Kategorie: Rezensionen Allgemein

  • Rezension | Bürkl, Anni: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

    Rezension | Bürkl, Anni: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

    der mensch lebt nicht vom brot allein
    © KSB Media | Buchcover

    Dank LovelyBooks durfte ich an einer Leserunde eines Genusskrimis teilnehmen, welcher den Namen „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“ trägt. Passend für das Genre, finden sich im Buch zwei Rezepte, die man nachbacken kann, so wie ich das auch gemacht habe. Doch dazu etwas später.

    Der KSB-Verlag hat nicht nur aktuelle Genusskrimis, sondern auch historische im Programm. Im Herbst 2013 erschien eben dieses Exemplar von Anni Bürkl und behandelt die Zeit um Napoleon, kurz nach der französischen Revolution. Handlungsort ist das hungernde Wien. Die Bevölkerung hat nicht viel zu essen, französische Soldaten sind in der Stadt und wie sollte es für einen Krimi anders sein, als dass ein Mensch ermordet wird? (mehr …)

  • Rezension | Briggs, Raymond: O je, du fröhliche

    o je du fröhlicheRevival für den fluchenden Weihnachtsmann

    Der Diogenes Verlag gab mit Dezember 2013 die Neuauflage des überaus komischen Buches ‘O je, du fröhliche’ von Raymond Briggs in einem 40-seitigen Halbleinen-Hardcover heraus. Als Diogenes Kindertaschenbuch wurde es bereits 1979 veröffentlicht und das (englische) Original erschien 1973 bei Hamish Hamilton Children’s Books Ltd in London.

    Etwas schwer fällt mir die Einteilung in die Sparte Kinderbuch oder ‘Literatur für Erwachsene’, denn die Geschenkfahrt des Weihnachtsmannes, der eigentlich viel lieber zu Hause im Bett bleiben würde, ist durchaus witzig und gesellschaftskritisch beschrieben und gezeichnet. So sind die Kaminschächte viel zu schmal, das Wetter zu schlecht oder der Weihnachtsmann hat schlichtweg keine Lust. Am wohlsten scheint er sich zu Hause bei Hund und Katz‘, einem heißen Bad und einem Tee (mit Rum?) zu fühlen. (mehr …)

  • Rezension | Gerður Kristný: Die grüne Bluse meiner Schwester

    Die grüne Bluse meiner Schwester - Gerður Kristný
    © List Verlag | Buchcover

    Der Roman, welcher in Island und die meiste Zeit davon in der Hauptstadt Reykjavík spielt,  ist im Original schon etwas älter. Bátur með segli og allt, so der isländische Titel, erschien bereits 2004, bekam den Halldór Laxness-Preis dafür und wurde nun von Tina Flecken ins Deutsche übersetzt. 304 Seiten stark ist die Geschichte rund um Frida, deren Vater verstarb und auf dessen Begräbnis eine Geburtstagstorte für den 6-jährigen Aron aufgetischt wird. Solche und ähnliche mehr oder minder lustige Szenen finden sich in dem auf 36 Kapiteln aufgeteilten Werk. (mehr …)

  • Rezension | Nowak, Silke: Schneekind

    Cover Schneekind Krimi
    © Silke Nowak | Buchcover

    Gerade rechtzeitig vor Weihnachten erschien der Krimi Schneekind von Neo-Autorin Silke Nowak. Davor, im Sommer 2013, kam der erste Krimi der Germanistin und Philosophin mit dem Titel Auserwählt auf den Markt, dessen Fortsetzung im Juni 2014 (Ein neues Leben) geplant ist.

    Schneekind liest sich flüssig und vor allem auch schnell, denn die 172 Seiten des Printexemplares sind nicht gerade viel für einen Krimi – möchte man meinen. Doch bekanntlich liegt ja in der Kürze die Würze und genau das hat Silke Nowak mit ihrem Buch geschafft. (mehr …)

  • Rezension | Lehane, Dennis: In der Nacht

    in der nacht
    © Diogenes Verlag | Buchcover

    Die Geschichte beginnt, wie so viele Krimis, Thriller oder eben auch Gangster-Epen, mit einem Teil, der eigentlich schon zum Schluss gehört. Joe Coughlin findet seine Beine in Zement wieder und ist kurz davor, von anderen Ganoven ins Meer geschmissen zu werden. Außerdem kommt noch eine gewisse Emma Gould vor, mit der Joe eine Liebesbeziehung beginnt. Das Blöde an der Sache: Sie ist auch noch die (Bett)Gefährtin von Oberganoven Albert White, dem das sehr missfällt. (mehr …)

  • Rezension | Briggs, Raymond: Was macht der Weihnachtsmann im Juli?

    Was macht der Weihnachtsmann im Juli?
    © Diogenes | Buchcover

    Lustige Neuauflage

    Der Diogenes Verlag gab mit Dezember 2013 die Neuauflage des überaus komischen Buches ‚Was macht der Weihnachtsmann im Juli?‘ von Raymond Briggs in einem 40-seitigen Hardcover heraus. Als Diogenes Kindertaschenbuch wurde es bereits 1980 veröffentlicht und das (englische) Original erschien 1975 bei Hamish Hamilton Children’s Books Ltd in London. (mehr …)

  • Rezension | Moss, Sarah: Schlaflos

    Rezension | Moss, Sarah: Schlaflos

    Moss_Schlaflos_Cover.inddDer Titel ist Programm

    Sarah Moss, eine schottische Schriftstellerin mit Island-Ambitionen, schreibt mit Schlaflos einen Roman, der sich an junge Mütter richtet. Zumindest hat es den Anschein.
    Die selbstbewusste Frau Doktor Anna Bennet lebt mit Ehemann Giles Cassingham und den beiden gemeinsamen Söhnen Raph(ael) und (Ti)Moth(y) auf einer fiktiven Insel namens Colsay. Die Kinder sind sechs und eineinhalb, die Mutter oft verzweifelt, der Vater Ornithololge, der das Verschwinden der Papageientaucher Tag für Tag analysiert. Daneben wird noch ein Haus vermietet und den Urlaubsgästen psychologische Hilfe angeboten.

    Baumpflanzung

    Erst als isländische Apfelbäume in den hauseigenen Garten gesetzt werden, bekommt der Roman eine Wendung. Die Gebeine eines Babys werden gefunden und die Polizei tritt Anna gegenüber sehr vorurteilbehaftet auf. Wobei Frau Doktor sich ja wirklich nicht allzusehr um ihre Kinder kümmert – diese werden mitunter auch alleine im Haus gelassen, damit sie in Ruhe an ihrem Buchprojekt, für welches sie ein Stipendium bekommt, arbeiten kann. (mehr …)

  • Rezension | Wild Urbs: Wien geht

    WIEN GEHT Buchcover
    © Wien geht Buchcover

    Ein WildUrb ist kein Mensch in diesem Sinne. Eher ein übertragenes Symbol, das in Form eines grünen, Mars-männchenähnlichen Zyklopen mit zwei Hörnern erscheint. Die Autorin des 178 Seiten starken Wien Büchleins, Jine Knapp, hat sich viel Mühe gemacht, um den TouristInnen und der urbanen Bevölkerung die Vorteile des Gehens schmackhaft zu machen. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Beiträge von Roland Düringer, Maria Vassilakou oder Martin Blumenau sorgen für unterhaltsame Minuten, aber der Kern an sich mit den vielen Tracks und Points gibt ebenso viel her. Selbst nicht gehend ist das Buch ein toller Zeitvertreib.

    Buch einpacken und los geht’s

    Auf der Vorderseite des Buches Wien geht kann man einen Untertitel erkennen, der wie folgt lautet: Abenteuerlich, wunderschön, erholsam, kontrastreich, lieblich oder verwegen: Einfach Gehen. Durch und um Wien. Und so einfach kann es sein. Das Buch hat eine angenehme Größe und ist vom Gewicht her tragbar. In der Hosen- oder Handtasche lässt es sich verstauen, obwohl das Buch in den Farben grün, schwarz und weiß auch voller Stolz in der Hand getragen werden kann. (mehr …)

  • Rezension | Buchgraber, Martin / Brandl, Joachim: Wien. Im Beisl Ihrer Majestät

    Der Conbook Verlag hat mit seiner Reihe „Heimatbuch“ voll ins Schwarze getroffen. Für die Wiener Ausgabe ins Rot-Weiß-Rote, wenn man nach der Farbe des Einbandes geht. Die beiden Autoren Martin Buchgraber und Joachim Brandl schaffen es, von der ersten Seite an bis zur letzten mit witzigen Anekdoten die Wiener Mentalität, den Straßenaufbau, die Taxifahrer und Schönbrunn zu beschreiben.

    Welches Genre ist das Heimatbuch?

    Beim Lesen kommt man oft ins Schmunzeln, manchmal sogar ins Lachen, da die einzelnen Kapitel (mehr …)

  • Rezension | Zacharia, Elisabeth: Warum Kühe lachen und Hühner nicht weinen

    warum kühe lachen und hühner nicht weinenFleischtiger sollten die Hände davon lassen

    Am Titel kann man sich schon denken, dass es hier um eine Auseinandersetzung mit der Tierwelt und Omnivoren (also Alles’fresser‘) geht. Der Untertitel des Buches, der „Die dunkle Seite des Konsums – wie uns Konzerne in die Tasche lügen“ heißt, verspricht noch mehr als nur die reine Behandlung von Tieren für den Lebensmittelmarkt.

    Das Versprechen wurde seitens der Autorin auch gehalten. Auf 352 Seiten beschreibt Zacharia eindrucksvoll ihren Weg durch den Supermarkt-Bio-Dschungel und wenn man nach dieser Lektüre nicht zumindest überlegt, ob man auf eine vegetarische oder gar vegane Lebensweise umsteigt, dann sind die Zeilen wohl nur überflogen worden. An manchen Stellen könnten Verlgeiche mit dem von Allen Carr geschriebenen Buch „Endlich Nichtraucher“ (und diverse Variationen dieses Titels) angestellt werden. So wäre für dieses Sachbuch, welches der Goldegg-Verlag in seine Reihe Leben & Gesundheit einsortiert, auch ein Titel wie „Endlich fleischlos“ oder „Endlich Vegetarier“ möglich. (mehr …)