Schlagwort: Buchrezension

  • Rezension | Kessler, Verena: Gym

    Rezension | Kessler, Verena: Gym

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    Dieses Buch habe ich in beziehungsweise durch meine Buchhandlung des Vertrauens entdeckt. Zuerst war es Bianca-Maria Braunshofer, die bei Café Puls das Buch vorstellte. Ich habe daraufhin bei Netgalley die Buchanfrage gestellt und mir die ersten Seiten durchgelesen. Da war ich schon sehr überzeugt. Ein bis zwei Tage später besuchte ich dann besagte Buchhandlung – o*books (hier geht’s zum Geschäft) – und zufällig berichtete die Buchhändlerin einer anderen Kundin im Geschäft über das Werk von Verena Keßler. Jetzt war es um mich geschehen und ich las dann fast in einem Rutsch durch. Und es war …

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    Und es war … wahnsinnig gut. Der Roman ist in drei Sätze aufgeteilt – die Fitnessenthusiast*innen unter uns kennen sich damit ja bestens aus. Es geht um eine junge Frau, die aus einer ihr unangenehmen Situation heraus eine Notlüge erfindet und diese so konsequent weiterspielt, dass niemand auf die Wahrheit kommen kann. Diese Schwindelei spielt sich im Fitnessstudio ab, wie auch der überwiegende Teil des Werkes. Ab und zu gibt es Rückblenden in einem durchwegs rasant erzählten Gegenwartsroman.

    Was zu Beginn wie eine fast schon romantisch-kitschige Geschichte anmuten lässt – Stichwort: feministischer Inhaber des Fitnessstudios mit dem Namen MEGA GYM – , verkehrt sich ab der Hälfte des Buches in ein, nun ja, schon fast schmerzhaftes Unterfangen. Das Weglegen des Buches ist dennoch kaum möglich. Zu arg ist die Entwicklung der Protagonistin, die aber doch verstanden werden will. Der dritte Satz hebt sich von den ersten zweien ab, wobei am Ende von der Autorin eine Anspielung kommt, die Platz für weitere Spekulationen und somit ein offenes Ende lässt. Ich hätte ewig weiterlesen können und finde es schade, dass nach drei Sätzen Schluss ist.

    Buchinfos

    Autorin: Verena Keßler
    Buchtitel: Gym
    Verlag: Hanser Berlin
    Genre: Roman
    Seitenanzahl: 192 Seiten
    Aufmachung: Hardcover
    erschienen: 19.08.2025
    ISBN: 978-3-446-28163-9
    Preis: € 23,70 (AT) | € 23,00 (D)
    [es handelt sich bei diesem Exemplar um ein von Netgalley und dem Verlag zur Verfügung gestelltes e-Book | unbezahlte Werbung | hier geht’s direkt zur Buchseite]

  • Rezension | Kröll, Norbert Maria: Die Kuratorin

    Rezension | Kröll, Norbert Maria: Die Kuratorin

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    Norbert Maria Kröll hat nach seinen beiden Romanen ‚Sanfter Asphalt‘ (2017) und ‚Wer wir wären‘ (2020) einen kunst- und gesellschaftskritischen Roman mit dem Titel ‚Die Kuratorin‘ im Verlag Kremayr&Scheriau herausgegeben. Der Titel gehört der Progatonistin des Buches, welches 2022 erschienen ist und dessen Thema auch in den nächsten Jahren vermutlich noch immer aktuell sein wird. (mehr …)

  • Rezension Kinderbuch | Konecny, Jaromir: Datendetektive 3. Die Zeit läuft!

    Rezension Kinderbuch | Konecny, Jaromir: Datendetektive 3. Die Zeit läuft!

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    Nun haben wir auch den dritten Teil der Datendetektive von Autor Jaromir Konecny und Illustrator Marek Bláha gelesen. Wenn ihr wissen wollt, worum es in Band 1 und 2 geht, klickt einfach auf nachstehende Verlinkungen:

    Und wenn ihr wissen wollt, worum es im dritten Teil rund um die Detektive Lina, Theo & Leo, Laurin, Vicki und natürlich Brabbelbot geht, dann lest bitte hier weiter: (mehr …)

  • Rezension | Crimp, Imogen: Unser wirkliches Leben

    Rezension | Crimp, Imogen: Unser wirkliches Leben

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    Eine Frau im Vordergrund des Covers, dahinter ein Mann. In Imogen Crimps Roman Unser wirkliches Leben dreht sich alles um die Gesangsstudentin Anna, die sich in London mit der nicht erfolgreichen Autorin Laurie ein Zimmer bei den Ps teilt, ein sehr skurriles Paar. Auf über 460 Seiten teilen wir das Leben oder die Vorstellungen darüber mit Anna. (mehr …)

  • Rezension | Leo, Maxim: Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße

    Rezension | Leo, Maxim: Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße

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    Maxim Leo lässt im Roman Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße den Besitzer einer kleinen Videothek zum Helden aufsteigen. Die Geschichte rund um Michael Hartung wird in zwei Zeitebenen erzählt, die miteinander verwoben sind. So erfahren die Lesenden von einem Fluchtmanöver aus der DDR nach Westdeutschland, das keinem geringeren als dem sehr passiven und dem Alkohol nicht abgeneigten Protagonisten zugeschrieben wird. (mehr …)

  • Rezension | Moniz, Dantiel W.: Milch Blut Hitze

    Rezension | Moniz, Dantiel W.: Milch Blut Hitze

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    Wie spannend und nachhallend können Kurzgeschichten eigentlich sein? Das war es auch, warum ich gefühlt ewig brauchte, um die elf Kurzgeschichten von Dantiel W. Moniz fertigzulesen. Nach einer Geschichte sofort zur nächsten springen war irgendwie nicht drin. Das Gelesene muss hier erst mal sickern.

    Gibt es in Milch Blut Hitze einen roten Faden? Etwas, das immer wieder thematisiert wird? Vielleicht sogar Zusammenhängte? (mehr …)

  • Rezension | Townsend, Sue: The Women who went to bed for a year

    Rezension | Townsend, Sue: The Women who went to bed for a year

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    Zum Jahresbeginn gibt es auf Buchwelt die Rezension von Sue Townsends Werk The Women who went to bed for a year , welches ich auf Englisch gelesen habe.

    Wer kennt The Secret Diaries of Adrian Mole von Sue Townsend? Ich durfte das damals in der Schule lesen und die Sprache der Tagebücher war recht einfach gehalten, sodass es sich anbot, sich im Englischunterricht mit originalsprachlichen Texten auseinanderzusetzen. The Women who went to bed for a year hat an Leichtigkeit in Bezug auf die Sprache nichts verloren und ich kam sehr schnell mit der Lektüre voran. Doch nun mehr zum Inhalt. (mehr …)

  • Rezension Kinderbuch | Der Yoga-Bär

    Rezension Kinderbuch | Der Yoga-Bär

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    Da ich selbst gerne Yoga praktiziere, kam dieses Buch wie gerufen, denn zur Zeit (es ist grad Mitte August) sind die Kinder in den Sommerferien zuhause und wir unternehmen gemeinsame Dinge. Unter anderem auch Yoga. Vor allem mein jüngster Sohn, der fünfeinhalb Jahre alt ist, mag es sehr, die Übungen im Buch durchzumachen. Sogar ganz selbstständig und alleine. Während ich also ein Fitnessvideo absolvierte, schnappte er sich eine Yogamatte und blätterte die einzelnen Seiten des Buches von Christiane Kerr durch und folgte den Illustrationen von Julia Green, da er selbst noch nicht lesen kann. Bis auf ganz wenige Korrekturen von meiner Seite konnte er alle Übungen super alleine ausführen. Heute habe ich meinen Sohn noch gebeten, dass er seine Lieblingsposition nochmal am Teppich machen soll – für dieses Foto:

    Das ist auch eine meiner Lieblingspositionen 😉 Insgesamt gibt es im Buch 13 Übungen, die sowohl den Rücken und die Atmung beanspruchen – als Ausgleich dazu aber auch Entspannungspositionen, die dann etwa Ruhig bleiben wie der Maulwurf oder Schlafen wie der Bär heißen. Alle Übungen, die im Fließtext vorkommen, sind ganz hinten im Buch (S. 30/31) noch einmal kurz mit Bild und Übersicht erklärt, sodass die Yogapraktizierenden schnell einen Überblick bekommen und gezielt nach ihren Bedürfnissen Ideen finden.

    Insgesamt finde ich das Yoga-Buch sehr gelungen, vor allem, da Kinder dieses selbstständig zur Hand nehmen können. Aber auch für gemeinsame Yoga-Sessions absolut zu empfehlen.

    Buchinfos
    Autorin: Christiane Kerr
    Illustratorin: Julia Green
    Titel: Der Yoga-Bär
    Untertitel: Entspann dich wie die Tiere im Wald.
    Verlag: Ullmann
    ISBN: 978-3-7415-2580-3
    Seitenanzahl: 32
    Aufmachung: Hardcover mit farbigen Illustrationen
    Genre: Mitmachbuch | Kinderbuch | Gesundheit
    Preis: € 9,95 
    empfohlenes (Lese)Alter: ab 4 Jahren
    [vielen dank an literaturtest und den ullmann-verlag für dieses 
    rezensionsexemplar | werbung, da nennung, verlinkung und rezension]

     

  • Rezension | Wells, Benedict: Hard Land

    Rezension | Wells, Benedict: Hard Land

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    Schon am 1. März 2021 erschien der großartige Coming-of-Age-Roman von Benedict Wells. Gleich vorweg: Es ist ein Werk, welches man sehr schnell lesen wird, denn die Spannung und vor allem der Schreibstil machen es dem/der Lesenden unmöglich, das Buch wegzulegen.

    Wie schon im ersten Satz geschrieben, handelt es sich bei diesem Werk um eines, das einen jugendlichen Protagonisten auf seinem Weg begleitet. (mehr …)

  • Rezension | Knausgård, Karl Ove: Im Winter

    Rezension | Knausgård, Karl Ove: Im Winter

    ©Luchterhand | mit Klick aufs Cover direkt zur Buchseite

    Okay, ich hab das Buch vor dem Herbst ausgelesen, dann gewartet, weil ich es ja – passend zum Titel – im Winter hier auf Buchwelt vorstellen wollte. So vieles kam dazwischen und das Buch lag neben meinem Bett in einer ‚Bücherkiste‘, gemeinsam mit anderen, die darauf warten, rezensiert zu werden. Der Winter ist wieder mal vorbei, aber auf den nächsten kann und will ich nicht warten, sondern präsentiere jetzt Karl Ove Knausgårds Roman „Im Winter“.

    Natürlich fragt man sich zurecht, ob es ein ‚Im Frühling‘ oder ‚Im Sommer‘ auch gibt. Wer diesem Blog folgt und ein Fan des norwegischen Autors ist, der oder die wird sicher festgestellt haben, dass es ein ‚Im Herbst‘ gibt (–> hier geht’s zur Rezension). Und ja, es gibt auch den Frühling und den Sommer. Nur die habe ich (noch) nicht gelesen. Die drei Monate, die das Buch umfasst, beginnen alle mit einem ‚Brief an eine ungeborene Tochter‘. So wird am 2. Dezember, am 1. Jänner und am 29. Jänner das jeweilige Monat eingeläutet. Wunderbare Bilder von Lars Lerin untermalen die einzelnen Seiten des Buches sowie den Umschlag. Es ist ein Gesamtkunstwerk, welches man immer wieder mal zur Hand nehmen kann. Knausgård beschreibt einzelne Beobachtungen so detailgetreu, lässt dann aber auch wieder Platz für eigene Interpretationen oder das Weiterträumen, Nachdenken.

    Überschriften wie „Schneewehen“, „Kanaldeckel“, „Das Ich“ oder „Weihnachtsgeschenke“ laden die Leser•innen ein, darin zu schmökern, einzutauchen und – das passiert hier des Öfteren – über das Leben und den Tod nachzudenken.

    Ein lebensbejahendes, nachdenkliches, voller Liebe gestaltetes und vor allem geschriebenes Buch. Ich bin froh, dass ich es nach längerer Zeit dann doch zur Hand genommen habe und darüber berichten darf.

    Buchinfos
    Autor: Karl Ove Knausgård
    Titel: Im Winter
    OT: Om Vinteren
    Verlag: Luchterhand
    erschienen: November 2017
    ISBN: 978-3-630-87515-6
    Seitenanzahl: 320 Seiten
    Genre: Roman
    Preis: € 22,70
    [vielen dank an den verlag für dieses rezensionsexemplar | werbung, da rezension und verlinkung]