Rezension | Bürkl, Anni: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

der mensch lebt nicht vom brot allein
© KSB Media | Buchcover

Dank LovelyBooks durfte ich an einer Leserunde eines Genusskrimis teilnehmen, welcher den Namen „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“ trägt. Passend für das Genre, finden sich im Buch zwei Rezepte, die man nachbacken kann, so wie ich das auch gemacht habe. Doch dazu etwas später.

Der KSB-Verlag hat nicht nur aktuelle Genusskrimis, sondern auch historische im Programm. Im Herbst 2013 erschien eben dieses Exemplar von Anni Bürkl und behandelt die Zeit um Napoleon, kurz nach der französischen Revolution. Handlungsort ist das hungernde Wien. Die Bevölkerung hat nicht viel zu essen, französische Soldaten sind in der Stadt und wie sollte es für einen Krimi anders sein, als dass ein Mensch ermordet wird? Dieser heißt Lechner und ist ein ziemlich arroganter und preisehochtreibender Bäckermeister, der mehr Feinde als Freunde besitzt. Deswegen ist auch klar, dass eine große Anzahl an Verdächtigen in Frage kommt. Der Inspektor, der diesen Fall lösen soll – Leon Pölzl – wird mit fünf Personen konfrontiert, die als MörderInnen in Frage kommen. Ist es der Hotelbesitzer Ott, Cafébesitzerin Ida, Prostituierte Theresia, Lehrbub des Ermordeten Theo oder gar die eigene Ehefrau Emily Lechner?

Sprachlich ist der Krimi top. Manchmal erinnert er mich beim Lesen sogar an „Die Morde in der Rue Morgue“ von Edgar Allen Poe und auch das Ende ist in gewisser Weise ähnlich, denn die Autorin beschert dem Leser eine interessante Wendung, die für mich leider nicht ganz so befriedigend war. Dennoch spreche ich hier eine Empfehlung aus, denn die Syntax und Wortwahl – endlich ein paar Wiener bzw. österreichische Ausdrücke in einem Roman – sind nicht 08/15, sondern einzigartig in der Kriminalliteratur dieser Jahre.

Die Rezepte, die im Buch angegeben sind: Café au Lait und Apfeltarte. Beide ‚Gerichte‘ werden in Idas Café der Freiheit angeboten. Ich selbst habe schon sehr oft Café au Lait getrunken und heute die Apfeltarte probiert, welche mir sehr gut gelungen ist und sicher öfter auf den (Nach)Tisch kommt.

20131228_114848
im Ofen
20131228_152332
am Tisch – fertig mit Marmelade bestrichen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vielen Dank an den KSB-Media Verlag für dieses tolle Leseexemplar!
Buchdetails

Autorin: Anni Bürkl
Buchtitel: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein
Verlag: KSB-Media
Erscheinungsjahr: 2013, Gerlingen
Seitenanzahl: 128
ISBN: 978-3-941564-60-2
Preis:€ 12,50

Kommentare

7 Kommentare zu „Rezension | Bürkl, Anni: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“

  1. […] Buch abgedruckt sein? Kleiner Tipp: schaut euch einfach die Rezension dazu auf meiner Webseite an (hier klicken!) – oder vielleicht reicht euch ja schon das […]

  2. […] Es wird spannend. Die Hand befindet sich schon in der Rührschüssel, den Apfel haben wir entfernt, denn der kann mit dem Gewinnerbuch “Der Mensch lebt nicht vom Brot allein” von Anni Bürkl ja nichts anfangen. Wer die Rezension dazu nochmal lesen will, kann ja hier klicken. […]

  3. Avatar von Anni Bürkl

    Vielen Dank nochmals für die originelle Rezension & das Kuchenfoto!

  4. […] einen Krimi aus dem Hause KSB vorgestellt, und zwar war das Anni Bürkls historischer Genusskrimi “Der Mensch lebt nicht vom Brot allein”, welcher mir sehr gut gefallen hat.  Nun gibt es einen neuen Krimi, welcher in der heutigen […]

  5. […] mehr gelesen, dafür freute ich mich umso mehr, dass ich bei LovelyBooks die Chance bekam, diesen Hier geht’s zu einem anderen historischen Roman aus der Feder von Claudius Crönert im Rahmen einer Leserunde genauer unter die Lupe nehmen zu […]

  6. […] Anni Bürkl: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein […]

  7. […] hatte bereits einmal das Vergnügen, einen Krimi von Anni Bürkl zu lesen und zu rezensieren (hier geht’s zur Rezension zu „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“). Jetzt kann ich endlich über einen weiteren berichten, dessen Protagonist Kommissar Nowak ist. Er […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert