Kategorie: Buchrezension

  • Rezension | Grünberg, Arnon: Blauer Montag

    Rezension | Grünberg, Arnon: Blauer Montag

    blauer montagWo soll ich am besten beginnen, dieses Buch vorzustellen? Vielleicht ganz am Anfang. Bereits 1994, also 10 Jahre vor der neuerlichen Auflage bei Diogenes, erschien ‚Blauer Montag‘ mit dem niederländischen Titel ‚Blauwe maandagen‘, die deutsche Erstausgabe gab’s dann 1997. Die Kritiken in den diversen Foren und Online-Buchshops klaffen weit auseinander. Von supertoll über mittelmäßig bis hin zu schlecht findet man alle möglichen und teilweise sogar gut begründete Meinungen, sodass man sich echt nicht sicher sein kann, ob das Debüt von Arnon Grünberg tatsächlich gelesen werden soll. Ich hab’s gelesen und fand es streckenweise zu derb, dafür an anderen Stellen extrem witzig, da Grünberg einen echt trockenen, ironischen, manchmal sarkastischen Humor in seinen Roman einbaut.  Etwas verwirrt hat mich die Tatsache, dass er über sich selbst schreibt – ich weiß bis jetzt nicht, wie viele Dinge davon wahr sind, aber eigentlich interessiert es mich auch nicht so sehr, denn es ist ein Roman und der Protagonist heißt nun mal so wie der Autor. Alles gut.

    Der Inhalt

    Gegliedert in fünf Kapitel, teilweise mit Unterkapiteln versehen, erstreckt sich das Werk über 368 Seiten und liest sich extrem schnell, da witzig und flüssig geschrieben. Eine echt lange Strecke handelt von Rosie, der ersten großen Liebe des Protagonisten. Ebenso viel, wenn nicht mehr, wird von den Mädchen berichtet, die Arnon (also die Figur) besucht hat, um seinem langweiligen Leben einen Sinn zu verpassen beziehungsweise mal nicht in einer Kneipe zu sitzen, um dort zu trinken.

    Ein weiterer Erzählstrang handelt von Grünbergs Eltern. Sein Vater starb früh und seine Mutter macht sich ständig sorgen um den missratenen Sohn, der sogar von der Schule fliegt, weil er nur Unfug im Kopf hat. Dabei wird viel auf die jüdischen Feiertage eingegangen, die für Arnon aber nicht so wichtig sind.

    Und am Ende möchte der eigentliche Verleger und Ex-Adressen-Büro-Mitarbeiter dann selbst unter die Call Boys gehen, damit er endlich mal zu Geld kommt. Ob er das tatsächlich macht, steht in den Sternen, denn das Buch endet, bevor er einen Auftrag bekommt.

    Alles in allem ein empfehlenswertes Buch, wenn auch Abschnitte dabei waren, die mich nicht vollends gebannt haben.

    Buchdetails
    Autor: Arnon Grünberg
    Titel: Blauer Montag
    Verlag: Diogenes
    erschienen: April 2014
    Seitenanzahl: 368
    ISBN: 978-3-257-23128-1
    bestellbar zum Beispiel hier: Buchkontor
  • Buchvorstellung danach: Endlich Weihnachten! (Hg. Daniel Kampa)

    Buchvorstellung danach: Endlich Weihnachten! (Hg. Daniel Kampa)

    endlich weihnachtenSo, ein paar Tage nach Weihnachten kann ich nun das Buch ‚Endlich Weihnachten!‘ vorstellen. Und dies aus gutem Grund: Wer nach Weihnachten noch Weihnachtliches liest/sieht/hört, feiert praktisch nachträglich den Advent. Und das komplett stressfrei. Ohne Weihnachtseinkäufe, die einem im Nacken (Geschichte von Axel Hacke) oder Vanillekipferl, die einem im Bauch liegen (Daniel Glattauers ‚Typologie der Vanillekipferl-Esser‘), dafür mit wunderbaren Geschichten der eben genannten und noch vielen mehr, wie Ingrid Noll, Ernest Hemingway, Erich Kästner, Sibylle Berg, Martin Suter, Max Frisch, Truman Capote, um nur einige wenige zu nennen.

    Der Untertitel des Buches – Geschichten über die schrecklich-schönste Zeit des Jahres – spricht eigentlich schon Bände, trotzdem schafft es Diogenes, jährlich eine dieser Anthologien herauszugeben. Man könnte fast in einen Weihnachtssammelwahn verfallen. Wer gerne Literarisches schenkt, kann getrost auf dieses Buch zurückgreifen – kurze, spritzige, schaurige, lustige und vor allem unterhaltende Beiträge findet der/die Beschenkte hier.

    Ich bin schon sehr gespannt, welches Bändchen 2015 erscheinen wird und versüße mir bis dahin meine Zeit mit vielen anderen Büchern, vielleicht auch mit einem Kurzgeschichtenband von Daniel Kampa?

    Näheres zu den Büchern findet man auf der diogenes-Seite (hier klicken, um direkt zur Seite zu gelangen).

    Bisher im Weihnachtsbandformat bei Diogenes erschienen (u.a.):

    • 2013: Schöne Bescherung (Hinterhältige Weihnachtsgeschichten)
    • 2013: Lamettaspuk (Weihnachtliche Gespenstergeschichten)
    • 2012: Früher war Weihnachten viel später (Hinterhältige Weihnachtsgeschichten)
    • 2012: Lamettaleichen (Kriminelle Weihnachtsgeschichten)
    • 2011: Früher war Weihnachten später (Hinterhältige Weihnachtsgeschichten)
    • 2011: Weißer Weihnachtszauber (Nostalgie!)
    • 2010: Weihnachtsschmaus
    • 2009: Nicht schon wieder Weihnachten!
    • 2009: Weihnachten mit Ringelnatz
    • 2008: Früher war mehr Bescherung (hinterhältige WG)
    • 2008: Weihnachtsdetektive (u.a. mit Sherlock Holmes)
    • 2007: O du Schreckliche (kriminelle Weihnachtsgeschichten)
    • 2007: Früher war noch viel mehr Lametta (hinterhältige WG)
    • 2006: Früher war noch mehr Lametta
    • 2005: Früher war mehr Lametta
    • 2005: Alle Jahre wieder (romantische Weihnachtsgeschichten)
  • Rezension | Zillgens, Gerlis: Yolo, der wild gewordene Pudding und Jo Zwometerzwo

    Rezension | Zillgens, Gerlis: Yolo, der wild gewordene Pudding und Jo Zwometerzwo

    yolo teil 1
    Buchcover ©loewe Verlag

    Es passiert nicht sehr oft, dass ich ein Buch in einem Rutsch durchlese, da ich mangels längeren Zeitfenstern gar nicht dazu komme. Doch hier machte ich eine Ausnahme, denn das von Gerlis Zillgens geschriebene Jugendbuch ist grenzgenial.

    Es geht um ein Mädl, Yolo, die eigentlich Yoko heißt und schon viel früher ihren Namen in Yolo umänderte, noch lange bevor die vier Buchstaben zum Jugendwort des Jahres 2012 gekürt wurden. Ihre beste Freundin Paula lebt in Australien und Yolo ist furchtbar in einen Typen namens Jo Zwometerzwo verliebt, der aber keine Augen für die bloggende Tramperin hat. Was es mit Pudding auf sich hat, verrate ich an dieser Stelle nicht, das könnt ihr dann selbst nachlesen.

    Und wenn ihr dann auch so begeistert seid wie ich – und ich verspreche, dass ihr es sein werdet! – gibt es noch einen Grund zur Freude, denn am 14. Jänner 2015 kommt der zweite Band von Yolo raus …

    Übrigens hat das Buch ganz tolle Illustrationen von Laura Rosendorfer und auf der Webseite des Verlages kann man sogar einen Blick hineinwerfen (hier klicken, um direkt zur Buchseite zu kommen).

    Endlich wieder mal ein durch und durch gelungenes Jugendbuch in allen möglichen Sparten –  Sprache, Handlung, Illustration. Pefekt!

    Buchdetails
    Autorin: Gerlis Zillgens
    Illustratorin: Laura Rosendorfer
    Buchtitel: Yolo, der wild gewordene Pudding und Jo Zwometerzwo
    Verlag: loewe Verlag
    erschienen: 2014
    Seitenanzahl: 224
    ISBN: 978-3-7855-7986-2
    empfohlenes Lesealter: ab 11 Jahren

     

  • Rezension | Oksanen, Sofi: Als die Tauben verschwanden

    Rezension | Oksanen, Sofi: Als die Tauben verschwanden

    als die tauben verschwandenNormalerweise lese ich eher wenig über den zweiten Weltkrieg beziehungsweise Schicksale des schrecklichen Krieges, doch dieses Buch hat mich schon durch den Einband in seinen Bann gezogen. Nimmt man den Umschlag herunter, kommt einem schönstes Lila in die Hände und auch das Lesebändchen ist in diesem Farbton gehalten.

    Die Finnin namens Sofi Oksanen, die bereits mit ihrem dritten Roman „Fegefeuer“ in Finnland die Bestsellerlisten anführte, wurde schon mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass der Verlag Kiepenheuer & Witsch diese Dame mit zur Frankfurter Buchmesse 2014 nimmt (8. – 12.10.2014).

    Worum es geht – kurz und bündig

    Drei Esten beziehungsweise das Schicksal dieser drei Personen wird auf 432 Seiten eindrucksvoll dargestellt. Gleich zu Beginn konfrontiert die Autorin mit dem Krieg und bösen Vorahnungen. Roland hält sich im Hintergrund und hofft auf die Befreiung, während Edgar sich bis an die Front wagt und selbst Umstürze plant. Dessen Frau Juudit, die überhaupt nicht mit ihrer Schwiegermutter kann, bleibt im Zentrum der Bombenanschläge und verliebt sich dann auch noch in einen deutschen Offizier.

    Die Sprache

    Das ist mein erster Roman von Sofi Oksanen gewesen und ich bin begeistert. Sie erzählt mit einer gewissen Kühle das Geschehen und schwenkt dann wieder in eine wärmere Erzählweise um, die zum Beispiel bei der etwas klischeehaften Juudit durchkommt. Langweilig wird’s auf keinen Fall – im Gegenteil. Die spannenden Momente bleiben bis zum Schluss aufrecht.

    Buchdetails
    Autorin: Sofi Oksanen
    Übersetzerin aus dem Finnischen: Angela Plöger
    Buchtitel: Als die Tauben verschwanden (orig. Kun kyyhkyset katosivat)
    Verlag: Kiepenheuer & Witsch, Köln
    erschienen: 2014 (dt. Ausgabe)
    Seitenanzahl: 432
    ISBN: 978-3-462-04661-8
    käuflich zu erwerben bei: Buchkontor
  • Rezension | Gurney, Stella: Das Kaninchen und der große rote Roller

    Rezension | Gurney, Stella: Das Kaninchen und der große rote Roller

    3480_4_U_Gurney_Kaninchen.inddWer träumt nicht von einem großen roten Roller, wenn man nur ein fades blaues Dreirad hat? Doch mit diesem kurvt das Kaninchen auch ganz schön herum und hat genug Zeit, sich um seine Freunde zu kümmern und ihnen hilfsbereit zur Seite zu stehen. Doch was passiert, wenn es nun einen Roller bekommt, mit dem es sehr sehr schnell durch die Gegend düsen kann? Wird das Kaninchen noch die Zeit finden, um sich seinen Freunden zu widmen?

    Die Autorin Stella Gurney und der Illustrator Mark Chambers schaffen ein Kinderbuch, welches mit einer großen Portion Charme erzählt. Deshalb kann man es auch gut verschenken, selber lesen oder sich schenken lassen!

    Buchdetails
    Autorin: Stella Gurney
    Illustrator: Mark Chambers
    Titel: Das Kaninchen und der große rote Roller
    Verlag: orell füssli
    ISBN: 978-3-280-03480-4
    erschienen: im September 2014
    Seitenanzahl: 32
    empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahren
    direkt zur Buchseite: hier klicken
  • Rezension | Smith, JJ: Grüne Smoothies

    Rezension | Smith, JJ: Grüne Smoothies

    grüne smoothies7 Kilo in 10 Tagen verlieren – das hört sich ja gar nicht so schlecht an. Wenn es denn überhaupt möglich ist, das durchzuziehen. Natürlich ist Entschlacken eine gute Idee, sich von den negativen Stoffen im Körper zu verabschieden, doch zehn Tage sind dann ganz schön lang. Die grünen Smoothies dafür sind umso besser. Und davon gibt es einige Rezepte am Ende des Buches.

    Was mich jetzt allerdings sehr gestört hat, waren die ‚Erfolgsgeschichten‘ (10. Kapitel). Fast alle TeilnehmerInnen berichten von super Ergebnissen und Gewichtsverlusten. Das ist ja jetzt nicht schlecht, aber wie sieht es mit Jojo-Effekten aus? Denn die Berichterstattung erfolgte meist direkt nach der Entschlackung. Und ob Kleidergröße 32 immer so erstrebenswert ist, zweifle ich stark an …

    Einige sehr positive Aspekte dieses Buches möchte ich nicht vorenthalten:

    • Die Autorin gibt den Hinweis, vor einer Detox-Kur den Arzt aufzusuchen, um dieses ‚Experiment‘ mit ihm zu besprechen.
    • Ein Test, der dazu da ist, um herauszufinden, ob man bereit für eine Entschlackungskur ist (im Normalfall schafft man die 5 Punkte locker, die für eine Kur erforderlich sind ;-))
    • Saunieren, um Gewicht zu reduzieren
    • Eine Übersicht über gesundes, grünes Blattgemüse
    • Eiweiß soll während der Entschlackung zu sich genommen werden
    • Über 100 Rezepte für grüne Smoothies bzw. eiweißhaltige Speisen
    • …

    Fazit

    Sicher ein tolles Buch für Menschen, die entschlacken wollen und ihre Ernährung auch danach im Griff haben. Wenn ich demnächst mal entschlacken sollte, werde ich meine Ergebnisse natürlich hier posten. Der richtige Zeitpunkt wäre aber m.E. zu dieser Jahreszeit, da es noch frische ‚grüne‘ Lebensmittel gibt – was ja im Winter eher Mangelware ist.

    Buchdetails
    Autorin: JJ Smith
     Titel: Grüne Smoothies. Die 10-Tage-Detox-Kur
     Verlag: riva
     erschienen: 2014
     ISBN: 978-3-86883-509-0
     Seitenanzahl: 160
     direkt zur Buchseite: bitte hier klicken  
     Preis: € 9,99 (D) | € 10,30 (A)

  • Rezension | Eggermann, Vera: Das Buchstabenmonster

    Rezension | Eggermann, Vera: Das Buchstabenmonster

    buchstabenmonsterAus dem Hause Orell Füssli stammt dieser Titel. Von Vera Eggermann und Ueli Kleeb liebevoll auf- und ausgearbeitet, begleitet einen das gefräßige und vor allem sehr hungrige Buchstabenmonster durch 32 Seiten. Was es am liebsten frisst? Natürlich Buchstaben. Und auf einmal fehlen alle Buchstaben und Redewendungen, sodass sich die Menschen auf der Welt nicht mehr verstehen. Herr Punkt, der Mann mit der Brille, der alle Buchstaben akribisch sortiert, versucht, dem Buchstabenschwund auf den Grund zu gehen und findet das blaue Monster.

    Dieses Buch ist geeignet für Kinder ab 5 Jahren und deutet auf, wie wichtig das Lesen und generell die Sprache ist. Jede einzelne Seite stellt den Verlust der Sprache auf eindrucksvolle Art und Weise dar, denn jedes Mal gibt es neues zu entdecken. Ob das Buchstabenmonster verhungern muss? – Nein, aber es darf keine existierenden Wörter mehr fressen 😉

    Ähnlich wie Stomatenpaghetti (hier geht’s zur Rezension) soll ‚Das Buchstabenmonster‘ Kinder begeistern und ihnen bei der Suche nach einem Sprachgefühl zur Seite stehen.

    Buchdetails
    Autoren: Vera Eggermann und Ueli Kleeb
    Titel: Das Buchstabenmonster
    Verlag: Orell Füssli
    erschienen: 2003
    ISBN: 978-3-7152-0433-8
    Seitenanzahl: 32
    empfohlenes Lesealter: ab 5 Jahren
    direkt zur Buchseite: bitte hier klicken
  • Rezension | Bargum, Johan: Septembernovelle

    Rezension | Bargum, Johan: Septembernovelle

    septembernovelleKaum habe ich ‚Septembernovelle‘ von Johan Bargum begonnen, war ich auch schon mitten drin und dann beim Schluss. Die Seiten sprudel nur so vor sich hin und Sätze wiegen sich wie das Gewässer, auf denen gesegelt wird.

    Im Grunde gibt es zwei Monologe, die gehalten werden. In Teil I kommt Olof während einer polizeilichen Befragung zu Wort und Teil II besteht aus Haralds seitenlangem Brief, der aufschlussreich sein soll, den Leser/die Leserin aber dann doch ziemlich sprach- und vor allem ahnungslos zurücklässt.

    Harald kehrt vom gemeinsamen Segeltörn mit Olof nicht zurück. Die beiden verbindet eine Frau, Elin. Diese war, bevor sie mit Olof zusammenkam, mit Harald verheiratet. Und nun ist sie nicht mehr da – ein Unfall? Selbstmord? Olof erhofft sich Antworten auf seine Fragen und deswegen lädt er Harald zum Segeln ein. Oder war es doch eine andere Intention?

    Der Kurzroman von Johan Bargum ist äußerst empfehlenswert, toll geschrieben, voller Metaphern und ergreifenden Momenten, lässt aber viele Fragen offen.

    Buchdetails
    Autor: Johan Bargum
    Titel: Septembernovelle
    Verlag: mareverlag
    erschienen: August 2014
    Seitenanzahl: 112
    ISBN: 978-3-86648-193-0
    bestellbar zum Beispiel bei: Buchkontor
  • Rezension | Holler, Renée: Die Diebe von London

    Rezension | Holler, Renée: Die Diebe von London

    die diebe von londonDie Altersangabe für dieses Buch liegt bei 10 Jahren, doch auch 8-jährige können ‚Die Diebe von London‘ getrost in die Hand nehmen und darin schmökern. Das 304-Seiten starke Buch von Renée Holler wartet mit wunderbaren Illustrationen von Bernd Lehmann auf, die sich immer wieder mal blicken lassen und das Erzählte wiedergeben.

    Alyss, ein Mädchen, deren Vater bei einem Schiffsunglück ums Leben gekommen ist, muss um ihr eigenes Leben fürchten, denn ihr (böser) Onkel Humphrey möchte die Alleinerbin loswerden, um selbst den Landsitz übernehmen zu können. Zum Glück hat Alyss den goldenen Salamander, den sie zu Sir Thomas bringen soll, damit ihr dieser helfen kann. Doch er ist in London und so macht sich das junge Mädchen, verkleidet als Junge, auf in die große Stadt und wird auch prompt von Jack, einem diebischen Straßenjungen, ausgeraubt. Zum Glück findet Alyss Unterschlupf bei Schaustellern, während Sir Thomas verreist und Onkel Humphrey auf einmal auch in London ist.
    Die Autorin Renée Holler schreibt sehr fesselnd und spannend, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen will. Auch war die Lektüre an manchen Stellen für mich sehr überraschend, da es Wendungen in der Geschichte gibt, mit denen ich nicht gerechnet hatte. Gleich vorweg: Es gibt ein offenes Ende und ich würde es sehr begrüßen, wenn ein zweiter Teil veröffentlicht wird!
    Buchdetails
    Autorin: Renée Holler
    Illustrator: Bernd Lehmann
    Titel: Die Diebe von London
    Verlag: Ars Edition
    erschienen: 8.8.2014 (© 2013)
    Seitenanzahl: 304
    empfohlenes Lesealter: ab 10 Jahren
    ISBN: 978-3-8458-0770-6
    direkt zur Buchseite: hier klicken

  • Rezension | Bick, Ilsa J.: Atemnot

    Rezension | Bick, Ilsa J.: Atemnot

    atemnot
    Ein Jugendbuch der Sonderklasse, um es gleich mal vorweg zu nehmen. Ilsa J. Bick schafft hier einen mitreißenden Roman, den man eigentlich gar nicht aus den Händen legen will und traurig ist, wenn er vorbei ist. Hätte das Buch schon in meiner Jugend gern gelesen, aber wie ich an meiner Euphorie erkenne, hat es auch jetzt nicht geschadet. Die Autorin macht übrigens Lust auf mehr Lesestoff und da wird man auch schnell fündig. Sie ist nämlich die Verfasserin der Ashes-Reihe, ebenfalls im INK-Verlag bei Egmont erschienen. (mehr …)