Diese Rezension fällt mir besonders schwer, denn die offizielle Erstausgabe erschien vor fast einhundert Jahren, und zwar 1919. Zu diesem Zeitpunkt gab’s keinen Kaiser mehr in Österreich und somit konnte das Buch auch niemanden mehr echauffieren.
Heinrich Mann war der ältere Bruder des viel erfolgreicheren Thomas Mann (Buddenbrooks, Der Zauberberg,…). Doch zu ihm möchte ich hier gar nicht viel sagen, denn die Eckdaten wie Geburtstag, Werdegang etc. kann man bei Interesse ja im Internet nachschlagen. Viel mehr möchte ich mich auf den Inhalt beziehungsweise die Aufmachung konzentrieren. (mehr …)
Wer kennt das heute noch – Ehrenmorde? Wieso geht in manchen Kulturen die Ehre über das Leben der Familienmitglieder, ja sogar der eigenen Mutter? Diese Fragen beantwortet das Buch zum Teil, doch verstehen kann ich es persönlich nicht.
In der Geschichte geht es um Jamila und Pembe, Zwillingsschwestern, die es nicht sehr leicht hatten in ihrer Kindheit und Jugend. Jamilas Liebe, Adem, heiratet Pembe (aus Ehre), diese wiederum geht nach London und lässt ihre Schwester als alleinstehende Hebamme zurück. Pembes und Adems Ehe funktioniert nicht sehr gut, dennoch entstehen 3 Kinder: Iskender, Esma und Yunus. Über kurz oder lang trennt sich das Paar.
Nicht nur Adem findet Gefallen an anderen Menschen (Frauen), auch Pembe findet jemanden, der sie berührt. Und das gefällt Iskender nicht und er begeht einen Mord… (mehr …)
Am 14. März 2014 erschien das Buch „Das Leben ist (k)ein Ponyhof“ von Britta Sabbag als ePremiere* im Bastei Lübbe-Verlag. Ich habe es bereits gelesen und stelle das Buch, dessen Cover in gelb gehalten ist, nun mal vor. Das dazugehörige Taschenbuch erscheint übrigens am 15. April 2014.
*Eine ePremiere ist laut Verlag faster than print und somit für alle E-Book Leserinnen schon ein bis zwei Monate vor dem Erscheinungstermin des physischen Buches erhältlich.
Hier geht’s übrigens zum Interview mit der Autorin:
Britta Sabbag, die schon mehrere Romane und ein Jugendbuch verfasst hat, widmet sich nun einer jungen Dame namens Antonia, die in der Großstadt Karriere machen will. Alles scheint perfekt: Ihr Job in einer renommierten Kanzlei, wo sie bald als Partnerin vorgeschlagen werden soll und ihr Bald-Ehemann Carl, mit dem sie sich in jedem Punkt einig ist. Zumindest bis zu dem Tag, an dem Inge (Antonias Mutter) für drei Wochen nach Indien reist und ihren etwas senilen Ehemann Walter (Antonias Stiefvater) allein lässt. Beziehungsweise eben nicht, denn Tönchen, wie Walter seine Stieftochter liebevoll nennt, soll nach dem Rechten sehen, und das in dem kleinen, verschlafenen Dorf ihrer Kindheit. (mehr …)
Linus ist 16, lebt auf der Straße und wird in einen Bunker gesperrt. Gemeinsam mit fünf anderen (zwei Frauen, eine davon erst neun Jahre alt, drei Männer) befindet er sich auf engstem Raum ohne Tageslicht und als einzigen Zugangspunkt nur einen Lift, den man scheinbar nur von „oben“ steuern kann.
Die Idee ist gut, wenn auch schon mal da gewesen. Wie der Titel schon verrät, handelt es sich um ein Tagebuch, welches von Linus geschrieben wird und über circa zwei Monate geht. Dabei kommen nicht nur tagesaktuelle Gedankengänge vor, sondern auch Rückblenden in das verkorkste Leben des Jugendlichen. Direkte Reden machen das „Bunker Diary“ lebendig. Im letzten Drittel, als zwei Zettel auftauchen, erinnert es aber schon sehr an die „Saw-Filme“ und ab da war’s für mich dann auch eher uninteressant. Auf jeden Fall lesenswert waren aber die inneren Monologe, die zwangsläufig entstehen, wenn man Tagebuch schreibt. (mehr …)
Ein Debütroman der Extraklasse made in Germany – das darf man sich nicht entgehen lassen. So oder so ähnlich wird das wohl auch der Blumenbar-Verlag gesehen haben und hat Nina Sahms Werk mit dem romanbeherrschenden Titel Das letzte Polaroid verlegt.
Die Romanhandlung spielt überwiegend in Ungarn und ist auf zwei Zeitebenen aufgeteilt. Zu ersterer gehören die Ferien von Anna und Kinga am Balaton, zur aktuellen das Warten auf Kingas Aufwachen in Budapest. Nina Sahm schafft es, diese beiden Ebenen auf eine Art und Weise zu verbinden, sodass man sich nicht ein einziges Mal anstrengen muss, um den Sprüngen zu folgen. Alles erscheint logisch und rund. (mehr …)
Sie schreibt Krimis mit tiefschwarzem Humor am laufenden Band und schafft es immer wieder, ihr Publikum zu begeistern. Zumindest hat sie das bei mir mit ihrem Werk Hab und Gier geschafft. Erschienen im Februar 2014 (also brandaktuell!), bieten die 256 Seiten gute und vor allem leicht zugängliche Unterhaltung.
Die ehemalige Bibliothekarin Karla wird zu einem ominösen Gabelfrühstück ihres Ex-Arbeitskollegen Wolfram eingeladet, welches sie nach einigem Zögern und Rücksprache mit ihrer Freundin Judith annimmt. Das Angebot, welches ihr Wolfram, ein kinderloser Witwer, zu bieten hat, klingt verlockend:
Heute gibt’s mal ein Sachbuch und zwar eines, das bereits im Jahr 1991 erschienen ist. Ich habe die 3. Auflage aus 2005 bei LovelyBooks gewonnen und möchte es nicht mehr in meinem Bücherregal missen, denn die Rückenschmerzen sind tatsächlich besser geworden!
Was ist Zilgrei?
Die Bezeichnung setzt sich aus den Nachnamen der Erfinder Hans Greissing und Adriana Zillo zusammen und ist eine Selbstbehandlung durch eine einfache Haltungs- und Atemtherapie, so zumindest die Überschrift. Ich habe einige Übungen selbst ausprobiert und kann dem zustimmen.
Der Aufbau des Buches
Gleich zu Beginn gibt’s Erklärungen, wie Zilgrei funktioniert, auf welche anderen Arten der Gesundheitstherapie zurückgegriffen wird – unter anderem auch auf Yoga – und die Grundkonzepte. Ein überaus wichtiges Kapitel ist die Atmung, deren Prinzip auf 5 Sekunden ausgelegt ist (einatmen, 5 Sek. halten, ausatmen, 5 Sek. halten). Es bedarf am Anfang einige Übung, bis man diese Atmung raus hat, aber nach einer Zeit funktioniert die Bauchatmung super und die Bebilderung, wie man diese Atmung am besten erlernt, ist sehr hilfreich.
Im hinteren Teil geht es dann zu den Übungen, die alle nach einer Vogelart benannt werden. Bevor man die einzelnen Übungen jedoch durchführt, ist es oft nötig, einen Selbsttest zu machen, damit man sieht, in welcher Richtung es „zwickt“ – die Behandlung wird dann in die entgegengesetzte Richtung durchgeführt.
Diese Woche gab’s eine Menge Neuzugänge, die ich gar nicht alle aufzählen kann, da ich einen Teil der Bücher schon in unsere neue Wohnung transferiert habe. Ende des Monats ist es so weit und ich denke, dass ich nicht sehr viel zum Lesen und Bloggen kommen werde, da vieles zu putzen und einzuräumen ist. Doch natürlich gibt es eine Aktualisierung über alle neuen Bücher! Aber ab Mitte März sollte es dann wieder besser gehen!
Diesen Eintrag werde ich mit einem Buchzitat beenden:
Sonst war es still gewesen, nur der Schnee unter seinen Füßen hatte bei jedem Schritt geknirscht. (aus „Durch die Zeit in meinem Zimmer“ von Alfred Goubran, braumüller 2014, S. 75)
Cristin Terrills Roman „All our Yesterdays“ wurde nun ins Deutsche übersetzt und erscheint heute (14.2.2014, rechtzeitig zum Valentinstag) in der Hardcoverausgabe unter dem Titel: Zeitsplitter – Die Jägerin.
Begonnen haben die 332 Seiten sehr interessant, schwungvoll und Interesse weckend, doch gleich vorweg: Das Ende war etwas gewöhnungsbedürftig und leider nicht ganz so, wie ich es mir während der Lektüre erwartet hatte. Doch erstmal etwas zum Inhalt. (mehr …)
Vorsichtig, und doch bestimmt, traue ich mich zu sagen, dass dieser Roman der finnischen Autorin Selja Ahava für mich DER Roman des Jahres 2014 ist. Schon alleine die Sprache ist einfach eine Wucht, die neben lyrischen und romantischen – nicht schnulzigen, sondern wunderschönen – Elementen auch wehmütige Klänge mit sich trägt und sich trotzdem luftig-leicht lesen lässt.
Worum geht’s?
Anna lebt mal in Finnland, mal in London. Einmal mit Antti, einmal mit Thomas. Auf einer Insel – in der Stadt – im Krankenhaus. Mit dabei sind ihre Listen, die fast schon in lyrischer Form auf’s Papier gebracht werden. Dies sieht dann wie in folgendem Beispiel so aus: (mehr …)