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  • Rezension | Friedmann, John: Das Blaue vom Himmel

    Rezension | Friedmann, John: Das Blaue vom Himmel

    das blaue vom himmelEgal ob in Deutschland oder in den Vereinigten Staaten von Amerika – Joshua Spencer und Sophie Marquard sind da und dort Nachbarn. In München bewohnt der US-Außenpolitiker Spencer mit seiner jungen, hübschen Frau April das Anwesen gegenüber des Gebäudes, in dem Sophie eine über 120 m²-große Wohnung ihr eigen nennt. Als sie eines Tages von ihm beim Joggen wortwörtlich über den Haufen gerannt wird, kommt es Sophie grade recht, dass sie zufälligerweise Einblick in den gesamten E-Mail-Verkehr des nicht ganz so treuen Politikers hat. Dies nutzt sie, aus Unverständnis und Wut gegenüber der Reaktion beim Laufen – nämlich null – unverschämt aus und bringt dadurch selbst den Sicherheitschef Pete Delray ins Trudeln. Und das, obwohl Sophie noch immer tieftraurig über den Verlust ihres Mannes ist. Wenn da nicht ihr bester Freund und Helfer Egon Tegern wäre, der eigentlich selbst auch Hilfe bitter nötig hätte, da er grade seine künstlerische Schaffenspause mit Alkohol ertränkt.

    Was ist dieses Werk nun? Roman? Thriller? Krimi?

    Als reinen Roman würde ich ‚Das blaue vom Himmel‘ nicht abtun, denn er enthält dafür zu viele Crime-Elemente. Und wo, wenn nicht in Miami (Beach), regiert das Millionengeschäft, zu dem Al Berg ein klein wenig beitragen kann. Lügen, Intrigen, Drogenmissbrauch, Beschattung, Untreue und dekadente Parties unter Botox-Behandelten gehören genauso dazu wie eine sanfte Liebesgeschichte.

    Der Lesefluss ist schnell, um nicht zu sagen rasant, umso trauriger wurde ich, als ich, trotz des hohen Lesetempos, immer noch auf einige Grammatikschnitzer aufmerksam wurde (dass – das wurde da nicht einmal verwechselt …). Finde ich immer ein wenig schade, wenn’s sonst gut zu lesen war.

    Alles in allem kann ich das Buch weiterempfehlen und denke, dass eine Fortsetzung kommen kann / wird.

    Vielen Dank an den Autor, an Lovelybooks und den Knaur-Verlag für dieses Leseexemplar!

    Buchinfos
    Autor: John Friedmann
    Titel: Das Blaue vom Himmel
    Verlag: Knaur TB
    erschienen: Februar 2015
    ISBN: 978-3-426-51621-8
    Seitenanzahl: 400 Seiten
    Genre: Roman (mit Thrillerelementen)
    Preis: € 14,99
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  • Rezension | Martin-Lugand, Agnès: Glückliche Menschen küssen auch im Regen

    Rezension | Martin-Lugand, Agnès: Glückliche Menschen küssen auch im Regen

    glückliche menschen küssen auch im regenWieder ein neues Buch für die Blanvalet-Challenge 2015, doch auch ohne einen weiteren Punkt bei dieser Herausforderung abgehakt zu haben, las ich das Buch mit Freuden und Tränen. Na gut, ich habe jetzt nicht Rotz und Wasser geheult, aber gedrückt hat es mich schon das ein oder andere Mal, vor allem auch zu Beginn. Diane, die Protagonistin, ist 32 Jahre alt und hat vor einem Jahr Mann und Tochter bei einem Unfall verloren. Sie hat es bis jetzt, trotz tatkräftiger Unterstützung ihres besten Freundes Félix, nicht geschafft, sich wieder aufzurappeln und ihr Leben weiterzuleben, sondern vergräbt sich in ihre Pariser Wohnung und arbeitet nicht mehr, vom Ausgehen ganz zu schweigen. Félix wird es irgendwann mal zu viel und er schlägt der trauernden Witwe vor, in den Urlaub zu fahren, um ein bisschen Ablenkung zu finden. Doch Diane beschließt. sich für einige Monate ins Ausland, nämlich ins regnerische Irland, zu begeben. Warum gerade dorthin? Weil’s ihrem Mann Colin dort gefallen hätte. Dass sie in Irland einen Mann kennen lernt, ist schon klar, wenn man sich Titel und Cover der deutschen Ausgabe ansieht, doch das Wie und Wer und Was muss von den LeserInnen selbst herausgefunden werden. Nur soviel: ein einwandfreies Happy End darf nicht erwartet werden, was andererseits aber wieder toll ist, denn das Leben an sich ist ja nicht nur happy …

    Jedes Mal, wenn ich einen Roman lese und ihn nach nur wenigen Stunden weglege, war er entweder zu kurz oder zu leicht geschrieben. Dieses Mal traf beides zu, denn mir hat die Geschichte rund um Diane sehr gut gefallen, wäre allerdings noch ausbaufähig gewesen. Zu leicht geschrieben war er, weil mir der Tiefgang gefehlt hat, das Zwischen-den-Zeilen-Lesen, das „Hoppla, ich habe den Satz nicht verstanden, ich muss nochmal drüber“. Sieht man sich das französische Original-Cover an, würde ich einen tiefsinnigen Roman erwarten, der eher schwerfällig anmutet und die LeserInnen in seinen Bann zieht, doch mit dem deutschen Cover und Titel kann man gut mitgehen in einer leichten, doch angenehm zu lesenden Geschichte.  les gens heureuxAuch der französische Titel „Les gens heureux lisent et boivent du café“ (Glückliche Menschen lesen und trinken Kaffee) ist anders als der Deutsche, trifft aber die Seele des Buches mehr.

    Die Autorin, Agnès Martin-Lugand, ist Psychologin und widmet sich seit ihrem Erfolg mit diesem Buch nur noch dem Schreiben. Das Werk wird übrigens verfilmt – könnte mir Gerard Butler und Audrey Tautou als HauptdarstellerInnen vorstellen 😉

    Buchdetails
    Autorin: Agnès Martin-Lugand
    Titel: Glückliche Menschen küssen auch im Regen
    Verlag: blanvalet
    erschienen: 12.1.2015
    Seitenanzahl: 208 Seiten
    Genre: (Frauen)Roman
    ISBN: 978-3-7645-0528-8
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  • Rezension | Krätschmar, Tania: Clara und die Granny-Nannys

    Rezension | Krätschmar, Tania: Clara und die Granny-Nannys

    Clara und die Granny-Nannys von Tania KraetschmarDa ich bei der Blanvalet-Challenge 2015 mitmache, muss natürlich wieder mal ein Roman aus diesem Verlag rezensiert werden. Dieser Titel hat es mir besonders angetan, da  ich nicht gedacht hatte, dass er mir gefallen wird und ich in dann aber in einem Rutsch durch hatte, weil er so leicht und lustig zum Lesen war.

    Der Inhalt

    Clara möchte einen Schritt in Richtung Selbständigkeit gehen und gründet daher eine Agentur, die ältere Damen an Familien vermittelt, die Hilfe bei der Kindererziehung und im Haushalt brauchen. Also ein Au-Pair auf „alt“. Die „Granny-Nannys“, die Clara für ihren Start anheuert, sind grundverschieden und kommen auch in die unterschiedlichsten Familien, die aber eins gemeinsam haben: Sie leben in Berlin. Für die drei Damen, die bisher alle auf dem Land gelebt haben, wird dieser Ausflug auf Zeit zur wahren Erlebnisreise. Suse, Karen und Hanni erleben die verzwicktesten und verrücktesten Situationen und am Ende werden die drei dickste Freundinnen.

    Eigene Meinung

    Wie schon eingangs erwähnt, finde ich diesen Roman echt toll, da er so leicht und flüssig zu lesen ist. Teilweise ist er sogar spannend und man lebt mit den Protagonistinnen mit, wie sie ihre neuen, teilweise sehr skurrilen, Erfahrungen machen. Empfehlen kann ich den Roman allen Frauen (für Männer wahrscheinlich eher nichts), die gerne mit in ein Buch versinken möchten und dennoch kurzweiligen Lesespaß suchen.

    Infos zur Autorin

    Auf den Seiten des Blanvalet-Verlages wird folgendes über Tania Krätschmar berichtet:

    Tania Krätschmar wurde 1960 in Berlin geboren. Nach ihrem Germanistikstudium in Berlin, Florida und New York arbeitete sie als Bookscout in Manhattan. Heute ist sie als Texterin, Übersetzerin, Rezensentin und Autorin tätig. Sie hat einen Sohn und lebt in Berlin.

    Außerdem von ihr bei blanvalet erschienen: Eva und die Apfelfrauen (2013, ISBN: 978-3-442-38112-8)

    Buchdetails

    Autorin: Tania Krätschmar
    Buchtitel: Clara und die Granny-Nannys
    Verlag: Blanvalet
    Erscheinungsjahr: 2014
    Seitenanzahl: 384
    ISBN: 978-3-442-38299-6
    Preis:  € 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 14,90

  • Rezension | Kettu, Katja: Wildauge

    Rezension | Kettu, Katja: Wildauge

    wildaugeMeine Mama wird langsam zur Dauerrezensentin hier auf Buchwelt.co.at. Ich persönlich finde das super, ich hoffe, meine LeserInnen auch! Um euch ein Bild von ihren Rezensionen machen zu können, verlinke ich hier gleich mal die Debüt-Buchvorstellung von ihr: bitte hier klicken.

    Aber nun zum Werk der finnischen Autorin Katja Kettu, welches den Titel „Wildauge“ trägt und bei Galiani Berlin im KiWi-Verlag 2014 erschienen ist.  Andere Rezensionen oder Buchvorstellungen betrachtend, erwartet sich die aufmerksame Leserin / der aufmerksame Leser ein Meisterwerk, zumindest wenn es nach der Sterneanzahl der Bewertungen geht (4 – 5 von 5 Sternen im Durchschnitt). Bei näherer Betrachtung stellt sich allerdings raus, dass der Roman nicht für alle Gemüter geeignet ist, wie auch meine Mama in ihren Worten berichtet:

    Aufgrund des Titels „Wildauge, der interessanten kurzen Beschreibung und der tollen Kritiken wollte ich diesen Roman unbedingt lesen!
    Es handelt sich bei diesem Buch um eine Erzählung aus dem 2. Weltkrieg in Lappland;  obwohl es in diesem Roman auch um Liebe geht,  hörte ich bei Seite 137 (von 415 Seiten, inkl. Anhang, Anmerkungen und Literatur) auf, dieses Buch weiter zu lesen, denn es wurde immer langweiliger und mit Perversitäten wurde nicht gespart. Verständlicherweise ist mir klar, dass Krieg ein grausames Thema ist und es kaum Schönes darüber geschrieben werden kann, doch bei diesem Buch gehen sogar auch etwaige Grausamkeiten des Krieges durch den langweiligen perversen Schreibstil  unter.

    Wenn ihr auch so denkt oder komplett anders, freuen wir (also meine Mama und ich) uns über Anregungen im Kommentarfeld.

    Vielen Dank an das Buchkontor und den KiWi-Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.  Und ein riesengroßes Danke an meine Mama 🙂

    Buchdetails

    Autorin: Katja Kettu
    Buchtitel: Wildauge
    Verlag: Galiani Berlin (bei KiWi)
    Erscheinungsjahr: 2014
    Seitenanzahl: 416 Seiten
    ISBN: 978-3-86971-082-2
    Genre: Roman
    unter anderem hier bestellbar: bitte hier klicken

  • Rezension | Dönhoff, Friedrich: Seeluft

    Rezension | Dönhoff, Friedrich: Seeluft

    seeluft
    Sebastian Fink ermittelt zum dritten Mal. 2013 erschien der Hamburger Krimi im Diogenes Verlag, der im Mai 2014 eine Taschenbuchausgabe von ‚Seeluft‘ herausbrachte.

    Der Klappentext umreißt den Inhalt der Geschichte:

    Zwischen den Aktivisten von Ökopolis und der Hamburger Reederei Köhn herrscht Streit. […] Als am Fischmarkt die Leiche eines Reeders gefunden wird, nimmt Kommissar Sebastian Fink die Ermittlungen auf.

    Und genau diese Ermittlungen werden in die Länge gezogen, da der Kommissar nicht glauben will, dass es sich bei der Leiche des Reeders (Maik Keilenweger) um einen Unfall handelt, sondern um Mord.  (mehr …)

  • Rezension | Coulombeau, Sophie: Nach allem, was passiert ist

    Rezension | Coulombeau, Sophie: Nach allem, was passiert ist

    nach allem, was passiert ist
    Ein weiteres Buch aus dem Kein & Aber Verlag, welches sich in mein Bücherregal geschlichen hat. Der Klappentext verrät schon einiges:

    Vier Erwachsene versetzen sich zurück in ihre Jugend und rekapitulieren die turbulenten Ereignisse nach dem Entschluss, gemeinsam ihre Unschuld zu verlieren. Ihre individuellen Versionen ergänzen oder widersprechen sich. Voller Spannung folgt man jedem neuen Hinweis. Was ist damals wirklich geschehen?

    (mehr …)

  • Gewinnspiel Mai 2014

    Dieses Mal kurz und bündig:

    Hier gibt es ein nagelneues Buch zu gewinnen, und zwar Marc Elsbergs neuen Roman

    ZERO

    © Blanvalet

    Was ihr dafür tun müsst, um ihn zu gewinnen:  (mehr …)

  • Rezension | Moss, Sarah: Schlaflos

    Rezension | Moss, Sarah: Schlaflos

    Moss_Schlaflos_Cover.inddDer Titel ist Programm

    Sarah Moss, eine schottische Schriftstellerin mit Island-Ambitionen, schreibt mit Schlaflos einen Roman, der sich an junge Mütter richtet. Zumindest hat es den Anschein.
    Die selbstbewusste Frau Doktor Anna Bennet lebt mit Ehemann Giles Cassingham und den beiden gemeinsamen Söhnen Raph(ael) und (Ti)Moth(y) auf einer fiktiven Insel namens Colsay. Die Kinder sind sechs und eineinhalb, die Mutter oft verzweifelt, der Vater Ornithololge, der das Verschwinden der Papageientaucher Tag für Tag analysiert. Daneben wird noch ein Haus vermietet und den Urlaubsgästen psychologische Hilfe angeboten.

    Baumpflanzung

    Erst als isländische Apfelbäume in den hauseigenen Garten gesetzt werden, bekommt der Roman eine Wendung. Die Gebeine eines Babys werden gefunden und die Polizei tritt Anna gegenüber sehr vorurteilbehaftet auf. Wobei Frau Doktor sich ja wirklich nicht allzusehr um ihre Kinder kümmert – diese werden mitunter auch alleine im Haus gelassen, damit sie in Ruhe an ihrem Buchprojekt, für welches sie ein Stipendium bekommt, arbeiten kann. (mehr …)