Schlagwort: Buchrezension

  • Rezension | Desai, Kiran: Die Einsamkeit von Sonia und Sunny

    Rezension | Desai, Kiran: Die Einsamkeit von Sonia und Sunny

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    Wenn eine*n 752 Seiten nicht abschrecken und man sich auf die lange Lektüre einlässt, dann sei „Die Einsamkeit von Sonia und Sunny“ wärmstens zu empfehlen. Laut Klappentext hat die Booker-Preisträgerin zwanzig Jahre für diesen Roman gebraucht, der es ebenfalls auf die Shortlist des Booker Prize 2025 geschafft hat.

    Im Roman geht es um Familie, Freundschaft, Indien, die USA bzw. Mexiko, auch Venedig spielt eine Rolle. Über die Kultur wird vieles erzählt und erklärt, über Traditionen, Rollenverteilungen aber auch von der Liebe, und das ist vermutlich der Hauptpunkt in der Erzählung.

    Es handelt sich um einen Roman, der stellenweise eine poetische Tiefe entfaltet und insgesamt einen starken Lesesog erzeugt, dem man sich nur schwer entziehen kann.

    Den Abschluss des Werks bilden ein übersichtlicher Stammbaum der Familien von Sonia und Sunny sowie ein Inhaltsverzeichnis, die die Orientierung zusätzlich erleichtern. Insgesamt ist das Buch klar zu empfehlen – die über 750 Seiten verfliegen erstaunlich schnell, und das offene Ende regt noch lange zum Weiterdenken an.

    Buchinfos

    Autorin: Kiran Desai
    Titel: Die Einsamkeit von Sonia und Sunny
    OT: The Loneliness of Sonia and Sunny
    Verlag: S. Fischer Verlag GmbH
    erschienen: 25.3.2026
    ISBN: 978-3-10-015338-8
    Seitenanzahl: 752 Seiten
    Genre: Roman
    [vielen dank an die buchhandlung meines vertrauens für diese empfehlung: hier geht’s zu o*books! | werbung, da rezension und nennung]

  • Rezension | Maxian, Beate: Tod auf der Donau (#15 Sarah-Pauli-Reihe)

    Rezension | Maxian, Beate: Tod auf der Donau (#15 Sarah-Pauli-Reihe)

    mit Klick aufs Cover direkt zur Buchseite auf Goldmann

    Und wieder darf ich einen Krimi rezensieren, diesmal den fünfzehnten Band der Sarah-Pauli-Reihe. Die Krimis spielen in Wien und diesmal war es für mich noch spannender als sonst, denn ich lebe seit mehr als 10 Jahren an der Alten Donau. Genau dort wird auch die Leiche der Modefürstin Elena Thor gefunden. Erst tappen die Ermittler*innen im Dunkeln und auch Martin Stein, der Kriminalist, ist sich noch im Unklaren darüber, warum eine Kette und der gordische Knoten auf einem verlassenen Boot eine Rolle spielen. Sarah Pauli, die Journalistin beziehungsweise Chefredakteurin des Wiener Boten, kennt sich aber mit Bräuchen aus und bringt somit auch den Polizisten auf eine heiße Spur.

    Schnell wird klar, dass es sich beim Mord dieser Person nicht um einen Einzelfall handelt, denn schon Jahre zuvor wurde eine Leiche in der Donau gefunden und kann dann auch noch in Verbindung mit Elena Thor gebracht werden. Wer sind die Nixen, von denen immer wieder die Rede ist? Warum war eine Frau vor dem Haus der Ermordeten? Und welche Rolle spielt das Schlagerduo? Dieser sehr angenehm zu lesende Krimi – ich habe irgendwo schon den Ausdruck „cosy crime“ gelesen – schafft es, ein richtig gutes Gefühl für Wien zu geben und dennoch die Spannung aufrechtzuerhalten, sodass die Buchseiten nur so dahinfliegen. Ein Mitratekrimi für Wien-Fans – endlich wieder mal gelesen 🙂

    Zur Rezension von Band 4 – Der Tote vom Zentralfriedhof – geht’s bitte hier entlang und zur
    Rezension von Band 5 – Tod in der Hofburg – hier

    Der nächste Teil – Tod im Wiener Rathaus – erscheint am 22.4.2026. Am besten ihr bestellt es gleich bei eurer Lieblingsbuchhandlung ums Eck vor (oder bei o*books – sie liefern auch :))
    Und im September folgt Band 17, der bestimmt auch spannend werden wird!

    Buchinfos

    Autorin: Beate Maxian
    Titel: Tod auf der Donau
    Reihe: Sarah-Pauli-Reihe, Band 15
    Verlag: Goldmann
    ISBN: 978-3-442-49594-8
    erschienen: 23.04.2025
    Seitenanzahl: 368 Seiten
    Aufmachung: Taschenbuch, Klappenbroschur
    Genre: Krimi, Wien-Krimi
    [vielen dank an das bloggerportal für das leseexempar | werbung, da nennung und verlinkung]

  • Rezension | Schneider, Anna: Ihr Grab in den Fluten

    Rezension | Schneider, Anna: Ihr Grab in den Fluten

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    Der sechste Teil der Reihe „Grenzfall“ kam Ende Jänner 2026 heraus und ist wieder ein total Hit geworden. Anna Schneider beherrscht ihr Handwerk wie kaum eine andere Autorin und jedes Mal wird die Geschichte um die Kommissarin Alexa Jahn und ihren Kollegen und Vater Bernhard Krammer spannender. Oft ist das Buch so fesselnd, dass man Angst hat, es aus den Händen zu legen, weil man sonst verpassen könnte, was im Roman passiert.

    Ich bin per se jetzt nicht ein großer Krimi-Fan, doch diese Reihe hat es mir angetan. Vom ersten Teil an bin ich fasziniert von der Schreibweise und den unterschiedlichen Erzählsträngen der Autorin. Wie schafft man das, die Spannung in allen Teilen aufrecht zu erhalten?

    Für mich ist es auch immer wieder eine Zeitreise, wenn ich einen „Grenzfall“ zur Hand nehme, denn vor mehr als 14 Jahren waren mein Mann und ich im Karwendelgebiet wandern und das ist ja nicht so weit entfernt von Weilheim. Beziehungsweise gar Lenggries, das Tor zum Karwendelgebirge. Die österreichische Seite, auf der Krammer ermittelt, kenne ich auch gut, da ich schon ein paar Mal in Innsbruck war. Schneider schafft es auch, den ehemaligen Wiener so richtig grantig und mürrisch dastehen zu lassen, obwohl er im Grunde genommen ein sehr angenehmer Kommissar zu sein scheint.

    Zum Inhalt dieses Bandes: Ein Unwetter sondergleichen fällt über das Gebiet und dessen Bewohner herein. Viele Menschen kommen um oder werden vermisst. Die Kripo Weilheim sowie auch die anderen Rettungsorganisationen haben alle Hände voll zu tun. Dann wird Alexa auf der Suche nach Vermissten mit einem Mordopfer konfrontiert, eine Gruppe Jugendlicher bzw. junger Erwachsener sendet keine Lebenszeichen und dazwischen lesen wir die Briefe einer verzweifelten und verlassenen Mutter. Alles in allem also ein richtig spannender Fall und ich freue mich, dass es auch einen Band 7 geben wird!

    Buchinfos

    Autorin: Anna Schneider
    Titel: Grenzfall – Ihr Grab in den Fluten
    Reihe: Jahn und Krammer ermitteln #6
    Verlag: FISCHER Taschenbuch
    erschienen: am 26.1.2026
    ISBN: 978-3-596-71040-9
    Seitenanzahl: 432 Seiten
    Aufmachung: Taschenbuch
    Genre: Kriminalroman
    [vielen dank an netgalley sowie den fischer verlag für das e-leseexemplar | werbung, da rezension, nennung und verlinkung]

  • Rezension Sachbuch | Banville, Julie & Armange, Claire: Stuhl-Yoga

    Rezension Sachbuch | Banville, Julie & Armange, Claire: Stuhl-Yoga

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    Das Buch Stuhl-Yoga von Julie Banville und Claire Armange ist perfekt für Anfänger*innen geeignet, die bis jetzt noch nicht so viel mit Yoga am Hut hatten oder aber auch ein bisschen mehr Unterstützung benötigen, weil sie vielleicht nicht mehr lange genug stehend oder in einer liegenden Position verweilen können. Dennoch spricht das Buch auch fortgeschrittene Yoga-Praktizierende an.

    Der Untertitel des Werkes lautet „Die neue Yoga-Methode für weniger Stress, effektiven Gewichtsverlust und mehr Beweglichkeit“, dazu kommt ein 21-Tage-Programm. Gleich zu Beginn des Buches wird in der Einleitung und in den folgenden Seiten erklärt, wie es zu Stress kommt, welche Ursachen er haben kann und wie Stuhl-Yoga dabei helfen kann, diesen zu reduzieren. Ziemlich schnell werden dann auch die ersten Positionen vorgestellt und in verschiedene Übungen eingeteilt, die zum Beispiel Angstzustände oder Unruhezustände verringern sollen und sogar gegen Symptome einer Depression helfen sollen. Die Übungen werden sowohl mit Worten erklärt als auch mit Bildern dargestellt, sodass man relativ schnell raus hat, wie man seinen Körper bewegt.

    Das 21-Tage-Programm baut auf den 4 Säulen Atmung, Haltungen, Entspannung und Mediation auf. In der ersten Woche soll vor allem an der Atmung und der Haltung gearbeitet werden, in der zweiten Woche kommt die Entspannung anstelle der Atmung (die ja dann schon verinnerlicht wurde) und in der dritten Woche lernt man die Meditation. Das alles in nur 5 Minuten pro Tag. Es gibt auch ein 10- und ein 15-Minuten-Programm, wo dann alle 4 Säulen eingebaut sind.

    Wem das jetzt immer noch nicht genug ist, kann die 21-Tage-Gesundheits-Challenge absolvieren. Dazu gibt es einen Plan zum Abhaken und eine Anleitung, was Vormittags, Tagsüber und am Abend praktiziert werden soll.

    Im hinteren Teil des Buches werden die einzelnen Übungen noch einmal ausführlich dargestellt und Schritt für Schritt beschrieben, sodass man sich wirklich gut auskennt. Außerdem wird bei jeder Position auf mögliche Kontraindikationen eingegangen und darauf hingewiesen, welche Übung man vielleicht nicht machen soll, wenn man beispielsweise Probleme mit der Halswirbelsäule hat.

    Ich werde einige Übungen aus dem Buch in meine Seniorengymnastikeinheiten einfließen lassen und empfehle es gerne weiter.

    Buchinfos

    Autorinnen: Claire Armange & Julie Banville
    Titel: Stuhl-Yoga. Die neue Yoga-Methode für weniger Stress, effektiven Gewichtsverlust und mehr Beweglichkeit
    OT: Yoga sur Chaise
    Verlag: Südwest Verlag
    erschienen: 21.1.2026
    ISBN: 978-3-517-10428-7
    Seitenanzahl: 256 Seiten
    Aufmachung: Paperback, Broschur
    Genre: Sachbuch Bewegung | Yoga
    [werbung da verlinkung und nennung, danke an das bloggerportal für die zurverfügungstellung des rezensionsexemplars]

  • Rezension | Travnicek, Cornelia: Ich erzähle von meinen Beinen

    Rezension | Travnicek, Cornelia: Ich erzähle von meinen Beinen

    ©Picus Verlag | mit Klick aufs Cover direkt zur Buchseite

    Wow, welch ein geniales Buch! Ich mochte den Schreibstil von Cornelia Travnicek schon immer und mit „Ich erzähle von meinen Beinen“ hat sich das noch einmal mehr bestätigt. Eine Frau, Wally, findet bei einem ADHS-Check ihrer Tochter Vallie heraus, dass sie selbst unter ADHS leidet. Travnicek beschreibt die Zustände der Familie und auch Walburgas Gedanken so gut, dass man sich selbst darin wiederfinden kann, wenn man Anzeichen von Hyperaktivität oder irrationalen Ängsten oder kleinen Neurosen bei sich oder bei anderen Personen feststellt. Die unterschiedlich langen Abschnitte – manchmal reichen sie über mehrere Seite, ein anderes Mal steht da genau ein Satz – und verschiedenen Textausrichtungen geben dem Roman noch einmal mehr literarischen Tiefgang. Bei den rechtsbündig ausgerichteten Stellen dürfte es sich direkt um Gedanken von Wally handeln, wohingegen der Blocksatz den Fortlauf der Geschichte markiert. Manchmal scheint es aber auch so, als ob die beiden Ebenen ineinander greifen.

    Das Buch werde ich definitiv empfehlen und weiterschenken. Es ist ein richtig ehrliches Buch, das den Alltag so eindrücklich beschreibt, dass man denkt, selbst Teil davon zu sein. Vieles trifft bestimmt auf mehrere Menschen zu, auch wenn sie nicht von Neurodivergenz „betroffen“ sind.

    Buchinfos

    Autorin: Cornelia Travnicek
    Titel: Ich erzähle von meinen Beinen
    Verlag: Picus
    ISBN: 978-3-7117-2166-2
    Seitenanzahl: 416 Seiten
    erschienen: 25.02.2026
    Genre: Roman
    Aufmachung: gebunden mit Lesebändchen
    [werbung, da verlinkung und rezension | danke an vorablesen.de und den verlag für das leseexemplar]

  • Rezension | Johnson, Daisy: Das Hotel

    Rezension | Johnson, Daisy: Das Hotel

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    Auf dem Cover sieht man schon einen kleinen Text, nämlich folgenden: „Das Hotel weiß alles über dich. Das Hotel kannte dich schon, bevor du angekommen bist.“ Das Foto – ein altes Haus oder eben Hotel, im Hintergrund der Vollmond hinter Wolken fast nicht zu erkennen, eine düstere Landschaft mit verdorrtem Grün.

    Der Inhalt ist in verschieden lange oder eher kurze Kapitel beziehungsweise Kurzgeschichten unterteilt. Darin wirken die Szenen oft verstörend, manchmal wird man direkt mit ins Geschehen genommen und fühlt sich irgendwie unbehaglich, ein anderes Mal ist die Erzählstimme auch etwas weiter weg vom Geschehen und man selbst nicht mittendrin.

    Manchmal wirken die Schauergeschichten wie aufeinander aufbauend oder zusammengehörig, dann auch wieder total in sich abgeschlossen. Es ist schwierig, diese richtig zuzuordnen. Das, was sie gemein haben, ist die Spannung und das Gruseln, das man beim Lesen erlebt.

    Ich würde das Buch generell Menschen empfehlen, die gerne ein wenig Horror beim Lesen haben, die aber vielleicht nicht so viel lesen – denn mit Kurzgeschichten findet man vielleicht schnell wieder ins Lesen hinein und bekommt Lust auf einen längeren Thriller.

    Buchinfos

    Autorin: Daisy Johnson
    Titel: Das Hotel
    OT: The Hotel
    Übersetzung: Birgit Maria Pfaffinger
    Verlag: btb Verlag
    ISBN: 978-3-442-77504-0
    Seitenanzahl: 160 Seiten
    Aufmachung: Taschenbuch
    erschienen: am 8.10.2025
    Genre: Horrorkurzgeschichten
    [vielen dank an den verlag und an das bloggerportal für das rezensionsexemplar | werbung, da nennung und rezension]

  • Rezension | Bronsky, Alina: Essen

    Rezension | Bronsky, Alina: Essen

    Mit dem Titel „Essen“ hat Alina Bronsky ein kurzweiliges, humorvolles und mitunter auch nachdenkliches Werk geschaffen, welches ich in kürzester Zeit ausgelesen habe und mir einige Rezepte merken werde. Mit Klick aufs Cover solltet ihr auch zur Buchseite beim Hanser Verlag kommen.

    In zwölf Kapiteln und einem Schlusswort oder „eine Art Nachspeise“, wie es die Autorin nennt, lernen die Lesenden über Alina Bronskys Lieblingsessen genauso wie über ihre Kindheit. Was es mit der Brotzeit, die vor allem in Deutschland und als Jause in Österreich verbreitet ist, auf sich hat, erfahren wir ebenso wie die Zubereitung einer Napoleontorte, die angeblich im Mund beim Essen dahinschmilzt. Neben den Rezepten und den Anekdoten aus Bronskys Kindheit und ihrer Rolle als jungen Mutter gibt sie auch eine Anleitung, wie man denn überhaupt zum Schreiben kommt.

    Das einzige Rezept, das ich garantiert nicht ausprobieren werde, ist das Früchtebrot, obwohl es sich wirklich gut anhört – ich mag nicht so gerne Rosinen …

    Ein Buch, das ich mir auf jeden Fall auch ins Bücherregal stellen würde, denn das Cover finde ich sehr schön und originell, außerdem kann man es auch durchaus als Rezeptbuch verwenden, wenn man wieder mal Lust hat auf eine Napoleontorte.

    Alina Bronskys Schreibstil ist pointiert, lustig und auch manchmal etwas melancholisch. Die Zeit beim Lesen vergeht viel zu schnell und gerne würde man noch viel mehr Kapitel verschlingen, doch die Häppchen lassen einen doch zufrieden zurück. Ich freue mich auf die nächsten Projekte der Autorin!

    Buchinfos

    Autorin: Alina Bronsky
    Titel: Essen
    Verlag: Hanser Berlin
    ISBN: 978-3-446-28152-3
    Seitenanzahl: 112 Seiten
    Aufmachung: Hardcover
    Genre: Kurzgeschichten
    [werbung, da rezension und nennung | vielen dank an netgalley.de und den hanser verlag für das e-leseexemplar)

  • Rezension | Kresser, Bastian: Verformung

    Rezension | Kresser, Bastian: Verformung

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    Ich habe angefangen zu lesen und konnte nicht mehr aufhören, bis dann leider das Ende da war. Nach diesem Werk werde ich bestimmt auch den nächsten Roman von Bastian Kresser lesen. „Verformung“ habe ich schon mehrfach weiterempfohlen und es lag auch zu Weihnachten unter dem ein oder anderen Baum 😉

    Nun aber mehr zum Werk und zum Inhalt: Als Marc Steiner zu Niels Bergmanns Schmiedekurs kommt, weiß der Berliner noch nicht, mit wem er es zu tun hat. Es entwickelt sich eine Freundschaft, die aber auch viele Geheimnisse birgt. Erst als sich Marc verliebt, scheint er stutzig zu werden. Was hat es mit Niels und seiner Freundin Ruth auf sich? Warum kommen fremde Menschen auf das Gelände? Warum ist alles so geheimnisvoll?
    Bastian Kresser beschreibt seine Figuren so, dass man sich gut in sie hineinversetzen kann, ohne aber schon zu viel zu verraten. Die Geschichte baut sich langsam auf und mit dem Hinzufügen von neuen Personen wird der Erzählstrang in eine andere Richtung gelenkt. Wirklich ein sehr gut gelungener Roman, den ich gerne noch weitere 300 Seiten gelesen hätte.

    Buchinfos

    Autor: Bastian Kresser
    Titel: Verformung
    Verlag: Braumüller
    erschienen: 01.10.2025
    ISBN: 978-3-99200-397-6
    Seitenanzahl: 352 Seiten
    Aufmachung: Buch, gebunden
    Genre: Roman
    [vielen dank an lovelybooks.de, den Autor Bastian Kresser sowie den Verlag für das kostenlose rezensionsexemplar | werbung, da nennung]

  • Rezension | Bähr, Julia: Hustle

    Rezension | Bähr, Julia: Hustle

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    Der Schleimpilz war in eine Sackgasse gewandert und rührte sich nicht mehr. Sie war besorgt. So unkooperativ kannte sie ihn gar nicht.

    Seite 48

    Eine junge Frau findet einen Job in einem Museum, ihr Hobby sind Schleimpilze und dann findet sie sich plötzlich in einem gefährlichen Umfeld wieder. Racheaktionen plant Leonie nun neben ihrem eigentlichen Job, reist mal zu ihren sich ständig streitenden Eltern nach Hause, fährt mit dem besten Freund in den Urlaub, hat eine Beziehung, die dann aber doch nicht so wirklich funtkioniert. Der Nebenjob wird zur wichtigen Geldeinnahmequelle, da München doch ein teures Plätzchen ist. Wohnungsanzeigen schaut sich Leonie sehr oft an, doch zum Ausziehen aus ihrer Ein-Zimmer-Wohnung reicht das trotzdem nicht.

    Der Roman ist sehr witzig geschrieben, es gibt eine Pointen und langweilig wird es nicht. Die Schleimpilzliebe der Protagonistin ist erfrischend, obwohl diese Lebewesen sich nur sehr langsam fortbewegen. Dafür hat Leonie ein rasantes anderes Hobby, nämlich die Racheaktionen für andere Personen gegen Bezahlung durchzuführen. Die Ideen, wie man Rache nehmen kann, sind ebenso gewieft wie spannend und innovativ – das Lesen des Werks macht richtig Spaß.

    Leider ist das Buch nach 314 Seiten auch wieder vorbei und ich hätte gerne noch weitergelesen beziehungsweise ein Ende gehabt, das einen kleinen Abschluss hat. So hängt man ein bisschen in der Luft. Trotzdem eine sehr angenehme Lektüre, die einem feine Lesestunden bereitet.

    Buchdetails

    Autorin: Julia Bähr
    Titel: Hustle
    Verlag: pola Verlag
    ISBN: 978-3-7596-0028-8
    Preis: € 22,00 (D)
    Seitenanzahl: 320 Seiten
    Aufmachung: Hardcover
    Genre: Roman
    erschienen: 26.09.2025
    Hinweis: unbezahlte Werbung | danke an vorablesen.de und den Verlag für das Rezensionsexemplar

  • Rezension | Beer, Alex: Der rote Bote

    Rezension | Beer, Alex: Der rote Bote

    © blanvalet | mit Klick aufs Cover direkt zur Buchseite

    Der dritte Fall für August Emmerich spielt wieder im Wien der 1920er Jahre. Zum zweiten Teil gibt es hier auf Buchwelt ebenfalls eine Rezension – „Die rote Frau“ war der zweite Teil der Reihe.

    August Emmerich, ein etwas unkonventioneller Kommissar in Wien, hat wieder mit Morden zu tun und mit seinem Suchtverhalten. Er ist dem flüssigen Glück, wie er es nennt, nicht abgeneigt, versteckt das Fläschchen Heroin aber trotzdem im hintersten Winkel einer Lade. Sein Assistent Felix Winter kommt ebenfalls wieder vor.

    Die Hungersnot, Arbeitslosigkeit und das traurige und recht düstere Wien der Zwischenkriegszeit wird an vielen Stellen thematisiert. Was ich als in Wien lebende Person sehr ansprechend finde, sind die Beschreibungen der Wege, der Orte, mit welcher Linie man wohin kommt, da ich viele der Straßen und Plätze schon besucht habe oder auch gut kenne. Die Oberzellergasse zum Beispiel oder der Friedhof in St. Marx sind beides keine Unbekannten, auch das Ronacher besuche ich ca. einmal pro Jahr.

    Auch wenn man nicht in Wien lebt, sollte man sich den Roman zu Gemüte führen, denn er ist durchwegs spannend, an manchen Stellen erschreckend und zum Ende hin erschütternd. Da es noch einen vierten und fünften Band gibt, darf am Ende dieses Teils natürlich der Cliffhanger nicht fehlen.

    Buchinfos

    Autorin: Alex Beer
    Titel: Der dunkle Bote
    Reihe: Ein Fall für August Emmerich. #3
    ISBN: 978-3-7341-0897-6
    Aufmachung: Taschenbuch, Broschur
    Verlag: Blanvalet
    erschienen in dieser Aufmachung: 18.05.2020
    Seitenanzahl: 400 Seiten
    Genre: Kriminalroman
    [vielen Dank an den Verlag und ans bloggerportal für das e-Book-Rezensionsexemplar | unbezahlte Werbung | hier geht’s direkt zur Buchseite]