Schlagwort: Rezension

  • Rezension | Bähr, Julia: Hustle

    Rezension | Bähr, Julia: Hustle

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    Der Schleimpilz war in eine Sackgasse gewandert und rührte sich nicht mehr. Sie war besorgt. So unkooperativ kannte sie ihn gar nicht.

    Seite 48

    Eine junge Frau findet einen Job in einem Museum, ihr Hobby sind Schleimpilze und dann findet sie sich plötzlich in einem gefährlichen Umfeld wieder. Racheaktionen plant Leonie nun neben ihrem eigentlichen Job, reist mal zu ihren sich ständig streitenden Eltern nach Hause, fährt mit dem besten Freund in den Urlaub, hat eine Beziehung, die dann aber doch nicht so wirklich funtkioniert. Der Nebenjob wird zur wichtigen Geldeinnahmequelle, da München doch ein teures Plätzchen ist. Wohnungsanzeigen schaut sich Leonie sehr oft an, doch zum Ausziehen aus ihrer Ein-Zimmer-Wohnung reicht das trotzdem nicht.

    Der Roman ist sehr witzig geschrieben, es gibt eine Pointen und langweilig wird es nicht. Die Schleimpilzliebe der Protagonistin ist erfrischend, obwohl diese Lebewesen sich nur sehr langsam fortbewegen. Dafür hat Leonie ein rasantes anderes Hobby, nämlich die Racheaktionen für andere Personen gegen Bezahlung durchzuführen. Die Ideen, wie man Rache nehmen kann, sind ebenso gewieft wie spannend und innovativ – das Lesen des Werks macht richtig Spaß.

    Leider ist das Buch nach 314 Seiten auch wieder vorbei und ich hätte gerne noch weitergelesen beziehungsweise ein Ende gehabt, das einen kleinen Abschluss hat. So hängt man ein bisschen in der Luft. Trotzdem eine sehr angenehme Lektüre, die einem feine Lesestunden bereitet.

    Buchdetails

    Autorin: Julia Bähr
    Titel: Hustle
    Verlag: pola Verlag
    ISBN: 978-3-7596-0028-8
    Preis: € 22,00 (D)
    Seitenanzahl: 320 Seiten
    Aufmachung: Hardcover
    Genre: Roman
    erschienen: 26.09.2025
    Hinweis: unbezahlte Werbung | danke an vorablesen.de und den Verlag für das Rezensionsexemplar

  • Rezension | Beer, Alex: Der rote Bote

    Rezension | Beer, Alex: Der rote Bote

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    Der dritte Fall für August Emmerich spielt wieder im Wien der 1920er Jahre. Zum zweiten Teil gibt es hier auf Buchwelt ebenfalls eine Rezension – „Die rote Frau“ war der zweite Teil der Reihe.

    August Emmerich, ein etwas unkonventioneller Kommissar in Wien, hat wieder mit Morden zu tun und mit seinem Suchtverhalten. Er ist dem flüssigen Glück, wie er es nennt, nicht abgeneigt, versteckt das Fläschchen Heroin aber trotzdem im hintersten Winkel einer Lade. Sein Assistent Felix Winter kommt ebenfalls wieder vor.

    Die Hungersnot, Arbeitslosigkeit und das traurige und recht düstere Wien der Zwischenkriegszeit wird an vielen Stellen thematisiert. Was ich als in Wien lebende Person sehr ansprechend finde, sind die Beschreibungen der Wege, der Orte, mit welcher Linie man wohin kommt, da ich viele der Straßen und Plätze schon besucht habe oder auch gut kenne. Die Oberzellergasse zum Beispiel oder der Friedhof in St. Marx sind beides keine Unbekannten, auch das Ronacher besuche ich ca. einmal pro Jahr.

    Auch wenn man nicht in Wien lebt, sollte man sich den Roman zu Gemüte führen, denn er ist durchwegs spannend, an manchen Stellen erschreckend und zum Ende hin erschütternd. Da es noch einen vierten und fünften Band gibt, darf am Ende dieses Teils natürlich der Cliffhanger nicht fehlen.

    Buchinfos

    Autorin: Alex Beer
    Titel: Der dunkle Bote
    Reihe: Ein Fall für August Emmerich. #3
    ISBN: 978-3-7341-0897-6
    Aufmachung: Taschenbuch, Broschur
    Verlag: Blanvalet
    erschienen in dieser Aufmachung: 18.05.2020
    Seitenanzahl: 400 Seiten
    Genre: Kriminalroman
    [vielen Dank an den Verlag und ans bloggerportal für das e-Book-Rezensionsexemplar | unbezahlte Werbung | hier geht’s direkt zur Buchseite]

  • Rezension | Kessler, Verena: Gym

    Rezension | Kessler, Verena: Gym

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    Dieses Buch habe ich in beziehungsweise durch meine Buchhandlung des Vertrauens entdeckt. Zuerst war es Bianca-Maria Braunshofer, die bei Café Puls das Buch vorstellte. Ich habe daraufhin bei Netgalley die Buchanfrage gestellt und mir die ersten Seiten durchgelesen. Da war ich schon sehr überzeugt. Ein bis zwei Tage später besuchte ich dann besagte Buchhandlung – o*books (hier geht’s zum Geschäft) – und zufällig berichtete die Buchhändlerin einer anderen Kundin im Geschäft über das Werk von Verena Keßler. Jetzt war es um mich geschehen und ich las dann fast in einem Rutsch durch. Und es war …

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    Und es war … wahnsinnig gut. Der Roman ist in drei Sätze aufgeteilt – die Fitnessenthusiast*innen unter uns kennen sich damit ja bestens aus. Es geht um eine junge Frau, die aus einer ihr unangenehmen Situation heraus eine Notlüge erfindet und diese so konsequent weiterspielt, dass niemand auf die Wahrheit kommen kann. Diese Schwindelei spielt sich im Fitnessstudio ab, wie auch der überwiegende Teil des Werkes. Ab und zu gibt es Rückblenden in einem durchwegs rasant erzählten Gegenwartsroman.

    Was zu Beginn wie eine fast schon romantisch-kitschige Geschichte anmuten lässt – Stichwort: feministischer Inhaber des Fitnessstudios mit dem Namen MEGA GYM – , verkehrt sich ab der Hälfte des Buches in ein, nun ja, schon fast schmerzhaftes Unterfangen. Das Weglegen des Buches ist dennoch kaum möglich. Zu arg ist die Entwicklung der Protagonistin, die aber doch verstanden werden will. Der dritte Satz hebt sich von den ersten zweien ab, wobei am Ende von der Autorin eine Anspielung kommt, die Platz für weitere Spekulationen und somit ein offenes Ende lässt. Ich hätte ewig weiterlesen können und finde es schade, dass nach drei Sätzen Schluss ist.

    Buchinfos

    Autorin: Verena Keßler
    Buchtitel: Gym
    Verlag: Hanser Berlin
    Genre: Roman
    Seitenanzahl: 192 Seiten
    Aufmachung: Hardcover
    erschienen: 19.08.2025
    ISBN: 978-3-446-28163-9
    Preis: € 23,70 (AT) | € 23,00 (D)
    [es handelt sich bei diesem Exemplar um ein von Netgalley und dem Verlag zur Verfügung gestelltes e-Book | unbezahlte Werbung | hier geht’s direkt zur Buchseite]

  • Rezension | Schneider, Anna: Grenzfall. In der Stille des Waldes

    Rezension | Schneider, Anna: Grenzfall. In der Stille des Waldes

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    Auch der dritte Fall für die Kommissar:innen Alexa Jahn und Bernhard Krammer hat es in sich. ‚In der Stille des Waldes‘ beginnt mit einem Dachsfund und eingenähtem Babybody. Um diese Dinge kümmert sich Krammer mit seinem österreichischen Team. Währenddessen taucht Jan, der alte Kollege aus ihrer ehemaligen Dienststelle bei Alexa auf und meint, dass der Schuldige in einem früheren Mordfall doch nicht derjenige ist, der schuldig im Gefängnis sitzt. Alexa wurde von ihrem Chef quasi zwangspausiert, nachdem sie an einer Schulterverletzung leidet. Die sehr aktive und pflichtbewusste Frau kann einfach nicht still sitzen und begibt sich mit Jan auf Spurensuche nach dem wahren Täter. (mehr …)

  • Rezension | Kröll, Norbert Maria: Die Kuratorin

    Rezension | Kröll, Norbert Maria: Die Kuratorin

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    Norbert Maria Kröll hat nach seinen beiden Romanen ‚Sanfter Asphalt‘ (2017) und ‚Wer wir wären‘ (2020) einen kunst- und gesellschaftskritischen Roman mit dem Titel ‚Die Kuratorin‘ im Verlag Kremayr&Scheriau herausgegeben. Der Titel gehört der Progatonistin des Buches, welches 2022 erschienen ist und dessen Thema auch in den nächsten Jahren vermutlich noch immer aktuell sein wird. (mehr …)

  • Rezension Kinderbuch | Konecny, Jaromir: Datendetektive. Jagd nach Blackhack. #4

    Rezension Kinderbuch | Konecny, Jaromir: Datendetektive. Jagd nach Blackhack. #4

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    Der Titel des vierten Bandes der Datendetektive hat meine Kinder und auch mich sehr neugierig gemacht. Zumal in den ersten drei Bänden dieser tollen Reihe rund um die Protagonist*innen Theo & Leo,  Laurin und natürlich Vicki (Vickis Media) und Lina mit ihrem Brabbelbot der geheimnisvolle Hacker immer wieder zum Thema wurde und man sich nicht mehr sicher sein konnte, wer für Unruhe in der Schule sorgt.

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  • Rezension | Crimp, Imogen: Unser wirkliches Leben

    Rezension | Crimp, Imogen: Unser wirkliches Leben

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    Eine Frau im Vordergrund des Covers, dahinter ein Mann. In Imogen Crimps Roman Unser wirkliches Leben dreht sich alles um die Gesangsstudentin Anna, die sich in London mit der nicht erfolgreichen Autorin Laurie ein Zimmer bei den Ps teilt, ein sehr skurriles Paar. Auf über 460 Seiten teilen wir das Leben oder die Vorstellungen darüber mit Anna. (mehr …)

  • Rezension | Leo, Maxim: Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße

    Rezension | Leo, Maxim: Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße

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    Maxim Leo lässt im Roman Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße den Besitzer einer kleinen Videothek zum Helden aufsteigen. Die Geschichte rund um Michael Hartung wird in zwei Zeitebenen erzählt, die miteinander verwoben sind. So erfahren die Lesenden von einem Fluchtmanöver aus der DDR nach Westdeutschland, das keinem geringeren als dem sehr passiven und dem Alkohol nicht abgeneigten Protagonisten zugeschrieben wird. (mehr …)

  • Rezension | Moniz, Dantiel W.: Milch Blut Hitze

    Rezension | Moniz, Dantiel W.: Milch Blut Hitze

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    Wie spannend und nachhallend können Kurzgeschichten eigentlich sein? Das war es auch, warum ich gefühlt ewig brauchte, um die elf Kurzgeschichten von Dantiel W. Moniz fertigzulesen. Nach einer Geschichte sofort zur nächsten springen war irgendwie nicht drin. Das Gelesene muss hier erst mal sickern.

    Gibt es in Milch Blut Hitze einen roten Faden? Etwas, das immer wieder thematisiert wird? Vielleicht sogar Zusammenhängte? (mehr …)

  • Rezension | Townsend, Sue: The Women who went to bed for a year

    Rezension | Townsend, Sue: The Women who went to bed for a year

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    Zum Jahresbeginn gibt es auf Buchwelt die Rezension von Sue Townsends Werk The Women who went to bed for a year , welches ich auf Englisch gelesen habe.

    Wer kennt The Secret Diaries of Adrian Mole von Sue Townsend? Ich durfte das damals in der Schule lesen und die Sprache der Tagebücher war recht einfach gehalten, sodass es sich anbot, sich im Englischunterricht mit originalsprachlichen Texten auseinanderzusetzen. The Women who went to bed for a year hat an Leichtigkeit in Bezug auf die Sprache nichts verloren und ich kam sehr schnell mit der Lektüre voran. Doch nun mehr zum Inhalt. (mehr …)