Schlagwort: Rezension

  • Rezension | Sloan, Robin: Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra

    Rezension | Sloan, Robin: Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra

    Die sonderbare Buchhandlung des Mr Penumbra von Robin Sloan Wer Bücher mag, sollte sich dieses hier zulegen. Nicht allein das Cover macht es unentbehrlich, sondern auch der Inhalt. Gestaltet wurde dieser von Neo-Schriftsteller Robin Sloan, der zuvor auch schon bei einigen Webdienstfirmen gearbeitet hat und nun unter das schreibende Volk gegangen ist. Warum ist die Buchhandlung des Mr. Penumbra nun so sonderbar? Das fragte ich mich natürlich sofort, als ich das Cover zum ersten Mal sah und den Titel las. Ziemlich schnell wird man in die Materie eingeführt, und zwar mit Hilfe von Protagonist Clay Jannon, der seinen Job als Mediendesigner an den Nagel gehängt hat und nun wieder einen Beschäftigung sucht. Da kommt ihm die Buchhandlung ganz gelegen, die 24 Stunden pro Tag geöffnet hat. Drei Menschen schieben die Schichten und Clay bekommt die Nacht. Während der Arbeit muss immer Protokoll über die Besucher geführt werden, was sie anhatten, was auffällig war, was sie sich ausgeborgt (oder gekauft) haben. Und genau die Bücher, die wieder ins Regal zurückwandern, sind so sonderbar, denn sie bestehen nur aus Buchstabenfolgen, die decodiert werden müssen … (mehr …)

  • Rezension | Kastura, Thomas: Please Identify!

    please identify
    Wir leben im multimedialen Zeitalter und sind umgeben von Facebook, Twitter und Co. Ich hatte über eine Jahr lang keinen Facebook-Account, weil es mir einfach zu zeitintensiv wurde, meine sogenannten Freunde zu besuchen, Likes zu vergeben oder einfach nur ihren allerneuesten Status zu kommentieren.  Doch seit dieser Blog existiert – etwas mehr als ein Jahr – wird man immer mehr dazu verleitet, auch über andere Kanäle zu posten, damit die Reichweite vergrößert wird. Viel Privates gebe ich ja nicht preis, aber wie man am Roman von Thomas Kastura merkt, muss man das auch nicht und kann trotzdem ziemlich heftige Probleme bekommen.

    Zum Inhalt

    Laura Adams fährt mit ihrer besten Freundin Mischa in den Urlaub. Genauergesagt kaufen sich die beiden ein InterRail Ticket und beschließen, Schottland unsicher zu machen. Auf den Orkneys sind die beiden Damen dann schon in Begleitung von Danny und Wesley, die auch urlauben und dann gesellt sich in Aberdeen noch Glynis dazu, die mir von Anfang an etwas suspekt vorkam. Doch der eigentliche Plot der Geschichte dreht sich um das NetFriends Konto von Laura. Auf dieses hat sie nämlich selbst keinen Zugriff mehr und langsam wird’s richtig unheimlich, denn ständig werden private Fotos von ihr als Kind gepostet oder der Hacker ruft zu Massenveranstaltungen im Namen von Laura Adams auf. Glück für sie, dass sie ihre Freunde hat – oder sind diese auch in ein Netz aus Lügen verstrickt?

    Eigene Lese-Eindrücke

    Was ich mir erwartet hatte, ist nicht ganz in Erfüllung gegangen, was aber durchaus positiv zu verstehen ist. Ich dachte, es geht um einen Internetroman, der sich im Jugendzimmer eines Teenagers abspielt. Bekommen habe ich fast einen RoadTrip, der die Protagonisten bis nach Paris führt (über Stationen in Schottland und England). Dieser Thriller ist für Jugendliche ab 14 Jahren geeignet – mit dieser Altersangabe gehe ich sogar konform mit dem Arena Verlag – kann aber auch von Erwachsenen gelesen werden, die zuviel Zeit und Informationen in soziale Netzwerke stecken. Vielleicht verändert sich die Einstellung dann etwas?

    Vom Schreibstil her: Einfach, schnell zu lesen, abwechslungsreich und spannend. Der Inhalt ist gut aufgearbeitet und die Thematik aktuell. Ich denke, dass sich das Buch auch gut als Klassenlektüre anbieten würde, da die Kapitelaufteilung super ist und es mehrere Personen gibt, die man eventuell charakterisieren könnte. Für mich ein äußerst lesenswertes Buch!

    Buchdetails
    Autor: Thomas Kastura
    Titel: Please Identify!
    Verlag: Arena Verlag
    erschienen: im Februar 2014
    ISBN: 978-3-401-06881-7
    Genre: Jugendbuch ab 14 Jahren
    Seitenanzahl: 296
    
    
  • Rezension | Patterson, James: Unlucky 13 (auf Englisch gelesen)

    Rezension | Patterson, James: Unlucky 13 (auf Englisch gelesen)

    unlucky 13Ich hatte mich sehr darauf gefreut, endlich wieder mal einen Thriller beziehungsweise hier eher Krimi auf Englisch zu lesen. Dass es der dreizehnte Band einer Reihe ist, hat mich auch nicht weiter gestört, denn die Charaktere (v.a. Protagonistin Lindsay Boxer) sind gut vorgestellt. Wie es auf dem Cover auch zu lesen ist, handelt es sich um einen Women’s Morder Club Thriller, als müssen da noch ein paar weitere Damen im Spiel sein und neben Lindsay werden Claire, Yuki und Cindy zu tragenden Rollen im Krimi.

    Gleich zu Beginn erfährt man als LeserIn, dass Menschen aufgrund Explosionen im Bauch getötet wurden. Dabei handelt es sich um eine weibliche und einen männlichen Studenten, doch nach und nach werden es mehr Opfer. Wer ist der mysteriöse Mörder? Warum benutzt er so abartige Sachen wie „Belly Bombs“?

    Neben diesem Handlungsstrang gibt es noch zwei weitere: Yukis Hochzeit(sreise) mit Lindsays Boss und Cindys Interviewreise, wobei letztere nicht ganz so ausführlich geschildert ist.
    Was mich ein wenig gestört hat, war, dass die Kapitel so extrem kurz sind und die Handlungen dadurch schnell wechseln. Besser hätte ich es andersrum gefunden, denn richtig in die Geschichte hinein gekommen bin ich leider nicht.

    Außerdem hat es mich gestört, dass Lindsay ihren Mann einfach so zu Hause bei Hund und Kind lässt und richtig in der Karriere aufgeht. Ich könnte mir das nicht so vorstellen – aber gut, das ist jetzt Ansichtssache und hat mit dem Roman an sich ja nichts zu tun.

    Alles in allem war er sehr leicht zu lesen und doch ein wenig anspruchsvoll, wenn man schon länger kein englisches Original mehr gelesen hat. Die Sprache war wirklich einfach und strukturiert und so konnte ich vor dem Einschlafen meine Gehirnzellen trainieren, aber nicht überstrapazieren.

    Vielen Dank an vorablesen.de und Randomhouse für dieses Leseexemplar!

    Bisher erschienen im Women’s Murder Club (die Titel erinnern mich irgendwie an die Serie von Janet Evanovich rund um Stephanie Plum: One for the Money, Two For the Dough,…):
    1st to Die
    2nd Chance
    3rd Degree
    4th of July
    The 5th Horseman
    The 6th Target
    7th Heaven
    8th Confession
    9th Judgement
    10th Anniversary
    11th Hour
    12th of Never

    Buchdetails
    Autor: James Patterson (mit Maxine Paetro)
    Titel: Unlucky 13
    Verlag: Randomhouse
    erschienen: 2014
    Seitenanzahl: 416
    ISBN: 9781780890319
    
    
  • Rezension | Dittmann, Kyra: Pechschwarze Hoffnung. Narrando #1

    Rezension | Dittmann, Kyra: Pechschwarze Hoffnung. Narrando #1

    narrando Ich habe bis jetzt noch keinen Roman in der Kategorie ‚Dystopie‘ gelesen, doch die ersten zwei Teile von „Die Tribute von Panem“ im Kino gesehen und ich war von dem Genre angetan. Deshalb freute es mich umso mehr, als ich bei LovelyBooks die Gelegenheit hatte, an einer Leserunde zu Narrando teilzunehmen. Der Beginn des Werks von Kyra Dittmann hat mich auch gleich mal an die Hunger Games erinnert – das Szenario der zerstörten Welt und der armen und reichen Bevölkerung. Doch nach einigen Seiten wurde ein eigenständiges Werk daraus, was ja gut ist!

    Die Protagonisten des Buches, Vella und Jai, sind beide nicht zu hundert Prozent liebenswürdig oder sympathisch. Manchmal kamen sie mir auch etwas unschlüssig in ihren Handlungen vor und ab und zu fehlt es an der Logik. (mehr …)

  • Rezension | Hach, Lena: Wanted. Ja. Nein. Vielleicht.

    Rezension | Hach, Lena: Wanted. Ja. Nein. Vielleicht.

    wanted

    Wer kennt diese ominösen Zettel nicht, die in der Schulbank ausgetauscht werden und auf denen die Frage „Willst du mit mir gehen?“ oberhalb der drei möglichen Antworten Ja / Nein / Vielleicht steht (das JA natürlich in überdimensionalen Lettern)? In diesem Jugendroman geht’s aber nicht um die kleinen Zettelchen, sondern um Abrisszettel, die beispielsweise an Bäumen hängen und die Finn und Lara zusammenbringen sollen.

    Doch vorerst gilt es, Finns Liebeskummer auszumerzen. Mit Hilfe seines besten Freundes Moritz, der eigens einen Psychotest für Finn erstellt hat, soll Sofie bald mal passé sein, doch das ist schwieriger als gedacht. Vor allem deshalb, weil die junge Dame einfach nicht von der Bildfläche verschwinden will.

    Zum Glück lernt Finn dann Lara kennen, die selbst ein großes Problem hat, denn ihre Schwester Mira ist vor einigen Jahren einfach verschwunden. Lara redet sich ein, dass sie in Neuseeland glücklich ist.

    Die Charaktere sind alle super ausgearbeitet und man fühlt sich sofort in die Teeniezeit zurückversetzt, wenn man das 155-Seiten starke Buch liest. Lena Hach hat ein tolles Jugendbuch geschrieben, welches in keiner gut sortierten Buchhandlung oder in einem Wohnzimmer fehlen darf, denn nicht nur Teenager werden ihren Spaß dran haben, sondern auch Erwachsene können durchaus einige Minuten qualitativ hochwertige Lesezeit verbringen, ohne sich dabei Knoten ins Hirn zu  machen.

     Vielen Dank an LovelyBooks und Lena Hach für dieses im Beltz&Gelberg Verlag erschienene Jugendbuch ab 12 Jahren!

     

    Buchdetails
    Autorin: Lena Hach
    Titel: Wanted. Ja. Nein. Vielleicht.
    Verlag: Beltz&Gelberg
    erschienen: 2014
    ISBN: 978-3-407-81157-8
    Seitenanzahl: 155
    Preis: € 12,95 (D) | € 13,40 (A)

     

  • Rezension | Sommerhalder, Benjamin: Knigi

    Rezension | Sommerhalder, Benjamin: Knigi

    978-3-257-01170-8Wer dieses Buch liest, wird danach feststellen, dass er oder sie tatsächlich lesen kann. Darüber hinaus geht es auch nicht, dass man das Buch nicht liebt. Und sich, wenn man keine Sprösslinge im volksschulfähigen Alter hat, Kinder wünscht, damit man dieses wunderbar gezeichnete und beschriebene Werk vorlesen kann. Oder mitlesen darf. Oder einfach zum Selberlesen schenkt.

    Erschienen ist das Werk von Benjamin Sommerhalder im April 2014 im Diogenes Verlag, doch im Jahr 2011 wurde „Ghost Knigi“ bereits auf Englisch veröffentlicht. Egal, in welcher Sprache die kurze und vor allem kurzweilige Geschichte rund um den liebenswürdigen Geist gelesen wird: Knigi muss man gern haben.

    Vielen Dank an den Diogenes Verlag für dieses farbenfrohe Buch!

    Buchdetails
    Autor: Benjamin Sommerhalder
    Titel: Knigi
    Verlag: Diogenes Verlag
    erschienen: im April 2014
    ISBN: 978-3-257-01170-8

  • Hörbuch: „Ab heute vegan“ von Patrick Bolk (Hg.)

    Hörbuch: „Ab heute vegan“ von Patrick Bolk (Hg.)

    ab heute veganIch lebe seit einigen Monaten vegetarisch und habe eine vegane Schwester, deshalb kenne ich mich ganz gut aus in der Welt der fleischlosen und tierproduktlosen Ernährung. Ich erwartete mir ein etwas detaillierteres Hörbucherlebnis, doch bekam eher wenig Neues präsentiert. Die meisten Dinge wusste ich schon.

    Die Sprecherstimme war sehr angenehm und man konnte schön folgen, was bei den Interviews leider nicht der Fall war (Kate Nash hat eine schöne Stimme…). Diese fand ich dann auch eher fehl am Platz – die hätte ich als Bonustracks ganz am Schluss angehängt, damit man sich selbst entscheiden kann, ob man sie hören will oder nicht. So müsste man zum CD-Player gehen und auf den nächsten Titel klicken, wenn man das nicht so interessant findet.

    Sehr gut fand ich das Booklet, in dem nochmal alle Links stehen, die der Sprecher erwähnt hat und auch Blogs, die man besuchen kann. Beim Lesen von Sachbüchern kann man meines Erachtens ein wenig mehr aussuchen, was man lesen möchte (querlesen oder ein paar Zeilen überspringen) – beim Hörbuch funktioniert das leider nicht ganz…

    Für Neulinge am veganen Markt sicher eine gute Entscheidungshilfe für den Anfang, aber man benötigt unbedingt Zusatzmaterial, sonst weiß man nicht, wo man die fehlenden Aminosäuren, Eisen und Eiweiß herbekommt.

    Vielen Dank an den DAV-Verlag für dieses Hörexemplar!

     

  • Rezension | Le Corff, Aude: Bäume reisen nachts

    Rezension | Le Corff, Aude: Bäume reisen nachts

    bäume reisen nachts
    Der Titel hat es mir schon angetan und auch das Cover von „Bäume reisen nachts“ ist perfekt getroffen und wunderbar romantisch. Dazu kommt, dass das Werk in einer Klappenbroschur mit Buchstabenprägung in den Läden steht und dies allein schon Aufmerksamkeit erregt. Außerdem erzählt die Hülle schon eine kleine Geschichte: vorne ein Paar, ein Mädchen, das mit etwas ganz Kleinem spricht (einer Ameise) und eine Katze. Am Buchrücken erkennt man einen Mann mit Hut, der einige Koffer schleppt. Dabei handelt es sich um den, laut Klappentext mürrischen Rentner Anatole. Ich finde ihn übrigens gar nicht so mürrisch, sondern halt einfach ein wenig alt und schwermütig. (mehr …)

  • Rezension | Mann, Heinrich: Der Untertan

    Rezension | Mann, Heinrich: Der Untertan

    der untertan
    Diese Rezension fällt mir besonders schwer, denn die offizielle Erstausgabe erschien vor fast einhundert Jahren, und zwar 1919. Zu diesem Zeitpunkt gab’s keinen Kaiser mehr in Österreich und somit konnte das Buch auch niemanden mehr echauffieren.

    Heinrich Mann war der ältere Bruder des viel erfolgreicheren Thomas Mann (Buddenbrooks, Der Zauberberg,…). Doch zu ihm möchte ich hier gar nicht viel sagen, denn die Eckdaten wie Geburtstag, Werdegang etc. kann man bei Interesse ja im Internet nachschlagen. Viel mehr möchte ich mich auf den Inhalt beziehungsweise die Aufmachung konzentrieren. (mehr …)

  • Rezension | Matzerath, Christian: Das Supertalentier

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    Aufgepasst, da krabbelt was!
    Ähnlich wie bei „Hugo, streck die Fühler aus!“ ist die Hauptfigur ein Insekt. Zwar kein Silberfischen wie Hugo, sondern ein Bombardier-käfermädchen namens Luna, wie der Mond.

    Der Illustrator Max Fiedler hat super süße und bunte Zeichnungen dazu beigesteuert und der Autor des Buches, Christian Matzerath, weiß, wie man Kinder und deren Eltern spannende Geschichten erzählt. Im Boje-Verlag erschien das Buch am 13. März 2014 und auf der Internetseite vom Verlag Bastei Lübbe findet ihr ein Gewinnspiel, welches noch bis 15. Juni 2014 läuft! Mit einem Klick geht’s direkt auf die Gewinnspielseite! Und im Sommer wird es sogar eine App geben, wo man Schattentiere erraten, Yoga mit Yolanda machen oder Zielpupsen üben kann. Das wird sicher lustig! (mehr …)