Kategorie: Rezensionen Allgemein

  • Rezension | Prammer, Theresa: Die unbekannte Schwester

    Rezension | Prammer, Theresa: Die unbekannte Schwester

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    Den dritten Teil der Reihe um Carlotta Fiore und Konrad Fürst habe ich schon vor der Premierenlesung am 13.4.2017 in der Thalia-Filiale Landstraße beendet und – es war nicht anders zu erwarten – für sehr gut befunden. Die Autorin Theresa Prammer hat die Lesung so lustig und einzigartig gestaltet, dass es spätestens da Anlass dazu gegeben hätte, alle Bücher von ihr zu kaufen.

    Auf Buchwelt.co.at findet ihr die Rezensionen zu den ersten beiden Kriminalromanen dieser Serie – Wiener Totenlieder und Mörderische Wahrheiten (mit Klick auf den Titel gelangt ihr zur jeweiligen Rezension), allerdings kann man auch getrost mit „Die unbekannte Schwester“ beginnen, denn Theresa Prammer verwebt die Vorgeschichte von Carlotta und Konrad gut in die aktuelle Erzählzeit.

    Carlotta Fiore, die mit dem Kriminalbeamten Hannes einen gemeinsamen Sohn hat, wird endlich selbst in den Kriminaldienst einberufen und bildet mit ihrem ebenfalls neu zugelassenen Kollegen Konrad Fürst ein Team. Gleich zu Beginn gilt es, an einen Tatort zu fahren, um einen Selbstmord zu begutachten. Oder war es doch Mord? Der Einstieg ist spannend und man befindet sich sofort am Schauplatz und fühlt mit Carlotta mit, selbst als sie sich vor ihren garstigen Kolleginnen auf der Toilette versteckt. Die Tatsache, dass eine junge Frau ohne jegliche Qualifikation zur Kriminalpolizei gehören soll, ist sehr weit hergeholt, allerdings sieht das die Protagonistin auch so. Dennoch ist Carlotta unverzichtbar, zumindest für Konrad Fürst, der leider unter Gedächtnisverlust leidet. Und dann ist da noch Henriette, die auf Lottas Sohn Konny aufpassen soll, dann aber doch mitsamt Baby am Kommissariat auftaucht und die junge Mama in Verlegenheit bringt.

    Ein Buch, welches von krimibegeisterten LeserInnen unbedingt in die Hand genommen werden sollte, denn es überzeugt durch Handlung, Spannung und Romantik (ja, auch die kommt nicht zu kurz), auch wenn es manchmal an Plausibilität fehlt – aber hey, es ist ein Roman!

    Buchinfos
    
    Autorin: Theresa Prammer
    Titel: Die unbekannte Schwester
    Verlag: List Verlag
    erschienen: 7.4.2017
    ISBN: 978-3-47135-139-0
    Seitenanzahl: 384 Seiten
    Genre: Kriminalroman | Serie
  • Rezension | Karasek, Hellmuth: Nach dem Krieg

    Rezension | Karasek, Hellmuth: Nach dem Krieg

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    Auf dieses Buch hat mich meine Tante aufmerksam gemacht und der Europaverlag hat Buchwelt.co.at dankenswerterweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Der Untertitel des Hardcovers, welches im Herbst 2016 erschienen ist, lautet: ‚Wie wir Amerikaner wurden‘ – genau dieser Satz ist im letzten der 53 Kapitelüberschriften enthalten. Das Inhaltsverzeichnis bietet eine schnelle Übersicht und ein leichtes Auffinden der gewünschten Seitenanzahl, sodass ein Lesebändchen zwar praktisch wäre, aber hier überflüssig ist. Dr. Armgard Seegers-Karasek, die Frau von Hellmuth Karasek, schreibt das Vorwort, indem sie mitteilt, dass ihr Gatte im Sommer 2016 verstorben sei und Michael Seufert das Buch fertiggestellt habe.  (mehr …)

  • Gastrezension | Adler-Olsen, Jussi: Selfies

    Gastrezension | Adler-Olsen, Jussi: Selfies

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    Wenn auch ich persönlich gerade nicht so zum Bloggen komme, wie ich es gerne hätte, kann ich trotzdem mit einer schönen Rezension aufwarten. Meine Mama hat wieder zugeschlagen und sich ihrem Lieblingsautoren gewidmet. Hier lest ihr, wie ihr „Selfies“ gefallen hat.

    Der siebte Fall für Carl Mørck (> juchuu endlich wieder ein Krimi von meinem Lieblingsautoren Jussi Adler-Olsen)  fängt für das Sonderdezernat Q nicht sehr gut an, es soll geschlossen werden, da das Management des Polizeipräsidiums Kopenhagen total unzufrieden mit der Aufklärungsrate ist. Aber hat nicht Rose alle Berichte zuverlässig abgegeben? In diesem Fall geht es hauptsächlich um Rose, einer Kollegin von Mørck. Ich dachte immer, Rose sei schizophren, zumindest wurde sie vom Autor als sehr sonderbare, eigenartige Persönlichkeit beschrieben. Tatsächlich aber hatte sie eine sehr schwere, trostlose Kindheit und Jugend!

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  • Rezension | Autissier, Isabelle: Herz auf Eis

    Rezension | Autissier, Isabelle: Herz auf Eis

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    Was hab ich da bloß wieder gelesen? Einen Roman, bei dem es mich öfter mal abschüttelte, man aber doch nicht weglesen kann. Manchmal haben Filme schon einen Vorteil, aber Szenen aus Büchern so zu überspringen, wenn sie wie aus dem Nichts auf einmal in den Mittelpunkt rücken  und man gar keine  Wahl hat – man liest es einfach. Und erschaudert, erschrickt – ist wie in einem Sog gefangen. Einige Szenen des Romans kommen in einer schier gewaltigen Welle daher, obwohl sie gekonnt nüchtern und urplötzlich auftauchen. Etwas unvorhersehbares Banales von solch immenser Wirkung habe ich selten gelesen.

    Der Klappentext beziehungsweise die Inhaltsangabe auf der Verlagshomepage verrät den groben Inhalt und ich möchte ihn euch nicht vorenthalten:

    Sie sind jung und verliebt und haben alles, was sie brauchen. Aber ihr Pariser Leben langweilt sie, also nehmen Louise und Ludovic ein Sabbatjahr und umsegeln die Welt. Bei einem Ausflug auf eine unbewohnte Insel vor Kap Hoorn reißt ein Sturm ihre Jacht und damit jegliche Verbindung zur Außenwelt mit sich fort. Was als kleiner Ausbruch aus dem Alltagsleben moderner Großstädter gedacht war, mündet urplötzlich in einen existenziellen Kampf gegen Hunger und Kälte. Nicht weniger aufreibend ist das psychologische Drama, das sich zwischen den Partnern entspinnt. Wer trägt die Schuld an der Misere? Wer behält die Nerven und trifft die richtigen Entscheidungen? Und was wird aus der Liebe, wenn es ums nackte Überleben geht? Herz auf Eis ist ein Psychothriller der Emotionen – und die einsame Insel ein Sinnbild für alle großen Herausforderungen, denen sich die Liebe zuweilen stellen muss.

    Gegliedert ist der Roman in zwei Teile, wobei der erste „Dort“ und der zweite „Hier“ heißen. Auch schriftstellerische Nuancen gibt es zwischen den Abschnitten, was vermutlich beabsichtigt war.

    Ich bin froh und schockiert zugleich, diesen Roman, der sich wie ein Psychothriller lesen lässt, in meine Favoritenliste eintragen zu können!

    Buchinfos
    
    Autorin: Isabelle Autissier
    Titel: Herz auf Eis
    Verlag: mare
    erschienen: 7.3.2017
    ISBN: 978-3-86648-256-2
    Seitenanzahl: 224
    Genre: Roman | Psychothriller | Überlebensdrama
  • Gastrezension | Vargas, Fred: Die Nacht des Zorns

    Gastrezension | Vargas, Fred: Die Nacht des Zorns

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    Meine Mama war wieder aktiv 🙂 Vielen Dank für die Beschreibung und für die Hintergrundinfos. Hier ihre Rezension:
    […] Hier noch eine Beschreibung, eines auch tollen Krimis, von Fred Vargas, die eigentlich Frederique Audoin-Rouzeau heißt.
    Eine kleine Anekdote dazu ist, dass sie viele Manuskripte an verschiedene Verlage geschickt hat unter ihrem richtigen Namen; diese Manuskripte wurden alle zurück geschickt, aber als sie unter dem Pseudonym Fred Vargas dieselben Romane einschickte, wurden auf einmal die Krimis interessant und sie ist seither eine, außerdem mit dem europäischen Krimipreis 2012 ausgezeichnete Autorin!
    Fred Vargas ist der Künstlername der französischen Schriftstellerin, Historikerin, Mittelalterarchäologin und Archäozoologin Frédérique Audoin-Rouzeau. Das Pseudonym entstand aus der Abkürzung ihres Vornamens und dem Nachnamen der Filmfigur „Maria Vargas“ (Ava Gardner im Film „Die barfüßige Gräfin“).
    Im Mittelpunkt vieler ihrer Kriminalromane steht der französische Kommissar Jean-Baptiste Adamsberg, sowie auch in diesem Krimi:
    Die Nacht des Zornes:
    Ein mittelalterlicher Mythos führt Kommissar Adamsberg in die dunklen Wälder der Normandie. Die junge Lina hat unheimliche Reiter vorbeiziehen sehen,  das „wütende Heer“, in ihrer Gewalt 4 Menschen, deren Tage – der Sage nach – gezählt sind. Und tatsächlich dauert es nicht lange, bis das erste Opfer stirbt. Adamsberg ahnt, dass sich jemand der Legende bedient, um ungestört zu morden.
    Sehr klug, spannend und teilweise so gruselig, dass man einfach nicht aufhören kann zu lesen und so erzählt, dass ich meinte selber in der Normandie zu sein! Diese Landschaft in Frankreich werde ich sicher mal besuchen; hab ich mir zumindest vorgenommen 😉
    WAZ: Ihre Poesie und ihr Witz prickeln wie Champagner > dem kann ich nur zustimmen (obwohl ich keinen Champagner trinke 😉
     Buchinfos
    
    AutorIN: Fred Vargas
    Titel: Die Nacht des Zorns
    Verlag: Aufbau Taschenbuch
    erschienen: 2012
    ISBN: 978-3-7466-2937-7 
    Seitenanzahl: 454 Seiten
    Genre: Krimi
  • Rezension | Börjlind, Cilla und Rolf: Schlaflied

    Rezension | Börjlind, Cilla und Rolf: Schlaflied

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    Mit „Schlaflied“ dachte ich, einen Kriminalroman der Extraklasse in der Hand zu halten, denn irgendwie erwartete ich mir von zwei Autoren, die einen schwedischen Namen tragen, Hochspannung. Über große Strecken des Buches gelang es auch, mich bei Laune und vor allem bei der Stange zu halten, sodass ich es kaum wagte, das Buch aus den Händen zu legen und manchmal sogar die Uhrzeit vergaß. Allerdings gab es leider auch diese Momente, an denen gar nichts weiterging und ich mich fragte: Was tun die da bloß in Rumänien? Warum fährt er [Stilton] jetzt alleine dorthin? Wieso müssen so viele neue Namen eingeführt und noch mehr Handlungsorte und -stränge eingebaut werden? Gegen Ende war ich dann aber wieder versöhnt und schwankte zwischen drei und vier Sternen, blieb dann aber bei der niedrigeren Bewertung, da ich teilweise eben nicht gut rein- und weiterkam.

    Der Inhalt beschäftigt sich mit einem aktuellen Thema, nämlich der Flüchtlingswelle, die Schweden auch erreicht hat. Neben freiwilligen HelferInnen, die sogar Familien aufs Hausboot holen, gibt es auch Leute, die sich über fremde Menschen, aber auch Schweden mit nicht ganz so „normalen“ Berufen aufregen. Das Ermittlerteam besteht unter anderen aus Mette (Chefin), Lisa, Olivia und Tom, wobei letztere gemeinsam zum Einsatz kommen. Ganz zu Beginn des Buches ist eigentlich die spannendste und zugleich abgebrühteste Szene des Buches zu finden, welche sich erst im Schlusssatz auflöst – also bitte nicht nach hinten blättern. Und meiner Meinung nach passt die Szene weder gut zum Rest des Buches, noch zu dem Akteur, der darin vorkommt und im Endeffekt Selbstjustiz ausübt. Alles in allem würde ich sagen, dass mir der Krimi gut gefallen hat, aber manche Kapitel verstörend waren, da sie sich nicht so gut in die Szenerie eingefügt haben, wie ich mir das erwartet hätte.

    Buchinfos
    
    Autoren: Cilla und Rolf Börjlind
    Titel: Schlaflied (#4 der Rönning/Stilton-Serie)
    Verlag: btb
    erschienen: 20.02.2017
    ISBN: 978-3-442-75716-9
    Seitenanzahl: 576 Seiten
    Genre: Krimi | Serie 
    
    
  • Rezension | Indriðason, Arnaldur: Tage der Schuld

    Rezension | Indriðason, Arnaldur: Tage der Schuld

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    Bis jetzt habe ich noch keinen Krimi des isländischen Autors Arnaldur Indriðason gelesen und habe mich deshalb gefreut, dass „Tage der Schuld“ im Jahr 1978 spielt und der schon länger ermittelnde Kriminalbeamte Erlendur grade mal seine Anfangsphase durchlebt. So gesehen habe ich praktisch nichts verpasst und konnte gleich in das Leben des geschiedenen Vaters eintauchen. Eingetaucht ist auch die Leiche eines amerikanisch (mehr …)

  • Gastrezension | Adler-Olsen, Jussi: Schändung

    Gastrezension | Adler-Olsen, Jussi: Schändung

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    Nun werden die Beiträge meiner Mama Brigitte auch unter ihrem Namen veröffentlicht. Ich hoffe, das funktioniert so, wie ich mir das vorstelle 😉 Vielen Dank auch wieder an sie, die in Jussi Adler-Olsen einen tollen Krimiautoren gefunden hat. Hier kommen ihre Eindrücke, untermalt vom Klappentext des Buches: (mehr …)

  • Rezension | Fleming, Jacky: Das Problem mit den Frauen

    Rezension | Fleming, Jacky: Das Problem mit den Frauen

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    Ich bekam das Buch wieder als Rezensionsexemplar und wusste zu Beginn nicht recht viel damit anzufangen, da es doch sehr kurz ist und die Seiten auch noch mit Zeichnungen aufgefüllt wurden. Aber es ist soooo lustig, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte und in einem Aufwischen zu Ende las. Der weiße Einband und das weinrote Lesebändchen machen einiges her und auch der Klappentext kann sich lesen lassen:

    Können Frauen Genies sein? Oder sind ihre Arme zu kurz und ihre Köpfe zu klein? Warum haben wir im Geschichtsunterricht nur über zwei drei Frauen etwas gelernt? Was haben eigentlich all die anderen früher gemacht?

    Für wen es geeignet ist, kann ich leider nicht so genau definieren, aber vermutlich für alle, die humorvoll sind und gerne lesen. Wohl auch für Menschen, die nicht so gerne lesen, da es 128 cartoonartige Seiten hat. Super lustig und sehr witzig. Das hat mir gefallen.

    Buchinfos
    
    Autorin: Jacky Fleming
    Titel: Das Problem mit den Frauen
    Verlag: Kiepenheuer&Witsch
    erschienen: 16.2.2017
    ISBN: 978-3-462-05024-0
    Seitenanzahl: 128
    Genre: Cartoon | Geschenkbuch | Satire
    
    

     

     

     

  • Rezension | Meyer, Kai: Die Krone der Sterne

    Rezension | Meyer, Kai: Die Krone der Sterne

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    Der Beginn einer neuen Fantasy-Reihe könnte „Die Krone der Sterne“ von Kai Meyer sein, denn noch ist nicht klar, ob es eine Fortsetzung geben wird. Meyer erschafft ein großes Universum mit vielen Parteien, die sich eine spannende Hetzjagd durch das All liefern. Die Entwicklung der Charaktere geht nur langsam voran und ist auch am Ende des Buches noch nicht abgeschlossen, da jeder noch immer irgendein Geheimnis in petto hat. Stellenweise hatte ich das Gefühl, dass ich einiges schon von anderen Fantasy-Reihen her kenne, aber das ist natürlich bei der großen Menge an Literatur in diesem Genre nicht verwunderlich. Ich finde, Kai Meyer zeichnet hier ein sehr spannendes und interessantes Universum, das auf jeden Fall noch Luft nach oben hat beziehungsweise hoffe ich, dass die Geschichte noch mehr in die Tiefe geht, sollte sie fortgesetzt werden.

    Wer Fantasy mit großen Raumschiffen, obskuren Wesen und einem rasanten Plot mag, wird hier sicherlich nicht enttäuscht werden – es sei denn, es wird eine in sich abgeschlossene Geschichte erwartet.

    Buchinfos
    
    Autor: Kai Meyer
    Titel: Die Krone der Sterne
    Verlag: Fischer TOR
    erschienen: 2017
    ISBN: 978-3-596-03585-4
    Seitenanzahl: 464 Seiten
    Genre: Fantasy