Kategorie: Rezensionen Allgemein

  • Hörbuch: „Ab heute vegan“ von Patrick Bolk (Hg.)

    Hörbuch: „Ab heute vegan“ von Patrick Bolk (Hg.)

    ab heute veganIch lebe seit einigen Monaten vegetarisch und habe eine vegane Schwester, deshalb kenne ich mich ganz gut aus in der Welt der fleischlosen und tierproduktlosen Ernährung. Ich erwartete mir ein etwas detaillierteres Hörbucherlebnis, doch bekam eher wenig Neues präsentiert. Die meisten Dinge wusste ich schon.

    Die Sprecherstimme war sehr angenehm und man konnte schön folgen, was bei den Interviews leider nicht der Fall war (Kate Nash hat eine schöne Stimme…). Diese fand ich dann auch eher fehl am Platz – die hätte ich als Bonustracks ganz am Schluss angehängt, damit man sich selbst entscheiden kann, ob man sie hören will oder nicht. So müsste man zum CD-Player gehen und auf den nächsten Titel klicken, wenn man das nicht so interessant findet.

    Sehr gut fand ich das Booklet, in dem nochmal alle Links stehen, die der Sprecher erwähnt hat und auch Blogs, die man besuchen kann. Beim Lesen von Sachbüchern kann man meines Erachtens ein wenig mehr aussuchen, was man lesen möchte (querlesen oder ein paar Zeilen überspringen) – beim Hörbuch funktioniert das leider nicht ganz…

    Für Neulinge am veganen Markt sicher eine gute Entscheidungshilfe für den Anfang, aber man benötigt unbedingt Zusatzmaterial, sonst weiß man nicht, wo man die fehlenden Aminosäuren, Eisen und Eiweiß herbekommt.

    Vielen Dank an den DAV-Verlag für dieses Hörexemplar!

     

  • Rezension | Le Corff, Aude: Bäume reisen nachts

    Rezension | Le Corff, Aude: Bäume reisen nachts

    bäume reisen nachts
    Der Titel hat es mir schon angetan und auch das Cover von „Bäume reisen nachts“ ist perfekt getroffen und wunderbar romantisch. Dazu kommt, dass das Werk in einer Klappenbroschur mit Buchstabenprägung in den Läden steht und dies allein schon Aufmerksamkeit erregt. Außerdem erzählt die Hülle schon eine kleine Geschichte: vorne ein Paar, ein Mädchen, das mit etwas ganz Kleinem spricht (einer Ameise) und eine Katze. Am Buchrücken erkennt man einen Mann mit Hut, der einige Koffer schleppt. Dabei handelt es sich um den, laut Klappentext mürrischen Rentner Anatole. Ich finde ihn übrigens gar nicht so mürrisch, sondern halt einfach ein wenig alt und schwermütig. (mehr …)

  • Rezension | Mann, Heinrich: Der Untertan

    Rezension | Mann, Heinrich: Der Untertan

    der untertan
    Diese Rezension fällt mir besonders schwer, denn die offizielle Erstausgabe erschien vor fast einhundert Jahren, und zwar 1919. Zu diesem Zeitpunkt gab’s keinen Kaiser mehr in Österreich und somit konnte das Buch auch niemanden mehr echauffieren.

    Heinrich Mann war der ältere Bruder des viel erfolgreicheren Thomas Mann (Buddenbrooks, Der Zauberberg,…). Doch zu ihm möchte ich hier gar nicht viel sagen, denn die Eckdaten wie Geburtstag, Werdegang etc. kann man bei Interesse ja im Internet nachschlagen. Viel mehr möchte ich mich auf den Inhalt beziehungsweise die Aufmachung konzentrieren. (mehr …)

  • Rezension | Hertz, Anne: Die Sache mit meiner Schwester

    Rezension | Hertz, Anne: Die Sache mit meiner Schwester

    die sache mit meiner schwester
    © pendo verlag | Buchcover

    Bei LovelyBooks läuft gerade noch eine Lesechallenge zu diesem Buch, das in der Sparte „Frauenliteratur“ angesiedelt ist. Dabei handelt es sich um einen Roman, der nicht von einer, sondern zwei Personen geschrieben wurde. Zwei Schwestern, die gemeinsam als Anne Hertz schriftstellerisch tätig werden, berichten in diesem Buch fast ein wenig autobiographisch über ihr Leben. Die fiktionalen Protagonistinnen sind Nele Krüger und Heike Bachmann, die Autorinnen dahinter Frauke Scheunemann und Wiebke Lorenz (hier geht’s übrigens zu ihrer Facebook-Seite).

    Nele ist Single, Heike Mutter dreier Kinder und glücklich verheiratet – zumindest dem Anschein nach. Die jüngere und unternehmungslustigere der beiden Schwestern, Nele, ist seit ihrer Kindheit in Niklas Mesterkamp verliebt, doch dieser steckt in einer Ehe mit Annette, was Nele zum Verhängnis wird. Nach einem Eklat in einer Talkshow, wo die beiden Schwestern über ihr neuestes Buch reden sollen, ruft nämlich Niklas‘ Ehefrau an, konfrontiert Nele mit ihren ehebrecherischen Taten und setzt noch eins drauf, indem sie ausplappert, dass die beiden Frauen gar nicht mehr zusammen schreiben, sondern einen Ghostwriter beauftragen. Natürlich regt sich die Fangemeinschaft auf, doch noch schlimmer ist das Verhältnis zwischen Nele und Heike. Zu allem Überfluss haben die zwei Schwestern dann einen Autounfall und Heike fällt ins Koma …

    Das Buch ist aufgeteilt in 20 Kapitel plus einen Epilog, den ich ganz gut gelungen finde. Außerdem gibt’s noch einige Tagebucheinträge von Heike und Nele, die sehr passend in den Fließtext eingegliedert sind. Erzählt wird in Ich-Form aus Neles Blickwinkel und im Präsens, das heißt, man kann den Geschehnissen ganz gut folgen.

    Insgesamt hat mir der Roman sehr gut gefallen, wenn auch ein paar kleine Schnitzer vorhanden sind. So kommen an zwei Stellen (?) Namensverwechslungen vor und die Sache mit Oliver und seinem Sohn Jakob scheint auch nicht ganz lupenrein zu sein, zumindest sehe ich das so (Stichwort: Oliver und Nina). Das Verhalten und der ganze Charakter Neles bessert sich während der Lektüre, doch als sie finale Schritte im Fall Niklas setzt, fällt sie wieder in ein kindliches Stadium zurück.

    Für alle, die leichte und flüssige Frauenliteratur mögen, spreche ich eine klare Empfehlung aus. Allerdings war ich wirklich schnell mit dem Buch durch und fand es an manchen Stellen ausbaufähig.

    Vielen Dank an den pendo-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars!

    Buchdetails

    Autorin: Anne Hertz
    Buchtitel: Die Sache mit meiner Schwester
    Verlag: pendo verlag
    erschienen: 10.03.2014
    Seitenanzahl: 336
    ISBN: 978-3-86612-363-2
    Preis:€ 14,99 [D], € 15,50 [A], sFr 21,90

  • Rezension | Shafak, Elif: Ehre

    Rezension | Shafak, Elif: Ehre

    ehreWer kennt das heute noch – Ehrenmorde? Wieso geht in manchen Kulturen die Ehre über das Leben der Familienmitglieder, ja sogar der eigenen Mutter? Diese Fragen beantwortet das Buch zum Teil, doch verstehen kann ich es persönlich nicht.

    In der Geschichte geht es um Jamila und Pembe, Zwillingsschwestern, die es nicht sehr leicht hatten in ihrer Kindheit und Jugend. Jamilas Liebe, Adem, heiratet Pembe (aus Ehre), diese wiederum geht nach London und lässt ihre Schwester als alleinstehende Hebamme zurück. Pembes und Adems Ehe funktioniert nicht sehr gut, dennoch entstehen 3 Kinder: Iskender, Esma und Yunus. Über kurz oder lang trennt sich das Paar.
    Nicht nur Adem findet Gefallen an anderen Menschen (Frauen), auch Pembe findet jemanden, der sie berührt. Und das gefällt Iskender nicht und er begeht einen Mord… (mehr …)
  • Rezension | Sabbag, Britta: Das Leben ist (k)ein Ponyhof

    Rezension | Sabbag, Britta: Das Leben ist (k)ein Ponyhof

    Sabbag_Das-Leben-ist-k-ein-Ponyhof_epremiere
    Am 14. März 2014 erschien das Buch „Das Leben ist (k)ein Ponyhof“ von Britta Sabbag als ePremiere* im Bastei Lübbe-Verlag. Ich habe es bereits gelesen und stelle das Buch, dessen Cover in gelb gehalten ist, nun mal vor. Das dazugehörige Taschenbuch erscheint übrigens am 15. April 2014.

    *Eine ePremiere ist laut Verlag faster than print und somit für alle E-Book Leserinnen schon ein bis zwei Monate vor dem Erscheinungstermin des physischen Buches erhältlich.

    Hier geht’s übrigens zum Interview mit der Autorin:

    [youtube https://www.youtube.com/watch?v=P-YyqDIQ6zY&w=560&h=315]

    Britta Sabbag, die schon mehrere Romane und ein Jugendbuch verfasst hat, widmet sich nun einer jungen Dame namens Antonia, die in der Großstadt Karriere machen will. Alles scheint perfekt: Ihr Job in einer renommierten Kanzlei, wo sie bald als Partnerin vorgeschlagen werden soll und ihr Bald-Ehemann Carl, mit dem sie sich in jedem Punkt einig ist. Zumindest bis zu dem Tag, an dem Inge (Antonias Mutter) für drei Wochen nach Indien reist und ihren etwas senilen Ehemann Walter (Antonias Stiefvater) allein lässt. Beziehungsweise eben nicht, denn Tönchen, wie Walter seine Stieftochter liebevoll nennt, soll nach dem Rechten sehen, und das in dem kleinen, verschlafenen Dorf ihrer Kindheit. (mehr …)

  • Rezension | Sahm, Nina: Das letzte Polaroid

    Rezension | Sahm, Nina: Das letzte Polaroid

    polaroid
    © blumenbar | Buchcover

    Ein Debütroman der Extraklasse made in Germany – das darf man sich nicht entgehen lassen. So oder so ähnlich wird das wohl auch der Blumenbar-Verlag gesehen haben und hat Nina Sahms Werk mit dem romanbeherrschenden Titel Das letzte Polaroid verlegt.

    Die Romanhandlung spielt überwiegend in Ungarn und ist auf zwei Zeitebenen aufgeteilt. Zu ersterer gehören die Ferien von Anna und Kinga am Balaton, zur aktuellen das Warten auf Kingas Aufwachen in Budapest. Nina Sahm schafft es, diese beiden Ebenen auf eine Art und Weise zu verbinden, sodass man sich nicht ein einziges Mal anstrengen muss, um den Sprüngen zu folgen. Alles erscheint logisch und rund.  (mehr …)

  • Rezension | Noll, Ingrid: Hab und Gier

    Rezension | Noll, Ingrid: Hab und Gier

    hab und gier
    © Diogenes | Buchcover

    Sie schreibt Krimis mit tiefschwarzem Humor am laufenden Band und schafft es immer wieder, ihr Publikum zu begeistern. Zumindest hat sie das bei mir mit ihrem Werk Hab und Gier geschafft. Erschienen im Februar 2014 (also brandaktuell!), bieten die 256 Seiten gute  und vor allem leicht zugängliche Unterhaltung.

    Die ehemalige Bibliothekarin Karla wird zu einem ominösen Gabelfrühstück ihres Ex-Arbeitskollegen Wolfram eingeladet, welches sie nach einigem Zögern und Rücksprache mit ihrer Freundin Judith annimmt. Das Angebot, welches ihr Wolfram, ein kinderloser Witwer, zu bieten hat, klingt verlockend:

    (mehr …)

  • Rezension | Klugkist, Thomas: Hanna und Sebastian

    Rezension | Klugkist, Thomas: Hanna und Sebastian

    hanna und sebastian
    © C.H. Beck | Buchcover

    Wer ‚Gut gegen Nordwind‘ oder ‚Alle sieben Wellen‘ von Daniel Glattauer mag, wird bei Hanna und Sebastian nicht diese Leichtigkeit und den überaus schnellen Lesefluss finden. Denn dieser Roman hat es in sich:

    Zu Beginn werden ellenlange Briefe gewechselt, die philosophische Themen behandeln. Im zweiten Abschnitt steigen die Protagonisten Hanna und Sebastian dann auf SMS und E-Mail um, was schon um einiges leichter lesbar wird. Dann folgt ein dritter Teil, in dem die E-Mails wieder länger (und mühsamer) werden und das Ende ist dann wiederum versöhnlich.

    Die wirklich wichtigen Themen des Romans werden schnell abgehandelt und dafür wird umso mehr über die Gefühlswelt Sebastians und Hannas gemailt. Dabei gibt es aber nicht nur eitle Wonne, sondern viel Lug & Betrug als auch unerwartete Todesfälle. (mehr …)

  • Rezension | Greissing, H. und Zillo, A.: Zilgrei gegen Rückenschmerzen

    Rezension | Greissing, H. und Zillo, A.: Zilgrei gegen Rückenschmerzen

    zilgrei
    © Buchcover | Goldmann
    Heute gibt’s mal ein Sachbuch und zwar eines, das bereits im Jahr 1991 erschienen ist. Ich habe die 3. Auflage aus 2005 bei LovelyBooks gewonnen und möchte es nicht mehr in meinem Bücherregal missen, denn die Rückenschmerzen sind tatsächlich besser geworden!

    Was ist Zilgrei?

    Die Bezeichnung setzt sich aus den Nachnamen der Erfinder Hans Greissing und Adriana Zillo zusammen und ist eine Selbstbehandlung durch eine einfache Haltungs- und Atemtherapie, so zumindest die Überschrift. Ich habe einige Übungen selbst ausprobiert und kann dem zustimmen.

    Der Aufbau des Buches

    Gleich zu Beginn gibt’s Erklärungen, wie Zilgrei funktioniert, auf welche anderen Arten der Gesundheitstherapie zurückgegriffen wird – unter anderem auch auf Yoga – und die Grundkonzepte. Ein überaus wichtiges Kapitel ist die Atmung, deren Prinzip auf 5 Sekunden ausgelegt ist (einatmen, 5 Sek. halten, ausatmen, 5 Sek. halten). Es bedarf am Anfang einige Übung, bis man diese Atmung raus hat, aber nach einer Zeit funktioniert die Bauchatmung super und die Bebilderung, wie man diese Atmung am besten erlernt, ist sehr hilfreich.

    Im hinteren Teil geht es dann zu den Übungen, die alle nach einer Vogelart benannt werden. Bevor man die einzelnen Übungen jedoch durchführt, ist es oft nötig, einen Selbsttest zu machen, damit man sieht, in welcher Richtung es „zwickt“ – die Behandlung wird dann in die entgegengesetzte Richtung durchgeführt.