Schlagwort: Rezension

  • Rezension | Slawig, Barbara: Visby

    © Berlin Verlag | Buchcover

    Vor fast eineinhalb Jahren erschien Visby von Barbara Slawig (hier geht’s zur Webseite der Autorin) als Hardcover unter der allumfassenden Genreeinteilung Roman, doch die Bezeichnung des im Dezember 2013 herausgegebenen Taschenbuches aus demselben Verlag hört nun auf den teilweise passenderen Begriff Thriller.

    Gotland

    Auf der schwedischen Insel Gotland lebte die Protagonistin Dhanavati Reinerts etwa fünf Jahre lang mit ihrer Mutter Gisela, Adrian, Nandin, Indrasena und Bengt. Dhani musste mit ansehen, wie sich ihre Mutter von den Klippen in den Tod stürzte und ist nun auf der Suche nach ihrem Vater und dem Grund für die Freitodentscheidung ihrer Mutter.  Dabei gerät sie nicht nur einmal in Gefahr. (mehr …)

  • Lebender Christbaum

    Lebender Christbaum

    green rabbit christbaum
    Dieses Jahr besorgten wir mal einen Christbaum, aber auch nur, weil wir ein Baby haben. Damit wir damit nicht die Umwelt zu sehr belasten, bestellten wir ihn bei Green Rabbit. Und die lieferten eine lebende Nordmanntanne am 16. Dezember 2013. Das gute dabei: Der Baum wird wieder abgeholt und eingepflanzt. Auch Besuchern wird er ab Mai 2014 zugänglich sein.

    Witzig war auch, dass in unserer Wohnung eine Rollassel herumkrabbelte, die wahrscheinlich in der Erde des Baumes versteckt war. Dazu passt auch gut das Buch von Lena Avanzini „Hugo, streck die Fühler aus!„

    Nächstes Jahr werden wir sicher wieder einen Baum bestellen, dann aber ein bissi größer, obwohl der ja wirklich süß ist!

    Ein nachhaltiges Prosit 2014!

  • Rezension | Bürkl, Anni: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

    Rezension | Bürkl, Anni: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

    der mensch lebt nicht vom brot allein
    © KSB Media | Buchcover

    Dank LovelyBooks durfte ich an einer Leserunde eines Genusskrimis teilnehmen, welcher den Namen „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“ trägt. Passend für das Genre, finden sich im Buch zwei Rezepte, die man nachbacken kann, so wie ich das auch gemacht habe. Doch dazu etwas später.

    Der KSB-Verlag hat nicht nur aktuelle Genusskrimis, sondern auch historische im Programm. Im Herbst 2013 erschien eben dieses Exemplar von Anni Bürkl und behandelt die Zeit um Napoleon, kurz nach der französischen Revolution. Handlungsort ist das hungernde Wien. Die Bevölkerung hat nicht viel zu essen, französische Soldaten sind in der Stadt und wie sollte es für einen Krimi anders sein, als dass ein Mensch ermordet wird? (mehr …)

  • Rezension | Nowak, Silke: Schneekind

    Cover Schneekind Krimi
    © Silke Nowak | Buchcover

    Gerade rechtzeitig vor Weihnachten erschien der Krimi Schneekind von Neo-Autorin Silke Nowak. Davor, im Sommer 2013, kam der erste Krimi der Germanistin und Philosophin mit dem Titel Auserwählt auf den Markt, dessen Fortsetzung im Juni 2014 (Ein neues Leben) geplant ist.

    Schneekind liest sich flüssig und vor allem auch schnell, denn die 172 Seiten des Printexemplares sind nicht gerade viel für einen Krimi – möchte man meinen. Doch bekanntlich liegt ja in der Kürze die Würze und genau das hat Silke Nowak mit ihrem Buch geschafft. (mehr …)

  • [50.13] Woche für Woche-Glosse

    Wow – Woche 50. Das heißt, nur mehr zwei Wochen und 2013 ist passé. Auch okay. Diese Woche gibt’s eine Premiere hier auf Buchwelt.co.at, nämlich ein tolles Gewinnspiel, dessen Veranstaltung mir dank Diogenes ermöglicht wurde. Grade vor Weihnachten ist es sicher witzig zu wissen, was der Weihnachtsmann denn im Juli so macht. Mir würden da ja einige Dinge einfallen, aber die GewinnspielteilnehmerInnen haben sich auch schon ins Zeug gelegt und sehr kreative, lustige, logische und sinnvolle Antworten geschickt, die ich kommende Woche nach Bekanntgabe des Gewinners/der Gewinnerin veröffentlichen werde.

    Im Moment lese ich auch das wunderbare Buch ‚In der Nacht‘ von Dennis Lehane, welches ich bei LovelyBooks gewonnen habe. Es fehlen nur mehr die letzten hundert Seiten, aber ich bin jetzt schon traurig, wenn’s vorbei ist. Wirklich sehr sehr spannend und empfehlenswert. Mehr ebenfalls auch kommende Woche in der Rezension dazu.

    Bis dahin: lest brav weiter und alles Liebe,

    die Glossentante

  • [49.13] Woche für Woche-Glosse

    Diese Woche bahnte sich ein Buch zu mir an. Nicht irgendeines, sondern eins, welches ich auf lovelybooks gewonnen habe. Dafür muss ich nur an einer Leserunde teilnehmen und eine Abschlussrezension schreiben. Klingt ganz easy. Aber schnell stellt sich heraus, dass zwei von 20 LeserInnen, die einst im selben Lostopf wie ich saßen und nun auch zu den GewinnerInnen gehören, mit dem Buch fertig sind. Ich bin sprachlos. Klar, ich könnte auch mehr lesen, aber dann würde ich weder essen, noch schlafen, geschweige denn die Wäscheberge wegwaschen können, die sich in unserem Babyhaushalt türmen. Mein Partner schaufelt mich zwar ganz gut frei, doch selbst er ist nicht Superman und wird öfter müde als mir lieb ist. Er geht ja auch 40 Stunden arbeiten und ist in der Nacht mindestens genauso lang und oft wach wie ich selbst. Nun hoffe ich ja, dass die anderen 17 LeserInnen auch etwas langsamer werken, damit ich mich nicht gar so schlecht fühle.

    Blog-Pläne für 2014

    Etwas früh für Neujahrsvorsätze? Besser zu früh als gar nicht. Und außerdem habe ich dann noch ein bisschen Zeit, um diese Vorsätze zu ändern oder gar zu löschen. Dafür sind Vorsätze ja da.

    Zuerst möchte ich die Woche für Woche-Glosse beibehalten – und diesmal wirklich jede Woche etwas posten, was glossenhaft ist und nicht, wie bis jetzt, nur eine Zusammenfassung meiner geschriebenen Rezensionen oder Vorausschauen für die darauffolgende Woche. Die Glossen aus 2013 wandern dann ins Archiv, bleiben aber vorerst online – falls es überhaupt jemanden interessiert 😉

    Die Nachhaltigkeits-Glosse wird wiederaufgenommen. Im zwei- bis dreiwöchigen Rhythmus wird diese ab nächstem Jahr erscheinen und behandelt nicht nur Bücher, die das Thema zum Inhalt haben, sondern auch Hygienetips und Alternativvorschlägen zu Alltagsdingen (beispielsweise Stoffsackerl gegen Plastiksackerl austauschen).

    Eine neue Art der Berichterstattung erscheint ab Jänner 2014 monatlich: die Statistik. Mich interessiert selbst, wie viele Bücher und Seiten ich gelesen und rezensiert habe, welche Bücher ich bekommen und welche ich verschenkt habe.

    Und die Kolumnen werden ausgebaut werden. Bis jetzt gibt es ja dank Gastautorin nur einen Beitrag. Für Themenvorschläge bin ich aber offen!

    Ach ja – rezensieren werde ich auf meiner Website noch – das ist ja schließlich auch meine Hauptbetätigung auf Buchwelt 🙂

  • Rezension | Avanzini, Lena: Hugo, streck die Fühler aus!

    Kampfansage an Putzteufel

    Lena Avanzini traut sich in ihrem Buch Hugo, streck die Fühler aus! die Hauptrolle einem Silberfisch zu geben, der nicht nur sympathisch, sondern auch einfallsreich und tapfer ist. Für Eltern von lesenden Kindern könnte das total toll ausgeführte Werk aber zum Hindernis bei der Hausarbeit werden, denn wer möchte schon einen Silberfisch namens Hugo, dessen Freundin Bianca und eine weibliche Staubmilbe namens Emil auf dem Gewissen haben?

    Die Geschichte

    Der junge Silberfisch Hugo (3. Häutung) begibt sich gemeinsam mit seiner Mutter auf eine Reise durch die Abwasserrohre, denn in der Bibliothek, in der die beiden bis jetzt gelebt hatten, wird langsam zu trocken. Die Mama schafft es leider nicht, und so ist der kleine Kerl auf sich selbst gestellt. (mehr …)

  • Rezension | Moss, Sarah: Schlaflos

    Rezension | Moss, Sarah: Schlaflos

    Moss_Schlaflos_Cover.inddDer Titel ist Programm

    Sarah Moss, eine schottische Schriftstellerin mit Island-Ambitionen, schreibt mit Schlaflos einen Roman, der sich an junge Mütter richtet. Zumindest hat es den Anschein.
    Die selbstbewusste Frau Doktor Anna Bennet lebt mit Ehemann Giles Cassingham und den beiden gemeinsamen Söhnen Raph(ael) und (Ti)Moth(y) auf einer fiktiven Insel namens Colsay. Die Kinder sind sechs und eineinhalb, die Mutter oft verzweifelt, der Vater Ornithololge, der das Verschwinden der Papageientaucher Tag für Tag analysiert. Daneben wird noch ein Haus vermietet und den Urlaubsgästen psychologische Hilfe angeboten.

    Baumpflanzung

    Erst als isländische Apfelbäume in den hauseigenen Garten gesetzt werden, bekommt der Roman eine Wendung. Die Gebeine eines Babys werden gefunden und die Polizei tritt Anna gegenüber sehr vorurteilbehaftet auf. Wobei Frau Doktor sich ja wirklich nicht allzusehr um ihre Kinder kümmert – diese werden mitunter auch alleine im Haus gelassen, damit sie in Ruhe an ihrem Buchprojekt, für welches sie ein Stipendium bekommt, arbeiten kann. (mehr …)

  • Rezension | Holzinger, Michaela: Lukas und das Eckenmonster

    lukas und das eckenmonster
    © Fischer Sauerländer | Buchcover

    Erneut darf ich ein Buch von Michaela Holzinger (zu ihrer Homepage geht’s hier) vorstellen, welches diesmal im Fischer Sauerländer Verlag erschienen ist. Das gebundene, 32-Seiten starke Buch verfügt über wunderschöne Zeichnungen von Stefanie Reich. Diese kann man mithilfe eines Bilderbuchkinos auch an die Wand projizieren. Denkbar ist dies zum Beispiel im Kindergarten, aber auch zu Hause beim Kindergeburtstag. Die fix-fertige Vorlage gibt’s unter: http://www.fischerverlage.de/sixcms/media.php/690/Lukas_und_das_Eckenmonster_BIBUKINO.pdf

    Worum geht’s? (mehr …)

  • Rezension | Zacharia, Elisabeth: Warum Kühe lachen und Hühner nicht weinen

    warum kühe lachen und hühner nicht weinenFleischtiger sollten die Hände davon lassen

    Am Titel kann man sich schon denken, dass es hier um eine Auseinandersetzung mit der Tierwelt und Omnivoren (also Alles’fresser‘) geht. Der Untertitel des Buches, der „Die dunkle Seite des Konsums – wie uns Konzerne in die Tasche lügen“ heißt, verspricht noch mehr als nur die reine Behandlung von Tieren für den Lebensmittelmarkt.

    Das Versprechen wurde seitens der Autorin auch gehalten. Auf 352 Seiten beschreibt Zacharia eindrucksvoll ihren Weg durch den Supermarkt-Bio-Dschungel und wenn man nach dieser Lektüre nicht zumindest überlegt, ob man auf eine vegetarische oder gar vegane Lebensweise umsteigt, dann sind die Zeilen wohl nur überflogen worden. An manchen Stellen könnten Verlgeiche mit dem von Allen Carr geschriebenen Buch „Endlich Nichtraucher“ (und diverse Variationen dieses Titels) angestellt werden. So wäre für dieses Sachbuch, welches der Goldegg-Verlag in seine Reihe Leben & Gesundheit einsortiert, auch ein Titel wie „Endlich fleischlos“ oder „Endlich Vegetarier“ möglich. (mehr …)