Schlagwort: Buchrezension

  • Rezension | Beer, Alex: Der rote Bote

    Rezension | Beer, Alex: Der rote Bote

    © blanvalet | mit Klick aufs Cover direkt zur Buchseite

    Der dritte Fall für August Emmerich spielt wieder im Wien der 1920er Jahre. Zum zweiten Teil gibt es hier auf Buchwelt ebenfalls eine Rezension – „Die rote Frau“ war der zweite Teil der Reihe.

    August Emmerich, ein etwas unkonventioneller Kommissar in Wien, hat wieder mit Morden zu tun und mit seinem Suchtverhalten. Er ist dem flüssigen Glück, wie er es nennt, nicht abgeneigt, versteckt das Fläschchen Heroin aber trotzdem im hintersten Winkel einer Lade. Sein Assistent Felix Winter kommt ebenfalls wieder vor.

    Die Hungersnot, Arbeitslosigkeit und das traurige und recht düstere Wien der Zwischenkriegszeit wird an vielen Stellen thematisiert. Was ich als in Wien lebende Person sehr ansprechend finde, sind die Beschreibungen der Wege, der Orte, mit welcher Linie man wohin kommt, da ich viele der Straßen und Plätze schon besucht habe oder auch gut kenne. Die Oberzellergasse zum Beispiel oder der Friedhof in St. Marx sind beides keine Unbekannten, auch das Ronacher besuche ich ca. einmal pro Jahr.

    Auch wenn man nicht in Wien lebt, sollte man sich den Roman zu Gemüte führen, denn er ist durchwegs spannend, an manchen Stellen erschreckend und zum Ende hin erschütternd. Da es noch einen vierten und fünften Band gibt, darf am Ende dieses Teils natürlich der Cliffhanger nicht fehlen.

    Buchinfos

    Autorin: Alex Beer
    Titel: Der dunkle Bote
    Reihe: Ein Fall für August Emmerich. #3
    ISBN: 978-3-7341-0897-6
    Aufmachung: Taschenbuch, Broschur
    Verlag: Blanvalet
    erschienen in dieser Aufmachung: 18.05.2020
    Seitenanzahl: 400 Seiten
    Genre: Kriminalroman
    [vielen Dank an den Verlag und ans bloggerportal für das e-Book-Rezensionsexemplar | unbezahlte Werbung | hier geht’s direkt zur Buchseite]

  • Rezension | Kessler, Verena: Gym

    Rezension | Kessler, Verena: Gym

    mit Klick auf’s Cover direkt zur Buchseite

    Dieses Buch habe ich in beziehungsweise durch meine Buchhandlung des Vertrauens entdeckt. Zuerst war es Bianca-Maria Braunshofer, die bei Café Puls das Buch vorstellte. Ich habe daraufhin bei Netgalley die Buchanfrage gestellt und mir die ersten Seiten durchgelesen. Da war ich schon sehr überzeugt. Ein bis zwei Tage später besuchte ich dann besagte Buchhandlung – o*books (hier geht’s zum Geschäft) – und zufällig berichtete die Buchhändlerin einer anderen Kundin im Geschäft über das Werk von Verena Keßler. Jetzt war es um mich geschehen und ich las dann fast in einem Rutsch durch. Und es war …

    Weiterlesen: Rezension | Kessler, Verena: Gym

    Und es war … wahnsinnig gut. Der Roman ist in drei Sätze aufgeteilt – die Fitnessenthusiast*innen unter uns kennen sich damit ja bestens aus. Es geht um eine junge Frau, die aus einer ihr unangenehmen Situation heraus eine Notlüge erfindet und diese so konsequent weiterspielt, dass niemand auf die Wahrheit kommen kann. Diese Schwindelei spielt sich im Fitnessstudio ab, wie auch der überwiegende Teil des Werkes. Ab und zu gibt es Rückblenden in einem durchwegs rasant erzählten Gegenwartsroman.

    Was zu Beginn wie eine fast schon romantisch-kitschige Geschichte anmuten lässt – Stichwort: feministischer Inhaber des Fitnessstudios mit dem Namen MEGA GYM – , verkehrt sich ab der Hälfte des Buches in ein, nun ja, schon fast schmerzhaftes Unterfangen. Das Weglegen des Buches ist dennoch kaum möglich. Zu arg ist die Entwicklung der Protagonistin, die aber doch verstanden werden will. Der dritte Satz hebt sich von den ersten zweien ab, wobei am Ende von der Autorin eine Anspielung kommt, die Platz für weitere Spekulationen und somit ein offenes Ende lässt. Ich hätte ewig weiterlesen können und finde es schade, dass nach drei Sätzen Schluss ist.

    Buchinfos

    Autorin: Verena Keßler
    Buchtitel: Gym
    Verlag: Hanser Berlin
    Genre: Roman
    Seitenanzahl: 192 Seiten
    Aufmachung: Hardcover
    erschienen: 19.08.2025
    ISBN: 978-3-446-28163-9
    Preis: € 23,70 (AT) | € 23,00 (D)
    [es handelt sich bei diesem Exemplar um ein von Netgalley und dem Verlag zur Verfügung gestelltes e-Book | unbezahlte Werbung | hier geht’s direkt zur Buchseite]

  • Rezension | Kröll, Norbert Maria: Die Kuratorin

    Rezension | Kröll, Norbert Maria: Die Kuratorin

    mit Klick aufs Cover direkt zur Buchseite

    Norbert Maria Kröll hat nach seinen beiden Romanen ‚Sanfter Asphalt‘ (2017) und ‚Wer wir wären‘ (2020) einen kunst- und gesellschaftskritischen Roman mit dem Titel ‚Die Kuratorin‘ im Verlag Kremayr&Scheriau herausgegeben. Der Titel gehört der Progatonistin des Buches, welches 2022 erschienen ist und dessen Thema auch in den nächsten Jahren vermutlich noch immer aktuell sein wird. (mehr …)

  • Rezension Kinderbuch | Konecny, Jaromir: Datendetektive 3. Die Zeit läuft!

    Rezension Kinderbuch | Konecny, Jaromir: Datendetektive 3. Die Zeit läuft!

    mit Klick aufs Cover direkt zur Buchseite

    Nun haben wir auch den dritten Teil der Datendetektive von Autor Jaromir Konecny und Illustrator Marek Bláha gelesen. Wenn ihr wissen wollt, worum es in Band 1 und 2 geht, klickt einfach auf nachstehende Verlinkungen:

    Und wenn ihr wissen wollt, worum es im dritten Teil rund um die Detektive Lina, Theo & Leo, Laurin, Vicki und natürlich Brabbelbot geht, dann lest bitte hier weiter: (mehr …)

  • Rezension | Crimp, Imogen: Unser wirkliches Leben

    Rezension | Crimp, Imogen: Unser wirkliches Leben

    mit Klick aufs Cover direkt zur Buchseite

    Eine Frau im Vordergrund des Covers, dahinter ein Mann. In Imogen Crimps Roman Unser wirkliches Leben dreht sich alles um die Gesangsstudentin Anna, die sich in London mit der nicht erfolgreichen Autorin Laurie ein Zimmer bei den Ps teilt, ein sehr skurriles Paar. Auf über 460 Seiten teilen wir das Leben oder die Vorstellungen darüber mit Anna. (mehr …)

  • Rezension | Leo, Maxim: Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße

    Rezension | Leo, Maxim: Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße

    mit Klick aufs Cover direkt zur Buchseite

    Maxim Leo lässt im Roman Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße den Besitzer einer kleinen Videothek zum Helden aufsteigen. Die Geschichte rund um Michael Hartung wird in zwei Zeitebenen erzählt, die miteinander verwoben sind. So erfahren die Lesenden von einem Fluchtmanöver aus der DDR nach Westdeutschland, das keinem geringeren als dem sehr passiven und dem Alkohol nicht abgeneigten Protagonisten zugeschrieben wird. (mehr …)

  • Rezension | Moniz, Dantiel W.: Milch Blut Hitze

    Rezension | Moniz, Dantiel W.: Milch Blut Hitze

    mit Klick aufs Cover direkt zur Buchseite

    Wie spannend und nachhallend können Kurzgeschichten eigentlich sein? Das war es auch, warum ich gefühlt ewig brauchte, um die elf Kurzgeschichten von Dantiel W. Moniz fertigzulesen. Nach einer Geschichte sofort zur nächsten springen war irgendwie nicht drin. Das Gelesene muss hier erst mal sickern.

    Gibt es in Milch Blut Hitze einen roten Faden? Etwas, das immer wieder thematisiert wird? Vielleicht sogar Zusammenhängte? (mehr …)

  • Rezension | Townsend, Sue: The Women who went to bed for a year

    Rezension | Townsend, Sue: The Women who went to bed for a year

    mit Klick aufs Cover direkt zur Verlagsseite (Buch dort in neuer Auflage)

    Zum Jahresbeginn gibt es auf Buchwelt die Rezension von Sue Townsends Werk The Women who went to bed for a year , welches ich auf Englisch gelesen habe.

    Wer kennt The Secret Diaries of Adrian Mole von Sue Townsend? Ich durfte das damals in der Schule lesen und die Sprache der Tagebücher war recht einfach gehalten, sodass es sich anbot, sich im Englischunterricht mit originalsprachlichen Texten auseinanderzusetzen. The Women who went to bed for a year hat an Leichtigkeit in Bezug auf die Sprache nichts verloren und ich kam sehr schnell mit der Lektüre voran. Doch nun mehr zum Inhalt. (mehr …)

  • Rezension Kinderbuch | Der Yoga-Bär

    Rezension Kinderbuch | Der Yoga-Bär

    mit Klick aufs Cover direkt zur Buchseite

    Da ich selbst gerne Yoga praktiziere, kam dieses Buch wie gerufen, denn zur Zeit (es ist grad Mitte August) sind die Kinder in den Sommerferien zuhause und wir unternehmen gemeinsame Dinge. Unter anderem auch Yoga. Vor allem mein jüngster Sohn, der fünfeinhalb Jahre alt ist, mag es sehr, die Übungen im Buch durchzumachen. Sogar ganz selbstständig und alleine. Während ich also ein Fitnessvideo absolvierte, schnappte er sich eine Yogamatte und blätterte die einzelnen Seiten des Buches von Christiane Kerr durch und folgte den Illustrationen von Julia Green, da er selbst noch nicht lesen kann. Bis auf ganz wenige Korrekturen von meiner Seite konnte er alle Übungen super alleine ausführen. Heute habe ich meinen Sohn noch gebeten, dass er seine Lieblingsposition nochmal am Teppich machen soll – für dieses Foto:

    Das ist auch eine meiner Lieblingspositionen 😉 Insgesamt gibt es im Buch 13 Übungen, die sowohl den Rücken und die Atmung beanspruchen – als Ausgleich dazu aber auch Entspannungspositionen, die dann etwa Ruhig bleiben wie der Maulwurf oder Schlafen wie der Bär heißen. Alle Übungen, die im Fließtext vorkommen, sind ganz hinten im Buch (S. 30/31) noch einmal kurz mit Bild und Übersicht erklärt, sodass die Yogapraktizierenden schnell einen Überblick bekommen und gezielt nach ihren Bedürfnissen Ideen finden.

    Insgesamt finde ich das Yoga-Buch sehr gelungen, vor allem, da Kinder dieses selbstständig zur Hand nehmen können. Aber auch für gemeinsame Yoga-Sessions absolut zu empfehlen.

    Buchinfos
    Autorin: Christiane Kerr
    Illustratorin: Julia Green
    Titel: Der Yoga-Bär
    Untertitel: Entspann dich wie die Tiere im Wald.
    Verlag: Ullmann
    ISBN: 978-3-7415-2580-3
    Seitenanzahl: 32
    Aufmachung: Hardcover mit farbigen Illustrationen
    Genre: Mitmachbuch | Kinderbuch | Gesundheit
    Preis: € 9,95 
    empfohlenes (Lese)Alter: ab 4 Jahren
    [vielen dank an literaturtest und den ullmann-verlag für dieses 
    rezensionsexemplar | werbung, da nennung, verlinkung und rezension]

     

  • Rezension | Wells, Benedict: Hard Land

    Rezension | Wells, Benedict: Hard Land

    mit Klick aufs Cover direkt zur Buchseite

    Schon am 1. März 2021 erschien der großartige Coming-of-Age-Roman von Benedict Wells. Gleich vorweg: Es ist ein Werk, welches man sehr schnell lesen wird, denn die Spannung und vor allem der Schreibstil machen es dem/der Lesenden unmöglich, das Buch wegzulegen.

    Wie schon im ersten Satz geschrieben, handelt es sich bei diesem Werk um eines, das einen jugendlichen Protagonisten auf seinem Weg begleitet. (mehr …)