymond: Was macht der Weihnachtsmann im Juli?

    Was macht der Weihnachtsmann im Juli?
    © Diogenes | Buchcover

    Lustige Neuauflage

    Der Diogenes Verlag gab mit Dezember 2013 die Neuauflage des überaus komischen Buches ‚Was macht der Weihnachtsmann im Juli?‘ von Raymond Briggs in einem 40-seitigen Hardcover heraus. Als Diogenes Kindertaschenbuch wurde es bereits 1980 veröffentlicht und das (englische) Original erschien 1975 bei Hamish Hamilton Children’s Books Ltd in London. (mehr …)

  • Rezension | Boden, Stephan: Digger Hamburg. Kleiner segeln, größer leben.

    Digger Hamburg - Kleiner segeln, größer leben.
    © Delius Klasing | Buchcover

    Meine eigene erste – uns bislang letzte – Segelerfahrung liegt nun auch schon wieder mehr als zwei Jahre zurück, doch einige Fachausdrücke waren mir bei der Lektüre glücklicherweise noch geläufig. Für manche LeserInnen ohne Segelerfahrung kann das fehlende Vokabular vielleicht zum Stocken beim Lesen führen, doch auch ohne Insiderwissen liest sich dieses Sachbuch, das eigentlich ein wunderbarer Erfahrungsbericht ist, richtig gut. (mehr …)

  • Rezension | Blubacher, Thomas: Frei und Inspiriert

    Frei und Inspiriert

    Sehnsuchtsorte der Dichter, Denker, Künstler und Aussteiger

    frei und inspiriert
    © Elisabeth Sandmann Verlag | Buchcover

    Auch dieses Buch habe ich wieder auf der Internetplattform von vorablesen.de gewonnen und freue mich, es rezensieren zu dürfen, denn es ist wirklich ein wunderbares Buch geworden. Schon alleine die Aufmachung ist liebevoll und aufwendig, nicht zu vergessen die Qualität des Buches. Es ist in Hardcover erschienen und bietet auf 160 Seiten viele Infos über die Sehnsuchtsorte Ascona, Attersee, Capri, Bali, St. Moritz und Hiddensee sowie deren BesucherInnen. (mehr …)