Schlagwort: Krimi

  • Rezension | Varese, Bruno: Die Tote am Lago Maggiore

    Rezension | Varese, Bruno: Die Tote am Lago Maggiore

    die_tote_am_lago_maggioreIch habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, denn schon lange wollte ich wieder mal ein Buch lesen, welches in Italien spielt. Außerdem macht mir die Lektüre von Krimis im Moment sehr viel Spaß, da man meist einen Täter und ein Tatmotiv präsentiert bekommt und offene Enden in diesem Genre eher kontraproduktiv sind – außer natürlich, man erwartet sich eine Fortsetzung, was bei genau diesem Buch der Fall ist. Schon alleine der Untertitel – Ein Fall für Matteo Basso – lässt vermuten, dass es noch weitere Fälle für den Ermittler gibt, der eigentlich ’nur‘ Polizeipsychologe war und jetzt die Macelleria seiner Eltern in Cannobio übernimmt. Seine gute Freundin Gisella wird eines Tages tot im Wasser aufgefunden, obwohl sie eine sehr gute Schwimmerin war. Ein Telefonanruf von ihr mitten in der Unglücksnacht bleibt unbeantwortet, da Matteo sein Handy in der Macelleria gelassen hat. Er ist nicht so der Telefonierer. Natürlich hat man sofort einen Verdächtigen, nämlich denjenigen, bei dem Gisella an dem besagten Abend war. Doch war er es wirklich?  (mehr …)

  • Rezension | Scharner, Helmut: Mostviertler

    Rezension | Scharner, Helmut: Mostviertler

    mostviertlerIch durfte wieder mal einen Krimi aus dem Gmeiner Verlag lesen, der auf LovelyBooks als Leserundenexemplar an 20 TeilnehmerInnen verlost wurde. Diesmal war ich überhaupt sehr neugierig auf das Buch, da es sich erstens um einen Krimi handelt (und ich mache auch bei einer Krimi vs. Thriller-Challenge mit) und zweitens in Waidhofen/Ybbs beziehungsweise in der Umgebung davon spielt. Ich selbst war auch einige Male in dieser niederösterreichischen Stadt und bin im Mostviertel jahrelang in die Schule gegangen. Der Titel dreht sich aber auch um das Thema des Buches und so ist ‚Mostviertler‘ sicher auch eine kleine Anspielung auf die ‚Waldviertler‘-Schuhe, denn Scharners Krimi spielt im Wirtschaftsmilieu, genauer gesagt in der Sportschuhproduktion.  (mehr …)

  • Rezension | Tatort Naschmarkt | Hg. Edith Kneifl

    Rezension | Tatort Naschmarkt | Hg. Edith Kneifl

    tatort_naschmarktWieder einmal ein Buch für meine „Wien-Special“-Kategorie, ein spannendes und kurzweiliges noch dazu! 13 Kriminalgeschichten, die im April 2015 in diesem wunderbar türkis-gelben Band zusammengefasst wurden und nun käuflich zu erwerben sind, haben mir zwei Abende Lesevergnügen eingebracht. Zum Glück habe ich nach diesem neunten Sammelband auch schon No. 10 zu Hause (Tatort Burgtheater) und freue mich schon drauf, dieses zu verschlingen.

    (mehr …)

  • Rezension | Maxian, Beate: Tod in der Hofburg

    Rezension | Maxian, Beate: Tod in der Hofburg

    tod in der hofburgSarah Pauli, die mutige, neugierige und vor allem abergläubische Journalistin des Wiener Boten, ist zurück! Und mit ihr ein neuer Fall, der nicht ganz so nervenaufreibend ist wie der Vorgänger „Der Tote vom Zentralfriedhof“ (hier geht’s zur Rezension auf Buchwelt), aber trotzdem schnell und rasant lesbar ist. Mit diesem mittlerweile fünften Band der Wien-Krimi-Reihe tauchen wir immer mehr in die Welt der sympathischen Journalistin Sarah ein, die in ihrem Chef beim Wiener Boten, David, ihren Herzensmenschen gefunden zu haben scheint. Trotzdem ist sie manchmal etwas eifersüchtig, was aber als Erzählstrang nicht Überhand nimmt. Der Titel „Tod in der Hofburg“ lenkt auch ein wenig vom Hauptfall ab, nämlich dem Anschlag auf drei Menschen direkt auf dem Platz vor dem Musikverein, bei dem alljährlich das Neujahrskonzert statt findet. Natürlich ist Sarah Pauli mitten im Geschehen und nimmt sich sofort des Falles an. Wer ist der geheime Heckenschütze? Wieso sitzt da eine Frau, die auf einem Luftchello spielt und gibt es doch eine Verbindung zum Tod in der Hofburg?

    In diesem Teil habe ich wieder einiges über Wien und seine Sehenswürdigkeiten erfahren und beschlossen, sehr bald zu den Steinhof-Gründen zu fahren. Außerdem wird der Afternoon-Tea im Grand Hotel genannt und ich musste mich auch gleich mal davon überzeugen, dass es den gibt, denn als England-Fans ist das fast ein Muss 🙂 Also nicht nur ein Krimi, sondern auch ein kleiner Wien-Reiseführer!

    Spannend wie der letzte Teil, überraschende Wendungen und skurrile Persönlichkeiten – so macht Krimi-Lesen Spaß! Und der Spaß muss nicht aufhören, denn bald (also im September 2016) erscheint Sarah Paulis sechster Wien-Krimi mit dem Titel „Mord in Schönbrunn“ (ebenfalls bei Goldmann).

    Buchinfos
    Autorin: Beate Maxian
    Titel: Tod in der Hofburg. Ein Wien-Krimi
    Verlag: Goldmann (Randomhouse)
    erschienen: 17.08.2015
    ISBN: 978-3-442-48285-6
    Seitenanzahl: 384 Seiten
    Genre: Krimi 
    direkt zur Buchseite: bitte hier klicken
  • Rezension | Keller, Ivonne: Lügentanz

    Rezension | Keller, Ivonne: Lügentanz

    lügentanzAuf dem Buchcover steht „Roman“, doch schnell wird klar, dass da auch Krimi- und Thrillerelemente vorkommen. Gegen Ende des 464 Seiten langen Werkes kann man sogar von einem Psychothriller sprechen. Also genau mein Fall. Etwas Spannendes gepaart mit Liebesgeschichten und Selbstfindungstripps, ausgefeilte Hintergrundgeschichten und Zufälle, die tatsächlich als solche abgetan werden können. Doch nun zum Inhalt.

    (mehr …)

  • Rezension | Leo, Maxim: Auentod

    Rezension | Leo, Maxim: Auentod

    auentod
    Mit Auentod hat Maxim Leo den zweiten Fall für Kommissar Voss herausgebracht. Meine Mama war schon vom ersten Teil (Waidmannstod) so angetan, dass ich ihr unbedingt den zweiten Band zum Lesen geben wollte, obwohl ich selbst auch recht gespannt wäre. Vielleicht borgt sie mir die beiden Bücher ja mal 😉
    Hier ihre Rezension! Vielen Dank, liebe Mama!

    (mehr …)

  • Rezension | Maxian, Beate: Der Tote vom Zentralfriedhof

    Rezension | Maxian, Beate: Der Tote vom Zentralfriedhof

    Der Tote vom ZentralfriedhofWie man dem Cover und Titel dieses Posts schon entnehmen kann, dreht sich bei diesem Wien-Krimi alles um einen Toten des Wiener Zentralfriedhofes. Neben vielen anderen Schauplätzen ist dieser aber die Hauptlokalität des Romans und Sarah Pauli, eine junge Journalistin, nimmt sich dem Fall an, nachdem ihre Interviewpartnerin Erika spurlos verschwunden ist. Genauso vom Erdboden verschluckt war auch der Sarg des Onkels von Erika, der einfach aus dem Mausoleum gestohlen wurde. Schnell sieht Sarah Pauli in diesen zwei Ereignissen einen Zusammenhang und sie kommt nicht nur der Polizei, sondern auch dem vermeintlichen Entführer in die Quere.

    Für mich als Wahl-Wienerin ist dieser Krimi toll, denn Plätze, Straßennamen und bis jetzt für mich unbekannte Mysterien rund um die Millionenstadt fließen in den Roman genauso ein wie Spannung und fließender Erzählstil. Die Romantik kommt auch nicht zu kurz und das große Rätsel wird am Schluss gelöst. Am Ende überhäufen sich die Ereignisse und es war für mich nicht hundertprozentig zufriedenstellend, da mir die Reaktionen von einigen Figuren fehlten. Da hätte die Autorin noch ein wenig mehr aus dem Blickwinkel vom Ehemann der Entführten Erika Holzmann schreiben können. Aber okay, das muss jetzt auch nicht sein. Der Fall ist geklärt, Sarah Pauli schreibt weiter und die Übeltäter sind bestraft – so wie’s für einen Krimi auch gehört.

    Buchinfos
    Autorin: Beate Maxian
    Titel: Der Tote vom Zentralfriedhof
    Verlag: Goldmann
    erschienen: Juli 2014
    ISBN: 978-3-442-48069-2
    Genre: Kriminalroman
    Seitenanzahl: 416
  • Rezension | Schweizer, Stefan: Goldener Schuss

    Rezension | Schweizer, Stefan: Goldener Schuss

    goldener schussDer erste große Fall von Privatermittler E. Denz, der seinen Vornamen Enzo nicht so gerne in Verbindung mit seiner Berufsbezeichnung angibt, da er denkt, dass dies mögliche Kundschaft abschrecken könnte, war gar nicht geplant. Herr Gül, der sich Sorgen um seine verschwundene Tochter Canan machte, gab ihm den Auftrag, die junge Frau zu finden. Denz fand sie auch, sprach  mit ihr und verabredete sich in einem dubiosen Lokal zum weiterführenden Gespräch. Als er dort ankommt, ist Canan allerdings tot. So wie es aussieht, hat sie sich den Goldenen Schuss verpasst, doch Enzo Denz traut der ganzen Sache nicht und nimmt die Fäden selbst in Hand. Dabei deckt er nicht nur den wahren Tathergang (ja, es war tatsächlich Mord!) auf, sondern kommt einem mit Heroin schmuggelnden Team auf die Schliche, das aus ranghohen Politikern, Polizisiten und Bundeswehrleuten besteht.

    Zu Beginn hatte ich Probleme, in den Schreibstil reinzukommen. Die Sätze waren kurz gehalten und zu viele Abkürzungen, die dann wiederum als Langfassung erklärt wurden. (Ein Beispiel, nicht aus dem Buch: ZB                 Zum Beispiel). Doch nach ein paar Seiten kam ich gut rein und es wurde richtig spannend. Die Spannung hielt auch bis zum Schluss, der neue negative Überraschungen beinhaltete. Der Privatermittler Enzo Denz ist auch kein Held im klassischen Sinn, sondern eher ein Bier trinkender, ab und zu Joints rauchender, einfach gestrickter Mann, der seine Aufträge nicht allzu ernst zu nehmen scheint, bis auf den neuen Fall mit Canan.

    Für Krimi-Fans gut zu lesen, da der Spannungsbogen weit oben angesiedelt ist. Für mich war der Privatermittler allerdings ein wenig zu „Anti“ und sein Einsatz in diesem Fall für seine Verhältnisse übertrieben. Hätte ihn mir etwas lascher vorgestellt, den Herrn Denz 😉 Aber durchaus empfehlens- und lesenswert!

    Buchinfos
    Autor: Stefan Schweizer
    Titel: Goldener Schuss
    erschienen: im Gmeiner Verlag, Februar 2015
    Seitenanzahl: 312 Seiten
    ISBN: 978-3-8392-1688-0
    Genre: Kriminalroman
    direkt zur Buchseite: bitte hier klicken

  • Rezension | Prammer, Theresa: Wiener Totenlieder

    Rezension | Prammer, Theresa: Wiener Totenlieder

    wiener totenliederMorde in der wirtschaftlich schlecht dastehenden Wiener Oper stellen das Ermittlerduo Lotta und Clown Foxi vor ein großes Rätsel. Wer ist der Mörder und warum um Himmels Willen lässt  die Direktorin Susu die das Musikhaus nicht schließen? Steckt sie etwa dahinter? Abwegig ist es nicht, da auf einmal die Besucherzahlen in die Höhe schnellen …

    Carlotta, die nur mehr Lotta genannt werden möchte, ist die Tochter der großartigen Opernsängerin Maria Fiore und da sie es selbst nicht zum Star geschafft hat, fristet sie ihr Dasein mit einem überaus wichtigen Job: Sie ist Kaufhausdetektivin und ihre beste „Kundin“ ist die etwas verrückte Henrietta, die in einer Nervenheilanstalt wohnt. Lottas Kompagnon, der Clown Foxi, der in Wirklichkeit Konrad heißt, war schon mal bei der Polizei, wurde aber entlassen und könnte Lottas Vater sein, zumindest, was das Alter betrifft.

    Das Buch ist durchwegs spannend geschrieben, sodass man gegen Ende hin nicht mehr aufhören kann und will. Die Auflösung des Kriminalfalles ist nachvollziehbar, wenn auch nicht ganz so spektakulär, dafür sind die Charaktere mit all ihren Stärken und Schwächen gut gezeichnet. Lotta ist Alkoholikerin und muss während des Romans nicht nur einmal durch die Hölle gehen – da kann man richtig mitgehen und -fühlen. Auch Konrad ist vom Schicksal gebeutelt und immer noch auf der Suche nach seiner vor über 20 Jahren verschwundenen Tochter Julia. Und dann ist da noch Hannes, der Lotta und Foxi den gut dotierten Job verschafft hat und der ernsthaft in die junge Frau verliebt ist.

    Ein Kriminalroman für Wien- und OpernliebhaberInnen, die schnell lesen wollen und Spannung von der ersten bis zur letzten Seite schätzen. Außerdem wird es noch Fortsetzungen geben – man darf also gespannt sein! Ich bin es schon 🙂

    Buchdetails
    Autorin: Theresa Prammer
    Titel: Wiener Totenlieder
    Verlag: Marion von Schröder bei Ullstein Buchverlage
    erschienen: 27.02.2015
    Seitenanzahl: 384 Seiten
    ISBN: 9783547712094
    direkt zur Buchseite: bitte hier klicken
    Genre: Kriminalroman
  • Rezension | Lehane, Dennis: The Drop – Bargeld

    Rezension | Lehane, Dennis: The Drop – Bargeld

    the drop bargeldEndlich wieder kam ich in den Genuss, einen Roman von Dennis Lehane zu lesen.  Mein erster war ‚In der Nacht‘ (hier geht’s zur Rezension), welcher mir schon außerordentlich gut gefallen hat, vor allem der Stil des amerikanischen Autors, der unter anderem ‚Shutter Island‚ und ‚Mystic River‚ geschrieben hat. Diese beiden Filme wurden, eben auch wie jünstens  ‚The Drop‚ (Kinostart in Deutschland Dezember 2014) verfilmt.

    Worum es geht, ist schnell erklärt: Die Bar von Cousin Marv und seinem Mitarbeiter Bob Saginowski wird überfallen, naja, eigentlich ist es ja gar nicht Cousin Marvs Bar, sondern die von viel mächtigeren Kriminellen. In dieser sogenannten Drop Bar arbeitet Bob, der auf den ersten Blick ganz nett und ruhig scheint. Auch, als er einem Hund das Leben rettet, indem er das verletzte Tier aus der Mülltonne befreit und mit zu sich nimmt, sympathisiert man sich mit ihm. Und Nadia ist auch nicht abgeneigt von Bob. Doch als eines Tages Eric, ein sehr gefährlicher Gangster, der schon öfters für länger im Gefängnis saß, seinen Hund zurückhaben will und Geld von Bob fordert, beginnt die Fassade zu bröckeln.

    Wer einmal etwas von Dennis Lehane gelesen hat, wird so schnell nicht mehr von diesem Autor loskommen. Mein nächster Roman von ihm – Mystic River – liegt schon bereit …

    Buchdetails

    Autor: Dennis Lehane
    Buchtitel: The Drop – Bargeld
    Verlag: Diogenes Verlag
    Erscheinungsjahr: 2014, Zürich
    Seitenanzahl: 224
    ISBN: 978-3-257-06915-0
    Preis:  (D) € 19.90 / (A)  € 20.50 / sFr28.90*