Schlagwort: Buchrezension

  • Rezension | Lauser, Boris: Go raw – be alive!

    Rezension | Lauser, Boris: Go raw – be alive!

    go raw - be aliveEin Kochbuch, das sich dem Trend-Thema „Gesunde Ernährung“ widmet, vegane Rezepte liefert (Ausnahme: Honig) und traditionelle Gerichte wie Spaghetti Bolognese auf roh vorstellt. Das sagt der Klappentext:

    Rohkost bedeutet nur Salat und Gemüsesticks zu knabbern? Ab jetzt nicht mehr! Denn die „lebendige Nahrung“ wird nun auch kreativ und vielfältig verarbeitet – es wird gemixt & mariniert, gedörrt & gekeimt. Neben einfachen Basic-Gerichten für jeden Tag, wie grüne Smoothies und Zucchini-Pasta, lassen sich auch Klassiker wie Pizza, Lasagne oder Käsekuchen zubereiten – und sind mindestens genauso lecker wie ihre nicht-rohen Vorbilder. Ein großer Einleitungsteil gibt alle nötigen Informationen zu Produkten, Zubereitungsarten, Geräten und Utensilien, die man für den Einstieg in die Rohkostküche benötigt.

    Ich selbst habe einige der Rezepte ausprobiert und muss sagen, dass alle äußerst geschmacklich waren. Das ist allerdings auch nicht besonders schwer, wenn man nur hochwertige (Bio-)Produkte verwendet, die halt dann doch teurer in der Anschaffung sind. Soja-Lecithin zum Beispiel findet man ja nicht im Diskonter und ich bezweifle, dass geschälte Hanfsamen bei einem gewöhnlichen Supermarkt in Bio-Qualität erhältlich sind. (mehr …)

  • Rezension | Gröls, Marcel: Doktor Gröls‘ Almanach der Literatur

    Rezension | Gröls, Marcel: Doktor Gröls‘ Almanach der Literatur

    dr grols almanach der literaturDas e-Büchlein ist schnell gelesen, denn es hat einen Umfang von etwa 42 Normseiten. Die einzelnen Themen gliedern sich in Kapitel, die teilweise in Tabellenform oder Auflistungen abgedruckt sind. Praktisch ein Sammelsurium an verschiedenen Dingen, die Literatur betreffen. Es finden sich dort u.a. Bestsellerlisten, LiteraturnobelpreisträgerInnen, AutorInnen und deren Todesursache, Erklärungen zu verschiedenen germanistischen Fachbegriffen und noch einiges mehr.

    Ich habe dieses Werk als eBook gelesen und fand es teilweise etwas mühsam, da das Format nicht ganz zum Reader gepasst hat. Außerdem ist ein Almanach der Literatur zum physischen Durchblättern vielleicht auch etwas besser geeignet, da man doch schneller mal Notizen macht oder kurz mal was nachschauen möchte. Im eBook-Reader weiß ich nicht so genau, was auf welcher Seite steht, beim Durchblättern in einem realen Buch ist man da wesentlich schneller. Die Farbgebung des Covers finde ich wunderbar, denn Türkis und Orange harmonieren m.E. ganz gut miteinander. Der Titel ist auch leicht irreführend, denn Marcel Gröls ist zwar Doktor, aber keiner der deutschen Philologie, auch wenn er einen Blog mit dem Namen www.fabelhafte-buecher.de betreibt.

    Alles in allem aber ein gelungener Almanach, der an manchen Stellen ausbaufähig ist. Vielen Dank an den Autor und an LovelyBooks für das Rezensionsexemplar!

    Buchdetails

    Autor: Marcel Gröls
    Buchtitel: Doktor Gröls‘ Almanach der Literatur
    Verlag: Hanser
    Erscheinungsjahr: 2015
    Seitenanzahl: 42 Seiten (83 eBook-Seiten)
    ISBN: 978-3-446-24958-5
    Genre: Sachbuch
    Preis:  € 2,99
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  • Rezension | Hooper, Emma: Etta and Otto and Russell and James

    Rezension | Hooper, Emma: Etta and Otto and Russell and James

    etta and otto and russell and jamesDas Jahr 2015 fängt gut an! Auch für Debütautorin Emma Hooper, deren Erstling mit dem Namen ‚Etta and Otto and Russel and James‘ am 29. Jänner 2015 im Fig Tree-Verlag (Penguin Books) erschienen ist. Das Cover alleine ist schon einen näheren Blick wert, da die Struktur fühlbar ist und einen Hauch von Gold vermittelt (sieht man auf dem hier abgebildeten Cover leider nicht).  Am Buchrücken finden sich Gegenstände, die Protagonistin Etta während ihrer Reise ans Wasser begleiten, sowie der Klappentext, den ich hier wiedergeben möchte:

    Etta’s greatest unfulfilled wish, living in the rolling farmland of Saskatchewan, is to see the see, And so, at the age of eighty-two, she gets up very early one morning, takes a rifle, some chocolate and her best boots, and begins walking the 2,000 miles to the water.

    But Etta is starting to forget things. Her husband, Otto, remembers everything, and he loves her: surely they can balance things out?

    Their neighbour Russell remembers too, but differently – and he still loves Etta as much as he did more than fifty years ago, before she married Otto.

    Der Klappentext sagt schon vieles über den Roman aus, aber nicht, WIE er geschrieben ist. Die Wortwahl ist phänomenal und der Textaufbau wunderbar gestaltet. Es gibt zwei Zeitebenen und mehrere Perspektivenwechsel und Erzählstile. So begegnen wir der jungen Etta, die ihre Schwester Alma verliert, dann Lehrerin wird und Otto in der Schule kennen lernt. Auch Ottos Jugend erschließt sich dem Leser / der Leserin, indem er Briefe an Etta schreibt. Über Russell und Etta erfährt man nicht so viel, aber genug, um zu wissen, dass es nicht immer einfach für Etta und Russell und Otto ist. James, tja, der ist ein Coyote, der Etta auf ihrem Weg ans Wasser begleitet.

    Die einzelnen Kapitel sind unterschiedlich lang, spielen in der Vergangenheit und in der Gegenwart, bilden Briefe ab oder schildern die Erlebnisse Ettas, als sie den langen Weg antritt. Außerdem wird über Ottos Einsamkeit berichtet, bis zum Schluss die einzelnen Passagen so kurz werden, dass sie nur noch vier Zeilen pro Seite ausfüllen – so bleibt sehr viel Platz für eigene Interpretationen. Und die braucht man auch, um von den Fängen des Romans entlassen zu werden, denn das Ende ist ein offenes, das, ohne Zutun von eigenen Gedanken, den Leser unaufgeklärt zurücklässt.

    Für mich jetzt schon ein Anwärter für das Buch des Jahres 2015. Von der Sprache her auch gut für ungeübte EnglischsprecherInnen  geeignet.

    Buchdetails

    Autorin: Emma Hooper
    Buchtitel: Etta and Otto and Russell and James
    Verlag: Fig Tree bei Penguin Books
    Erscheinungsjahr: 2015
    Seitenanzahl: 288 Seiten
    ISBN: 978-0-241-18586-5
    Genre: englischsprachiger Roman
    Preis:  € 10,99 [D], € 11,30 [A], sFr 16,50
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  • Rezension | Stefánsson, Jón Kalman: Das Herz des Menschen

    Rezension | Stefánsson, Jón Kalman: Das Herz des Menschen

    dsa herz des menschen
    Endlich wieder ein Roman aus dem Isländischen von Jón Kalman Stefánsson. Bei diesem handelt es sich um den letzten Teil einer Trilogie mit den Vorgängern ‚Himmel und Hölle‚ sowie ‚Der Schmerz der Engel‚.

    Das sagt übrigens der Klappentext:

    Das menschliche Herz hat zwei Kammern: Die eine heißt Glück, die andere Verzweiflung. – Während in einem verheerenden Sommerunwetter ein Handelsschiff vor den Augen der kleinen isländischen Fischergemeinde in den Fluten versinkt, steht der junge Held des Romans vor der alten Frage: Wählt er die Liebe oder die kurze Leidenschaft? Und wie lässt sich beides voneinander trennen?

    Der erste Satz kommt im Roman auch öfter mal vor und ich persönlich finde ihn wunderschön, wenn auch für mich persönlich nicht immer nachvollziehbar (glücklicherweise). In eben dieser poetischen Weise erzählt Stefánsson die Geschichte des ‚Jungen‘, der mit Jens und Hjalti gemeinsam losgezogen ist, um Ástas Leichnam zu ihrem Bestimmungsort zu bringen. Dort lernt er ein Mädchen kennen und diese begleitet ihn die ganzen 416 Seiten des Romans – wenn auch oft nur in Gedanken.

    Die Kapitel werden nach einem kurzen Zitat mit römischen Ziffern betitelt und sind stellenweise nur zwei Seiten kurz. Der epische Romanstil des Autors trägt dazu bei, dass man richtig in das Buch eintauchen kann und mit dem Protagonisten mitgeht. Ab und zu gibt es allerdings auch Passagen, die für mich etwas langatmig zu lesen waren, da zuviel der Poesie und zu wenig Handlung in das Werk Einzug gehalten hat, aber darüber kann ich im großen und ganzen hinwegsehen.

    Wer gerne tiefsinnige Romane liest, die einen Hauch von Poesie mitbringen und isländische Namen nicht ‚verdeutschen‘, sind bei diesem Werk gut aufgehoben. Ich habe übrigens die ersten zwei Teile nicht gelesen, hatte aber nicht den Eindruck, dass mir etwas fehlt.

    Buchdetails

    Autor: Jón Kalman Stefánsson
    Übersetzer: Karl-Ludwig Wetzig
    Buchtitel: Das Herz des Menschen (orig. Hjarta Mansinns)
    Verlag: Piper Verlag GmbH
    Erscheinungsjahr: 2014, München
    Seitenanzahl: 416 Seiten
    ISBN: 978-3-492-30474-0
    Genre: Romantrilogie
    Preis:  € 10,99 [D], € 11,30 [A], sFr 16,50
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  • Rezension | Krücken, Marika: Flups & Flaps. Auf abenteuerlichen Wegen

    Rezension | Krücken, Marika: Flups & Flaps. Auf abenteuerlichen Wegen

    flups & flapsZwei Eichhörnchen, die unterschiedlich aussehen, aber doch Geschwister sind, schauen sich auf dem Cover an. Der Verlag Pax et Bonum hat in das 52-seitige Paperback-Büchlein mit der Autorin Marika Krücken viel hineingelegt. Nicht nur Illustrationen, die alle paar Seiten die Lektüre verbildlichen, sondern auch reichliche Informationen über Waldbewohner und, was eigentlich noch erwähnenswerter ist, über Moral und das Verhalten gegenüber Mitmenschen.

    Die Geschichte beginnt damit, dass Flups (das weiße weibliche Eichhörnchen) bei der Vorratssuche verschwindet. Ihr Bruder Flaps soll sie suchen, doch er hat keine große Lust dazu. Erst als er anderen Tieren seiner Art begegnet, die nicht sehr gut über Flups sprechen, da sie anders aussieht, macht er sich auf den Weg, um sie zu finden. Endlich gefunden, geht das Abenteuer aber erst richtig los und die beiden jugendlichen Tierchen müssen sich sogar in der Stadt zurecht finden. Ob das gut geht?

    Die Geschichte wird in kurze Kapitel eingeteilt, die sich als Einschlaflektüre oder Vorlesegeschichte zwischendurch eignen. Dabei ist sehr viel Raum für die eigene kindliche Phantasie gegeben. So könnten Kinder dazu Zeichnungen anfertigen, wo gewisse Passagen dargestellt werden können oder nach einem Kapitel selbst weitererzählen – und dann mit dem Text vergleichen.

    Ich persönlich fand das Buch wundervoll und informativ sowie moralisch gut aufgebaut. Da steckt einiges drin und ich würde mir wünschen, wenn es eine Fortsetzung geben würde.

    Buchdetails

    Autorin: Marika Krücken
    Illustrator: Stefan Bischoff
    Buchtitel: Flups & Flaps
    Verlag: pax et bonum
    Erscheinungsjahr: 2014
    Seitenanzahl: 52
    ISBN: 978-3943650655
    Altersempfehlung: ab ca. 3 Jahren
    Preis:  € 13,90

  • Rezension | Layaz, Michel: Die fröhliche Moritat von der Bleibe

    Rezension | Layaz, Michel: Die fröhliche Moritat von der Bleibe

    die fröhliche moritat von der bleibe
    Das vorliegende Buch erschien in der deutschen Übersetzung von Yla M. von Dach in einem Verlag mit dem Namen ‚die brotsuppe‘, welcher im schweizerischen Biel (Bienne) angesiedelt ist. In Österreich gibt es meines Wissens nach (noch) keine Verlagsvertretung, was ich persönlich schade finde, denn die Bücher, die ich bis jetzt in Händen gehalten haben, haben durchaus Potenzial und sind schön gemacht: Umschlag, Einband, Lesebändchen. Da passt einfach alles.

    „Die fröhliche Moritat von der Bleibe“ heißt im französischsprachigen Original ‚La joyeuse complainte de l‘idiot‘, was auch ein wenig bezeichnender für den Roman ist als das deutsche Pendant. Allerdings lässt die Übersetzung mehr Spielraum für die eigenen Gedanken und Impressionen, die einen durch das Lesen unwillkürlich und unvermeidlich aufsuchen. So kann man in der ‚Bleibe‘ – wie sie vom Protagonisten genannt wird – ein Jungeninternat, ein Irrenhaus oder gar ein Altersheim sehen. Ganz klar wird die Sache nie, aber das ist auch nicht das erklärte Ziel des Romans.

    Nicht nur der Protagonist, der sich in den ersten Seiten schon dermaßen über das ‚Doppel-n‘ der Bleibe-Chefin Vivianne aufregt, sondern auch alle anderen TeilnehmerInnen des Werkes sind – auf gut Deutsch – nicht ganz dicht. Oder halt doch, auf ihre eigene Art und Weise. Der Hauswart-Gärtner oder Gärtner-Hauswart Hadrien; der nicht recht glücklich wirkende Arzt, obschon er auf den Namen Felix hört; Empfangsdame Mademoiselle Joisette – alle haben ihre Bestimmung in der Bleibe gefunden und werden auch nacheinander in einzelnen Kapiteln charakterisiert.

    Ein Werk, bei dem es mich etwas wundert, dass es zehn Jahre gedauert hat, bis es in einer deutschen Version auf den Markt gekommen ist, denn die Lektüre bereitet einem einzig und allein Vergnügen und einige Stunden an philosophischem Denken über die ‚Normalität‘.

    Buchdetails

    Autor: Michel Layaz
    Übersetzer: Yla M. von Dach
    Buchtitel: Die fröhliche Moritat von der Bleibe
    Verlag: verlag die brotsuppe
    Erscheinungsjahr: 2014, Biel/Bienne
    Seitenanzahl: 128 Seiten
    ISBN: 978-3-905689-51-8
    Genre: Roman
    Preis:  (D) € 21,00 | (CH) CHF 25,00

  • Rezension | Lehane, Dennis: The Drop – Bargeld

    Rezension | Lehane, Dennis: The Drop – Bargeld

    the drop bargeldEndlich wieder kam ich in den Genuss, einen Roman von Dennis Lehane zu lesen.  Mein erster war ‚In der Nacht‘ (hier geht’s zur Rezension), welcher mir schon außerordentlich gut gefallen hat, vor allem der Stil des amerikanischen Autors, der unter anderem ‚Shutter Island‚ und ‚Mystic River‚ geschrieben hat. Diese beiden Filme wurden, eben auch wie jünstens  ‚The Drop‚ (Kinostart in Deutschland Dezember 2014) verfilmt.

    Worum es geht, ist schnell erklärt: Die Bar von Cousin Marv und seinem Mitarbeiter Bob Saginowski wird überfallen, naja, eigentlich ist es ja gar nicht Cousin Marvs Bar, sondern die von viel mächtigeren Kriminellen. In dieser sogenannten Drop Bar arbeitet Bob, der auf den ersten Blick ganz nett und ruhig scheint. Auch, als er einem Hund das Leben rettet, indem er das verletzte Tier aus der Mülltonne befreit und mit zu sich nimmt, sympathisiert man sich mit ihm. Und Nadia ist auch nicht abgeneigt von Bob. Doch als eines Tages Eric, ein sehr gefährlicher Gangster, der schon öfters für länger im Gefängnis saß, seinen Hund zurückhaben will und Geld von Bob fordert, beginnt die Fassade zu bröckeln.

    Wer einmal etwas von Dennis Lehane gelesen hat, wird so schnell nicht mehr von diesem Autor loskommen. Mein nächster Roman von ihm – Mystic River – liegt schon bereit …

    Buchdetails

    Autor: Dennis Lehane
    Buchtitel: The Drop – Bargeld
    Verlag: Diogenes Verlag
    Erscheinungsjahr: 2014, Zürich
    Seitenanzahl: 224
    ISBN: 978-3-257-06915-0
    Preis:  (D) € 19.90 / (A)  € 20.50 / sFr28.90*

  • Rezension | Leo, Maxim: Waidmannstod

    Rezension | Leo, Maxim: Waidmannstod

    waidmannstod
    Dieses Mal hat meine Mama für mich die Lese- und Rezensionsarbeit übernommen, aber ich denke, dass es ihr ganz gut gefallen hat, denn sonst wäre sie nicht so schnell mit diesem Buch aus dem Kiwi-Verlag durch gewesen.
    Hier ihre Eindrücke:
    Ich habe gestern Morgen mit dem (288 seitigen) Buch begonnen und mich hat dieser Krimi so gefesselt, dass ich gar nicht aufhören konnte zu lesen und um 22:00 Uhr mit diesem sehr gut geschriebenen, sehr spannenden Kriminalroman fertig war:
    Der Kommissar Voss läßt sich wegen der kranken Mutter wieder in seine alte Heimat zurück versetzen (schon aufgrund der Beschreibung der brandenburgischen Heimat des Voss lässt in mir den Wunsch aufkeimen, das Bundesland Brandenburg mal zu sehen -ich muss unbedingt dorthin – dies nur am Rande) und schon wurde ein Mensch umgebracht; viele Verdächtige, viele verschiedene Motive wie Windräder, für die, die schönen Wäldern weichen müssten; korrupter Notar, vergangene Liebschaften; bis die 2. Leiche gefunden wird, da wird es nun noch verwirrender und bis zum Schluss, der total anders ist, als man denkt, sehr spannend!  In diesem Krimi wird auch sehr gut beschrieben, wie sich ein Team „zusammenraufen“ kann, dank Voss!
    Bei ‚Waidmannstod‘ handelt es sich um den ersten Fall für Kommissar Voss und man darf gespannt sein, ob / wann ein nächster herauskommen wird.
    An dieser Stelle geht mein Dank an meine Mama, die so schön über ihre Eindrücke geschrieben hat, an den KiWi-Verlag und dessen österreichischen Verlagsvertreter Buchkontor, welches mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
    Buchdetails
    Autor: Maxim Leo
    Titel: Waidmannstod
    Genre: Krimi
    Verlag: Kiepenheuer und Witsch 
    erschienen: 9/2014
    Seitenanzahl: 288 Seiten
    ISBN: 978-3-462-30824-2
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    bestellbar hier: Buchkontor-Shop
  • Rezension | Valeur, Erik: Das siebte Kind

    Rezension | Valeur, Erik: Das siebte Kind

    das siebte kindIch hatte das Glück und bekam bei der Blogger-Aktion des blanvalet-Verlages die Möglichkeit, dieses Buch zu lesen und zu rezensieren. Schon alleine der Klappentext machte mich neugierig und als ich erfuhr, dass es ganze 800 Seiten hat, war ich noch gespannter, wie sich die Geschichte entwickelt.

    Hier der Klappentext:

    Sieben Waisenkinder aus Kongslund. Was ihnen angetan wurde, ist unverzeihlich. Und als würde ein Fluch auf ihnen liegen, haben sie alle schwere Schuld auf sich geladen. Marie, eines jener sieben Waisenkinder, hat den Werdegang ihrer einstigen Heimfreunde über Jahre und Jahrzehnte verfolgt. Als Erwachsene ruft sie alle zusammen. Aber will sie wirklich, dass ihnen allen endlich Gerechtigkeit widerfährt? Oder trachtet sie vielmehr einzig nach Abrechnung?

    Inhalt und Aufbau

    In 40 Kapiteln wird das Leben von Marie, teilweise aus ihrer eigenen Perspektive, geschildert. Dabei hat es das damals unerwünschte Kind nicht leicht, denn sie musste im Kinderheim Kongslund bleiben, weil sie niemand adoptieren wollte. Während der ganzen Zeit ist sie ständig damit beschäftigt, ihre Leidensgenossinnen aus der Zeit der Elefantenstube zu finden und sie zu beobachten. Erst im Erwachsenenalter findet sie einen Weg, dass sie sich alle wiedersehen, aber leider bleibt der Eklat nicht aus.

    Nach jedem Kapitelnamen gibt es kursive Passagen aus den Tagebüchern Maries, und dann beginnt die eigentliche Erzählung. Spannend ist der Roman von Anfang bis Ende, allerdings schleichen sich Szenen ein, die beim Lesen übersprungen werden können und mit der ursprünglichen Geschichte in keinem engen Zusammenhang stehen. Aber gerade diese Tatsache macht das Werk aus, denn der Leser wird auf eine falsche Fährte geführt und muss wohl oder übel über gewisse Fakten nachdenken – sind sie nun für die Auflösung des ‚Falles‘ notwendig oder nicht? Kann das tatsächlich passiert sein oder ist die Tragödie nur der kindlichen Phantasie entsprungen?

    Der Debütroman von Erik Valeur hat es in sich – nicht nur die sprachlich überzeugende Art, sondern auch der Fortgang der Geschichte fesseln und lassen einen den Roman nicht mehr aus den Händen legen. Der Nachteil ist das Gewicht, denn wer möchte schon einen 800-Seiten-Schmöker mit sich in der Handtasche rumschleppen? Fängt man allerdings mit der Lektüre an, kommt man kaum drum rum 😉

    Fazit

    Politischer Psychothriller mit turbulentem und unerwartetem Ende, der mitfühlend und verständnisvoll von seinen (manchmal auch sehr negativ handelnden) Personen erzählt.

    Buchdetails
    Autor: Erik Valeur
    Titel: Das siebte Kind (Det syvende barn)
    Verlag: blanvalet
    erschienen: 2014
    Seitenanzahl: 800
    ISBN: 978-3-7645-0504-2
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  • Rezension | Canal, Anne von: Der Grund

    Rezension | Canal, Anne von: Der Grund

    der grundVom ersten Moment an, als ich dieses Cover gesehen habe, wusste ich, dass ich das Werk von Anne von Canal lesen muss. Das liegt einerseits an den wunderbaren Farben und der Titelkomposition, andererseits am Flügel mit dem typischen Klavierschemel, denn ich habe auch als Jugendliche gespielt.

    Dass es dann tatsächlich um einen angehenden Klaviervirtuosen geht, überraschte mich nicht. Dafür die Aufmachung des Romans, der auf zwei Ebenen seinen Fortlauf findet. Einerseits gibt es Logbucheinträge eines Kreuzfahrtsklavierspielers, andererseits die Familiengeschichte oder besser gesagt -tragödie von Laurits. Die Erzählperspektive im letztgenannten Teil (Schiff und Geschichte wechseln immer wieder ab) finde ich grandios. Ein außenstehender Erzähler berichtet von der Geschichte rund um die Familie, aber mit einem besonderen Fokus auf Laurits, sodass man sich an manchen Stellen nicht sicher ist, ob nicht auch diese Dinge von Laurits so erlebt wurden. Mit diesen Dingen meine ich seine Kinderheit, die Jugend, seine Ehe mit Silja, deren gemeinsames Kind Liis und die nie ganz erloschene Flamme, professioneller Klavierspieler zu werden.

    Generell finde ich die Sprache und den Fortgang der Geschichte sehr schön und stimmig, an vielen Stellen traurig und deprimierend, an manchen aufreibend und erschütternd. Ein wunderbares Debüt also. Was will man mehr?

    Vielen Dank an dieser Stelle an die mare-Verlagsvertretung in Wien, Buchkontor, für die Zurverfügungstellung dieses Rezensionsexemplars!

    Buchdetails
    Autorin: Anne von Canal
    Buchtitel: Der Grund
    Verlag: mare Verlag
    erschienen: 2014
    Seitenanzahl: 272
    ISBN: 978-3-86648-196-1
    zu kaufen zum Beispiel hier: Buchkontor