Kategorie: Buchrezension

  • Rezension | Irving, John: In einer Person

    in einer person
    © Diogenes | Buchcover

    Jeder, der einmal versucht hat zu erklären, was in John Irvings Büchern >passiert<, ist wohl gescheitert. Das ist Teil ihrer Qualität. (Holger Kreitling / Die Welt, Berlin

    Dieses Zitat passt wohl ganz gut zu Irvings Werken und speziell zu diesem. Die Handlung dreht sich um den Protagonisten Bill(y) (William) Abbott (Dean) und dessen Willen zu erfahren, wer er eigentlich ist. Dabei begegnet er einigen Personen, die ihn prägen und macht sehr viele Erfahrungen in sexueller Hinsicht, die er dann in seinen Romanen manifestiert. (mehr …)

  • Rezension | Jónsdóttir, Sólveig: Ganze Tage im Café

    ganze tage im café
    © Insel Verlag

    Auf Lovelybooks mache ich bei der Jänner-Challenge mit und dafür durfte ich dieses Buch lesen und rezensieren. Vielen Dank schon mal an den Insel Verlag für die Zurverfügungstellung des Exemplars!

    Normalerweise ist für mich Frauenliteratur eher ein rotes Tuch, doch da der Roman aus Island kommt, kam ich nicht drum herum, ihn zu lesen. Und im Endeffekt stellte sich heraus, dass es nicht nur schmachtende Teenie-Mädls sind, die nur ans Shoppen denken, sondern durchwegs Damen mit realen und ernst zunehmenden Problemen, die als Protagonistinnen dienen. Im Isländischen ist es bereits im Jahr 2012 erschienen und war wochenlang auf der dortigen Bestsellerliste. Ob es das im deutschsprachigen Bereich auch schafft, ist fraglich, denn die Übersetzung aus dem Isländischen, die von Sabine Leskopf sehr gut getroffen wurde, hat auch ihre Eigenheiten. Wenn man mit der Anrede „Mein Liebes“ oder „Meine Mía“ seine Probleme hat, liegt das eher nicht an der Person, die das sagt, sondern an der Sprache und bedeutet eigentlich nicht mehr als „Du, Mía…“. Einige Probleme könnten beim Lesen auftauchen, (mehr …)

  • Rezension | Ottenschläger, Madlen: High Love

    high love
    © Carlsen | Buchcover

    Zuerst möchte ich mich bei Vorablesen.de und dem Carlsen-Verlag für dieses Leseexemplar bedanken. In meiner Jugend habe ich viele Aufklärungsbücher über Drogen und Sekten gelesen, deshalb war es für mich umso spannender, wieder eines dieser Bücher in Händen zu halten. Nun bin ich doppelt so alt wie damals, die Thematik hat sich aber kaum geändert und auch der Schreibstil erinnert an meine Jugend. Das Cover finde ich ausgesprochen gelungen, denn das Liebespaar ist dezent in den Hintergrund gerückt. Es sieht fast wie ein Schattenspiel aus. Dass es sich bei diesem Buch um Drogen (Cannabis, Marihuana) handelt, war schon beim Lesen des Titels klar.  Worum es genau geht, werde ich nun darlegen. (mehr …)

  • Rezension | Bürkl, Anni: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

    Rezension | Bürkl, Anni: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

    der mensch lebt nicht vom brot allein
    © KSB Media | Buchcover

    Dank LovelyBooks durfte ich an einer Leserunde eines Genusskrimis teilnehmen, welcher den Namen „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“ trägt. Passend für das Genre, finden sich im Buch zwei Rezepte, die man nachbacken kann, so wie ich das auch gemacht habe. Doch dazu etwas später.

    Der KSB-Verlag hat nicht nur aktuelle Genusskrimis, sondern auch historische im Programm. Im Herbst 2013 erschien eben dieses Exemplar von Anni Bürkl und behandelt die Zeit um Napoleon, kurz nach der französischen Revolution. Handlungsort ist das hungernde Wien. Die Bevölkerung hat nicht viel zu essen, französische Soldaten sind in der Stadt und wie sollte es für einen Krimi anders sein, als dass ein Mensch ermordet wird? (mehr …)

  • Rezension | Gerður Kristný: Die grüne Bluse meiner Schwester

    Die grüne Bluse meiner Schwester - Gerður Kristný
    © List Verlag | Buchcover

    Der Roman, welcher in Island und die meiste Zeit davon in der Hauptstadt Reykjavík spielt,  ist im Original schon etwas älter. Bátur með segli og allt, so der isländische Titel, erschien bereits 2004, bekam den Halldór Laxness-Preis dafür und wurde nun von Tina Flecken ins Deutsche übersetzt. 304 Seiten stark ist die Geschichte rund um Frida, deren Vater verstarb und auf dessen Begräbnis eine Geburtstagstorte für den 6-jährigen Aron aufgetischt wird. Solche und ähnliche mehr oder minder lustige Szenen finden sich in dem auf 36 Kapiteln aufgeteilten Werk. (mehr …)

  • Rezension | Nowak, Silke: Schneekind

    Cover Schneekind Krimi
    © Silke Nowak | Buchcover

    Gerade rechtzeitig vor Weihnachten erschien der Krimi Schneekind von Neo-Autorin Silke Nowak. Davor, im Sommer 2013, kam der erste Krimi der Germanistin und Philosophin mit dem Titel Auserwählt auf den Markt, dessen Fortsetzung im Juni 2014 (Ein neues Leben) geplant ist.

    Schneekind liest sich flüssig und vor allem auch schnell, denn die 172 Seiten des Printexemplares sind nicht gerade viel für einen Krimi – möchte man meinen. Doch bekanntlich liegt ja in der Kürze die Würze und genau das hat Silke Nowak mit ihrem Buch geschafft. (mehr …)

  • Rezension | Briggs, Raymond: Was macht der Weihnachtsmann im Juli?

    Was macht der Weihnachtsmann im Juli?
    © Diogenes | Buchcover

    Lustige Neuauflage

    Der Diogenes Verlag gab mit Dezember 2013 die Neuauflage des überaus komischen Buches ‚Was macht der Weihnachtsmann im Juli?‘ von Raymond Briggs in einem 40-seitigen Hardcover heraus. Als Diogenes Kindertaschenbuch wurde es bereits 1980 veröffentlicht und das (englische) Original erschien 1975 bei Hamish Hamilton Children’s Books Ltd in London. (mehr …)